Rotjacken erarbeiten sich drei weitere Punkte

Der EC-KAC feierte am Sonntagabend seinen zweiten Heimsieg hintereinander, gegen den HC Innsbruck gelang den Klagenfurtern ein 2:1-Erfolg.

Foto: QSpictures

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC startete (zum vierten Mal in den jüngsten sechs Spielzeiten) mit drei Siegen und drei Niederlagen aus den ersten sechs Spielen in eine neue Saison. In der Vorwoche siegten die Rotjacken im Kärntner Derby zu Hause gegen den EC VSV mit 3:1, ehe sie auswärts beim EC Salzburg mit 2:4 unterlagen. Am Freitag waren die Klagenfurter spielfrei, das Duell mit dem HC Innsbruck stellte somit ihre einzige Partie in dieser Woche dar. Gegen die Tiroler konnte Rot-Weiß in acht seiner letzten zehn Heimspiele punkten, zuletzt gelang im Januar ein knapper 3:2-Erfolg.

Der HC Innsbruck eröffnete das neue Spieljahr mit einem Sechs-Punkte-Wochenende, musste sich danach aber vier Mal am Stück geschlagen geben. Am Freitag setzten die Haie allerdings ein Ausrufezeichen und besiegten den bis dahin makellosen EC Salzburg mit 4:1. Damit zogen die Tiroler in der Tabelle (bei einem ausgetragenen Spiel mehr) um einen Zähler am EC-KAC vorbei, die Begegnung am Sonntag war also das Duell des Sechsten mit dem Fünften. In Klagenfurt siegte der HC Innsbruck bei 55 Versuchen insgesamt nur 13 Mal, in der jüngeren Vergangenheit stellte sich die Bilanz der Tiroler in der Kärntner Landeshauptstadt (drei Siege bei den letzten sechs Auftritten) jedoch bedeutend besser dar.

 

Die Personalien:

Die Rotjacken mussten im vierten Heimspiel der Saison auf vier Abwehrspieler verzichten, neben den Langzeitverletzten David Fischer und Steven Strong fehlten auch David Maier (angeschlagen) und Niklas Würschl (verletzt). Gegenüber der jüngsten Partie in Salzburg kehrte hingegen der wiedergenesene Fredrik Eriksson in die Aufstellung zurück. Im Angriff kam es in drei der vier Formationen zu Änderungen der personellen Zusammensetzung: Rok Tičar centerte Nick Petersen und Daniel Obersteiner, Lukas Haudum und Stefan Geier flankierten Thomas Koch, Manuel Geier rückte auf die Mittelstürmerposition zwischen Marcel Witting und Dennis Sticha. Um mit den Abläufen in der Kampfmannschaft vertraut zu werden, stand erstmals (und als zusätzlicher Stürmer) auch Daylon Groulx aus dem rot-weißen Farmteam im ICE-Lineup.

 

Der Spielverlauf:

Nachdem die Innsbrucker in der Anfangsphase zu Möglichkeiten durch einen verdeckten Handgelenksschuss von Deven Sideroff aus der Halbdistanz (2.) und einen Wrister von Sam Herr, den Sebastian Dahm mit dem Blocker entschärfte (4.), gekommen waren, nahmen die Rotjacken mit Fortlauf des ersten Abschnitts das Zepter in die Hand. Die bis dahin beste Chance hatte in der siebten Minute Daniel Obersteiner, der die Schiebe am Pfosten stehend von Rok Tičar aus dem Slot aufs Blatt serviert bekam, doch René Swette war mit den Pads zur Stelle. Kurz darauf war es erneut Tičar mit dem Zuspiel aus der Rundung quer an den linken Flügel auf Obersteiner, der abermals am Schoner des Keepers hängen blieb (10.). Eine abgefälschte Scheibe landete in der zwölften Minute am rechten Anspielpunkt bei Jakob Wetzelsberger - Sebastian Dahm reagierte schnell und parierte mit dem Blocker. Anschließend schnürten die Klagenfurter die Haie immer mehr in deren Defensivzone ein. Nick Petersen beförderte den Puck mit der Rückhand zur Mitte auf Daniel Obersteiner, der einmal mehr an René Swette hängen blieb. Dann versuchte es Petersen selbst, scheiterte aber gleich doppelt aus kürzester Distanz - Obersteiner konnte den zweiten Rebound nicht über die Linie drücken (jeweils 15.). Spät im Auftaktdrittel kamen die Rotjacken zu ihrem ersten Powerplay, welches man - nachdem Deflections von Petersen über das Tor und Haudum zu zentral auf den Goalie geflogen waren (jeweils 19.) - auch in den verdienten Führungstreffer ummünzen konnte: Daniel Obersteiner ließ den Puck an der blauen Linie zu Clemens Unterweger abtropfen, der seine Direktabnahme mit fünf Sekunden auf der Uhr in die rechte Kreuzecke knallte (20.).

Nachdem Sebastian Dahm einen Schuss aus spitzem Winkel von Sideroff entschärft hatte (24.), zog Nick Petersen von Linksaußen zur Mitte und ließ den Puck für Rok Tičar liegen, dessen Wristshot konnte René Swette aber parieren (25.). Wegen Spielverzögerung musste Lukas Haudum in der 29. Minute auf der Strafbank Platz nehmen, was zu weiteren Offensivszenen der Haie führte: Ein Alleingang von Herr blieb ohne Erfolg (30.) und auch Daniel Ciampini setzte den Puck vom rechten Faceoff-Punkt aus über den Kasten (31.). Mit Ablauf der Strafzeit kamen die Tiroler aber doch zum Ausgleich: Colton Saucerman setzte die Scheibe von der blauen Linie aus flach und via Innenstange in die Maschen (31.). In der 37. Minute fing Daniel Campini einen Aufbaupass der Rotjacken ab und kam aus zentraler Position zum Abschluss, Sebastian Dahm war aber mit dem Blocker zur Stelle und entschärfte anschließend auch einen Schuss von Max Gerlach aus aussichtsreicher Lage (38.). Im Glück war der stets aufmerksame Däne im KAC-Kasten eine Minute später, als Sam Herr erneut alleine auf ihn zulief und abzog, von der Innenstange in der kurzen Ecke sprang der Puck zurück ins Spielfeld (39.). 

In der 42. Minute legte Lukas Haudum den Puck von rechts zur Mitte auf den völlig freistehenden Stefan Geier, der noch einen Haken auf die Rückhand anbrachte, die Scheibe aber nicht über Swettes Schoner lupfen konnte. Auf der Gegenseite traf Danielsen mit einem Schuss vom linken Anspielpunkt aus den Außenpfosten (43.). Mit einem Mann mehr auf dem Eis scheiterte Daniel Obersteiner aus kurzer Distanz am Innsbrucker Schussmann, ehe Manuel Ganahl den Puck zur Mitte und in den Lauf von Thomas Hundertpfund spielte, der jedoch über das Spielgerät wischte (45. bzw. 46.). Im Minute 48 gingen die Rotjacken abermals in Führung: Marcel Witting behauptete sich hinter dem Kasten, brachte die Scheibe aus der Rundung an den Torraum und Dennis Sticha fälschte sie - via Stange und Beinschoner des Torhüters - zum 2:1 in die Maschen ab. Nachdem Felix Girard über den linken Flügel zum Tor gezogen und am Schoner von Sebastian Dahm hängengeblieben war (49.), fing Manuel Geier einen Pass der Innsbrucker ab und bediente Marcel Witting, der die Scheibe von hinter dem Kasten in den Slot auf Dennis Sticha spielte, aber René Swette war einmal mehr auf dem Posten (51.). Knapp zwei Minuten vor Ende der Partie suchte Daniel Ciampini unter Bedrängnis von Clemens Unterweger den Weg zum Tor und brachte auch einen Schuss an, Sebastian Dahm konnte diesen aber mit dem Schoner entschärfen, das Gehäuse wurde aus der Verankerung gerissen, bevor Braden Christoffer zum Nachschuss kam (58.). Mit einer Minute auf der Uhr visierte Lukas Haudum von der eigenen blauen Linie aus das Empty Net an, traf jedoch nur den Pfosten, den Sieg fuhren die Rotjacken schlussendlich aber dennoch verdient ein. (NB)

 

Der Kommentar:

„Es war so schwer, wie wir uns das vorgestellt hatten. Unser erstes Drittel hat mir sehr gefallen, wir spielten gut auf den Körper, hatten viel Zug zum Tor und kreierten einige Gelegenheiten. Der zweite Abschnitt war dann einmal mehr schwierig für uns, einfach in vielen Belangen nicht ausreichend, im dritten konnten wir die Partie aber zu unseren Gunsten entscheiden. Dafür gesorgt hat die neu formierte vierte Linie, die heute gut gespielt hat. Wir haben wieder einen kleinen Fortschritt gemacht, sind aber sicher noch nicht dort, wo wir spielerisch sein wollen.“ (Petri Matikainen, Head Coach EC-KAC)

 

Der Ausblick:

Mit dem vierten Sieg im siebten Saisonspiel überholte der EC-KAC in der Tabelle nicht nur den sonntägigen Gegner aus Innsbruck sondern auch den HCB Südtirol und kletterte damit auf Rang vier. Die Füchse sind in einer Woche (Sonntag, 25. Oktober, um 17.30 Uhr) auch der nächste Gast in der Stadthalle, Tickets für diese Partie sind ab Montag für letztjährige Abonnenten und ab Dienstag dann auch im freien Verkauf erhältlich. Zuvor wartet jedoch noch ein Auswärtsspiel auf die Truppe von Petri Matikainen: Am Freitagabend (Spielbeginn bereits um 17.30 Uhr) gastiert man beim Liganeuling Bratislava Capitals in der Slowakei.