Letztes Heimspiel im Grunddurchgang

Zum Abschluss der Regular Season empfängt der EC-KAC am Donnerstag den aktuellen Tabellenführer HCB Südtirol in der Stadthalle Klagenfurt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In seinem 47. Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga tritt der EC-KAC letztmals vor dem Beginn der Play-Offs vor heimischer Kulisse an: Am Donnerstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) empfangen die Rotjacken den HCB Südtirol in der Stadthalle Klagenfurt. Für diese Begegnung sind aktuell noch rund 90 Sitz- und 1.100 Stehplatzkarten verfügbar, bezogen werden können diese über den Online-Ticketshop des EC-KAC sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen und am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa. Diese Begegnung wird weder im TV noch als Online-Videostream übertragen, über ihren Verlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC konnte sein letztes Ligaspiel am vergangenen Freitag bei den Graz 99ers klar mit 5:2 gewinnen und beendete damit seine Serie von zuvor vier Niederlagen am Stück. Die Rotjacken haben mittlerweile keine Chance mehr, die Qualifikation für die Champions Hockey League via Pick Round zu schaffen, wohl aber liegen sie unverändert am dritten Tabellenplatz, der ihnen am Ende dieser Meisterschaftsphase das Gegnerwahlrecht gewährleisten würde. Die Entscheidung darüber fällt im Zweikampf mit den aktuell einen Zähler hinter den Klagenfurtern liegenden Vienna Capitals, die im Falle einer Punktegleichheit vorgereiht werden würden. Bereits sichergestellt hat der Titelverteidiger mit dem jüngsten Sieg in der Steiermark sein Heimrecht in der ersten Play-Off-Runde.

Der HCB Südtirol ist aktuell die Mannschaft der Stunde in der Erste Bank Eishockey Liga: Nach einem knappen 1:2-Verlust in Salzburg zum Auftakt der Pick Round siegten die Füchse zuletzt sechs Mal hintereinander und schoben sich somit erstmals in dieser Spielzeit auf Tabellenplatz eins. Die Italiener, die mit einem 5:2-Heimerfolg gegen die Graz 99ers am Sonntag auch die CHL-Qualifikation fixierten, sind damit der vierte Leader, der in der laufenden Saison in der Stadthalle zu Gast ist. Das erste Zwischenrunden-Duell mit dem EC-KAC entschied der HCB vor knapp zwei Wochen auf eigenem Eis mit 3:1 für sich, die Rotjacken boten dabei eine bescheidene Leistung, von der ausgehend sie sich allerdings in jeder ihrer letzten drei Partien maßgeblich steigern konnten.

 

Die Zahlen zum Spiel:

4 – Der HCB Südtirol konnte seine letzte Partie in Klagenfurt am 7. Januar (entgegen dem Spielverlauf) mit 1:0 für sich entscheiden. Im 23. Auftritt in der Stadthalle im Rahmen der Erste Bank Eishockey Liga war dies der erst vierte Regulation-Sieg der Füchse.

7:50 – AHL-Stammkraft Niklas Würschl avancierte im letzten Ligaspiel zum bereits zehnten KAC-Abwehrspieler, der in der aktuellen Spielzeit auch tatsächlich Eiszeit erhielt. Bei seinem Debüt bilanzierte der Eigenbauspieler in 7:50 Minuten Time-on-Ice mit +1 und einem ausgeglichenen Corsi-Saldo.

43 – In ihren bisherigen 23 Heimspielen in der laufenden EBEL-Saison mussten die Rotjacken lediglich 43 Verlusttreffer (davon 41 aus dem Spiel heraus) hinnehmen. Der Gegentorschnitt vor eigener Kulisse von 1,87 ist aktuell der niedrigste des EC-KAC seit der Saison 2000/01 (1,68).

58,5 – In Spielsituationen mit gleicher Spieleranzahl am Eis verfügten die Rotjacken in 43 ihrer bislang 46 EBEL-Saisonspiele über mehr Zeit mit Puckbesitz als ihr jeweiliger Gegner. In durchschnittlich 58,5 Prozent der Even Strength-Spielzeit hatten die Klagenfurter die Scheibe, in den fünf Saisonduellen mit dem HCB Südtirol lag dieser Wert sogar bei 60,6 Prozent. 

199 – Nach seinem Doppelpack im jüngsten Auswärtsspiel in Graz hält Thomas Koch bei 199 erzielten Toren für den EC-KAC in Spielen in Österreichs höchster Liga und steht damit vor einem Jubiläumstreffer. Sein erstes Tor erzielte er vor mehr als 20 Jahren: Am 14. Januar 2000 in der IEL auswärts gegen Alba Volán Székesfehérvár.

 

Der Gegner:

Der HCB Südtirol hat bislang 29 seiner 47 Saisonspiele in der EBEL gewonnen, die sich daraus ergebende Winning Percentage von 61,7 Prozent entspricht im siebten Jahr im Bewerb der bisher höchsten für die Füchse. Die Italiener befinden sich aktuell in blendender Form, sie vermochten in 13 ihrer 16 ausgetragenen Partien im Kalenderjahr 2020 zu punkten, zuletzt fuhren sie sechs Siege hintereinander ein. Speziell die HCB-Defensive agierte in den vergangenen Wochen überzeugend: Zieht man Emty Net- und Shootout-Gegentore ab, hat die Mannschaft von Head Coach Greg Ireland in keiner ihrer jüngsten 16 Begegnungen mehr als zwei Verlusttreffer kassiert. In den sieben Pick Round-Partien mussten die Goalies Leland Irving und Justin Fazio insgesamt nur zehn Mal hinter sich greifen.

Aktueller Topscorer der Füchse - sowohl nach Scorerpunkten (39) als auch nach Toren (20) - ist Nationalspieler Anthony Bardaro, der bei der Weltmeisterschaft im Mai, damals noch als AHL-Akteur, auch als Torschütze im Entscheidungsspiel gegen den Abstieg zwischen Italien und Österreich in Erscheinung trat. Gut in Form ist unter den Offensivakteuren Bolzanos auch Stefano Giliati, der in sechs Pick Round-Partien bislang sieben Scorerpunkte sammelte und im ersten Zwischenrunden-Duell mit dem EC-KAC für das Game Winning Goal des HCB verantwortlich zeichnete. In der Abwehr agiert seit Wochen der im Dezember unter Vertrag genommene Patrick Wiercioch, aktueller Spengler Cup-Sieger mit dem Team Canada, überragend: Von seinen bislang 18 Ligaspielen beendete er lediglich zwei (jeweils gegen Wien) mit einer negativen Plus/Minus-Bilanz.

Mit dem EC-KAC kreuzte der HCB Südtirol im Rahmen der Erste Bank Eishockey Liga bislang 46 Mal die Schläger, mit 26 zu 20 Siegen und 127 zu 108 Treffern schlug das Pendel dabei mehrheitlich in Klagenfurter Richtung aus. Inklusive Europacup und Alpenliga standen sich die beiden Klubs in Bewerbsspielen 67 Mal gegenüber, auch hier hat Rot-Weiß die Nase in der historischen Bilanz knapp vorne (34 Siege, 31 Niederlagen, 2 Unentschieden).

 

Die Personalien:

Der EC-KAC wird gegen den HCB Südtirol mit einem recht ausgedünnten Aufgebot antreten: Kele Steffler, Nick Petersen und Niki Kraus fehlen verletzt, der angeschlagene Johannes Bischofberger wird noch geschont, Martin Schumnig und Matthew Neal fallen krankheitsbedingt aus. Dafür kehrt nach zehn Spielen Verletzungspause Lukas Haudum wieder in das Lineup zurück, Farmteam-Stürmer Dennis Sticha kommt im vierten Angriffsblock zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Im Tor der Rotjacken wird in dieser Partie Jhonas Enroth stehen, der erstmals als Starting Goalie in ein Spiel auf Klagenfurter Eis geht.

 

Der Kommentar:

„Der HCB Südtirol hat aktuell einen starken Lauf, es wird in erster Linie darum gehen, dass wir unser Spielniveau über die vollen 60 Minuten oder mehr hinweg hoch halten, denn dieser Gegner versteht es sehr gut, sich ihm bietende Möglichkeiten auszunutzen. Unser Fokus liegt aber wie immer auf unserem eigenen Spiel, wir müssen den HCB schon früh in der gegnerischen Zone stören und in der neutralen und defensiven Zone gut stehen. Gelingt uns das, sehe ich ein positives Ende in Form des Resultats für uns.“ (Manuel Geier, Stürmer EC-KAC)