Heimspielschlager gegen den HCB Südtirol

Nach vier Siegen hintereinander tritt der EC-KAC am Dienstag zu Hause gegen den die bisherige ICE-Saison dominierenden HCB Südtirol an.

Foto: HCB Südtirol/Antonello

 

Die Eckdaten:

In seinem 31. Saisonspiel in der bet-at-home ICE Hockey League empfängt der EC-KAC erstmals in der laufenden Spielzeit den HCB Südtirol in Klagenfurt. Diese Begegnung am Dienstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) wird im TV-gerecht produzierten Online-Videostream auf live.ice.hockey übertragen, Streaming-Tickets kosten wie üblich 6,90 Euro, die Sendung startet um 19.00 Uhr. Außerdem berichten der Live-Ticker auf kac.at und (ab 20.04 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten direkt über das Spielgeschehen.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC startete hervorragend in das neue Kalenderjahr: Die Klagenfurter gewannen jede ihrer bislang vier Begegnungen in regulärer Spielzeit und bilanzierten mit 12:0 Punkten und 22:6 Toren. Insgesamt konnten die Rotjacken seit der 1:4-Heimniederlage gegen Innsbruck am 20. Dezember in sieben Partien am Stück anschreiben, sechs davon wurden auch gewonnen. Bei noch zehn ausständigen Spielen in der ersten Grunddurchgangsphase - fünf davon gegen den HCB Südtirol oder EC Salzburg - ist Rot-Weiß aktuell voll auf Kurs in Richtung fünfter Pick Round-Teilnahme hintereinander. Das erste und bisher einzige Saisonduell mit den Füchsen entschieden die Rotjacken Mitte Dezember auswärts in der Verlängerung für sich, Lukas Haudum zeichnete für den Treffer zum 3:2-Endstand verantwortlich.

Der HCB Südtirol prägte im bisherigen Saisonverlauf das Geschehen an der Ligaspitze, nach dem Punkteschnitt gerechnet führten die Italiener die Tabelle über weite Teile der Spielzeit an (und tun dies auch nach wie vor). Insgesamt brachte der HCB in 24 von 29 Partien Zähler auf sein Konto, am vergangenen Wochenende ging er aber zwei Mal leer aus: Die Heimniederlagen gegen Fehérvár AV19 am Samstag (0:1) und den EC Salzburg am Sonntag (2:3) bedeuteten, dass die Füchse saisonübergreifend zum ersten Mal seit Mitte Dezember 2019 (oder 52 Spielen) in zwei aufeinanderfolgenden Begegnungen ganz ohne Punkte blieben.

 

Die Zahlen zum Spiel:

2,14 – Der HCB Südtirol sammelte im bisherigen Saisonverlauf beeindruckende 2,14 Zähler pro Spiel. In den vergangenen Wochen schmolz der Vorsprung der Italiener auf die Konkurrenz allerdings ein wenig, im Ranking nach Punkteschnitt folgen aktuell der EC Salzburg (1,93), Fehérvár AV19 (1,91), der EC-KAC (1,90) und die Vienna Capitals (1,81).

7 – Die Rotjacken punkteten in jedem ihrer letzten sieben Spiele. Eine längere Serie an Spielen ohne Niederlage in regulärer Spielzeit legte der EC-KAC zuletzt am Übergang vom Grunddurchgang zu den Play-Offs 2017 hin: Zwischen 2. Februar und 5. März 2017 gab es in zehn Partien am Stück Zähler (und Siege) für Rot-Weiß.

20,72 – In keinem seiner bislang 30 Saisonspiele gab der EC-KAC weniger Torschüsse ab als im bisher einzigen Saisonduell mit dem HCB Südtirol: Beim Overtime-Auswärtssieg in Bolzano am 15. Dezember kamen die Rotjacken (gerechnet auf 60:00 Spielminuten) auf 20,72 Shots on Goal (Saisonschnitt: 32,67).

31 – Mit seinen drei Torvorlagen beim 6:1-Heimsieg gegen Bratislava am Sonntag erhöhte Nick Petersen sein Punktekonto auf 31, der KAC-Topscorer hat damit in der laufenden Saison mehr Zähler verbucht als Spiele absolviert (30). Wie seine Kollegen Rok Tičar, Manuel Ganahl und Thomas Koch punktete der Kanadier (vier Spiele, drei Tore, fünf Vorlagen) in sämtlichen vier Partien im Kalenderjahr 2021.

200 – Der nächste Treffer des HCB Südtirol ist der 200. der Klubgeschichte in einem Bewerbsspiel gegen den EC-KAC. Bislang trafen die beiden Vereine 69 Mal in Spielen der EBEL/ICE (48), der Alpenliga (17) oder des Europacups (4) aufeinander, die historische Bilanz spricht mit 35:32 Siegen (bei zwei Unentschieden) und 208:199 Toren hauchdünn für Klagenfurt.

700 – Stürmer Stefan Geier bestreitet gegen den HCB Südtirol sein 700. Ligaspiel im Trikot des EC-KAC. Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 erreichten diese Marke mit Johannes Reichel (766) und Thomas Koch (derzeit 754) nur zwei Eigenbauspieler der Rotjacken.

 

Der Gegner:

Der HCB Südtirol steht in seiner achten Spielzeit seit seinem Liga-Einstieg im Jahr 2013. Obwohl sich die Füchse 2014 und 2018 jeweils den Meistertitel holen konnten, ist die aktuelle Saison ihre bisher erfolgreichste im Bewerb: 2,14 Punkte pro Partie fuhr das Team von Head Coach Greg Ireland bislang ein, in keinem vorherigen Spieljahr lag dieser Schnitt über 1,88 (2019/20). Die Italiener können, obwohl für sie noch elf Begegnungen ausständig sind, bereits jetzt mit der Pick Round planen, auch ist davon auszugehen, dass sie ihre bislang beste Platzierung nach Teil eins des Grunddurchgangs, zwei vierte Ränge in den Spielzeiten 2013/14 und 2016/17, übertreffen werden.

Eingefahren hat diese sehr positive Zwischenbilanz ein speziell hinsichtlich der Offensive enorm tief besetzter Kader, allerdings wurden zwei Drittel der aktuell 27 unter Vertrag stehenden Spieler außerhalb Italiens geboren. Aktueller Topscorer im Aufgebot ist der US-Amerikaner Dustin Gazley, der bereits 28 Zähler verbuchen, jedoch in nur fünf der letzten 13 Spiele anschreiben konnte. Die besten Torjäger im Team sind derzeit Daniel Catenacci mit zwölf und Brett Findlay mit elf Treffern, der Letztgenannte führt mit einem Rating von +21 auch die ligaweite Plus/Minus-Wertung an. Mit Nick Plastino und Gleason Fournier verfügen die Füchse auch über das wohl offensivstärkste Verteidigerpärchen der Liga. Das starke HCB-Kollektiv arbeitet jedoch auch defensiv hervorragend, die Italiener (1,90 Gegentore pro Partie) sind das einzige Team im Bewerb, das weniger Verlusttreffer hinnehmen musste als der EC-KAC (2,03).

Den Rotjacken standen die Füchse seit dem Jahr 2013 bislang 48 Mal gegenüber, mit 27:21 Siegen und 131:112 Toren spricht die historische Bilanz für Klagenfurt. Meist begegneten sich die beiden Klubs auf Augenhöhe, in mehr als der Hälfte der Duelle, exakt in 25 Partien, trennte die Mannschaften am Spielende nur ein einziger Treffer. 2018 und 2019 trafen HCB und KAC auch in den Play-Offs aufeinander, jeweils im Viertelfinale setzte sich jenes Team durch, das später auch den Meistertitel holte.

 

Die Personalien:

Die Rotjacken müssen gegen den HCB Südtirol unverändert auf die Verletzten David Fischer und Blaž Gregorc verzichten, alle anderen Kaderspieler sind für dieses Heimspiel verfügbar. Da am Montag nur optionales Eistraining am Programm stand, wird das finale Lineup erst nach dem Morning Skate am Spieltag zusammengestellt. Die Tendenz geht zu einem kompakten Aufgebot mit sechs Verteidigern und zwölf Stürmern, alle übrigen Cracks sollen im parallel ausgetragenen Auswärtsspiel des Farmteams beim HDD Jesenice zum Einsatz und zu viel Eiszeit kommen.

 

Der Kommentar:

„Endlich ist der HCB Südtirol in Klagenfurt zu Gast - wir freuen uns sehr auf diese Partie beziehungsweise generell auf die bevorstehenden Spiele in dieser Woche. Es geht immer weiter in Richtung Zwischenrunde und Post Season, es wird immer heißer, dementsprechend möchten wir an unsere jüngsten Leistungen anknüpfen und unseren Lauf fortsetzen. Wir wollen in dieser Woche beweisen, dass wir auch gegen führende Teams wie Bolzano und Salzburg in eng aufeinanderfolgenden Partien auf absolutem Top-Level spielen können.“ (Manuel Ganahl, Stürmer EC-KAC)