Jahresausklang mit Heimspiel gegen die 99ers

Im ersten Teil des „Back-to-Back“-Duells rund um den Jahreswechsel empfangen die Rotjacken am Mittwochabend die Graz 99ers in Klagenfurt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In seinem zwölften Heimspiel in der bet-at-home ICE Hockey League-Saison 2020/21 trifft der EC-KAC am Mittwochabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) auf die Graz 99ers. Die letzte Partie der Rotjacken im Kalenderjahr 2020 wird vom Klub als TV-gerecht produzierte Streaming-Übertragung via live.ice.hockey angeboten (Pay-per-View), Sendungsbeginn ist um 19.00 Uhr. Zudem berichten der Live-Ticker auf kac.at und das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten direkt aus der Stadthalle.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC konnte rund um das kurze Weihnachtsbreak zwei wichtige Siege einfahren: Die Rotjacken besiegten vor einer Woche auf eigenem Eis die Vienna Capitals mit 5:3 und entschieden am Montagabend das Kärntner Derby auswärts beim EC VSV mit 4:0 für sich. Mit bislang 1,76 gesammelten Punkten pro Saisonspiel sind die Klagenfurter 15 Begegnungen vor dem Ende der ersten Grunddurchgangsphase klar auf Kurs in Richtung „Top-Fünf“, was Anfang Februar den erneuten Sprung in die Pick Round und damit auch die vorzeitige Play-Off-Qualifikation bedeuten würde. Verbesserungswürdig ist allerdings die rot-weiße Heimbilanz: Vor dem Erfolg gegen Wien musste sich der EC-KAC in der Stadthalle drei Mal hintereinander geschlagen geben, auch die erste Heimpartie gegen Mittwochgegner Graz wurde Anfang Oktober (mit 0:2) verloren.

Die Graz 99ers, Ende November beim letzten Duell mit den Rotjacken noch Tabellenführer, verloren in den vergangenen Wochen deutlich an Boden: Nach nur einem Sieg aus den vergangenen zwölf Runden liegen die Steirer aktuell nur noch auf dem achten Tabellenplatz. Dies führte am Wochenende zur Beurlaubung von Head Coach Doug Mason. In der Fremde unterlagen die 99ers zuletzt vier Mal am Stück, ihr letzter Auswärtssieg (5:3 in Bratislava) liegt fast sechs Wochen zurück. Von den beiden Saisonduellen mit Klagenfurt konnte Graz das erste für sich entscheiden, das zweite - ein 6:3-Erfolg der Rotjacken in Liebenau Ende November - leitete die aktuelle Abwärtsspirale der Steirer ein.

 

Die Zahlen zum Spiel:

0 – Torhüter Sebastian Dahm verbuchte im Auswärtderby gegen Villach, seinem 20. Ligaspieleinsatz für den EC-KAC, sein bereits viertes Shutout. Damit halten sich beim Dänen die „Zu Null“-Siege und die Niederlagen in regulärer Spielzeit exakt die Waage.

7 – Mit seinem Game Winning Goal im Kärntner Derby am Montag prolongierte Rok Tičar seine starke Serie: Der Slowene hat in jeder der jüngsten sieben Partien (und bei zehn seiner letzten zwölf Einsätze) gepunktet, mit zwölf Saisontreffern ist er aktuell auch der erfolgreichste Torjäger des EC-KAC.

23 – Die Begegnung am Mittwoch ist die erste zwischen Klagenfurt und Graz seit dem 13. Dezember 2016, bei der nicht Doug Mason als Head Coach der 99ers an der Bande steht. Der am Sonntag freigestellte Trainer konnte in Diensten der Steirer eine positive Bilanz gegen seinen Ex-Klub vorweisen, unter seiner Regie bezwang man die Rotjacken in zwölf von 23 Begegnungen.

38,6 – Die Saisonresultate des EC-KAC prägt nach wie vor eine deutliche Heim/Auswärts-Diskrepanz: Nur 38,6 Prozent ihrer bisher gesammelten Zähler konnten die Rotjacken in der Stadthalle einfahren (17 von 44): Während sie die Auswärtstabelle anführen, liegen sie im Heim-Ranking lediglich auf Platz sieben.

47 – Das Spiel am Mittwoch ist das 47. und letzte Ligaspiel des EC-KAC im Kalenderjahr 2020. Pandemiebedingt musste die Spielzeit 2019/20 bekanntlich vorzeitig abgebrochen werden, im laufenden Spieljahr kamen (noch) nicht alle geplanten Begegnungen zur Austragung. Weniger Partien bestritten die Rotjacken zuletzt im Jahr 2002 (41 Liga- und drei Continental Cup-Spiele).

97 – Beide Special Teams des EC-KAC kamen im bisherigen Saisonverlauf exakt in 97 Situationen zum Einsatz: Während der EC-KAC dabei im Powerplay gleich 20 Mal anschrieb (Erfolgsquote: 20,6 Prozent), kassierte er bei numerischer Unterlegenheit nur zwölf Gegentreffer (Penalty Killing: 87,6 Prozent).

 

Der Gegner:

Die bisherige Saison der Graz 99ers lässt sich in zwei diametral unterschiedliche Hälften gliedern: Standen die Steirer nach zehn Siegen aus den ersten 13 Runden noch an der Tabellenspitze, so konnten sie von ihren zwölf Auftritten seither nur einen erfolgreich gestalten. Das sukzessive Abrutschen im Tableau, aktuell auf Position acht, führte am vergangenen Wochenende zur Beurlaubung von Head Coach Doug Mason. Der ehemalige KAC-Trainer arbeitete knapp über vier Jahre in Liebenau: Er stand in mehr Ligaspielen an der Bande als jeder 99ers-Coach vor ihm (223 Partien), mit einer Winning Percentage von 52,0 Prozent war er auch der erfolgreichste der insgesamt 15 Cheftrainer der Grazer seit ihrem Einstieg in Österreichs höchste Spielklasse. Von all seinen Vorgängern schaffte es nur der in Klagenfurt ebenfalls bestens bekannte Bill Gilligan, als Graz-Trainer mehr Siege als Niederlagen einzufahren.

Nachfolger Jens Gustafsson, bisher einflussreicher Assistant Coach Masons, gibt in der Stadthalle sein Debüt in der neuen Position, ihm steht der langjährige KAC-Crack Patrick Harand unterstützend zur Seite. Das Duo verantwortet eine zuletzt wenig durchschlagskräftige Mannschaft, in den jüngsten drei Partien (gegen Fehérvár AV19 und den EC VSV sowie beim Dornbirner EC) gelang den 99ers nur ein einziger Treffer. Aktueller Topscorer des Teams ist Tony Cameranesi (23 Punkte), der allerdings in sechs der jüngsten acht Begegnungen gänzlich leer ausging. Auch die Nummer zwei nach Zählern, Hunter Fejes, wartet seit acht Einsätzen auf einen Treffer. Gegenüber dem letzten Duell mit dem EC-KAC finden sich im Grazer Aufgebot zwei neue Gesichter: Verteidiger Anton Mylläri aus Schweden ersetzte seinen ins Ottawa-Camp eingerückten Landsmann Olle Alsing, der aus der Liga bekannte Finne Matias Sointu soll den Abgang von Parker MacKay kompensieren, der seine Laufbahn gesundheitsbedingt beenden musste.

Zwischen den Graz 99ers und dem EC-KAC kamen in der Ligageschichte bislang 133 Duelle zur Austragung, die historische Bilanz spricht mit 88:45 Siegen klar für die Kärntner. Auf eigenem Eis hatten die Rotjacken in den vergangenen Jahren jedoch veritable Probleme mit den Steirern: Aus den jüngsten 13 Heimspielen gegen Graz resultierten nur zwei „Dreier“ für den Rekordmeister.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC muss unverändert auf David Madlener, David Fischer, Niki Kraus und Valentin Hammerle verzichten, David Maier, Niklas Würschl und Samuel Witting bleiben vorerst im Kader des Alps Hockey League-Teams. Gegenüber dem Auswärtssieg in Villach sind bei den Rotjacken für die Partie gegen Graz dementsprechend keine weitreichenden Veränderungen im Aufgebot vorgesehen.

 

Der Kommentar:

„Wir kennen die Stärken der 99ers, sind aber auch mit ihren Schwächen vertraut - und letztere müssen wir ausnutzen. Defensiv müssen wir uns wieder steigern, gegen Villach stand zwar die sprichwörtliche Null, aber wir verließen uns in zu vielen Situationen auf unseren Goalie. Zukünftig sollen wir in der eigenen Zone wieder deutlich kompakter stehen. Die Chancenverwertung in der Offensive lief zuletzt recht gut, diesen Schwung wollen wir beibehalten. Graz ist ein gefährlicher Gegner, zumal jetzt nach dem Trainerwechsel Spieler, die zuletzt vielleicht nicht an vorderster Front standen, auf sich aufmerksam machen und sich beweisen wollen.“ (Martin Schumnig, Verteidiger EC-KAC)