Klarer Heimsieg für starke Rotjacken

Eine sehr ansehnliche Vorstellung der Rotjacken resultierte im Heimspiel gegen Salzburg am Sonntagabend in einem 4:1-Erfolg.

Foto: QSpictures

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC musste nach zuvor zwei Siegen hintereinander am Freitagabend wieder eine Niederlage hinnehmen, die Klagenfurter unterlagen auswärts beim Dornbirner EC mit 1:3. In der Tabelle wurden die Rotjacken damit vom HCB Südtirol und Fehérvár AV19 überholt, in das siebte Heimspiel der laufenden Saison gingen sie daher auf Tabellenplatz fünf der bet-at-home ICE Hockey League liegend. In der Stadthalle holte der Rekordmeister bei seinen jüngsten vier Auftritten zehn von zwölf möglichen Punkten, zuletzt besiegte man zu Hause in der vergangenen Woche Székesfehérvár mit 5:0.

Der EC Salzburg bestritt am Sonntag sein erstes Ligaspiel seit dem 23. Oktober. Vor der Meisterschaftspause mussten die Bullen drei Niederlagen am Stück hinnehmen, nachdem sie ihre ersten vier Auftritte des neuen Spieljahres noch allesamt erfolgreich gestalten hatten können. Ihren letzten Sieg fuhren die Mozartstädter daher gegen den EC-KAC ein: Am 11. Oktober konnten sie das erste Saisonduell mit den Rotjacken auf eigenem Eis mit 4:2 für sich entscheiden. Saisonübergreifend ging jede der letzten vier Begegnungen zwischen Salzburg und Klagenfurt an die Bullen.

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken rückte gegenüber dem Auswärtsspiel in Dornbirn am Freitag Steven Strong in das Lineup auf, der Verteidiger gab gegen Salzburg sein Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause. Unverändert nicht zur Verfügung standen David Fischer, David Maier, Fredrik Eriksson und Niklas Würschl in der Abwehr sowie Johannes Bischofberger und Niki Kraus im Angriff. Gewechselt wurde beim EC-KAC auf der Torhüterposition, wo im zwölften Saisonspiel zum neunten Mal Sebastian Dahm den Vorzug erhielt.

 

Der Spielverlauf:

Die Rotjacken konnten sich gleich vom Eröffnungsanspiel weg in ihrem Offensivdrittel festsetzen. Nachdem Stefan Geier einen Schuss vom linken Faceoff-Kreis aus über den Kasten gehämmert hatte, kam Lukas Haudum aus dem Slot zum Abschluss, Goalie Jesper Eliasson war aber auf dem Posten und stoppte auch Thomas Koch am Nachschuss (jeweils 1.). In ihrem ersten Überzahlspiel versuchten es die Salzburger mit einem Blueliner von Taylor Chorney und einen Onetimer von Alexander Pallestrang, aber Sebastian Dahm behielt beide Male die Oberhand (3. bzw. 4.). In der achten Spielminute spielte Justin Schütz die Scheibe von hinter dem eigenen Kasten an die gegnerische blaue Linie, wo Alexander Rauchenwald lauerte, der mit einem Schuss vom rechten Flügel aus einmal mehr nur die  Fanghand von Sebastian Dahm fand. Kurz darauf kam Lukas Haudum links am Torraum stehend gleich doppelt zum Abschluss, Jesper Eliasson machte aber die kurze Ecke zu (9.). In der nächsten Aktion chippte Lukas Schreier den Puck über die Bande zu Justin Schütz, der über links kommend einen scharfen Schuss anbringen konnte, der Schlussmann der Rotjacken parierte mit dem Schoner (11.). In der 15. Minute gingen die Klagenfurter dann mit 1:0 in Führung: Manuel Ganahl spielte den Puck nach einer Körperdrehung an der Mittellinie steil, Dennis Sticha verlängerte und der heranstürmende Thomas Hundertpfund kam zum Solo, das er halbhoch in die von ihm aus gesehen rechte Ecke abschloss. Nachdem Florian Baltram von Steven Strong mit einem hohen Stock im Gesicht getroffen wurde, durften sich die Bullen gleich vier Minuten lang bei numerischer Überlegenheit beweisen und kamen in dieser Phase auch zu einigen Möglichkeiten: Zuerst zog Dominique Heinrich von der blauen Linie aus ab, Sebastian Dahm ließ prallen, doch Paul Huber und John Hughes konnten den Rebound nicht im Tor unterbringen. Kurz darauf hämmerte Taylor Chorney den Puck gleich zwei Mal aus der Halbdistanz auf den Kasten der Rotjacken, blieb aber ebenso erfolglos wie Derek Joslin mit einem Kracher von der blauen Linie aus, der knapp über die Querlatte segelte (jeweils 19.).

Nach dem überstandenen Unterzahlspiel kamen die Klagenfurter kurz nach Wiederbeginn zu einer Topchance: Rok Tičar beförderte das Spielgerät von hinter dem Kasten aus an den Torraum zu Nick Petersen, Jesper Eliasson konnte parieren und stoppte mit einem Desperation Save auch Daniel Obersteiner am Rebound (21.). In der 23. Minute sollte der zweite rot-weiße Treffer aber doch fallen: Michael Kernberger und Marcel Witting setzten Taylor Chorney in dessen Rückwärtsbewegung unter Druck und eroberten so die Scheibe, Witting kam schließlich aus halblinker Position zum Abschluss und setzte den Wrister via Schulter des Bullen-Keepers in die Maschen. Knapp vor Drittelmitte wurde es hektisch, im Halbminutentakt gab es Großchancen: Bei einem „Drei-gegen-Eins“-Konter der Rotjacken stoppte Joslin den finalen Querpass mit einem Hechtsprung, bei Clemens Unterwegers abgefälschtem Kracher aus der Distanz bekam Salzburgs Schlussmann gerade noch die Beine zusammen (jeweils 27.). Auf der Gegenseite, ebenfalls bei einem „3-on-1“, war Jack Skilles letztes Zuspiel zu ungenau (28.). Der von Petersen fein bediente Tičar scheiterte am Crease freistehend beim Versuch, Eliasson zu tunneln (29.). Dann hatte Justin Schütz zwei gute Auftritte: Über rechts nach innen ziehend scheiterte er an Sebastian Dahm (32.), als er sich tief in der Angriffszone querbewegte, traf er lediglich den Außenpfosten (35.). In der nächsten Situation spielte Lukas Haudum den Puck in den Slot zu Blaž Gregorc, dessen Schuss nur vom Stockende des Salzburger Schlussmannes am Einschlag in den Maschen gehindert wurde (36.). Die Schlussphase des Mitteldrittels gehörte den Gästen, die sich im Offensivdrittel festsetzten konnten und zu guten Gelegenheiten kamen: Gegen Schütz war Dahm mit dem Catcher zur Stelle (38.), dann führten weder eine Direktabnahme von Skille noch ein Blueliner von Heinrich zum Torerfolg (jeweils 39.). Kurz vor Drittelende bot sich Manuel Ganahl noch ein Breakaway, bei dem er allerdings bereits aus der Halbdistanz abziehen musste und dabei zu zentral abschloss (40.).

Völlig unbedrängt kam Alexander Rauchenwald nach einem KAC-Abwehrfehler in der 41. Spielminute im Slot zum Abschluss, der Puck segelte aber über den Kasten hinweg. Auf der Gegenseite hatte Nick Petersen tief im Angriffsdrittel stehend das Auge für den heranstürmenden Michael Kernberger, dessen Direktabnahme jedoch vom Bullen-Keeper mit dem Blocker entschärft wurde (42.). Kurz darauf erhöhten die Rotjacken schließlich das Score: Manuel Ganahl fälschte einen verdeckten Strong-Schlenzer gefährlich ab, Jesper Eliasson konnte zwar mit dem Schoner parieren, war dann aber gegen den Nachschuss von Dennis Sticha machtlos (43.). Nur 13 Sekunden später klingelte es erneut:  Thomas Hundertpfund kam mit dem Puck aus der Rundung, spielte diesen diagonal und Manuel Ganahl vollendete von den linken Hashmarks aus per aufgeknietem Onetimer (43.). Danach kamen die Rotjacken zu ihrem ersten Überzahlspiel des Abends, das sich über gleich vier Minuten erstreckte und äußerst ansehnlich aufgezogen wurde, jedoch keinen weiteren Treffer brachte: Nach Gregorc-Wristshot stocherte Petersen nach, brachte die Scheibe aber nicht über die Linie (46.), bei einem weiteren Schlenzer des Slowenen schloss der Goalie im letzten Moment die Beinschoner (47.), eine Bilderbuch-Querpasskombination von Koch und Tičar mit abschließendem Onetimer endete an Eliassons Pads (48.). Mit Ablauf einer Strafzeit gegen Kele Steffler kamen die Bullen zu ihrem ersten Treffer: Alexander Pallestrang hielt aus dem Slot drauf, der Puck wurde mehrmals abgefälscht und landete schließlich am Pfosten bei Paul Huber, der ihn über die Linie bugsierte (55.). Ein Konter über Thomas Hundertpfund und Manuel Ganahl war nicht von Erfolg gekrönt (57.), in der Schlussphase drückte Salzburg - abermals im Powerplay  und mit Emtpy Net agierend - auf einen weiteren Treffer: Derek Joslin hämmerte den Puck von der blauen Linie aus über den Kasten (58.), Jack Skille scheiterte aus der Halbdistanz an Sebastian Dahm und auch Dominique Heinrich konnte den Torhüter mit seinem Blueliner nicht mehr bezwingen (59.). (NB)

 

Der Kommentar:

„Eine exzellente Vorstellung der gesamten Mannschaft. Natürlich, Salzburg hat seit Wochen kein Spiel mehr bestritten, aber wir gaben ihnen heute nie die Möglichkeit, in einen Rhythmus zu kommen, weil wir unser Spielsystem sehr präzise umgesetzt haben. Ich freue mich sehr für die jüngeren Spieler in unserem Team, die heute durch die Bank gut performt haben, die mittlerweile Druck auf die etablierten Kräfte ausüben und diese zu besseren Leistungen pushen. Unser Spiel war eine runde Sache, es beinhaltete sehr viele positive Aspekte.“ (Petri Matikainen, Head Coach EC-KAC)

 

Der Ausblick:

Der EC-KAC punktete in seinem fünften Heimspiel in Serie und kehrte mit dem 4:1-Heimsieg über Salzburg auf den dritten Tabellenplatz der bet-at-home ICE Hockey League zurück. Vor den Rotjacken liegt nun eine intensive Woche, die von zwei Auswärtsspielen eröffnet wird: Am Dienstag (18.30 Uhr) gastieren sie bei den Bratislava Capitals, am Freitag (17.30 Uhr) bei den Graz 99ers, beide Begegnungen sind im Online-Videostream auf live.ice.hockey zu sehen. Am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) treten die Klagenfurter schließlich wieder zu Hause an, Gegner sind dann die Vienna Capitals, Puls24 überträgt live im TV und Stream.