Heim-Jahresabschluss gegen Graz

Das für den EC-KAC so erfolgreiche Heimspieljahr 2019 endet am Samstagabend so, wie es begonnen hatte: Mit einem Duell mit den Graz 99ers.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In seinem letzten Heimspiel im Kalenderjahr 2019 empfängt der EC-KAC am Samstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) die Graz 99ers in der Stadthalle Klagenfurt. Für diese Begegnung sind Sitzplätze zur Gänze vergriffen, im Online-Ticketshop des EC-KAC sowie am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa sind noch rund 600 Stehplatz-Karten erhältlich. Die Partie wird weder im TV noch als Online-Videostream übertragen, über den Spielverlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC hat zum ersten Mal in der Ära von Head Coach Petri Matikainen vier Spiele am Stück verloren: Nach dem 1:4-Verlust in Innsbruck setzte es zuletzt (gegen Linz/4:5 und Székesfehérvár/1:2 sowie in Znojmo/5:6) drei Ein-Tore-Niederlagen hintereinander. In der Tabelle rutschten die Rotjacken damit auf den fünften Tabellenplatz ab, allerdings beträgt der Rückstand auf den Zweiten Wien lediglich vier Zähler. Den samstägigen Gegner Graz konnten die Klagenfurter in sechs der jüngsten sieben Konfrontationen besiegen, in der laufenden Saison folgte auf einen klaren 5:1-Heimerfolg im Oktober im letzten Duell Mitte November jedoch eine 2:3-Auswärtsniederlage.

Die Graz 99ers kommen als Tabellenachter nach Kärnten, am Donnerstagabend mussten sie vor eigenem Publikum eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen den EC VSV akzeptieren. Insgesamt weisen die Steirer jedoch eine gute Form auf, im Verlauf der jüngsten fünf Partien konnten sie 12 von 15 möglichen Zählern einfahren. In der Fremde hatten die 99ers im bisherigen Saisonverlauf ihre Probleme, trotz der beiden jüngsten Erfolge in Wien (3:0) und Innsbruck (3:2) belegen sie lediglich den neunten Rang in der Auswärtstabelle der Erste Bank Eishockey Liga, von 42 potenziellen Punkten wanderten nur 16 auf das Konto der Grazer.

 

Die Zahlen zum Spiel:

0 – Der EC-KAC blieb in jedem seiner jüngsten vier Ligaspiele ohne Punkt. Innerhalb einer Saison gab es eine derartige Serie zuletzt im November 2014 als man in vier Partien hintereinander gegen Salzburg (zwei Mal), Innsbruck und Graz keinen Zähler einfahren konnte.

5 – Die Rotjacken haben im Verlauf der jüngsten vier Ligaspiele fünf Gegentreffer bei numerischer Unterlegenheit kassiert, die PK-Erfolgsquote lag in diesem Abschnitt bei nur 70,6 Prozent. Mit insgesamt 84,2 Prozent ist das Unterzahlspiel des EC-KAC in der laufenden Saison aber nach wie vor das statistisch beste aller elf EBEL-Klubs.

21 – Von den bislang im Monat Dezember (acht Begegnungen) eingesetzten 23 Feldspielern konnten sich bereits 21 in die Scorerliste eintragen, was für die mannschaftliche Geschlossenheit der Rotjacken spricht. Nicht gepunktet haben lediglich Steven Strong und Marco Richter, die meisten Zähler verbuchen konnte in diesem Zeitraum Thomas Hundertpfund (sieben).

27 – Im letzten Spiel vor Weihnachten unterlag der EC-KAC zu Hause Fehérvár AV19 mit 1:2, obwohl er die Partie völlig dominiert hatte: Nach 60 Minuten standen 35:8 Torschüsse in Even Strength-Situationen zu Buche, eine Differenz von +27 in dieser Kategorie hatten die Rotjacken heuer erst ein Mal (beim 1:0-Sieg in Innsbruck Ende September) erreicht.

901 – Nach 28 Saisonspielen hält Verteidiger David Fischer bei 901 kompletten Pässen, was sowohl in absoluten als auch in relativen Zahlen (82,9 pro 60:00 Minuten Time-On-Ice) dem Höchstwert im Team entspricht. Unter den Stürmern kommt Thomas Koch (mit 565 bzw. 71,1) auf die besten Kennzahlen.

 

Der Gegner:

Die bisherige Saison der Graz 99ers brachte 14 Siege und 15 Niederlagen. Die sich daraus ergebende Winning Percentage von 48,3 Prozent übertrafen die Steirer nur in einer ihrer letzten neun Spielzeiten: Im Vorjahr (64,1 Prozent), als sie erstmals eine Play-Off-Runde überstehen und sich auch für die Champions Hockey League qualifizieren konnten. Im Vergleich zum Vereinsrekord in der letzten Saison (3,59 erzielte Treffer pro Partie) hinkt Graz heuer insbesondere hinsichtlich der offensiven Produktivität hinterher: Nur der Dornbirner EC (1,93) und Fehérvár AV19 (2,70) erzielten bislang weniger Treffer als die 99ers (2,72).

Das Spieljahr 2019/20 ist beim letztjährigen Halbfinalisten bisher in erster Linie von Verletzungen und den sich daraus ergebenden Personalrochaden gekennzeichnet: Seit Anfang September haben die Steirer bereits fünf Neuverpflichtungen getätigt. Von den vier Saisontorschützen in Begegnungen mit dem EC-KAC (Greg Squires, Dominik Grafenthin, Joakim Hillding, Dwight King) wird mit dem Schweden nur ein einziger auch am Samstag auflaufen. Besonders formstark präsentierte sich zuletzt der Mitte Dezember wiedergenesene Goalie Cristopher Nihlstorp, der bei seinen fünf Einsätzen seit seiner Verletzungspause auf einen Gegentorschnitt (GAA) von 1,96 und eine Save Percentage von 93,8 Prozent kam. Aktueller Topscorer der 99ers ist Daniel Oberkofler, der auch am Donnerstag gegen Villach traf und wie Sloweniens Teamspieler Ken Ograjenšek auf 21 Scorerpunkte kommt.

Dem EC-KAC steht Graz am Samstag zum 128. Mal seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 gegenüber: 85 der bisherigen Begegnungen endeten mit Erfolgen für die Rotjacken, weniger als halb so oft - 42 Mal - setzten sich die Steirer durch. Zwar unterlagen die 99ers bei jedem ihrer jüngsten drei Auftritte in der Stadthalle, davor legten sie allerdings eine beeindruckende Serie von sieben Auswärtserfolgen in Klagenfurt hintereinander hin.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC muss im Heimspiel gegen die Graz 99ers auf den langzeitverletzten Stürmer Marcel Witting sowie die beiden gesperrten Verteidiger Michael Kernberger (letzte Partie seiner Sieben-Spiele-Suspendierung) und Adam Comrie (erstes von drei Spielen Sperre) verzichten. Fehlen wird auch der angeschlagene Nick Petersen, ob der ebenfalls leicht verletzte Lars Haugen dem Lineup angehören kann, entscheidet sich frühestens nach dem Nachmittagstraining am Freitag.

 

Der Kommentar:

„Die Resultate in den vergangenen vier Partien waren nicht erfreulich und in keiner Weise zufriedenstellend. Allerdings haben wir gerade in den drei Ein-Tore-Spielen zuletzt auch viele Dinge gut gemacht, auf die müssen wir nun aufbauen und insgesamt wieder mehr Stabilität in unsere Vorstellungen bringen. Die bevorstehenden „Doppel“ gegen Graz und Villach sind richtungsweisende Begegnungen. Zwar fehlen bei uns mittlerweile einige Stammkräfte, aber das bedeutet nur, dass wir enger zusammenrücken müssen. Über das Kollektiv zurück in die Erfolgsspur.“ (Clemens Unterweger, Verteidiger EC-KAC)