EC-KAC will gegen Wien zurück auf die Siegerstraße

Die Serie von zuletzt drei KAC-Heimniederlagen hintereinander soll im letzten Spiel vor Weihnachten gegen die Vienna Capitals ihr Ende finden.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Sein Saisonspiel Nummer 24 in der bet-at-home ICE Hockey League trägt der EC-KAC wieder auf heimischem Eis aus: Am Dienstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) empfangen die Rotjacken die Vienna Capitals in der Stadthalle Klagenfurt. Das bereits dritte Saisonduell zwischen dem nach wie vor amtierenden Meister und „seinem“ Vize überträgt Sky Sport Austria live. Über den Verlauf der Begegnung berichten zudem der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC, auswärts unverändert die erfolgreichste Mannschaft der Liga, verlor in den vergangenen Wochen in der Tabelle ein wenig an Boden, weil die Punkteausbeute auf eigenem Eis zu bescheiden ausfiel: Seit dem 4:0-Sieg über Salzburg Ende November mussten sich die Klagenfurter in der Stadthalle hintereinander Wien (4:5 nach Verlängerung), Bratislava (2:3) und Innsbruck (1:4) geschlagen geben. Zuletzt setzte es zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit zwei Niederlagen hintereinander, auf den Shootout-Verlust bei Fehérvár AV19 am Donnerstag folgte am Sonntag die im Schlussdrittel verlorene Heimpartie gegen die Haie.

Die Vienna Capitals reisen unmittelbar vor dem EC-KAC auf Tabellenrang drei liegend nach Kärnten, bei einem Spiel weniger weisen die Wiener drei Zähler Vorsprung auf Klagenfurt auf. Auch die Ausbeute des Teams von Head Coach Dave Cameron blieb zuletzt ein wenig hinter den Erwartungen zurück: Die Caps verloren in der vergangenen Woche jede ihrer drei Partien, jeweils auf eigenem Eis unterlagen sie dem EC VSV (1:2) und dem Dornbirner EC (3:4) im Penaltyschießen sowie dem HCB Südtirol in regulärer Spielzeit (0:3). Auswärts konnte Wien in den vergangenen Wochen aber überzeugen: Die letzten drei Auftritte in der Fremde, ausgetragen in Klagenfurt, Bolzano und Salzburg, konnten allesamt erfolgreich gestaltet werden.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1,86 – Die Vienna Capitals halten nach 22 ausgetragenen Partien bei 41 Zählern, woraus sich ein Schnitt von 1,86 Punkten pro Spiel ergibt. Auf exakt den gleichen Wert kamen die Wiener auch in der vorzeitig abgebrochenen vergangenen Spielzeit (95 Zähler in 51 Begegnungen).

3 – Die Rotjacken bestritten acht ihrer jüngsten elf Ligaspiele auf fremdem Eis, den Anschluss an die Tabellenspitze verloren sie jedoch in den Heimspielen: Aus den drei jüngsten Begegnungen in der Stadthalle (mit Wien, Bratislava und Innsbruck) nahmen die Klagenfurter nur einen Zähler mit.

9 – Im Sonntagsspiel gegen Innsbruck erzielte Rok Tičar den einzigen Treffer des EC-KAC. Der slowenische Stürmer schloss damit in der teaminternen Torschützenliste zu Nick Petersen und Lukas Haudum auf, alle drei halten nun bei neun erfolgreichen Abschlüssen.

11 – Der EC-KAC verteidigt gegen die Vienna Capitals eine stolze Serie: Seit dem 3:2-Erfolg Wiens am 18. April 2019, mit dem die Cameron-Truppe in der damaligen Finalserie mit 2:1-Siegen in Führung ging, konnten die Rotjacken in jedem der elf ausgetragenen Duelle punkten. Bilanz seither: 26:7 Punkte und 24:15 Tore für Klagenfurt.

41 – Die Rotjacken konnten 41 ihrer letzten 44 Unterzahlsituationen (Gesamtdauer: 71:03 Minuten) ohne Gegentreffer überstehen. In den jüngsten zwölf Begegnungen lag die Penalty Killing-Effizienz des EC-KAC damit bei 93,2 Prozent. Gegen Klagenfurt im Powerplay anschreiben konnten in diesem Zeitraum nur der HCB Südtirol sowie zwei Mal die Vienna Capitals.

 

Der Gegner:

Die Vienna Capitals schlossen die erste Phase des Grunddurchgangs in jeder der jüngsten acht Spielzeiten auf einem der ersten vier Plätze ab, auch heuer liegen sie auf klarem Kurs in Richtung oberer Gruppe der Zwischenrunde. Die Wiener haben in 17 ihrer 22 Saisonspiele gepunktet und liegen aktuell auf Tabellenrang drei, ihre Winning Percentage von derzeit 63,6 Prozent ist auch in historischer Perspektive ein sehr guter Wert, konnten ihn die Capitals doch nur in zwei ihrer letzten 15 Spielzeiten überbieten.

Wie der EC-KAC und der EC Salzburg forcieren heuer auch die Vienna Capitals einheimische Kräfte, so standen etwa beim 0:3-Verlust im Spitzenspiel gegen den HCB Südtirol am Sonntag (allerdings auch aufgrund von Verletzungen) nur sechs Imports im Aufgebot. Die teaminterne Punktewertung führen mit Colin Campbell (25) und Ty Loney (21) allerdings zwei nordamerikanische Legionäre an, das Duo zeichnete auch für drei der bislang fünf Saisontreffer der Capitals gegen Klagenfurt verantwortlich. Mit den bereits seit einigen Jahren etablierten Angreifern Ali Wukovits und Nikolaus Hartl, dem im Sommer zum Klub zurückgekehrte Benjamin Nißner und Ex-Rotjacken-Stürmer Marco Richter kommt ein Quartett an österreichischen Cracks im Kader der Wiener bereits jetzt auf eine zweistellige Anzahl an Scorerpunkten. Defensiv erreichte das Team von Head Coach Dave Cameron noch nicht ganz die Stabilität vergangener Jahre, der Gegentorschnitt ist dennoch der (hinter Bolzano und Klagenfurt) drittbeste im ligaweiten Vergleich.

Mit dem EC-KAC duellierten sich die Vienna Capitals seit ihrem Einstieg in die höchste Spielklasse Österreichs im Jahr 2001 bislang 135 Mal, mit 71:64 Siegen und 417:411 Toren liegen die Rotjacken im historischen Head-to-Head knapp voran. Auf Klagenfurter Eis konnten die Wiener allerdings nur drei ihrer jüngsten zwölf Auftritte erfolgreich gestalten.

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC sind keine weitreichenden personellen Veränderungen gegenüber dem Spiel gegen den HC Innsbruck am Sonntag zu erwarten. Von den acht Stammkräften, die gegen die Haie fehlten, wird der Großteil erst nach Weihnachten wieder ins volle Mannschaftstraining einsteigen. Im Bereich des Möglichen ist eine Rückkehr in das Lineup für das Spiel gegen Wien bei den Verteidigern Thomas Vallant und Blaž Gregorc sowie Stürmer Dennis Sticha, die finalen Entscheidungen darüber treffen Trainerstab und medizinische Abteilung nach dem Morning Skate am Spieltag.

 

Der Kommentar:

„Wir müssen alle zusammen defensiv sehr hart arbeiten, unsere Identität und die Grundelemente unseres Spiels wieder aufs Eis bringen. In der vergangenen Woche haben wir aus dem Spiel heraus in drei Partien neun Gegentreffer kassiert, das ist nicht das, was wir uns vorstellen. Wien ist ein sehr gutes und gefährliches Team, macht im Nahbereich rund um das Tor einen starken Job, speziell was Net Drive, Abfälscher und Rebounds betrifft. Wir müssen also dafür Sorge tragen, dass die Capitals nicht in diese Zonen vordringen und unser Goalie freie Sicht hat. Ich gehe davon aus, dass es gegen Wien einmal mehr ein sehr enges Spiel wird, und freue mich auf diese Partie.“ (Clemens Unterweger, Verteidiger EC-KAC)