Erstes Saisonderby auf eigenem Eis

Am Freitagabend steht der EC-KAC erstmals in der noch jungen Saison 2020/21 dem Lokalrivalen aus Villach gegenüber.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Am fünften Spieltag der bet-at-home ICE Hockey League tritt der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.30 Uhr) wieder vor eigenem Publikum an: Im 330. Kärntner Derby treffen die Rotjacken auf den EC VSV. Diese Begegnung wird von Puls24 live im TV und als Online-Videostream via puls24.at übertragen, daher entfällt der Live-Ticker auf kac.at. Im Rahmen des Kärntner Eishockeymagazins berichtet auch Radio Kärnten direkt aus der Stadthalle. Eintrittskarten für diese Begegnung sind nahezu zur Gänze vergriffen, die letzten 15 Sitzplatzkarten können noch im Online-Ticketshop des EC-KAC via tickets.kac.at bezogen werden.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC verbuchte in den ersten vier Runden zwei Siege in der Fremde und zwei Niederlagen in eigener Halle, zuletzt unterlagen die Rotjacken den Graz 99ers nach recht dürftiger Vorstellung mit 0:2. Das erste Kärntner Derby der Saison nehmen die Rotjacken damit von Tabellenrang sieben aus in Angriff, allerdings trennt sie auch lediglich ein Zähler von Spitzenreiter Wien. In Duellen mit dem Lokalrivalen schnitten die Klagenfurter zuletzt recht gut ab: In jeder der vergangenen vier Spielzeiten verbuchte der EC-KAC eine positive Saisonbilanz gegen Villach, in diesem Zeitraum gingen nur drei von 16 Partien gegen die Adler verloren.

Mit zwei Niederlagen (1:6 in Salzburg und 3:4 gegen Innsbruck) startete der EC VSV in die neue ICE-Saison. Am vergangenen Sonntag fuhren die Draustädter jedoch ihren ersten Sieg im neuen Spieljahr ein, als sie im Auswärtsspiel bei den Black Wings 1992 mit 3:0 in Führung gingen und letztlich mit 3:2 triumphierten. Klagenfurter Eis behagte den Adlern in der jüngeren Vergangenheit allerdings kaum: Der letzte VSV-Sieg in der Stadthalle liegt über vier Jahre zurück (Februar 2016), seitdem setzte es für Blau-Weiß in der Landeshauptstadt acht Niederlagen am Stück mit einem Torverhältnis von insgesamt 8:22.

 

Die Zahlen zum Spiel:

4,59 – Topscorer Nick Petersen sammelte in den bisherigen vier Saisonspielen im Schnitt überragende 4,59 Scorerpunkte pro 60:00 Minuten Time-on-Ice. Im Vorjahr kam er in dieser Kategorie auf 2,48 Zähler, in seiner Premierensaison beim Klub (2018/19) auf 3,62.

7,1 – Verteidiger Blaž Gregorc ist aktuell jener Kaderspieler des EC-KAC, der die meisten gegnerischen Schüsse blockt (7,1 pro 60:00 Minuten Time-on-Ice), unter den Stürmern führt diese Wertung Marcel Witting (5,6) an.

8 – Der EC-KAC konnte jedes der jüngsten acht auf eigenem Eis ausgetragenen Spiele gegen den EC VSV für sich entscheiden. Eine längere Serie an Heimerfolgen gegen Villach verbuchten die Rotjacken zuletzt am Übergang von National- zu Bundesliga: Zwischen 1953 und 1977 verließen die Draustädter Klagenfurt zwölf Mal am Stück als Verlierer. 

38,31 – In sämtlichen vier bisher ausgetragenen Partien in der ICE Hockey League umfasste das Lineup des EC-KAC weniger als 40,0 (der erlaubten 60,0) Kaderpunkte, durchschnittlich lag der entsprechende Wert bei 38,31 Zählern. 

74,9 – In der noch jungen Saison war Mittelstürmer Thomas Hundertpfund der von seinen Mitspielern am häufigsten „gesuchte“ Crack: Er nimmt pro 60:00 Minuten Time-on-Ice durchschnittlich 74,9 Pässe an. Es folgen Nick Petersen (73,4) und Thomas Koch (71,0).

209:40 – Dem EC VSV fiel es zuletzt sehr schwer, auf Klagenfurter Eis zum Torerfolg zu kommen: Der letzte Treffer der Adler in der Stadthalle datiert vom 18. November 2018, seither hielten die KAC-Goalies ihren Kasten in Heimspielen gegen Villach insgesamt 209:40 Spielminuten lang sauber.

 

Der Gegner:

Der EC VSV konnte in der vergangenen Saison erstmals seit der Spielzeit 2015/16 wieder mehr Ligaspiele gewinnen (29) als er verlor (24). Die Adler schafften via Qualifikationsrunde den Sprung in die Play-Offs und gaben dort (gegen den EC Salzburg) in den drei ausgetragenen Partien vor dem vorzeitigen Saisonabbruch auch eine gute Figur ab. Diesen Aufwärtstrend möchten die Draustädter nach schwierigen Jahren in der aktuellen Saison bestätigen.

Zu diesem Zwecke ging Villach mit zehn Legionären und zwei Doppelstaatsbürgern in die neue Spielzeit, wobei der Vertrag mit Goalie Tyler Beskorowany bereits wieder gelöst wurde. Im Kärntner Derby wird damit Eigenbauspieler Alexander Schmidt zwischen den Pfosten stehen, der zu Österreichs größten Talenten auf der Torhüterposition zählt. Vier im Sommer verpflichtete Imports - Verteidiger Matt Mangene und die Stürmer Sahir Gill, Maximilian Kammerer und Scott Kosmanchuk - stehen vor ihrem Derby-Debüt, auch für die österreichischen Neuzugänge Raphael Wolf und Daniel Wachter sowie den vom EC-KAC in seine Heimatstadt zurückgekehrten Philipp Kreuzer steht ihre erste Begegnung mit den Rotjacken im blau-weißen Trikot am Programm.

Insgesamt stehen die Adler dem Rekordmeister am Freitag zum 330. Mal in einem Bewerbsspiel gegenüber, die historische Bilanz spricht mit 170:140 Siegen (bei 19 Unentschieden) für die Klagenfurter. Auch in der Wertung seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 hat der EC-KAC mit 70:62 Siegen (und 400:372 Toren) die Nase vorne.

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken kehrten unter der Woche die zuletzt angeschlagenen Clemens Unterweger und Niki Kraus in den Trainingsbetrieb zurück, der Stürmer wird am Donnerstagabend auch im AHL-Heimspiel des EC-KAC II gegen Linz auflaufen. Mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten David Fischer und Steven Strong stehen damit alle Kaderspieler zur Verfügung. Ob es auch zum Debüt von Neuzugang Fredrik Eriksson kommen wird, der am Donnerstag erstmals mit seinem neuen Team trainierte, hängt vom weiteren Verlauf der Anmeldeformalitäten ab, aktuell ist davon auszugehen, dass diese fristgerecht abgeschlossen werden können.

 

Der Kommentar:

„Rund um ein Derby ist es immer eine aufregende Zeit, auch wenn die aktuellen Umstände für einen Lokalschlager sorgen werden, wie man ihn wohl noch nie erlebt hat. Der EC VSV hat eine gute Mannschaft, die eben erst gegen Linz unter Beweis gestellt hat, dass sie auch gewinnen kann. Unsere Konzentration richtet sich allerdings gänzlich auf uns selbst, nicht zuletzt weil die ersten vier Saisonspiele gezeigt haben, dass es noch einige Bereiche gibt, in denen wir uns steigern können und müssen. Wir freuen uns sehr auf diese Partie und wollen im dritten Heimspiel nun endlich auch zu Hause anschreiben.“ (Lukas Haudum, Stürmer EC-KAC)