Kracher in Salzburg zum Auftakt

Mit dem Gastspiel beim Vizemeister EC Salzburg eröffnet der EC-KAC am Freitagabend seine Saison 2018/19 in der Erste Bank Eishockey Liga.

Foto: GEPA/RedBull/Osterauer

 

Die Eckdaten:

Der EC-KAC bestreitet sein Auftaktspiel zur neuen Spielzeit in der Erste Bank Eishockey Liga am Freitagabend (Spielbeginn: 19.30 Uhr) auswärts gegen den EC Salzburg. Diese Begegnung wird nicht im TV übertragen, über den Spielverlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie ab 20.03 Uhr auch das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Nach dem frühen Play-Off-Aus im Vorjahr, als im Viertelfinale nach sechs Spielen gegen den späteren Meister HCB Südtirol Endstation war, geht der EC-KAC mit großer Revanchelust in die neue Saison. Beim Rekordmeister kam es in der Off-Season sowohl im Management als auch im Trainerstab und der Mannschaft zu weitreichenden personellen Veränderungen. So stehen beispielsweise mit David Fischer und Andrew Kozek nur noch zwei Importspieler aus der vergangenen Spielzeit auch im heurigen Kader. Head Coach Petri Matikainen und sein Assistant Coach Jarno Mensonen haben der Mannschaft ein neues, in seiner Ausführung sehr intensives Spielsystem vermittelt, dessen Umsetzung in den vergangenen Wochen trotz nur eines Sieges in acht Testspielen fortlaufend besser funktioniert hat.

Der EC Salzburg geht als Vizemeister 2018 in die neue Spielzeit, in der letztjährigen Finalserie unterlagen die Bullen bekanntlich dem HCB Südtirol im siebten und entscheidenden Spiel. Der Kader wurde im Sommer an fünf Positionen umgebaut, neu sind die Torhüter Steve Michalek und Lukas Herzog, Verteidiger Brent Regner sowie die Angreifer Dustin Gazley und Chris VandeVelde. In den vergangenen Wochen präsentierte sich das Team von Head Coach Greg Poss bereits in blendender Frühform: Auf gute Resultate in der Pre-Season (3:2 gegen Sparta Praha, 1:2 gegen den SC Bern, jeweils nach Verlängerung) folgten starke Auftritte in der Champions Hockey League, in der den Bullen nach dem jüngsten 4:3-Erfolg gegen Schwedens Meister Växjö nur noch ein Punkt aus zwei Partien zum Aufstieg in die KO-Phase fehlt.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – Die Rotjacken bestreiten zum erst dritten Mal im Verlauf der vergangenen zehn Spielzeiten ihr Saisonauftaktspiel in einer fremden Halle. Zuletzt war dies 2013 der Fall, als man als amtierender Meister in Wien mit 1:4 unterlag. Historisch betrachtet lief es für die Klagenfurter im ersten Ligaspiel einer Saison recht gut: Seit der Bundesligagründung 1965 startete der EC-KAC 38 Mal mit einem Sieg ins neue Spieljahr, daneben waren 13 Niederlagen und zwei Unentschieden zu verzeichnen.

1 – Lars Haugen verteidigt in Salzburg eine eindrucksvolle Serie von rot-weißen Torhütern: Seit Jordan Parise (beim 3:6 gegen Graz am 1. Januar 2010) hat kein KAC-Schlussmann mehr bei seinem ersten EBEL-Start für den Klub in regulärer Spielzeit verloren (Andy Chiodo, Fabian Weinhandl, Pekka Tuokkola, Bernd Brückler, Tomáš Duba, David Madlener).

8 – In der acht Begegnungen umfassenden Pre-Season erwies sich Neuzugang Nick Petersen als bester Scorer im rot-weißen Trikot, er verbuchte insgesamt acht Zähler (vier Tore, vier Vorlagen). Auf vier Scorerpunkte kamen Thomas Koch (3+1), Mitch Wahl (2+2) und Andrew Kozek (0+4).

127 – Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 stand der EC-KAC keinem Team häufiger gegenüber als dem EC Salzburg, obwohl dieser erst seit 2004 erstklassig ist. Das Duell am Freitagabend wird das 127. zwischen diesen beiden Klubs sein, wobei die historische Bilanz mit 70 zu 56 Siegen und 426 zu 364 Toren für die Bullen spricht.

285 – Im Kader des EC Salzburg verfügen mit den beiden Neuzugängen Chris VandeVelde und Brent Regner (gemeinsam 285 Einsätze) nur zwei Spieler über NHL-Erfahrung. Im Aufgebot der Rotjacken findet sich heuer - erstmals seit der Saison 1983/84 als Peter Shier und Ralph Cox die Import-Positionen besetzten - kein einziger Akteur mit NHL-Vergangenheit.

 

Der Gegner:

Der EC Salzburg gehört ohne Zweifel zu den sportlich und wirtschaftlich stärksten Klubs in der Erste Bank Eishockey Liga: In vier der vergangenen fünf Spielzeiten standen die Mozartstädter im Finale, lediglich 2017 musste man bereits im Halbfinale gegen den EC-KAC die Segel streichen. Seit seinem Einstieg in die höchste Spielklasse des Landes vor 14 Jahren bestritt der EC Salzburg 916 Ligaspiele, in denen 561 Siege eingefahren wurden. Mit 61,2 Prozent gewonnener Partien war der Klub in diesem Zeitraum erfolgreicher als alle EBEL-Konkurrenten.

Im Kader der Bullen tummeln sich neun Legionäre, darunter langjährige Ligagrößen wie Ryan Duncan oder John Hughes. Zusätzlich verfügt der Vizemeister über einen herausragenden Stamm österreichischer Cracks, alle 15 im Aufgebot stehenden Spieler repräsentierten bereits das rot-weiß-rote A-Nationalteam. Head Coach Greg Poss geht in seine dritte Saison beim Verein, mit Andreas Brucker und Andrei Lavrov hat der US-Amerikaner im Sommer aber neue Assistenten erhalten. 

Seinen Liga-Heimauftakt 2018/19 stellt der EC Salzburg ganz ins Zeichen der Verabschiedung und Würdigung seines langjährigen Spielers Daniel Welser, der seine Laufbahn im Vorjahr aus gesundheitlichen Gründen beenden musste. Der heute 35-Jährige repräsentierte in seiner eindrucksvollen Karriere neben den Bullen nur den Skellefteå AIK (Schweden) und seinen Heimatklub, den EC-KAC. Bei den Rotjacken debütierte der gebürtige Klagenfurter am 4. Januar 2000 im IEL-Auswärtsspiel bei Dunaújváros in der Kampfmannschaft, insgesamt kam er im rot-weißen Trikot auf 234 Ligaspiele mit 61 Toren und 153 Scorerpunkten.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC kann in seinem Auftaktspiel zur neuen EBEL-Saison personell nahezu aus dem Vollen schöpfen: Mit Ausnahme von Verteidiger Christoph Duller, dessen Unterkörperverletzung ihn noch für rund drei Wochen an der Mitwirkung hindern wird, stehen alle Kaderspieler zur Verfügung. Die Rotjacken werden in Salzburg die aus den jüngsten Testspielen bekannten Formationen aufbieten, zwischen den Pfosten startet Lars Haugen.

 

Der Kommentar:

„Beim EC-KAC hat sich im Sommer vieles im Umfeld und auch in der Mannschaft verändert. Unser Spielsystem hat sich unter dem neuen Trainerstab sehr deutlich gewandelt, daran haben wir in den vergangenen Wochen hart und intensiv gearbeitet. Die Fortschritte waren beachtlich, noch sind wir aber sicherlich nicht am Zenit unserer Möglichkeiten angekommen. Es ist eine Freude, Kapitän eines Teams zu sein, in dem alle bedingungslos in die gleiche Richtung arbeiten, entsprechend positiv blicke ich der neuen Saison entgegen. Der Auftakt in Salzburg und die acht anschließenden Auswärtsspiele hintereinander klingen nach einem harten Programm, der Vorteil ist aber, dass wir so vom ersten Tag der Spielzeit an gefordert sind und an unsere Grenzen gehen müssen.“ (Manuel Geier, Kapitän EC-KAC)