Mit Heimsieg auf Platz vier

Mit einem über weite Strecken ungefährdeten 6:3-Heimerfolg über Olimpija Ljubljana kletterte der EC-KAC am Sonntagabend auf den vierten Tabellenplatz.

Mit Heimsieg auf Platz vier

 

Die Ausgangssituation:

Die Rotjacken siegten in ihrem letzten Spiel am Freitag in Znojmo mit 4:1, damit wechselten sich beim Rekordmeister seit acht Partien Siege und Niederlagen ab. Der EC-KAC lag vor dem Duell mit Ljubljana auf Rang fünf der Tabelle, lediglich drei Zähler hinter dem Drittplatzierten Dornbirner EC.
Olimpija kam als abgeschlagenes Schlusslicht nach Klagenfurt, die Slowenen entschieden nur fünf ihrer 27 Saisonspiele für sich. Auch in der ewigen Bilanz hat Rot-Weiß die Nase ganz klar vorne: Von den 49 Duellen seit Ljubljanas EBEL-Einstieg (2007) gingen 33 an den EC-KAC. Speziell in der Stadthalle (20 Niederlagen bei 24 Auftritten) hatten die Grünen Drachen bisher eher wenig zu bestellen.

 

Die Personalien:

Kapitän Thomas Pöck saß gegen Ljubljana das zweite und letzte Spiel seiner Sperre ab, auf Thomas Hundertpfund (Oberkörper) musste der Rekordmeister verletzungsbedingt verzichten. Erstmals nach seiner langen Verletzungspause stand Torhüter René Swette (als Backup für Bernd Brückler) im Kader. Statt dem im U20-Nationalteam engagierten Michael Kernberger feierte Philipp Wilhelmer (18) als siebter Verteidiger sein EBEL-Debüt. Daniel Obersteiner kam als 13. Stürmer zu seinem zweiten Karriereeinsatz.

 

Der Spielverlauf:

Die Rotjacken starteten gegen einen defensiv eingestellten Gegner überfallsartig in die Partie: Gerade einmal 44 Sekunden waren gespielt, da bauschte sich das Tornetz Ljubljanas bereits zum ersten Mal, Stefan Geier schob mit der Rückhand zur frühen Führung ein. Richtig beflügeln konnte dieser schnelle Treffer die Hausherren aber noch nicht. Der EC-KAC kontrollierte zwar das Geschehen, blieb aber vorerst ohne große Tormöglichkeiten. Erst in Minute 19 wurden die Klagenfurter wieder richtig gefährlich. Zuerst verzog Thomas Koch knapp, Sekunden später traf Sturmkollege Oliver Setzinger zum 2:0. Der Angreifer versuchte sein Glück mit einem Schlenzer von der blauen Linie, Olimpijas Keeper Oliver Roy, der vom vor ihm stehenden Manuel Geier irritiert wurde, musste den Puck passieren lassen. Doch auch die Slowenen sollten kurz vor Drittelende noch zu einem Treffer kommen: Anže Ropret war 35 Sekunden vor der Pausensirene im Nachsetzen erfolgreich.

Wirklich eng sollte es an diesem Abend allerdings nie werden, auch weil die Rotjacken in Drittel zwei erneut einen guten Start hinlegten: Jason DeSantis besorgte von der blauen Linie aus das 3:1 (23.). Danach hätte Rot-Weiß davonziehen können, hatte allerdings Pech im Abschluss. Manuel Geier scheiterte alleinstehend vor Oliver Roy (27.), Mark Popovic traf nach einem blitzsauberen Alleingang nur die Querlatte (31.). Kurze Zeit später klappte es dann aber wieder mit einem Torerfolg der Heimischen: Patrick Harand erkämpfte sich den Puck in der Rundung und bediente Manuel Geier ideal.  Klagenfurts Stürmer mit der Rückennummer 21 ließ einmal mehr seine Kaltschnäuzigkeit aufblitzen und versenkte die Scheibe aus recht spitzem Winkel zum 4:1 unter der Latte (33.). Die Gäste kämpften aufopferungsvoll und wurden für ihren großen Einsatz auch belohnt: Im Powerplay brachte Aleš Mušič die Grünen Drachen nur 76 Sekunden später wieder auf 4:2 heran.

Diesen Schwung nahm das junge Team der Slowenen auch in den dritten Abschnitt mit. Durch eine Überzahl begünstigt, erspielte sich Olimpija gleich zu Beginn zwei dicke Möglichkeiten. Zuerst knallte Maks Selan den Puck an die Stange (42.), Sekunden später musste KAC-Keeper Bernd Brückler gegen Nardo Nagtzaam spektakulär retten. Just in dieser starken Phase der Gäste folgte der nächste Treffer für Rot-Weiß: Im Powerplay veredelte Manuel Geier einen schönen Spielzug über Thomas Koch und Jason DeSantis zum 5:2 (45.). In der Folge rissen die Heimischen das Geschehen komplett an sich. Zweimal Manuel Geier (47.) und Markus Pöck (53.) hätten das Score mit Top-Gelegenheiten in die Höhe schrauben können, das nächste Tor blieb aber den Slowenen vorbehalten, Žiga Pešut markierte den dritten Ljubljana-Treffer (56.). Gut zwei Minuten vor dem Ende setzte Gäste-Coach Fabian Dahlem noch einmal alles auf eine Karte und brachte für Goalie Oliver Roy einen sechsten Feldspieler. Von Erfolg war diese Aktion allerdings nicht gekrönt: Jean-François Jacques schob den Puck mit der Rückhand zum 6:3-Endstand ins leere Gehäuse, der EC-KAC feierte den sechsten Sieg über Olimpija in Serie. (PE)

 

Der Kommentar:

"Wir wussten, dass sich Olimpija eher zurückzieht, den Bereich vor seinem Tor aber auf Biegen und Brechen verteidigt. Mit dem Auftaktdrittel waren wir trotz der Führung in der ersten Minute sehr unzufrieden, wir spielten fast körperlos und wirkten teilweise sogar etwas arrogant. Die klaren Worte in der Kabine haben dann Wirkung gezeigt, die Mannschaft ergriff viel häufiger die Initiative, das Forechecking war nun hervorragend und wir haben im Angriff die Zone sehr gut gehalten. Ljubljana wurde eigentlich nur noch im Powerplay gefährlich, ansonsten hatten wir sehr große Spielanteile. Wir hatten insgesamt viele gute Momente, auf die wir aufbauen können, werden aber natürlich auch über die Schwächen wie das Defensivverhalten einzelner Stürmer sprechen." (Alexander Mellitzer, Interimstrainer EC-KAC)

 

Der Ausblick:

Erstmals seit Anfang November konnte der EC-KAC wieder sechs Punkte an einem Wochenende einfahren. Nach dem Heimsieg gegen Olimpija und dem daraus resultierenden Sprung auf Rang vier warten nun wieder zwei Auswärtsspiele auf die Rotjacken: Am Dienstag treten sie bei den Vienna Capitals an, am Freitag beim EHC Linz. Nächstes Heimspiel: Am kommenden Sonntag (Spielbeginn: 17.40 Uhr) gegen Wien.