Ungefährdetes 7:3 zum Ende der Regular Season

In einem aus rot-weißer Sicht durchaus unterhaltsamen Eishockeyspiel besiegte der EC-KAC am letzten Grunddurchgangsspieltag die Graz 99ers deutlich mit 7:3.

Ungefährdetes 7:3 zum Ende der Regular Season

 

Die Ausgangssituation:

Der letzte Spieltag der Qualifikationsrunde und damit auch der Regular Season war aus rot-weißer Sicht ein bedeutungsschwacher, soweit es die finale Platzierung betrifft: Schon vor der Partie gegen Graz war klar, dass der EC-KAC die Play-Offs (wie schon im Vorjahr) von Rang acht aus in Angriff nehmen wird. Für die 99ers ging es in Klagenfurt noch um die Absicherung ihrer aktuellen Platzierung, Fehérvár AV19 hatte in dieser letzten Runde noch die Möglichkeit, die Steirer zu überholen.
In der Eishockeyhauptstadt taten sich die Graz 99ers historisch betrachtet eher schwer, von 54 Auftritten endeten für sie nur zwölf siegreich. Allerdings waren Heimspiele gegen die Steirer zuletzt alles andere als eine leichte Aufgabe für Rot-Weiß: In fünf der letzten sechs in der Stadthalle ausgetragenen Duelle mit den Steirern entschied nur ein einziger Treffer über Sieg und Niederlage.  

 

Die Personalien:

Neben dem verletzten Luke Walker musste der EC-KAC gegen Graz gleich auf fünf angeschlagene bzw. erkrankte Spieler verzichten (Mark Popovic, Martin Schumnig, Patrick Harand, Stefan Geier, Oliver Setzinger). Zudem waren Michael Kernberger, Philipp Wilhelmer, Niki Kraus und Daniel Obersteiner am Sonntag in der U20-Mannschaft im Einsatz. Somit gingen die Rotjacken, bei denen Bernd Brückler im Tor stand, mit nur sechs Verteidigern und neun Angreifern in die Partie. Daniel Ban rückte in die erste Sturmformation auf, Markus Pöck verteidigte neben seinem Bruder Thomas.

 

Der Spielverlauf:

Die Hausherren drückten vom ersten Faceoff an auf das Tempo, bereits nach 55 Sekunden feuerte Thomas Koch brandgefährlich auf das Grazer Tor, doch Thomas Höneckl konnte mit der Stockhand klären. Zwei Minuten später brannte es vor dem Grazer Schlussmann wieder lichterloh: Thomas Hundertpfund setzte István Sofron in Szene, doch der Ungar schoss zu zentral auf Höneckl (3.). Wenige Augenblicke danach war der Bann gebrochen: Manuel Geier assistierte von hinter dem Tor aus und Thomas Koch tunnelte den Torhüter der Steirer zur 1:0-Führung (5.). In den folgenden Minuten spielte sich der Rekordmeister in einen wahren Rausch, die Gäste hatten zeitweise überhaupt keinen Einfluss mehr auf den Verlauf der Partie. Just als ein Powerplay der Klagenfurter abgelaufen war, hämmerte Verteidiger Thomas Vallant den Puck zum 2:0 in die Maschen (12.). 46 Sekunden später eine ähnliche Szene, sie resultierte im dritten Treffer: Steven Strong nahm sich ein Herz, Thomas Höneckl sah beim Schuss aus der Distanz nicht gut aus. Der Torhunger der Gastgeber war dadurch noch nicht gestillt: Keine Minute war nach Treffer Nummer drei vergangen, da vollendete Jamie Lundmark einen schnellen Konterstoß erfolgreich. Es dauerte überhaupt bis zur 16. Minute, ehe die 99ers ihre erste gute Tormöglichkeit vorfanden: Clemens Unterweger versuchte es mit einem Wrap-Around, doch KAC-Goalie Bernd Brückler war auf dem Posten.

Ähnlich der Spielverlauf im Mittelabschnitt. Die Hausherren agierten blitzschnell, kombinierten gut und erarbeiteten sich Chance um Chance. Wenigen Sekunden nach Wiederbeginn tauchte István Sofron gefährlich vor dem Kasten der Steirer auf, sein Abschluss fiel aber zu zentral aus. In Minute 25 klingelte es dann allerdings wieder: Jonas Nordqvist hatte das gute Auge für Jean-François Jacques und der Kanadier versenkte die Scheibe aus spitzem Winkel per Direktabnahme zum 5:0 im Netz. Danach konnten die 99ers zwei gute Szenen vor dem Klagenfurter Tor kreieren, doch sowohl Markus Pirmann (28.) als auch Philipp Pinter (30.) fanden in Bernd Brückler ihren Meister. Auf der Gegenseite lief es hingegen wie am Schnürchen: Jamie Lundmark legte ab und Kevin Kapstad hämmerte das Spielgerät zum 6:0 ins Tor (35.). Im Finish der zweiten 20 Minuten schlichen sich in der KAC-Defensive kleine Unachtsamkeiten ein, diese nützten die Gäste schließlich auch aus: Innerhalb von nur zwölf Sekunden verkürzten Rupert Strohmeier und Stephen Werner auf 6:2 (38.), wobei es beim zweiten Grazer Treffer Markus Pöck war, der die Scheibe unglücklich ins eigene Gehäuse lupfte.

Im Schlussdrittel verlor die Begegnung dann ein wenig an Attraktivität: Der nur mit 15 Feldspielern angetretene KAC nahm Tempo aus der Partie, Graz konnte in seinen letzten Spielminuten in dieser Saison nicht mehr wirklich zulegen. Pech hatte Thomas Vallant, der nur knapp an seinem ersten EBEL-Doppelpack vorbeischrammte, als Höneckl gegen ihn gleich doppelt die Oberhand behielt (46.). Danach durften beide Teams noch je ein Mal jubeln. Thomas Hundertpfund drückte die Scheibe im dritten Versuch zum 7:2 über die Linie (48.), knapp drei Minuten später stellte Zintis Zuševics mit einem satten Slapshot den Endstand her. (PE)

 

Der Kommentar:

"Ich denke, dass das heute eine feine Mannschaftsleistung war. Jeder Spieler aus unserem kleinen Aufgebot hat beherzt gekämpft, daneben wurde auch auf die spielerische Note nicht vergessen. Defensiv waren wir stabil, das Umschaltspiel hat gut geklappt, Bernd Brückler hat einige Paraden gezeigt. Unterm Strich eine gute Leistung aller Akteure, ein positiver Abschluss der Regular Season, Daumen nach oben." (Alexander Mellitzer, Head Coach EC-KAC)

 

Der Ausblick:

Die Rotjacken beendeten den Grunddurchgang mit 29 Siegen aus 54 Spielen und auf Rang acht. Damit ist der EC-KAC beim morgigen "Pick" für das Viertelfinale eines jener vier Teams, die von den drei Erstplatzierten der oberen Gruppe der Zwischenrunde ausgewählt werden können. Die Play-Offs starten für den Rekordmeister unabhängig vom Gegner am kommenden Freitag mit einem Auswärtsspiel, am Sonntag (17.30 oder 17.40 Uhr) folgt dann die erste Heimpartie der Post Season.