Derby zum Jahresausklang

Das letzte KAC-Spiel im Jahr 2019 verspricht Brisanz: Die Rotjacken treten auswärts in Villach zum dritten Kärntner Derby der Saison an.

Foto: EC VSV/Krammer

 

Die Eckdaten:

In seinem 30. Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga tritt der EC-KAC am Montagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) auswärts beim EC VSV in Villach an. Den Lokalschlager überträgt Sky Sport Austria live, auch der Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten berichten direkt von dieser Begegnung. Tickets für den Auswärtssektor sind restlos vergriffen.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC konnte am Samstagabend seine sich über vier Partien erstreckende Niederlagenserie beenden: Im Heimspiel gegen die Graz 99ers kassierten die Rotjacken zwar zwei Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 2:2, letztlich setzten sie sich jedoch dank zwei sehenswert verwandelten Penalty Shots von Manuel Ganahl im Shootout durch. Die Klagenfurter nehmen die kurze Reise in die Draustadt daher auf Tabellenplatz vier liegend in Angriff und fassen für diese Begegnung insbesondere eine Steigerung ihrer Ausbeute in der Offensive ins Auge: In den jüngsten drei Derbys auf Villacher Eis erzielte Rot-Weiß insgesamt lediglich fünf Treffer.

Der EC VSV liegt aktuell sechs Zähler hinter dem amtierenden Meister auf Tabellenplatz sieben, der Rückstand der Adler auf den für die Qualifikation zur Pick Round nötigen fünften Rang beträgt bei noch elf ausstehenden Partien fünf Punkte. Die Ergebnisse Villachs in den vergangenen Wochen fielen ambivalent aus: Zwar siegte Blau-Weiß in drei seiner jüngsten vier Begegnungen, allerdings wurden in den letzten zehn Runden auch nur drei „Dreier“ eingefahren. In Heimspielen blieb das Team von Head Coach Jyrki Aho jüngst drei Mal hintereinander (gegen Wien, Salzburg und Bolzano) ohne Punkt. Die beiden bisherigen Saisonderbys endeten jeweils mit Heimsiegen (1:0 in Klagenfurt, 3:1 in Villach).

 

Die Zahlen zum Spiel:

2,43 – Der EC-KAC bilanzierte in Auswärtsspielen bislang ausgeglichen (14 Spiele, sieben Siege), hat allerdings hinsichtlich der offensiven Produktivität noch deutlich Luft nach oben: 2,43 Saisontreffer pro Partie in der Fremde sind der niedrigste Wert seit der Spielzeit 2011/12 (2,38).

6 – Auf Villacher Eis gaben die Rotjacken zuletzt eine recht gute Figur ab: Sechs der jüngsten neun Auswärts-Derbys wurden vom EC-KAC gewonnen, in keiner dieser Begegnungen gelangen dem EC VSV mehr als drei Treffer.

12:37 – In den beiden bisherigen Saisonderbys hatten die Rotjacken mehr Spielanteile: Bei Even Strength kamen sie (50:11) auf 12:37 Minuten mehr Scheibenbesitz als die Adler (37:34). Im Powerplay strahlte hingegen der EC VSV etwas mehr Gefahr aus: Villach verbrachte 68,9 Prozent seiner Zeit bei numerischem Vorteil in der Angriffszone, Klagenfurt nur 64,0 Prozent.

18 – Im Heimspiel gegen Graz, der 29. Partie der Saison, blieben die Rotjacken zum bereits 18. Mal ohne Gegentreffer bei numerischer Unterlegenheit. Insgesamt überstand der EC-KAC heuer 84 von 99 Unterzahlsituationen unbeschadet, was hinsichtlich der Effizienz dem Liga-Höchstwert von 84,8 Prozent entspricht.

100 – Der Treffer zum 1:0 beim Heimsieg gegen Graz am Samstag war der 100. für Manuel Geier in seiner EBEL-Karriere (bislang 632 Spiele). Ebenfalls einen Meilenstein erreichte in dieser Begegnung Patrick Harand, dessen Vorlage zum zwischenzeitlichen 2:0 seinen 100. Scorerpunkt in einem Ligaspiel im Trikot des EC-KAC darstellte (360 Partien).

 

Der Gegner:

Nach drei verpassten Play-Off-Qualifikationen in Folge startete der EC VSV hervorragend in die Spielzeit 2019/20, die Adler konnten in sieben ihrer ersten acht Saisonspiele punkten. Ausgehend von der 0:1-Niederlage in Klagenfurt im ersten Kärntner Derby des Spieljahres verlor Villach jedoch ein wenig an Konstanz, seither halten sich Siege und Niederlagen (jeweils zehn) die Waage. Insgesamt ist die Winning Percentage der Draustädter mit 51,7 Prozent leicht positiv und liegt - was in nur einer der vergangenen fünf Saisonen gelang - über der 50-Prozent-Marke.

Aktueller Topscorer und auch bester Torschütze der Adler ist der Schwede Anton Karlsson, der an 30 der 89 Saisontreffer seines Teams als Schütze oder Vorlagengeber beteiligt war. Unmittelbar hinter ihm rangieren Stürmer Jerry Pollastrone (27 Zähler) und Verteidiger Jamie Fraser (20), die beiden einzigen der aktuell elf Imports im Kader, die bereits im Vorjahr für Blau-Weiß aufliefen. Ein starkes Jahr absolviert auch Sommer-Neuzugang Martin Ulmer, der bereits bei 18 Zählern hält und als erster österreichischer Crack des EC VSV nach Scorerpunkten in Gefilde vordringen dürfte, die zuletzt 2014/15 ein einheimischer Spieler erreichte (Gerhard Unterluggauer/29). Zu den Schlüsselspielern der Adler gehört auch Torhüter Brandon Maxwell, der mit bislang 15 Saisonsiegen die Nummer zwei der EBEL-Goalies hinter J.-P. Lamoureux (16) ist.

Das insgesamt 328. Bewerbsspiel zwischen Villach und Klagenfurt ist das 131. seit der Neugründung der Liga im Jahr 2000. Die Bilanz aus diesem Zeitraum spricht mit 68 zu 62 Siegen (und 395 zu 371 Toren) leicht für den EC-KAC, auch konnten die Rotjacken in der Draustadt mehr Siege einfahren (33) als sie Niederlagen hinnehmen mussten (31).

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken kehrt nach seiner Sieben-Spiele-Sperre Michael Kernberger zurück in die Aufstellung. Unverändert nicht zur Verfügung stehen Adam Comrie, der die zweite seiner sich über drei Partien erstreckenden Suspendierung „absitzt“, und der langzeitverletzte Marcel Witting. Der angeschlagene Nick Petersen absolvierte am Sonntag sein erstes Eistraining nach seiner Pause, ein Einsatz im Derby kommt für ihn jedoch noch zu früh. Goalie Lars Haugen fehlt auch in Villach aufgrund einer leichten Verletzung, somit kommt David Madlener zu seinem 15. Start in der laufenden Saison (zehn Siege).

 

Der Kommentar:

„Wir sind auf eine sehr intensiv geführte Partie eingestellt, in der es uns in erster Linie gelingen muss, unsere Defensive so stabil zu halten, wie wir das über weite Strecken der bisherigen Saison geschafft haben. Wenn wir härter arbeiten als der Gegner und unsere Spielstruktur ausreichend gut umsetzen, werden wir dieses Derby gewinnen.“ (Steven Strong, Verteidiger EC-KAC)