Erste Pick Round-Partie in der Fremde

Im ersten von zwei schweren Auswärtsspielen am kommenden Wochenende tritt der EC-KAC am Freitagabend beim HCB Südtirol an.

Foto: HCB Südtirol/Antonello

 

Die Eckdaten:

Im Rahmen der Pick Round in der Erste Bank Eishockey Liga tritt der EC-KAC nach zuletzt zwei Heimspielen erstmals auswärts an: Am Freitag (Spielbeginn: 19.45 Uhr) gastieren die Rotjacken beim HCB Südtirol in Italien. Diese Begegnung wird nicht im TV oder als Online-Videostream übertragen, über den Spielverlauf informiert der Live-Ticker auf kac.at. In kompletter Länge kann die Partie auch in Radio Kärnten verfolgt werden, das Kärntner Eishockeymagazin beginnt diesmal bereits um 19.04 Uhr.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC punktete in beiden seiner bisherigen Spiele in der Pick Round, musste nach dem 3:2-Erfolg gegen die Vienna Capitals am Mittwoch im Heimspiel gegen die Graz 99ers (3:4 nach Verlängerung) aber auch zwei Zähler abgeben. Die Rotjacken liegen damit in der Tabelle gleichauf mit Wien, aktuell nehmen sie (aufgrund des Torverhältnisses) Rang zwei ein, bei Punktegleichheit am Ende der Zwischenwunde würden sie (aufgrund der schlechteren Platzierung in der ersten Phase des Grunddurchgangs) auf die dritte Position gereiht werden. Die bisherigen Saisonduelle mit dem HCB Südtirol gestalteten sich sehr ausgeglichen, jede Mannschaft konnte jeweils ein Mal zu Hause und ein Mal auswärts gewinnen (6:6 Punkte).

Der HCB Südtirol präsentierte sich zuletzt in guter Form: Von ihren jüngsten sechs Ligaspielen konnten die Füchse vier - alle davon auf eigenem Eis - für sich entscheiden, lediglich in den Auswärtsspielen in Wien (1:3) und Salzburg (1:2) gab es knappe Niederlagen zu verzeichnen. Am Dienstagabend bezwangen die Italiener die Vienna Capitals mit 5:2 und lieferten dabei eine durchaus überzeugende Vorstellung ab: Backup-Goalie Justin Fazio brillierte zwischen den Pfosten, in der Offensive gaben vier Tore aus dem Spiel heraus bei 25 Abschlüssen Zeugnis von großer Effizienz.

 

Die Zahlen zum Spiel:

0 – Jedes der bisherigen vier Saisonduelle zwischen dem EC-KAC und dem HCB Südtirol endete mit einem Shutout-Sieg für einen der beteiligten Torhüter: Leland Irving spielte im September in Bolzano und im Januar in Klagenfurt „zu null“, David Madlener hielt im November zu Hause und Lars Haugen im Dezember auswärts seinen Kasten sauber.

3 – Die Rotjacken haben jedes ihrer letzten drei Auswärtsspiele verloren. Die jüngsten drei Serien dieser Art (September/Oktober 2018, Dezember 2018 und Oktober/November 2019) endeten allesamt mit einem Sieg in der vierten Partie.  

5 – Gleich fünf Spieler im Kader des EC-KAC - die Verteidiger Patrick Harand, Adam Comrie und Clemens Unterweger, sowie die Stürmer Andrew Kozek und Rok Tičar - konnten in beiden bisherigen Partien in der Pick Round Scorerpunkte für sich verbuchen.

13 – Begegnungen zwischen den Rotjacken und Füchsen erlebten bislang bereits 13 Mal eine Verlängerung. Bei insgesamt 45 ausgetragenen Duellen im Rahmen der EBEL ergibt sich ein Anteil von 28,9 Prozent an Konfrontationen, in denen nach 60 Minuten kein Sieger gefunden war. Gegen keinen anderen Klub in der Liga liegt dieser Wert für den EC-KAC höher.  

48:00 – In Begegnungen zwischen dem EC-KAC und dem HCB Südtirol fiel in der bisherigen Spielzeit noch kein einziger Treffer im Powerplay: Die Rotjacken vergaben 14 Möglichkeiten numerischen Vorteils, die Füchse deren 13. Diese 27 Sequenzen erstreckten sich über insgesamt exakt 48:00 Spielminuten.

 

Der Gegner:

In seiner siebten Saison in der Erste Bank Eishockey Liga hat der HCB Südtirol heuer seine bislang beste erste Grunddurchgangsphase absolviert, die Füchse kamen auf eine von ihnen in diesem Meisterschaftsabschnitt zuvor unerreichte Winning Percentage von 57,5 Prozent. Weil man aus Sicht der Klubführung dennoch nicht die gewünschten Resultate einfuhr, wurde just nach dem Heimsieg gegen Tabellenführer Salzburg am Neujahrstrag Head Coach Clayton Beddoes vom Dienst freigestellt. Unter seinem Nachfolger Greg Ireland punktete der zweifache EBEL-Champion in sieben von zehn Partien und kassierte dabei insgesamt nur 14 Gegentore aus dem Spiel heraus.

Den Kader der Füchse zeichnet große Ausgeglichenheit aus: Gleich 15 Spieler können aktuell auf eine zweistellige Anzahl an Scorerpunkten verweisen, ein Wert, der ligaweit nur von Orli Znojmo (16) übertroffen wird. Angeführt wird die teaminterne Punktewertung von Anthony Bardaro, der den persönlichen Aufstieg von der Alps Hockey League in die EBEL bravourös gemeistert hat und sich auch in prächtiger Form befindet: In jedem der letzten drei Spiele trat er als Torschütze in Erscheinung. Prunkstück des Teams ist allerdings die Abwehr, die, obwohl nur bedingt prominent besetzt, seit Wochen sehr stabil agiert: Die heuer bislang durchschnittlich kassierten 2,38 Gegentore pro Partie sind der deutlich niedrigste HCB-Wert in sieben Jahren der Ligazugehörigkeit.

Mit dem EC-KAC duellierte sich der italienische Rekordmeister im Rahmen der Erste Bank Eishockey Liga bislang 45 Mal, darunter auch in den Play-Off-Viertelfinals der beiden letzten Spielzeiten. Mit 26:19 Siegen und 126:105 Toren spricht die historische Bilanz für die Klagenfurter, die allerdings bei nur zwei ihrer letzten neun Auftritte in der PalaOnda voll punkten konnten.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC wird das Auswärtsspiel in Südtirol mit den exakt gleichen 20 Feldspielern in Angriff nehmen, die auch am Mittwochabend zu Hause gegen Graz am Eis standen. Die einzige Veränderung im Lineup betrifft die Backup-Position, die am Freitag von Jakob Holzer eingenommen wird. Florian Vorauer kommt (wie auch Michael Kernberger und Marcel Witting) im zeitgleich ausgetragenen Heimspiel des Alps Hockey League-Teams zum Einsatz. Unverändert nicht zur Verfügung stehen die Langzeitverletzten Lars Haugen, Nick Petersen und Lukas Haudum.

 

Der Kommentar:

„Wir reisen schon heute nach Südtirol, um uns ideal auf dieses für uns sehr wichtige Spiel vorbereiten zu können. Nach der Overtime-Niederlage vom Mittwoch müssen wir wieder in die sprichwörtliche Spur finden. Wir haben gegen Graz nicht schlecht agiert, in manchen Bereichen aber ausgelassen und damit zwei Zähler verspielt. Das soll uns gegen den HCB nicht noch einmal passieren, unsere Zielsetzung für dieses Auswärtsspiel sind drei Punkte.“ (Martin Schumnig, Verteidiger EC-KAC)