Knappe Heimniederlage in der AHL

Trotz Verstärkungen aus der Kampfmannschaft musste sich das Farmteam des EC-KAC am Dienstagabend der VEU Feldkirch mit 1:2 geschlagen geben.

Foto: KAC/Handler

 

Die Personalien:

Der EC-KAC II musste erstmals auf den wieder zu seinem angestammten kanadischen Klub Drummondville zurückgekehrten Stürmer Fabian Hochegger verzichten. Allerdings erhielten die jungen Rotjacken in dieser Begegnung breite personelle Unterstützung durch Spieler aus dem Kader der Kampfmannschaft, die in den letzten ICE-Runden weniger Spielzeit erhalten hatten: Die Verteidiger Kele Steffler und Michael Kernberger sowie die Stürmer Daniel Obersteiner, Dennis Sticha und Marcel Witting bestritten allesamt ihre erste AHL-Partie in der laufenden Saison. Das Lineup inkludierte somit insgesamt elf Spieler, die in der Vergangenheit bereits für das Profiteam der Rotjacken aufgelaufen waren, sein Durchschnittsalter lag bei 21,3 Jahren.

 

Der Spielverlauf:

In einer ausgeglichenen Anfangsphase kamen die jungen Rotjacken zur ersten aussichtsreichen Gelegenheit, Samuel Witting scheiterte am Crease bei einem Rebound jedoch zwei Mal an Goalie Alex Caffis Beinschonern (5.). Klagenfurts Schlussmann Florian Vorauer war ebenso doppelt mit den Pads zur Stelle, als Smail Samardžić bei einem „Drei-gegen-Eins“-Konter weit nach außen abgedrängt wurde, die Scheibe dann aber doch an den Torraum zu Jordan Pfennich brachte (5.). Die Gastgeber hatten in der Folge mehr Spielanteile: Rok Kapel scheiterte mit einem Schlenzer von rechts (7.), als Marcel Witting an der offensiven blauen Linie in einen Querpass spritzte, sprang der Puck etwas zu weit weg, sodass Caffi parieren konnte (11.). Im ersten Powerplay des Abends für den EC-KAC II hatten zunächst die Vorarlberger die beste Möglichkeit, Florian Vorauer stoppte jedoch Ivan Koreckýs Alleingang (16.). Noch im gleichen Überzahlspiel gingen die jungen Rotjacken in Führung: David Maier zog vom rechten Faceoff-Punkt aus ab, Marcel Witting fälschte flach in die lange Ecke ab (17.). Als Michael Kernberger vor einer Torumrundung noch an den Crease zu Samuel Witting zurücksteckte, blieb dieser an Caffis Schonern hängen (19.), auf der Gegenseite bedeuteten zwei Birnstill-Wristshots aus der Distanz große Gefahr, zwei Mal konnten die Klagenfurter die aussichtsreichen Rebounds jedoch aus der Gefahrenzone bringen (20.). 

Ein in den zweiten Abschnitt mitgenommenes, 102-sekündiges Unterzahlspiel überstanden die Klagenfurter gut, als sie wieder komplett waren, spielte der rechts tief gegangene Simon Hammerle einen feinen Querpass ins Zentrum, den sein Zwillingsbruder Valentin in zwei Versuchen nicht an Alex Caffi vorbeibrachte (23.). Auf der Gegenseite parierte Florian Vorauer einen knapp vor ihm abgefälschten Fernschuss gut (25.), als im Konter der letzte verbleibende VEU-Verteidiger ausrutschte und somit ein „Zwei-gegen-Null“ der jungen Rotjacken ermöglichte, entschied sich David Maier selbst zum Abschluss, scheiterte aber am Goalie (25.). In der nächsten Szene kamen die Vorarlberger zum Ausgleich: Jordan Pfennich spielte die Scheibe aus der Rundung scharf an den Crease, wo Yannik Lebeda seinen Schläger hinhielt und den Puck so hoch ins Netz abfälschte (26.). Dann konnte sich KAC-Schlussmann Vorauer zwei Mal auszeichnen, als er sowohl einen Wrap-Around von Jakob Stukel (27.) als auch einen gezogenen Wristshot von Kevin Puschnik aus dem Slot parierte (29.). Gegen Drittelende übernahmen wieder die Hausherren das Kommando: Nach einem Obersteiner-Steal in der Angriffszone verlängerte Marcel Witting auf den Kasten, Caffi hielt (35.). Ein in den Slot zurückspringender Abpraller, den Niklas Würschl per Schlagschuss erneut auf das Tor brachte, war zu zentral angetragen (36.), als Daniel Obersteiner von der Halfwall an die linken Hashmarks durchbrach, scheiterte er mit seinem Abschluss an Caffi (39.).

Auch den dritten Abschnitt eröffnete die VEU Feldkirch mit einer numerischen Überlegenheit, als der Abpraller nach einem Koczera-Schlenzer aus dem Rückraum vor Kevin Puschnik und dem halbleeren Gehäuse liegenblieb, brachte dieser den Puck nicht in die Maschen (42.). Direkt vom folgenden Faceoff weg kamen die Gäste aber zum Erfolg: Philipp Koczera spielte steil auf Martin Mairitsch, der in halblinker Position seinen Gegenspieler abschirmte und mit der Rückhand quer auf Puschnik legte, der nun keine Probleme hatte, per Direktabnahme einzuschießen (42.). Ein weiteres Unterzahlspiel überstanden die Klagenfurter, die längst ohne ihren verletzt ausgeschiedenen Topscorer Markus Pirmann auskommen mussten, unbeschadet, zu Drittelmitte drängten sie auf den Ausgleich: Zwei Mal innert weniger Sekunden schlenzte Kele Steffler aus der Halbdistanz gefährlich auf das Tor, in beiden Fällen kam kein Mitspieler an die vielversprechenden Rebounds (49.). Als Michael Kernberger über links Meter machte und ins Zentrum vorstieß, stocherte der mitgelaufene Marco Sunitsch seine Ablage aus kurzer Distanz ganz knapp neben dem Pfosten vorbei (50.). Bei einem „Zwei-gegen-Eins“-Konter Feldkirchs verneinte Vorauer den Draschkowitz-Abschluss mit der Rückhand, als Obersteiner das Spielgerät in der Angriffszone eroberte und auf Steffler zurücklegte, zirkelte dieser seinen Schlenzer genau in Caffis Fanghand (jeweils 54.). Weil ein klares Beinstellen gegen Marcel Witting ungeahndet geblieben war, konnten sich die Gäste auch in der Schlussphase zu fünft verteidigen und machten dies erfolgreich, die aussichtsreichste Ausgleichschance war ein von Valentin Ploner knapp an der Stange vorbei abgefälschter Würschl-Wristshot von rechts (56.). (HB)

 

Der Kommentar:

„Feldkirch ist ein schwer zu bespielender Gegner. Beim „Eins-Vier“-System kommt es darauf an, dass das Puck Management in der neutralen Zone funktioniert und das war von uns heute insgesamt nicht gut. Wir haben zwar genügend Chancen herausgespielt, in so engen Partien kommt es aber auf Details an und diese haben wir häufig nicht smart genug gelöst. Insgesamt sind wir zu früh vom Gameplan abgewichen, haben die Scheiben nicht mehr tief hinter die gegnerische Abwehr gebracht, ich denke diese Ungeduld hat heute ein besseres Resultat verhindert.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League
EC-KAC II – VEU Feldkirch 1:2 (1:0,0:1,0:1)
Tor EC-KAC II: Marcel Witting (16:24/PP1)

Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Holzer) / Kernberger-Maier, Steffler-Tialler, Moser-Würschl, Kompain / M.Witting-Obersteiner-Sticha, Pirmann-Kapel-S.Witting, V.Hammerle-S.Hammerle-van Ee, Sunitsch-Ploner-Ofner, Schönett

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – EC Bregenzerwald (Freitag, 8. Januar, 19.00 Uhr)