Drittes KAC-Heimspiel in Folge

Am Donnerstag empfängt der EC-KAC mit Fehérvár AV19 ein zuletzt in prächtiger Form agierendes Team in der Stadthalle. 

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In seinem dritten Heimspiel in Serie in der bet-at-home ICE Hockey League tritt der EC-KAC am Donnerstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) gegen Fehérvár AV19 an. Aufgrund der aktuellen Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung wird auch diese Begegnung vor leeren Rängen ausgetragen. Über den Spielverlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie (ab 20.04 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten. Live zu sehen sein wird die Partie auch im Online-Videostream auf stream.kac.at, Details dazu wird der EC-KAC zeitgerecht veröffentlichen.

 

Die Ausgangssituation:

Beim EC-KAC wechselten sich in den jüngsten sechs Runden jeweils Siege und Niederlagen ab, am Montagabend unterlagen die Rotjacken in ihrer ersten Partie nach der Meisterschaftspause auf eigenem Eis dem Dornbirner EC mit 3:4 nach Penaltyschießen. Aktuell liegen die Klagenfurter (punktegleich mit dem Dritten Salzburg) auf Rang vier der ICE-Tabelle, das erste Saisonduell mit den Ungarn konnte der EC-KAC Anfang Oktober auswärts mit 4:1 für sich entscheiden, wobei Stürmer Nick Petersen für alle vier rot-weißen Treffer verantwortlich zeichnete.

Fehérvár AV19 startete nicht zuletzt aufgrund zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle in den ersten Wochen der Saison eher bescheiden in die Spielzeit und fuhr in seinen ersten vier Partien nur drei Zähler ein. Seither haben die Ungarn aber (gegen Linz und Bolzano sowie in Villach) drei Mal am Stück in Regulation gewonnen und sich damit auf den guten fünften Tabellenrang geschoben. Das Team von Head Coach Antti Karhula könnte sich bis zum Auftritt in Klagenfurt sogar noch verbessern und am EC-KAC vorbeiziehen: Am Mittwochabend empfängt Székesfehérvár in seinem ersten Spiel nach dem Break Liganeuling Bratislava.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1,68 – Nach den vier Gegentoren gegen Linz zum ICE-Auftakt kassierte Goalie Sebastian Dahm bei seinen seither fünf Einsätzen insgesamt lediglich sechs Verlusttreffer. Seine Saisonwerte (GAA 1,68 und Save-Percentage 94,62 Prozent) dokumentieren seinen starken Start in seine KAC-Karriere.

3 – Daniel Obersteiner hat in jedem der letzten drei Spiele gepunktet und verfügt damit über den längsten aktuellen Point Scoring Streak eines KAC-Spielers. Ebenfalls in drei Partien hintereinander Zähler verbuchen konnten bei den Rotjacken in der laufenden Saison lediglich Thomas Koch und Lukas Haudum (jeweils in den Runden eins bis drei).   

21 – Seit dem Nick Petersen-Treffer im ersten Drittel des „Hinspiels“ in Székesfehérvár am 2. Oktober konnte der EC-KAC in insgesamt 21 Powerplay-Situationen (Gesamtdauer: 35:38 Minuten) nur einen Überzahltreffer erzielen.

40 – Im ersten Saisonduell mit Fehérvár AV19 gab der EC-KAC 40 Torschüsse ab, 25 davon aus dem Slot. Beide Werte waren die jeweils höchsten für die Rotjacken in diesen Kategorien im bisherigen Verlauf der Spielzeit.

50,7 – Seit Székesfehérvárs Ligaeinstieg im Jahr 2007 traten die beiden Klub 67 Mal gegeneinander an, in mehr als der Hälfte der Partien - exakt 50,7 Prozent (34 von 67) - trennte die Mannschaften dabei am Ende des jeweiligen Spiels nur ein Treffer.

 

Der Gegner:

Ungarns einziger Vertreter bestreitet aktuell seine 14. Saison in der ICE Hockey League (ehemals Erste Bank Eishockey Liga), in vier der jüngsten fünf Spielzeiten verpasste man die Qualifikation für die Play-Offs. Heuer ist Fehérvár AV19 trotz holprigem Start besser unterwegs: Vor dem Abendspiel am Mittwoch steht ein Punkteschnitt von 1,71 pro Partie zu Buche, ein Wert, der deutlich über der bisher besten Performance des Klubs (1,58 in der Saison 2014/15) liegt.

Head Coach Antti Karhula musste in den Auftaktwochen des neuen Spieljahres auf zahlreiche Stammkräfte verzichten, in den ersten fünf Begegnungen umfasste sein Lineup aus gesundheitlichen Gründen stets nur 14 bis 16 Feldspieler. Als Székesfehérvár am letzten Wochenende vor der Ligapause wieder auf das nahezu gesamte Personal zurückgreifen konnte, gelangen Siege beim EC VSV (5:3) und gegen den HCB Südtirol (5:4). In guter Form präsentierte sich Rückkehrer János Hári, dessen bislang zehn Scorerpunkte ligaweit aktuell nur von drei Cracks überboten werden. Ebenso überzeugen konnten bisher die Import-Neuzugänge in der Offensive: Toni Kähkönen, Colton Hargrove und Alex Petan halten alle jeweils bei bereits acht Zählern.
Noch nicht zufrieden können die Ungarn hingegen mit ihrer Defensive sein, aktuell hält man bei 3,86 Gegentreffern pro Begegnung, ein Wert, der im Vergleich der elf Teams nur bei Tabellenschlusslicht Villach (4,38) höher liegt. Darauf hat Fehérvár AV19 zu Wochenbeginn reagiert und mit Jaroslav Janus für vorerst einen Monat einen neuen Goalie verpflichtet: Der Slowake spielte in den letzten acht Saisonen durchgehend in der KHL und in der tschechischen Extraliga und stand bereits drei Mal im Kader seines Heimatlandes für eine A-Weltmeisterschaft.

Mit dem EC-KAC duellierte sich Fehérvár AV19 seit seinem Liga-Einstieg im Jahr 2007 bislang 67 Mal, die historische Bilanz spricht mit 36:31 Siegen und 215:162 Toren für die Rotjacken. Allerdings konnten die Ungarn acht der jüngsten elf Duelle - darunter vier der letzten fünf auf Klagenfurter Eis ausgetragenen - für sich entscheiden.

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC fehlen neben David Fischer auch weiterhin David Maier, Steven Strong und Niki Kraus. Sie alle sind verletzt, die beiden Letztgenannten konnten in den vergangenen Tagen aber bereits wieder ins lockere Eistraining einsteigen und arbeiten in den kommenden Wochen an ihrer Rückkehr ins Team. Diesen Schritt bereits vollzogen hat Manuel Geier, der gegen Fehérvár AV19 wieder im Lineup der Rotjacken aufscheinen wird. Die finalen personellen Entscheidungen trifft der Trainerstab erst am Spieltag.

 

Der Kommentar:

„Wir konnten eigentlich noch in keiner unserer heurigen Partien jene Leistung abrufen, zu der wir fähig sind. Während im Training sehr viel aufgeht, wirken wir im Spiel oft zu verkrampft, es fehlt die Lockerheit. Daran arbeiten wir. Mit Fehérvár AV19 wartet nun ein gefährlicher Gegner auf uns, der meist sehr effizient auftritt und aus wenigen Chancen zu seinen Toren kommt. Gegenüber dem Heimspiel gegen Dornbirn am Montag müssen wir uns also sowohl defensiv als auch offensiv steigern, dann werden wir auch erfolgreich sein.“ (Thomas Hundertpfund, Stürmer EC-KAC)