Am Freitag auswärts in Ungarn

Nach dem Sieg in Dornbirn in Runde zwei gastiert der EC-KAC auch am kommenden Spieltag in der Fremde: Am Freitag geht es gegen Fehérvár AV19.

Foto: Fehérvár AV19/Soós

 

Die Eckdaten:

In seinem dritten Saisonspiel in der bet-at-home ICE Hockey League trifft der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) auswärts auf Fehérvár AV19. Der Gastgeberklub plant eine Live-Übertragung als Online-Videostream (Pay-per-View), die nur außerhalb Ungarns zu empfangen ist, Details dazu werden am Spieltag auf fehervarav19.hu veröffentlicht. Jedenfalls zur Verfügung stehen der Live-Ticker auf kac.at sowie die Radioübertragung im Kärntner Eishockeymagazin (Radio Kärnten, ab 20.04 Uhr).

 

Die Ausgangssituation:

Für den EC-KAC gab es am ersten Saisonwochenende Sieg und Niederlage: Auf einen 1:4-Heimverlust gegen Linz am vergangenen Freitag folgte zwei Tage später ein 3:1-Erfolg in Dornbirn. In der freilich noch kaum aussagekräftigen Tabelle nehmen die Rotjacken damit aktuell Rang sechs ein. Vor den Klagenfurtern liegt nun ein Auswärtsspiel in einer Spielstätte, in der sie sich traditionell sehr schwer tun: Seit Székesfehérvárs Liga-Einstieg im Jahr 2007 konnte der EC-KAC nur in acht seiner 33 Auswärtspartien in Ungarn voll punkten. Bemerkenswert: Bei den insgesamt 22 Niederlagen in der Ifjabb Ocskay Gábor Jégcsarnok unterlagen die Rotjacken 17 Mal mit lediglich einem Treffer Differenz.

Fehérvár AV19 bestritt heuer bislang erst ein Ligaspiel, vergangene Woche unterlag man auswärts bei den Graz 99ers mit 4:6, wobei die Begegnung bis zur 54. Minute unentschieden stand. Die Roten Teufel mussten am ersten Spieltag auf ein Quartett an Stammspielern verzichten, die von der ICE Hockey League nicht auf der „Fit to Play“-Liste geführt wurden. In keiner der vergangenen acht Saisonen starteten die Ungarn mit zwei Niederlagen am Stück in das neue Spieljahr, zuletzt passierte dies im Jahr 2012 (gegen Zagreb und in Wien).

 

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Am Auftaktwochenende der neuen ICE-Saison trafen die Rotjacken in beiden ihrer Spiele bei numerischer Überlegenheit. Die Klagenfurter brauchen aktuell 7:07 Minuten bei numerischem Vorteil, um ein Powerplay-Tor zu erzielen, in der vergangenen Spielzeit lag dieser Wert bei 10:18 Minuten.

7 – Marcel Witting war in der bislang noch kurzen Saison der schussfreudigste KAC-Crack: Seine sieben Shots on Goal ergeben in Relation zur individuellen Time-on-Ice gesetzt 21,7 Abschlüsse aufs Tor pro 60:00 Minuten Eiszeit. Dahinter folgen Thomas Hundertpfund (16,4) und Johannes Bischofberger (10,0). 

10 – In seinen vier Duellen mit Fehérvár AV19 in der vergangenen Saison erzielte der EC-KAC zehn Treffer, für sechs davon zeichneten Spieler verantwortlich, die mittlerweile nicht mehr im Kader stehen (Matthew Neal (3), Andrew Kozek (2), Marco Richter).

33,3 – Gegen keinen anderen aktuellen Klub der ICE Hockey League hat der EC-KAC eine schlechtere Auswärtsbilanz vorzuweisen als gegen Fehérvár AV19. Die Rotjacken siegten in lediglich 33,3 Prozent ihrer in Ungarn ausgetragenen Partien (seit 2007/08: elf Siege in 33 Spielen).

79,6 – Am ersten ICE-Wochenende entfielen beim EC-KAC unter allen eingesetzten Feldspielern 79,6 Prozent der gesamten Time-on-Ice auf österreichische Cracks. Stolze 39,2 Prozent der gesamten Eiszeit gingen auf die Konten von im Verein ausgebildeten Spielern.

 

Der Gegner:

Fehérvár AV19 ging in der vergangenen Woche in seine 14. Saison in der nunmehrigen ICE Hockey League, der Klub erwies sich in all diesen Jahren als stabilster und zuverlässigster internationaler Verein im Bewerb. In der vergangenen Spielzeit kamen die Roten Teufel auf eine Winning Percentage von 44,0 Prozent und lagen damit fast punktgenau auf ihrem Durchschnitt aus den ersten zwölf Jahren ihrer Ligazugehörigkeit (42,9 Prozent). Ebenfalls in gewohnten Sphären bewegte sich das letztendliche Saisonresultat: Zum achten Mal in 13 Jahren verpasste man die Qualifikation für die Play-Offs.

Seinen Kader hat der Klub im Sommer einer sprichwörtlichen Frischzellenkur unterzogen: Der im Januar zum Head Coach aufgestiegene Finne Antti Karhula arbeitet derzeit mit acht Importspielern im Aufgebot, vier dieser Positionen wurden in der Off-Season neu besetzt. In drei Fällen (bei Verteidiger Paul Geiger sowie den Stürmern Colton Hargove und Alex Petan) entschied man sich für aus der Liga bzw. von ihren Engagements beim HCB Südtirol bekannte Spieler. Erstmals in Mitteleuropa zu sehen ist hingegen der routinierte Finne Toni Kähkönen, der in den vergangenen 14 Jahren durchgehend in der jeweils höchsten Spielklasse seines Heimatlandes sowie Schwedens aktiv war. Der physisch sehr präsente Angreifer war 2011 Petri Matikainens Kapitän bei Liiga-Vizemeister Espoo Blues und hat sich in der ICE Hockey League am vergangenen Wochenende gleich mit einem Drei-Punkte-Spiel (zwei Treffer, eine Vorlage) vorgestellt.
Bei Székesfehérvárs Transferaktivitäten im Sommer besonders hervorzuheben ist die gelungene Rückholaktion von zwei der aktuell stärksten ungarischen Stürmer, János Hari (zuletzt EC Salzburg) und István Bartalis (zuletzt Vita Hästen/Allsvenskan). Der Letztgenannte fehlte allerdings am ersten Spieltag im Lineup ebenso wie Goalie Mike Ouzas, Neuzugang Paul Geiger und Veteran Andrew Sarauer.

Dem EC-KAC stand Fehérvár AV19 Zeit seiner Ligazugehörigkeit bislang 66 Mal gegenüber, die historische Bilanz spricht mit 35:31 Siegen und 211:161 Toren für die Klagenfurter. Besonders auffällig ist die starke Heimtendenz in Duellen dieser beiden Klubs, bei 46 Aufeinandertreffen (oder knapp 70 Prozent der Partien) setzte sich der jeweilige Gastgeber durch.

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC steht David Madlener erstmals nach seiner Verletzungspause wieder im Kader, er wird in dieser Begegnung die Rolle als Backup-Torhüter einnehmen. Nicht zur Verfügung stehen die beiden langzeitverletzten Verteidiger David Fischer und Steven Strong. Im Angriff kommt es zum Saisondebüt von Dennis Sticha, der schon die gesamte Trainingswoche über eine Formation mit Daniel Obersteiner und Marcel Witting gebildet hat. Das finale Lineup veröffentlicht der EC-KAC zwei Stunden vor Spielbeginn auf seinem Kanal auf Instagram.

 

Der Kommentar:

„Wir waren mit unseren Leistungen am ersten Liga-Wochenende nicht zufrieden, haben in dieser Trainingswoche aber sehr intensiv an der Weiterentwicklung unseres Spiels gearbeitet. Auswärtsspiele in Székesfehérvár sind nie angenehm, das sind meist hitzige, hart umkämpfte Partien, wir sind aber körperlich und mit Videostudium gut vorbereitet auf diese Begegnung und wollen mit drei weiteren Punkten am Konto zurück nach Klagenfurt kommen.“ (Marcel Witting, Stürmer EC-KAC)