Nächstes Schlüsselspiel vor eigenem Publikum

Am Dienstag empfängt der EC-KAC seinen letztjährigen Viertelfinalgegner, den HCB Südtirol, zum bereits vierten Saisonduell dieser beiden Klubs.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Das 33. Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga trägt der EC-KAC erneut zu Hause aus: Am Dienstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) treten die Rotjacken gegen den HCB Südtirol an. Für diese Begegnung sind aktuell noch knapp 100 Sitz- und 1.100 Stehplatzkarten verfügbar, bezogen werden können diese durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC sowie am Spieltag an allen bekannten Vorverkaufsstellen und ab 17.45 Uhr auch an der Abendkassa der Stadthalle. Sky Sport Austria überträgt das Spiel live, auch Radio Kärnten berichtet wie üblich direkt aus der Spielstätte, außerdem informiert der Live-Ticker auf kac.at wie bei jeder nicht im Free-TV gezeigten Partie über den Spielverlauf.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC hat in jedem seiner letzten vier Spiele gepunktet und drei davon gewonnen, das regionale Programm zwischen den Feiertagen (jeweils Hin- und Rückspiel gegen Graz und Villach) beendeten die Rotjacken mit 8:4 Zählern und 10:6 Toren. Das vierte Saisonduell mit ihrem letztjährigen Viertelfinalgegner nehmen die Klagenfurter damit von Tabellenrang vier aus in Angriff, der unmittelbar vor Rot-Weiß platzierte EHC Linz weist einen Punkt Vorsprung auf, hat aber auch bereits eine Partie mehr ausgetragen. Gegen den HCB Südtirol konnte der EC-KAC jedes seiner jüngsten sieben Heimspiele für sich entscheiden, in den letzten 14 Partien gegen die Italiener auf eigenem Eis verlor man nur ein Mal in regulärer Spielzeit.

Der HCB Südtirol liegt nach der Sonntagsrunde auf dem sechsten Tabellenplatz der Erste Bank Eishockey Liga, könnte aber bereits am Montagabend mit einem Heimsieg gegen Schlusslicht Dornbirn an Orli Znojmo vorbeiziehen und sich wieder über den „Strich“ schieben. Die Füchse vermochten beide ihrer bisherigen Begegnungen im neuen Kalenderjahr für sich zu entscheiden: Gegen Tabellenführer Salzburg siegten sie zu Hause mit 2:1 nach Penaltyschießen, im Auswärtsspiel beim HC Innsbruck verwandelten sie ein 0:1-Defizit nach 50 Minuten noch in einen 3:1-Erfolg. In der Fremde war der HCB heuer bislang recht gut unterwegs: Neun von 18 Spielen wurden gewonnen, erstmals seit 2013/14 bilanziert Italiens Rekordmeister auswärts also wieder zumindest ausgeglichen.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – Jedes der drei bisherigen Saisonduelle zwischen dem EC-KAC und dem HCB Südtirol endete 3:0. Das erste in Bolzano, ausgetragen bereits im September, gewannen die Füchse, die beiden folgenden, gespielt im November und Dezember, die Rotjacken. 

16 – Im Kärntner Derby am Sonntag spielte David Madlener zum bereits 16. Mal in seiner KAC-Karriere „zu null“. Damit liegt er nur noch ein Shutout hinter dem Vereinsrekord (seit Liga-Neugründung im Jahr 2000): René Swette und Andrew Verner kassierten jeweils 17 Mal keinen Gegentreffer, brauchten dafür aber (mit 227 bzw. 185 Ligaspielen) auch wesentlich länger als Madlener (aktuell 95 Einsätze).

42,9 – Das rot-weiße Powerplay ist stark in das neue Kalenderjahr 2020 gestartet: Aus sieben Überzahlmöglichkeiten in den Spielen in Graz und gegen Villach resultierten drei Treffer, was einer Effizienz von 42,9 Prozent entspricht. 

75,0 – Die Rotjacken haben heuer bislang in zwölf ihrer 16 Heimspiele, also exakt 75,0 Prozent der vor eigenem Publikum ausgetragenen Partien, gepunktet. Dieser Wert liegt aktuell sogar noch höher als jener im Grunddurchgang der meisterlichen letzten Saison (74,1 Prozent).

303 – In der ewigen Scorerwertung aller seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 eingesetzten KAC-Spieler überholte Thomas Hundertpfund am Sonntag zwei echte Legenden: Mit seinen zwei Torvorlagen schob sich der Mittelstürmer (mit nun 303 Zählern) an David Schuller und Jamie Lundmark (jeweils 302) vorbei auf Rang drei.

 

Der Gegner:

Der HCB Südtirol bestreitet seine siebte Saison in der Erste Bank Eishockey Liga und hat dabei im dritten Jahr in Folge seinen Head Coach während der Spielzeit getauscht: 2017/18 übernahm Kai Suikkanen die Füchse auf dem zwölften und letzten Tabellenrang, um sie danach sensationell zum Meistertitel zu führen, zwei Tage vor dem ersten Viertelfinalspiel gegen Klagenfurt 2018/19 wurde er von Clayton Beddoes abgelöst. Dieser wiederum musste am vergangenen Donnerstag, dem Tag nach dem Heimsieg gegen Spitzenreiter Salzburg, seinen Sessel räumen und für Greg Ireland Platz machen. And und für sich liegt der HCB allerdings gut auf Kurs: 19 Siege aus 33 Partien ergeben eine Winning Percentage von 57,6 Prozent, ein Wert, den der Klub seit seiner Premierensaison in der EBEL 2013/14 nicht mehr erreichen konnte. 

Nach Klagenfurt könnten die Italiener mit einer noch höheren Erfolgsquote kommen, steht am Montagabend doch noch das Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Dornbirn am Programm. Überhaupt hat der HCB Südtirol beste Chancen, erneut den Sprung in die Pick Round zu schaffen, trägt er doch fünf seiner sieben in der ersten Grunddurchgangsphase noch verbleibenden Partien vor eigenem Publikum aus. Aktueller Topscorer der Füchse ist Anthony Bardaro, der eindrucksvoll den Aufstieg von der Alps Hockey League (wo er im Vorjahr für Asiago auflief und in zwei Spielen gegen das KAC-Farmteam sechs Scorerpunkte sammelte) in die Erste Bank Eishockey Liga gemeistert hat und aktuell bei 24 Zählern hält. Erstmals in Klagenfurt zu sehen sein werden die beiden Dezember-Neuzugänge Dante Hannoun und Patrick Wiercioch, der in der vergangenen Woche mit dem Team Canada den traditionsreichen Spengler Cup in Davos gewinnen konnte.

Obwohl der HCB Südtirol erst 2013 in die Liga kam, verfügen seine Duelle mit dem EC-KAC bereits über eine recht ausführliche Historie, traf man doch sowohl 2018 als auch 2019 im Play-Off-Viertelfinale aufeinander. Die jeweils siegreiche Mannschaft krönte sich im Anschluss auch in beiden Jahren zum Meister. Insgesamt kam es bislang zu 44 Konfrontationen, von denen 26 die Rotjacken und 18 die Füchse gewinnen konnten. In 30 der Begegnungen - also 68,2 Prozent - setzte sich der Gastgeber durch.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC wird das zweite Heimspiel innerhalb von 50 Stunden mit größter Wahrscheinlichkeit mit dem exakt gleichen Lineup in Angriff nehmen wie das Kärntner Derby am Sonntag. Lars Haugen (leicht verletzt), Nick Petersen und Siim Liivik (beide angeschlagen) stehen bereits wieder im leichten Training, allesamt auch schon mit Eiskontakt, werden aber behutsam und ohne Risiko an die Einsatzfähigkeit herangeführt. Außerdem fehlt unverändert Marcel Witting.

 

Der Kommentar:

„Spiele gegen Bolzano sind immer unterhaltsam und wichtig, entsprechend blicken wir dieser Begegnung mit Vorfreude entgegen. Sie haben vor kurzem ihren Trainer gewechselt und sind am Montagabend noch im Einsatz, das heißt, sie befinden sich zweifelsfrei noch in einem Lernprozess was ihr neues Spielsystem betrifft und haben zudem wenig Zeit zur Regeneration. Aber all das spielt für uns keine Rolle, wir fokussieren uns völlig auf uns selbst und unser Auftreten, denn je genauer wir in der Umsetzung unserer Marschroute sind, desto erfolgreicher schneiden wir auch ab. In unseren letzten Partien haben wir körperbetont, eng am Mann und arbeitsintensiv agiert, das hat uns gute Resultate gebracht und daran wollen wir in diesem Heimspiel anschließen.“ (Adam Comrie, Verteidiger EC-KAC)