Heimspiel gegen das Schlusslicht

Nach den jüngsten Erfolgen gegen den Zweit- und Erstplatzierten der EBEL-Tabelle empfängt der EC-KAC am Sonntagabend Schlusslicht Dornbirn in Klagenfurt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Spieltag 21 in der Erste Bank Eishockey Liga bringt für den EC-KAC wieder ein Heimspiel: Die Rotjacken empfangen am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) den Tabellenletzten, den Dornbirner EC, in der Stadthalle Klagenfurt. Für diese Begegnung sind Eintrittskarten noch in allen Kategorien erhältlich: Durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC oder am Spieltag ab 16.00 Uhr an der Abendkassa. ServusTV überträgt die Partie im Online-Videostream auf servushockeynight.com live und kostenlos, daher entfällt der Ticker auf kac.at., zudem berichtet wie üblich Radio Kärnten direkt aus der Arena.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC konnte im Verlauf seiner letzten vier Spiele alle drei in der Tabelle vor ihm liegenden Teams - Wien und Bolzano zu Hause mit 8:3 bzw. 3:0, Salzburg auswärts mit 3:1 - besiegen. Das dritte Viertel der ersten Grunddurchgangsphase eröffnen die Rotjacken nun mit dem dritten Saisonduell mit dem Dornbirner EC, gegen den man heuer bislang sowohl auswärts (6:1) als auch daheim (5:1) klar gewinnen konnte. Klagenfurt ist aktuell die zweitbeste Mannschaft auf eigenem Eis, nur die Vienna Capitals (24) haben in Heimpartien mehr Zähler geholt als der EC-KAC (22).

Der Dornbirner EC ist abgeschlagenes Schlusslicht in der Tabelle der Erste Bank Eishockey Liga, aktuell fehlen zehn Punkte auf den Vorletzten, den HC Innsbruck. Allerdings konnten sich die Bulldogs seit dem Trainerwechsel zu Kai Suikkanen doch deutlich stabilisieren: In immerhin vier der jüngsten sechs Partien vermochten die Vorarlberger zu punkten. Sein einziges echtes Ausrufezeichen heuer setzte der DEC in einem Auswärtsspiel: In der ersten Runde nach der Länderspielpause siegte Dornbirn beim Leader in Salzburg sensationell mit 2:1. Es war dies einer von nur zwei „Dreiern“, die in den bisher 20 Partien eingefahren werden konnten.

 

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Obwohl die Rotjacken erst zwei Saisonspiele gegen die Dornbirn Bulldogs absolviert haben, konnten sich bereits 16 der 22 dabei eingesetzten Feldspieler über Scorerpunkte in Duellen mit dem DEC freuen.

10 – Torhüter David Madlener hält nun bei zehn Saisoneinsätzen in der Liga, in acht davon konnte der EC-KAC gewinnen. Der gebürtige Vorarlberger musste erst zwölf Mal hinter sich greifen und kann daher auf einen herausragenden Gegentorschnitt von 1,24 sowie eine Save Percentage von 94,3 Prozent verweisen. 

18 – Heimspiele gegen Dornbirn waren zuletzt Torgaranten: In den jüngsten drei in Klagenfurt ausgetragenen Partien gegen die Bulldogs gelangen den Rotjacken insgesamt gleich 18 Treffer. Die Vorarlberger verloren jede dieser Begegnungen, erzielten jedoch auch respektable elf Tore.

21 – In beeindruckender Form präsentierte sich beim EC-KAC zuletzt die Sturmformation mit Thomas Hundertpfund, Manuel Ganahl und Johannes Bischofberger: In den fünf Runden seit der Länderspielpause sammelte das Trio gemeinsam starke 21 Scorerpunkte, alleine deren acht beim 3:1 in Salzburg am Freitag.

108 – Nach seinem Doppelpack am Freitag in Salzburg hält Thomas Hundertpfund nun bei 108 Karrieretreffern in der EBEL und für den EC-KAC. In der Wertung der besten Rotjacken-Torjäger seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 überholte er damit Mike Craig (107) und schob sich auf Rang fünf (hinter Koch/194, Lundmark/140, Iob/136 und Hager/134) nach vor.

 

Der Gegner:

Die achte Saison des Dornbirner EC in der Erste Bank Eishockey Liga ist zweifellos die bislang schwierigste für den Klub: Die personellen Veränderungen des Sommers entsprachen nahezu einem Komplettumbau, von den 37 im Vorjahr auf Spielberichten aufgetauchten Cracks stehen heuer nur noch 15 zur Verfügung. Die Erneuerung und die Veränderung wurden wohl etwas zu radikal gedacht, auch bei der Wahl des neuen Trainers, die auf den mittlerweile freigestellten Jussi Tupamäki fiel, bewies der DEC kein glückliches Händchen.

Aktuell, also zur Hälfte der ersten Grunddurchgangsphase, hält Dornbirn bei elf Zählern, der Rückstand auf Rang fünf, der nach 40 Runden die vorzeitige Play-Off-Qualifikation bedeuten würde, beträgt bereits 25 Zähler und ist de-facto nicht mehr aufzuholen. Die Vorarlberger werden also zum vierten Mal in Folge die Pick Round verpassen und ihr Glück im Kampf um ein Viertelfinalticket in der Qualifikationsrunde versuchen. Neo-Head Coach Kai Suikkanen, der nun seit acht Spielen am Ruder ist (und in diesem Zeitraum 8:16 Punkte holte) kann bereits jetzt damit beginnen, sein Team für die Zwischenrunde zu formen und vorzubereiten. 

Auf die Rotjacken traf der Dornbirner EC in seiner EBEL-Historie bislang 34 Mal, mit 21:13 Siegen (und 116:86 Toren) spricht die ewige Bilanz doch klar für Klagenfurt. Der EC-KAC konnte sechs der jüngsten sieben Heimspiele gegen die Bulldogs für sich entscheiden, das letzte davon vor exakt einem Monat, am 1. November, mit 5:1.

 

Die Personalien:

An der Verletztensituation hat sich beim EC-KAC seit Freitag nichts verändert, die Langzeit-Ausfälle Niki Kraus und Marcel Witting sind weiterhin zum Zusehen verdammt, auch Philipp Kreuzer fehlt angeschlagen. Zudem wird im Heimspiel gegen Dornbirn auch Patrick Harand (Schonung) nicht zur Verfügung stehen. Ihn ersetzt der in das Lineup zurückkehrende Steven Strong, ebenfalls wieder in der Aufstellung steht Lars Haugen, der zuletzt aus familiären Gründen gefehlt hatte. Über den Einsatz und die Besetzung eines zusätzlichen Stürmerplatzes entscheidet der Trainerstab erst nach dem Morning Skate am Spieltag, im Tor der Rotjacken steht unverändert David Madlener.

 

Der Kommentar:

„Wir haben jetzt hintereinander zwei sehr gute und kompakte Vorstellungen aufs Eis bekommen. So sieht das Eishockey aus, das wir spielen möchten, und das müssen wir unabhängig von den Rahmenbedingungen oder dem Gegner auch so durchziehen. Dornbirn hatte bisher natürlich eine sehr schwierige Saison, ich denke aber, dass sie zuletzt doch wieder stabiler agierten, nicht umsonst punkteten sie gegen Spitzenteams wie Salzburg oder Bolzano. Wir werden also bereit sein und hoffen auf eine gut gefüllte Stadthalle.“ (Johannes Bischofberger, Stürmer EC-KAC)