KAC am Mittwoch wieder vor eigenem Publikum

Mit dem Heimspiel gegen die Graz 99ers kehrt der EC-KAC nach dem zweiten International Break der Saison wieder in den Liga-Spielbetrieb zurück.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In seinem zweiten Spiel im Rahmen der Pick Round genießt der EC-KAC erneut Heimvorteil: Die Rotjacken empfangen am Mittwochabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) die Graz 99ers in der Stadthalle Klagenfurt. Für diese Begegnung sind nur noch rund 20 Sitz- und 730 Stehplätze verfügbar, die an allen bekannten Vorverkaufsstellen, durchgehend im Online-Ticketshop sowie am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa bezogen werden können. Sky Sport Austria überträgt das Spiel live, auch Radio Kärnten und der Ticker auf kac.at informieren in Echtzeit über den Spielverlauf.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC bestritt im Rahmen der Pick Round bislang erst ein Spiel, dieses konnte er gegen die Vienna Capitals auf eigenem Eis mit 3:2 für sich entscheiden. Damit halten die Rotjacken aktuell bei vier Zählern, sie liegen also fünf Punkte hinter Salzburg und einen hinter Wien, die allerdings beide bereits eine Partie mehr ausgetragen haben. Zu Hause hat der amtierende Meister sechs seiner jüngsten sieben Begegnungen gewonnen und innerhalb dieses Zeitraums auch nur acht Gegentore kassiert. Insgesamt mussten Klagenfurts Goalies die Scheibe heuer in 21 Heimspielen lediglich 35 Mal aus dem Netz holen, der Schnitt an 1,67 Verlusttreffern pro Partie vor eigenem Publikum ist der niedrigste des EC-KAC seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000.

Die Graz 99ers schoben sich mit einem starken Finish in der ersten Phase des Grunddurchgangs - in den finalen acht Begegnungen wurden gleich sieben Siege eingefahren - doch noch über den „Strich“ und qualifizierten sich zum dritten Mal in der Klubgeschichte (nach 2013 und 2019) für die Pick Round. In diese starteten die Steirer mit zwei Niederlagen: Nach einem klaren 2:5 in Wien wurde zu Hause gegen Salzburg (2:3 nach Verlängerung) aber zumindest ein Punkt eingefahren. Mit dem EC-KAC duellierten sich die 99ers heuer bislang vier Mal, in jeder dieser Partien setzte sich die jeweils gastgebende Mannschaft durch.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1,46 – Seit dem vogelwilden Spiel in Znojmo am 20. Dezember (5:6 aus KAC-Sicht) hat David Madlener bei 13 Starts nie mehr als drei Gegentreffer kassiert. In diesem Zeitraum wehrte der Schlussmann 92,6 Prozent der auf ihn abgegebenen Schüsse ab und kam auf einen Goal Against Average (Gegentorschnitt) von lediglich 1,46.

4 – Nach zuvor sieben Heimniederlagen gegen Graz am Stück drehten die Rotjacken den Trend in vor eigenem Publikum ausgetragenen Partien gegen die Steirer mit Beginn der letztjährigen Halbfinalserie: Seither konnte Rot-Weiß die 99ers in der Stadthalle vier Mal hintereinander (3:2 n.V., 4:2, 5:1 und 3:2 n.P.) bezwingen. 

26,7 – In jedem der letzten drei Duelle mit den Graz 99ers konnte der EC-KAC im Spiel bei numerischer Überlegenheit anschreiben, insgesamt konvertierten die Rotjacken heuer vier von 15 Überzahlmöglichkeiten gegen die Murstädter in einen Treffer, was einer Effizienz von 26,7 Prozent entspricht.

56,6 – In den bisher vier Begegnungen mit den Steirern im laufenden Spieljahr dominierte Rot-Weiß am Faceoff-Punkt, in jeder Partie gewannen Klagenfurts Stürmer mehr Scheibenaufwürfe als sie verloren: Insgesamt 116 der 205 Anspiele oder 56,6 Prozent. Am erfolgreichsten agierten Thomas Koch (67,6 Prozent) und Siim Liivik (60,0).

200 – Am letzten Spieltag absolvierte Johannes Bischofberger sein 200. Ligaspiel für den EC-KAC. Bislang hat der Stürmer, der seinen Vertrag bei den Rotjacken während dem International Break um zwei Jahre verlängert hat, 118 EBEL-Scorerpunkte (53 Tore, 68 Assists) im Trikot des Rekordmeisters gesammelt.

 

Der Gegner:

Mit starken Resultaten im Monat Januar schoben sich die Graz 99ers noch auf Rang vier der Abschlusstabelle der ersten Grunddurchgangsphase, im zehnten Spieljahr mit dem aktuellen Modus gewann der Klub in diesem Meisterschaftsabschnitt zum erst dritten Mal mehr Spiele als er verlor. Zwar ließ der Schnitt erzielter Treffer pro Partie gegenüber dem überragenden Vorjahr deutlich nach (Rückgang um knapp 27 Prozent), die 99ers schrieben aber immer noch häufiger an als in vier ihrer letzten sechs Saisonen.

Aktueller Topscorer der Murstädter ist Daniel Oberkofler (14 Tore, 20 Assists), der, sofern er seine Performance beibehält, zum erst vierten österreichischen Spieler der Klubgeschichte avancieren könnte, der eine Saison als punktebester Crack im Team abschließen könnte (nach Gerhard Göttfried 2005/06, Manuel Ganahl 2014/15 und Oliver Setzinger 2016/17). Im Ranking gleichauf mit Oberkofler liegt Sloweniens Nationalteamstürmer Ken Ograjenšek, der am vergangenen Wochenende mit fünf Zählern in drei Partien wesentlichen Anteil daran hatte, dass sein Heimatland die letzte Qualifikationsphase für die Olympischen Winterspiele 2022 erreichte. Weitere gefährliche und formstarke Akteure in der 99ers-Offensive sind Spielmacher Travis Oleksuk und Torjäger Joakim Hillding, dessen 17 Saisontreffer ligaweit aktuell nur von acht Spielern übertroffen werden. Defensiv stützt sich Graz vor allem auf seinen starken Torhüter: Cristopher Nihlstorp überzeugte bei den 18 Auftritten seit seiner Verletzungspause mit einem Gegentorschnitt von 2,28 und 93,1 Prozent gehaltenen Schüssen.

Mit den Rotjacken duellieren sich die Steirer am Mittwoch zum insgesamt 130. Mal, mit 86 konnten die Klagenfurter exakt zwei Drittel aller bisherigen Begegnungen für sich entscheiden. Noch höher, nämlich bei 71,2 Prozent, liegt die rot-weiße Erfolgsquote bei in der Stadthalle ausgetragenen Partien, jedes der letzten vier Heimspiele gegen Graz konnte der Rekordmeister gewinnen.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC muss unverändert auf Lars Haugen, Nick Petersen und Lukas Haudum (alle verletzt) verzichten. Marcel Witting kehrte in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurück, wird aber voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte der Pick Round auch in den Spielbetrieb einsteigen. Er ist damit gegen Graz wie auch Verteidiger Michael Kernberger, der in dieser Woche im Farmteam zum Einsatz kommt, als Healthy Scratch vorgesehen. Alle übrigen Kaderspieler sind fit, im Tor wird gegen die 99ers wieder David Madlener stehen.

 

Der Kommentar:

„Wir haben die Pause gut genutzt, unsere Nationalspieler haben stark performt und wir in dieser Woche bisher gut trainiert. Also gehen wir mit dem Schwung, den wir vor dem Break mit dem Heimsieg gegen Wien aufgenommen haben, in die bevorstehenden Partien. Graz ist eine talentierte, flinke Mannschaft, für uns geht es darum, ihnen wenig Raum zu lassen und sie so in ihren Handlungsmöglichkeiten einzuschränken. Die Begegnung ist die erste von sieben verbleibenden in der Pick Round, in denen wir uns voll und ganz auf Play-Off-Modus trimmen möchten.“ (Matthew Neal, Stürmer EC-KAC)