Chance auf Revanche gegen die Capitals

Vier Partien bestreitet der EC-KAC vor Weihnachten noch, alle davon zu Hause. Zum Auftakt dieser Serie sind am Sonntag die Vienna Capitals in Klagenfurt zu Gast.

Chance auf Revanche gegen die Capitals

 

Die Eckdaten:

In der 30. Runde der Erste Bank Eishockey Liga eröffnet der EC-KAC am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.40 Uhr) mit der Partie gegen die Vienna Capitals eine Serie von vier Heimspielen hintereinander. Das Duell zwischen den drittplatzierten Rotjacken und den auf Rang sieben liegenden Wienern überträgt ServusTV ab 17.30 Uhr live (Link zum Online-Stream), Radio Kärnten liefert ab 18.03 Uhr Live-Einstiege aus der Stadthalle.

Die Ausgangssituation:

Rot-Weiß setzte seinen Aufwärtstrend am Freitag mit einem starken 6:2-Auswärtssieg bei Tabellenführer Linz fort und kletterte (allerdings mit einem Spiel mehr als die direkte Konkurrenz) auf Rang drei des EBEL-Rankings. Seit dem Null-Punkte-Wochenende in Innsbruck und Dornbirn unmittelbar nach dem International Break im November konnte Klagenfurt in acht von zehn Partien anschreiben.
Bei den Capitals endete am Freitag der Streak von drei 4:3-Erfolgen am Stück mit einer 1:4-Heimniederlage gegen Meister Salzburg. Die Mannschaft von Jim Boni musste damit Platz sechs, die letzte Position "über dem Strich", wieder dem HCB Südtirol überlassen. Vom KAC trennen die Wiener bei noch 14 ausständigen Partien in der ersten Phase des Grunddurchgangs bereits acht Zähler. Das erste Saisonduell zwischen Rot-Weiß und Gelb-Schwarz endete am 23. Oktober mit einem 2:0-Shutout-Heimsieg für die Kärntner, die Capitals revanchierten sich dafür vergangenen Dienstag in der Schultz-Halle mit einem 4:3-Erfolg nach Verlängerung.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3,43 – Ganze 103 Treffer hat der EC-KAC in den bisherigen 30 Ligaspielen erzielt – 3,43 pro Partie. Die Anhänger des Rekordmeisters erleben heuer demnach die offensivstärksten Rotjacken seit der Spielzeit 2010/11, als in den ersten 30 Saisonpartien 113 Tore (3,77 pro Spiel) erzielt wurden.

8 – In den letzten Spielen hat Mark Popovic seine Rolle als Fixstern des KAC-Abwehruniversums eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Der Kanadier hat in jeder der vier Partien im Dezember gepunktet und dabei eine herausragende Plus/Minus-Bilanz von +8 erreicht.

37,5 – Das Überzahlspiel der Rotjacken wird nach wie vor stetig besser: In 12 der jüngsten 14 Spiele konnte der EC-KAC mindestens einen Powerplaytreffer verbuchen. Im Dezember kletterte die Effizienz im Spiel bei numerischem Vorteil auf starke 37,5 Prozent (sechs Tore bei 16 Versuchen).

92,8 – Gegen die Capitals erhält Bernd Brückler seinen fünften Start in Serie. Bei seinen vier letzten Einsätzen holte der EC-KAC zehn von zwölf möglichen Zählern, der Goalie kassierte im Schnitt nur 2,46 Gegentreffer pro Partie und entschärfte 92,8 Prozent der auf ihn abgegebenen Schüsse.

 

Der Gegner:

Der letztjährige Finalist konnte (wie der EC-KAC) 17 seiner bisher 30 Saisonspiele gewinnen. Allerdings gelang es den Capitals bisher nicht wie in der Vergangenheit, ihr offensives Potenzial kontinuierlich zur Entfaltung zu bringen: Für die Wiener stehen erst 82 Treffer zu Buche, durchschnittlich 2,73 pro Partie, was dem drittschwächsten Wert in der 15-jährigen Ligazugehörigkeit des Klubs entspricht.
In Klagenfurt fühlten sich die Gelb-Schwarzen in der jüngeren Vergangenheit rechtwohl: Zwar verloren sie bei ihrem letzten Auftritt in der Stadthalle ohne einen Treffer zu erzielen mit 0:2, davor entführten die Caps jedoch vier Siege hintereinander aus der Eishockeyhauptstadt. Das Duell am Sonntag ist das insgesamt 98. Zwischen beiden Klubs, 55 davon gingen an die Rotjacken (320:303 Tore). Auch die Heimbilanz des EC-KAC gegen die Vienna Capitals ist positiv: 29 Siegen stehen 19 Niederlagen gegenüber.

 

Die Personalien:

Die Liste der Ausfälle beim EC-KAC wird länger, gegen Wien definitiv fehlen werden Pekka Tuokkola (krank) und Martin Schumnig (private Gründe). Fraglich sind die Einsätze der angeschlagenen Jason DeSantis und Thomas Hundertpfund, auch der erkrankte Steven Strong könnte ausfallen. Michael Kernberger, der am Freitag in Linz seine ersten EBEL-Shifts erhielt, verbleibt im Aufgebot, Philipp Wilhelmer ist erster Kandidat auf der Liste der nachrückenden Verteidiger. Im Tor wird auch gegen die Capitals Bernd Brückler stehen.

 

Der Kommentar:

"Schon zu Wochenbeginn haben wir gegen Wien gespielt, eine sehr intensive Partie, aus der wir immerhin einen Auswärtspunkt mitgenommen haben. Sowohl die Leistung gegen die Capitals am Dienstag als auch jene am Freitag in Linz hat gezeigt, dass wir derzeit gut in Form sind und am Eis viele richtige Entscheidungen treffen. Diesen Trend wollen wir auch zu Hause fortsetzen, denn speziell beim Blick auf die Tabelle erkennt man, dass es gegen Wien um sehr wichtige Punkte geht. Für uns wird es zentral sein, die Intensität hoch zu halten und unser System so präzise wie zuletzt umzusetzen." (Kirk Furey, Assistant Coach EC-KAC)