Kehraus in Linz

Im letzten, für die Tabellensituation des EC-KAC bereits unbedeutenden Spiel der ersten Grunddurchgangsphase treten die Rotjacken am Sonntagabend beim EHC Linz an.

Foto: EHC Linz/Draxler

 

Die Eckdaten:

In seinem 40. Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga gastiert der EC-KAC am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) auswärts beim EHC Linz. Mit dieser Begegnung endet die erste Phase des Grunddurchgangs, danach trennt sich das Feld in Pick und Qualification Round. Diese Partie überträgt ServusTV live und kostenlos als Online-Videostream auf servushockeynight.com, daher entfällt der Ticker auf kac.at. Ebenfalls direkt aus der Halle berichtet Radio Kärnten im Rahmen des Kärntner Eishockeymagazins.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC besiegte am Freitagabend die Vienna Capitals zu Hause mit 3:1 und fixierte damit neben seinem Platz in der oberen Gruppe der Zwischenrunde auch sein Ticket für das Play-Off-Viertelfinale sowie einen Bonuspunkt für die in der kommenden Woche startende Pick Round. Auf die Tabellenposition der Rotjacken am Ende der ersten Grunddurchgangsphase hat die Begegnung in Linz daher keinerlei Auswirkungen mehr, doch streben die Klagenfurter in der Stahlstadt noch den Sprung auf Rang drei der EBEL-Auswärtstabelle an (bislang neun Siege und zehn Niederlagen in der Fremde).

Der EHC Linz verspielte seine letzte Chance auf einen Platz in der Pick Round am Freitag mit einer Overtime-Niederlage bei Schlusslicht Dornbirn: Die Black Wings kassierten in der Schlussminute dieser Partie den Ausgleich zum 3:3, in der Verlängerung sicherte der Ex-KAC-Crack Robin Gartner den Vorarlbergern den Extrapunkt. Für Oberösterreicher hat die Begegnung mit dem amtierenden Meister dennoch hohe Bedeutung, ist das Gefälle hinsichtlich der Bonuspunkte für die Qualifikationsrunde zwischen dem für Linz noch möglichen sechsten (acht Zähler) und dem aktuellen achten Rang (vier Zähler) doch ein großes.

 

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Der EHC Linz ist neben Fehérvár AV19 (3:9) der einzige EBEL-Konkurrent, gegen den die Rotjacken in der laufenden Spielzeit mehr Punkte abgegeben als geholt haben, nach drei Saisonduellen stehen gegen die Oberösterreicher 2:7 Zähler zu Buche. 

2,91 – Florian Vorauer gibt in Linz sein Debüt in der höchsten Spielklasse Österreichs. In der laufenden Saison kam der 20-jährige Goalie auf 17 Einsätze (16 Starts) in der Alps Hockey League, dabei parierte er 91,1 Prozent der auf ihn abgegebenen Torschüsse und kassierte pro 60:00 Spielminuten 2,91 Gegentreffer (GAA).

17 – Rund um seine Sperre im Dezember lieferte Michael Kernberger sehr stabile Leistungen ab: Das Heimspiel am Freitag gegen Wien war sein bereits 17. Einsatz in Folge, den er mit einer positiven oder ausgeglichenen Plus/Minus-Bilanz abschloss (insgesamt +6 in diesem Zeitraum).

43:15 – Die Rotjacken dominierten in den ersten drei Saisonduellen mit den Black Wings hinsichtlich des „Aufwandes“ (insgesamt 43:15 Minuten Even Strength-Puckbesitz in der Angriffszone gegenüber 16:35 Minuten für Linz), nicht jedoch betreffend der Effektivität (9:11 Tore). 

3.257 – Rok Tičar bestreitet am Sonntag sein erstes EBEL-Spiel seit 3.257 Tagen. Seinen letzten Treffer in der Liga erzielte der Slowene am 18. Februar 2011 beim 5:4-Heimerfolg des HK Jesenice gegen den EC Salzburg.

 

Der Gegner:

Der EHC Linz war bis zur vergangenen Saison 2018/19 der einzige Klub in der Erste Bank Eishockey Liga, der seit der Einführung der Zwischenrunde nie deren obere Gruppe verpasst hatte. Doch wie im Vorjahr verpassten die Black Wings die Pick Round auch heuer: Verantwortlich dafür war vor allem die deutlich abfallende Formkurve der Oberösterreicher in den vergangenen Wochen, seit dem glücklichen 5:4-Auswärtserfolg in Klagenfurt am 15. Dezember konnte der EHC in lediglich zwei seiner 14 Begegnungen voll punkten. In den vergangenen sechs Runden holte man nur drei von 18 möglichen Zählern.

Aktueller Topscorer der Black Wings ist der Schwede Dragan Umičević mit 44 Punkten (11 Tore, 33 Assists), bester Torjäger wie schon in jeder seiner letzten sechs Saisonen beim Klub Brian Lebler (21 Tore). Durch die gesamte bisherige Spielzeit hindurch hatte Linz mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, weshalb der Verein auch bereits zwei Mal personell „nachgeladen“ hat: Der im Dezember verpflichtete Stürmer Hunter Fejes überzeugte vor allem mit seinem Speed auf Anhieb, zu Monatsbeginn wurde zudem Goalie Jeff Glass verpflichtet, um Nationaltorhüter David Kickert zu entlasten. Die Oberösterreicher gehören damit zur Gruppe jener Teams in der Liga, die das heuer zulässige Höchstkontingent von elf Importspielern voll ausnutzen.

Für den EC-KAC war der EHC Linz in der Vergangenheit häufig ein unangenehmer Gegner, seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 lag Klagenfurts Winning Percentage nur gegen den EC Salzburg (45,6 Prozent) noch niedriger als gegen die Black Wings (45,8 Prozent). An der Unteren Donaulände machten die Rotjacken zuletzt aber eine gute Figur und gewannen bei sechs ihrer jüngsten acht Auftritte. Bei keinem seiner letzten drei Gastspiele in der Keine Sorgen EisArena kassierte Rot-Weiß mehr als zwei Gegentreffer.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC wird in Linz ohne Lars Haugen, Nick Petersen, Lukas Haudum und Marcel Witting (alle verletzt) antreten, außerdem werden David Fischer, Patrick Harand und Johannes Bischofberger geschont. Bei Neuzugang Rok Tičar wurden alle Anmeldeformalitäten rechtzeitig erledigt, er debütiert bereits am Sonntag im Trikot der Rotjacken und bildet eine Linie mit Matthew Neal und Daniel Obersteiner. Die Reise nach Oberösterreich antreten werden sechs Verteidiger und 13 Stürmer, zwischen den Pfosten kommt Florian Vorauer zu seinem Debüt in der Erste Bank Eishockey Liga, David Madlener rückt ins zweite Glied.

 

Der Kommentar:

„Es ist für mich eine große Ehre, dass ich in der Kampfmannschaft debütieren darf. Ich bin seit einigen Wochen Teil des Teams, habe davon stark profitiert und freue mich jetzt sehr auf meinen ersten Einsatz und über die Chance, die mir gegeben wird. Ich erwarte mir eine spannende Partie, denn für Linz geht es noch um Bonuspunkte für die Qualifikationsrunde und wir möchten unbedingt in unserem Rhythmus bleiben und den Schwung mit in die Pick Round nehmen.“ (Florian Vorauer, Torhüter EC-KAC)