KAC braucht im Heimspiel Punkte

Trotz zahlreicher Ausfälle möchten die Rotjacken am Freitag zu Hause gegen Innsbruck einen weiteren Schritt in Richtung vorzeitiger Play-Off-Qualifikation machen.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In seinem 37. Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga empfängt der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) den HC Innsbruck in der Stadthalle Klagenfurt. Für diese Begegnung sind an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Online-Ticketshop des EC-KAC nur noch knapp 40 Sitzplatzkarten erhältlich, Stehplätze gibt es noch knapp über 1.000 Stück. Im Rahmen dieser Partie findet die zweite Student Night der Saison statt, Studierende erhalten an der Abendkassa ein Stehplatzticket und einen Gutschein für ein großes Getränk um zwölf Euro. Im TV oder als Online-Videostream wird dieses Spiel nicht übertragen, über das Geschehen informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie (ab 20.04 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC siegte am vergangenen Wochenende in Dornbirn und gegen Znojmo „zu null“, die beiden überzeugenden Siege wurden allerdings von unnötigen Dienstag-Niederlagen gegen den HCB Südtirol (0:1) und bei Fehérvár AV19 (2:3) flankiert, sodass sich die Rotjacken nach wie vor nicht nachhaltig von ihren Verfolgern in der Tabelle absetzen konnten. Aktuell belegen die Klagenfurter den dritten Rang im Ranking, ihr Vorsprung auf den die Liga Ende Januar in Pick und Qualification Round trennenden „Strich“ beträgt vier Punkte. Aufgrund der zahlreichen noch ausstehenden direkten Konfrontationen der Mannschaften auf den Plätzen drei bis acht ist davon auszugehen, dass der EC-KAC aus den verbleibenden vier Partien sechs bis sieben Zähler benötigt, um sich vorzeitig sein Ticket für das Viertelfinale zu sichern.

Der HC Innsbruck liegt aktuell auf dem zehnten und vorletzten Rang in der EBEL-Tabelle. Die Haie benötigen aus ihren verbleibenden drei Spielen noch drei Zähler, um diese Platzierung gegenüber Dornbirn final abzusichern und sich dadurch einen Bonuspunkt für die Qualifikationsrunde zu sichern. Die Formkurve der Tiroler zeigte in den vergangenen Wochen allerdings stetig nach unten: Jede der jüngsten acht Partien und 15 der letzten 18 Spiele gingen verloren, auch hat der HCI in der laufenden Saison mit 4,03 pro Begegnung die meisten Gegentreffer aller Teams in der Liga kassiert. Die Rotjacken konnte der HC Innsbruck allerdings in zwei der drei Begegnungen im laufenden Spieljahr bezwingen.

 

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Vor eigenem Publikum holten die Rotjacken heuer bislang 36 Zähler in 18 Partien. Der Schnitt von exakt 2,00 Punkten pro Heimspiel ist ligaweit der zweithöchste hinter jenem der Vienna Capitals (2,17).

3,7 – In seinen drei Saisonduellen mit dem HC Innsbruck hatte der EC-KAC deutliche Probleme hinsichtlich seiner Effizienz im Abschluss: Gegen die Haie fanden lediglich 3,7 Prozent der Schüsse den Weg ins Tor, während die Tiroler auf einen Wert von 11,5 Prozent kamen. Gegen die übrigen neun Gegner (bislang 33 Spiele) bilanzierten die Rotjacken hingegen ausgeglichen (eigene und gegnerische Effizienz jeweils 8,4 Prozent).

5 – In seinen jüngsten fünf Heimspielen kassierte der amtierende Meister insgesamt nur fünf Gegentreffer, holte in diesem Zeitraum aber dennoch nur acht der 15 möglichen Punkte.

23 – In absoluten Zahlen ist David Fischer der KAC-Spieler, der im bisherigen Saisonverlauf mit 23 die meisten gegnerischen Schüsse geblockt hat. Hinter ihm folgen Petter Hansson (22), Patrick Harand (21) und Martin Schumnig (17). Beste Stürmer in dieser Kategorie: Siim Liivik und Matthew Neal (jeweils 15).

27,3 – In seinen sechs bislang ausgetragenen Partien im neuen Kalenderjahr konnte der EC-KAC auf starkes Powerplay bauen: 27,3 Prozent der Überzahlsituationen endeten mit einem Rotjacken-Tor, pro 6:20 Minuten mit einem Mann mehr schrieb Klagenfurt ein Mal an.

 

Der Gegner:

Der HC Innsbruck durchlebte bislang eine sehr schwierige Saison, in der ihm erst zehn Siege - zwei davon gegen den EC-KAC - gelangen. Die aktuelle Winning Percentage von 27,0 Prozent ist die drittniedrigste in 17 Spielzeiten der Haie in der höchsten Spielklasse, auch der Gegentorschnitt pro Partie ist der dritthöchste in der Erstligageschichte des Klubs. Mit einer kumulierten GAA von 3,93 und Save Percentage von 88,3 Prozent bildet Innsbrucks Goaltending im Vergleich der elf Teams das Schlusslicht, allerdings fand der im November verpflichtete und im Vorjahr noch in der NHL aktive Torhüter Scott Darling zuletzt wieder besser zu seinem Spiel: Bei drei seiner jüngsten vier Einsätze parierte er zumindest 91,7 Prozent der auf ihn abgegebenen Torschüsse.

Insgesamt sind die Tiroler stärker von den Leistungen ihrer Importspieler abhängig als  jeder andere EBEL-Klub, erst hinter sämtlichen zehn Feldspieler-Legionären findet sich auf Rang elf der teaminternen Scorerwertung (mit Daniel Wachter, elf Punkte in 37 Partien) der erste Österreicher. Mit den Sommer-Neuzugängen Caleb Herbert und Joel Broda haben zwei Cracks bereits die 30-Punkte-Marke geknackt, Michael Boivin (7 Tore, 20 Assists) ist ligaweit der drittbeste Scorer unter den Verteidigern. Gefährlich sind die Haie auch im Überzahlspiel: Noch vor den Rotjacken belegen sie hinsichtlich der Effektivität im Powerplay Rang fünf im Vergleich aller Teams.

Auf den EC-KAC traf der HC Innsbruck bislang 108 Mal, 63 Klagenfurter Erfolgen stehen 45 der Tiroler gegenüber, in knapp 68 Prozent der Begegnungen setzte sich die jeweils gastgebende Mannschaft durch. Während die Rotjacken in der vergangenen Saison noch alle vier Duelle mit den Haien für sich entscheiden konnten, siegte bei zwei der drei bisherigen Konfrontationen in diesem Spieljahr der HCI.

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC wurde die Liste der Ausfälle im Verlauf der Woche länger statt kürzer: Die Rotjacken müssen im Heimspiel gegen Innsbruck definitiv auf Torhüter Lars Haugen, Verteidiger Clemens Unterweger sowie die Stürmer Nick Petersen, Marcel Witting und Lukas Haudum verzichten (alle angeschlagen/verletzt). Zudem ist auch der Einsatz von Abwehrspieler David Fischer, der das Donnerstagstraining auslassen musste, sehr fraglich. Aufgefüllt wird das Lineup wie üblich mit Spielern aus dem Farmteam, über das endgültige Aufgebot für diese Partie entscheidet der Trainerstab nach dem Morning Skate am Spieltag.

 

Der Kommentar:

„Wir erwarten uns eine herausfordernde Partie, in der wir unbedingt drei Punkte einfahren möchten, wir wissen, dass es um viel geht. Innsbruck liegt uns als Gegner nicht sonderlich, das haben die bisherigen Saisonduelle gezeigt, umso mehr müssen wir sehr fokussiert zur Tat schreiten, denn eingestellt sind wir auf die Haie gut. Ich hoffe, dass wir in den Special Teams den Unterschied machen und diese Begegnung zu unseren Gunsten entscheiden können.“ (Johannes Bischofberger, Stürmer EC-KAC)