EC-KAC startet in die neue Saison

Mit dem Heimspiel gegen die Black Wings 1992 eröffnet der EC-KAC die Saison 2020/21 und damit auch das neue Zeitalter der ICE Hockey League.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Am ersten Spieltag der Saison 2020/21 in der bet-at-home ICE Hockey League genießt der EC-KAC Heimrecht, die Rotjacken empfangen am Freitagabend (Spielbeginn: 19.30 Uhr) die Black Wings 1992 aus Linz. Aufgrund behördlicher Vorgaben ist die Anzahl an für diese Begegnung aufgelegten Eintrittskarten auf 1.500 Stück begrenzt, rund 430 Stück davon sind noch erhältlich und können über den Online-Ticketshop des EC-KAC bezogen werden. Im Rahmen von Covid-19-Präventionsmaßnahmen gibt es keine Abendkassa. Die Partie wird vom neuen Free-TV-Broadcaster der ICE, Puls24, live übertragen, Sendungsbeginn (TV und Online-Videostream via puls24.at) ist um 19.10 Uhr. Im 40. Spieljahr in Folge berichtet außerdem auch Radio Kärnten direkt von dieser Begegnung, das Kärntner Eishockeymagazin startet um 20.04 Uhr.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC, der mit 20. April als erstes Team der Liga ins Sommer- und mit 3. August auch als erste Mannschaft im Bewerb ins Eistraining eingestiegen war, präsentierte sich in der Pre-Season durchaus erfolgreich: Nach Heimsiegen gegen die AHL-Klubs Jesenice und Ljubljana (jeweils 4:2) sowie gegen ICE-Neuling Bratislava (2:1) mussten sich die Klagenfurter bei den Vienna Capitals klar geschlagen geben (3:7). Am vergangenen Wochenende besiegten die Rotjacken jedoch sowohl den EC Salzburg (4:0) als auch den EHC München (2:1) und holten sich damit bei ihrem ersten Antreten gleich den Turniersieg beim Red Bulls Salute.

Die Black Wings 1992 eröffneten ihr Trainingscamp erst Ende August und konnten seither auf eine ausgeglichene Testspielbilanz verweisen: Gegen České Budějovice, Aufsteiger in die tschechische Extraliga, gab es für Linz Sieg (4:2 zu Hause) und Niederlage (3:4 auswärts). Auch von den beiden ligainternen Pre-Season-Duellen konnten die Oberösterreicher eines für sich entscheiden (4:3 nach Verlängerung gegen Graz am vergangenen Sonntag), das andere (2:3 gegen Innsbruck) ging verloren.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – Das erste Ligaheimspiel einer Saison konnten die Rotjacken in der Vergangenheit meist erfolgreich gestalten, in sieben der letzten zehn Jahre gab es in der ersten in der Stadthalle ausgetragenen Partie einer Spielzeit einen Heimsieg. Seit der Bundesligagründung im Jahr 1965 standen in 55 rot-weißen Home Openern insgesamt 41 Siege (bei elf Niederlagen und drei Unentschieden) zu Buche.

7,25 – Mit den Black Wings 1992, damals noch unter der Bezeichnung EHC Linz firmierend, hatten die Rotjacken in der vergangenen Saison auf heimischem Eis ihre Probleme: Die Oberösterreicher siegten bei jedem ihrer vier Gastspiele in Klagenfurt. In diesen Begegnungen fielen auch überdurchschnittlich viele Tore - insgesamt 29 oder 7,25 pro Duell.

9 – Die teaminterne Scorerwertung der Rotjacken in der Pre-Season (insgesamt sechs Spiele) führten gleichauf drei Cracks an: Die Stürmer Nick Petersen (5+4) und Thomas Koch (3+6) sowie Verteidiger Blaž Gregorc (2+7) verbuchten jeweils neun Scorerpunkte.

15 – Die Eigenbauspieler Thomas Koch (37) und Martin Schumnig (31) eröffnen am Freitag ihre jeweils insgesamt 15. Saison, in der sie Ligaspiele für die Kampfmannschaft des EC-KAC absolvieren. Der Mittelstürmer ist auch jener Spieler aus dem aktuellen Kader, der bisher die meisten Einsätze im Rotjacken-Trikot in Österreichs höchster Spielklasse absolviert hat (748).

1.500 – Die aktuell gültigen behördlichen Vorgaben beschränken die Kapazität der Stadthalle bei Heimspielen des EC-KAC auf 1.500 Zuseher. Vor weniger Fans spielten die Rotjacken zu Hause zuletzt vor über 17 Jahren: Der Begegnung mit dem EHC Lustenau am 4. Februar 2003 wohnten lediglich 1.200 Zuschauer bei.

 

Der Gegner:

Der Eishockeysport in Oberösterreichs Hauptstadt durchlebte einen von Querelen und Meinungsverschiedenheiten geprägten Sommer, der in der Gründung eines zweiten Klubs, betrieben von Teilen der ehemaligen Vereinsführung, mündete. Der Gegner des EC-KAC in der ICE Hockey League ist weiterhin der EHC Linz, der nun allerdings unter dem Namen Black Wings 1992 auftritt.

Im Kader kam es zu einigen Veränderungen gegenüber der vergangenen Spielzeit, von den zwölf punktebesten Cracks der Saison 2019/20 spielen mit Dragan Umičević, Brian Lebler und Andreas Kristler nur noch drei beim Verein. Im Gegenzug kehrten Stützen aus der Vergangenheit zu den Black Wings zurück, so etwa die Verteidiger Marc-André Dorion und Sébastien Piché oder Stürmer Andrew Kozek, der bekanntlich von 2018 bis 2020 für den EC-KAC auflief und für die Rotjacken in 129 Bewerbsspielen insgesamt 60 Treffer erzielte. Mit den Stürmern Marco Brucker und Julian Pusnik sowie dem neuen Head Coach Pierre Beaulieu (von 2010 bis 2014 Assistenztrainer beim EC-KAC) weisen weitere Mitglieder des aktuellen Personals der Linzer eine Klagenfurter Vergangenheit auf.

Klammert man Verwerfungen wie Neugründungen und Umbenennungen aus und subsumiert die seit dem Jahr 2000 währende Erstligazugehörigkeit des Standorts unter dem Titel EHC Linz, so sind die Oberösterreicher alles andere als ein Lieblingsgegner für Rot-Weiß: Seit der Neuformierung der höchsten Spielklasse Österreichs (2000) siegte der EC-KAC gegen keinen anderen Klub seltener, nur 60 der 135 Begegnungen (oder 44,4 Prozent der Duelle) gingen an die Kärntner.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC muss zum Saisonauftakt unverändert auf den verletzten David Fischer verzichten, auch David Madlener wird dem Aufgebot nicht angehören: Der nach seiner Blessur wiedergenesene Goalie, der alle sechs Vorbereitungsspiele verpasst hat, wird am Wochenende im Farmteam Spielpraxis sammeln und mit dem EC-KAC II an einem Pre-Season-Turnier in seiner Heimat Vorarlberg teilnehmen. Fraglich ist auch der Einsatz des leicht erkrankten Thomas Hundertpfund, im Gegenzug wieder gesund und damit gegen Linz mit dabei ist sein etatmäßiger Linienkollege, Johannes Bischofberger. Mit Sebastian Dahm, Blaž Gregorc, David Maier und Samuel Witting werden vier Akteure ihr Ligaspieldebüt für den EC-KAC geben.

 

Der Kommentar:

„Hinter uns liegt eine gute Trainingswoche, vieles geht in die richtige Richtung. Für uns geht es darum, an die guten Leistungen vom letzten Wochenende beim Salute-Turnier anzuknüpfen, denn wir haben davor bei der Niederlage in Wien auch gesehen, wie es läuft, wenn wir zurückhaltender auftreten und nicht alles geben. Die Vorbereitung war insgesamt ein guter Lernprozess für unsere Mannschaft, diese Entwicklung soll man am Freitag auch am Eis sehen. In der heurigen Saison wird es vor allem auf Anpassungsfähigkeit und Flexibilität ankommen, die Umstände und Bedingungen können sich pandemiebedingt von Tag zu Tag verändern, das haben wir schon in den letzten Wochen erlebt und erfahren. Ich habe aber den Eindruck, dass unser Team und unser Klub gut auf diese Situation eingestellt sind, also freuen wir uns auf den Auftakt.“ (Manuel Ganahl, Stürmer EC-KAC)