Innsbruck als nächster Gast

In seinem Heimspiel am Sonntagabend bekommt es der EC-KAC mit dem Salzburg-Bezwinger HC Innsbruck zu tun.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In seinem siebten Saisonspiel in der bet-at-home ICE Hockey League genießt der EC-KAC am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) wieder Heimrecht: Die Rotjacken empfangen den HC Innsbruck in der Stadthalle. Die Begegnung mit den Haien wird nicht im TV oder als Online-Videostream übertragen, über den Spielverlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten. Eintrittskarten sind für diese Partie noch in großer Anzahl vorhanden, knapp 600 Sitzplätze können über tickets.kac.at bezogen werden (keine Abendkassa).

 

Die Ausgangssituation:

Beim EC-KAC wechselten sich in den vergangenen vier Runden Siege und Niederlagen ab, am letzten Wochenende folgte auf einen 3:1-Heimerfolg im Kärntner Derby gegen den EC VSV ein 2:4-Auswärtsverlust beim damaligen Tabellenführer EC Salzburg. Am Freitag waren die Klagenfurter spielfrei und wurden im Ranking damit vom HC Innsbruck überholt, das Heimspiel gegen die Tiroler nehmen die Rotjacken somit von Rang sechs aus in Angriff. Vor eigenem Publikum blieb Rot-Weiß in nur zwei der letzten zehn Konfrontationen mit den Haien ohne Punktezuwachs. Unter allen elf ICE-Teams erzielte der EC-KAC bislang die zweitwenigsten Treffer pro Begegnung (2,16 - vor Dornbirn mit 1,83), kassierte gleichzeitig aber auch die zweitwenigsten (2,16 - hinter Bolzano mit 2,00).

Der HC Innsbruck startete mit einem Sechs-Punkte-Wochenende in die neue Spielzeit, siegte dabei gegen Dornbirn und in Villach, musste danach jedoch vier Niederlagen am Stück hinnehmen. Diesen Abwärtstrend durchbrachen die Tiroler am Freitagabend auf eindrucksvolle Weise, indem sie vor heimischer Kulisse den bis dahin makellosen Tabellenführer Salzburg (12:0 Punkte, 21:7 Tore) mit 4:1 in die Knie zwangen. Als insgesamt etwas wackelig präsentierte sich im bisherigen Saisonverlauf Innsbrucks Abwehr, von allen ICE-Klubs kassierte bislang nur Schlusslicht Villach (4,33) mehr Gegentreffer pro Partie als die Haie (3,86).

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – Zum bereits vierten Mal im Verlauf der jüngsten sechs Spielzeiten hält der EC-KAC nach sechs absolvierten Partien bei exakt drei Siegen und drei Niederlagen. Lediglich im Meisterjahr 2018/19 startete man mit vier Erfolgen und zwei Verlusten in die Saison, im Vorjahr standen nach sechs Begegnungen erst zwei Siege zu Buche (vier Niederlagen).  

3,93 – Gegen keinen aktuellen Kontrahenten in der ICE Hockey League hat der EC-KAC in Heimspielen durchschnittlich mehr Treffer pro Partie erzielt als gegen den HC Innsbruck. Waren die Tiroler in der Vergangenheit in der Stadthalle zu Gast, traf Rot-Weiß im Schnitt 3,93 Mal, dahinter folgen Graz (3,90) und Székesfehérvár (3,67).

7 – Von den 14 bisher in ICE-Spielen eingesetzten Stürmern des EC-KAC warten sieben Cracks - also exakt die Hälfte - noch auf ihren ersten Saisontreffer. Nur Nick Petersen (fünf) und Rok Tičar konnten bisher häufiger als ein Mal anschreiben.

14 – Seit dem 1:0-Führungstreffer im Auswärtsspiel bei Fehérvár AV19 konnten die Rotjacken in 14 Überzahlsituationen in Folge (24:21 Minuten Gesamtdauer) kein Tor mehr erzielen. Beim jüngsten Auftritt in Salzburg vermochten die Klagenfurter bei numerischem Vorteil aber zumindest ihre Zone Time zu steigern (77,5 Prozent der Powerplay-Spielzeit in der Angriffszone, Wert in den ersten fünf Runden: 62,7 Prozent).

55,4 – In jedem seiner sechs Saisonspiele verfügte der EC-KAC in Even Strength-Situationen über mehr Scheibenbesitz als sein jeweiliger Gegner, insgesamt hatten die Rotjacken in 55,4 Prozent der Spielzeit die Kontrolle über den Puck. Diesen Vorteil konnten die Klagenfurter jedoch nur bedingt in Zählbares ummünzen (aktuell 13:13 Tore).

 

Der Gegner:

Der HC Innsbruck bestreitet heuer seine 18. Saison in Österreichs höchster Spielklasse, nach zwei fünften Plätzen (und jeweils folgendem Viertelfinal-Aus) 2016/17 und 2017/18 verpassten die Tiroler zuletzt zwei Mal hintereinander die Play-Offs. In die laufende Spielzeit starteten die Haie gut, aus sieben Partien stehen zehn Zähler zu Buche, ein Schnitt, den sie nur in einer ihrer jüngsten zehn Erstliga-Saisonen überbieten konnten.

Seinen Kader hat der HCI im Sommer maßgeblich umgebaut, die beiden langjährigen Leistungsträger mit KAC-Vergangenheit, Tyler Spurgeon und John Lammers, verließen den Klub, nahezu alle Import-Plätze wurden neu besetzt: Von den aktuell zwölf unter Vertrag stehenden Legionären spielte nur einer, Verteidiger Jan Lattner, auch im Vorjahr am Inn. Unter all den Neuzugängen hat Stürmer Braden Christoffer den eindrucksvollsten Start hingelegt, ihm gelang beim 4:1-Erfolg gegen den zuvor makellosen EC Salzburg am Freitag ein Doppelpack, insgesamt hält er nach fünf Einsätzen bereits bei acht Scorerpunkten. Landsmann und Linienkollege Daniel Ciampini verbuchte gegen die Bullen sein bereits zweites Drei-Punkte-Spiel innerhalb einer Woche. Ebenfalls bereits seine Visitenkarte in der ICE Hockey League abgegeben hat U24-Import Max Gerlach, der nach sieben Partien bei ebenso vielen Zählern hält.

Mit dem EC-KAC duellierte sich der HC Innsbruck seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 bislang 109 Mal, 64 dieser Begegnungen gingen an die Kärntner, 45 an die Tiroler. In mehr als zwei Drittel aller Konfrontationen - in exakt 74 Fällen - setzte sich die jeweils gastgebende Mannschaft durch, so blieben die Rotjacken in 55 auf eigenem Eis ausgetragenen Partien nur zehn Mal ohne Punktezuwachs.

 

Die Personalien:

Die Rotjacken müssen in diesem Heimspiel auf gleich vier Verteidiger verzichten: Neben den Langzeitausfällen David Fischer und Steven Strong fehlen gegen Innsbruck auch David Maier (angeschlagen) und Niklas Würschl (verletzt). Fredrik Eriksson, der zuletzt in Salzburg aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung passen musste, ist hingegen wieder gesund und kehrt in das Lineup zurück. Im Angriff treten die Klagenfurter mit drei neu formierten Blöcken an: Rok Tičar centert Nick Petersen und Daniel Obersteiner, Lukas Haudum und Stefan Geier flankieren Thomas Koch, Manuel Geier rückt auf die Mittelstürmerposition zwischen Marcel Witting und Dennis Sticha. Als zusätzlicher Stürmer wird erstmals auch Daylon Groulx im Aufgebot stehen, der bislang in jedem seiner drei Alps Hockey League-Spiele anschreiben konnte.

 

Der Kommentar:

„Unser Saisonstart war nicht optimal, aber wir haben bereits gezeigt, dass wir gutes Eishockey spielen können. Das gelingt, wenn wir als Mannschaft geschlossen und vor allem über 60 oder mehr Minuten hinweg konstant auftreten - und genau darauf kommt es auch im Spiel gegen Innsbruck an. Die Haie haben eben erst Salzburg bezwungen, das ist ein Ausrufezeichen, dementsprechend sind wir auf der Hut. Wir wollen unser Spiel durchziehen, dann werden wir auch drei Punkte einfahren.“ (Daniel Obersteiner, Stürmer EC-KAC)