Nächstes Spitzenspiel gegen Salzburg

In der dicht gedrängten Abfolge von Schlagerspielen auf eigenem Eis empfängt der EC-KAC am Freitagabend den EC Salzburg in Klagenfurt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Im dritten von vier aufeinanderfolgenden Heimspielen, seiner insgesamt 32. Saisonpartie in der bet-at-home ICE Hockey League, tritt der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) gegen den EC Salzburg an. Diese Begegnung findet erneut vor leeren Rängen statt, der Klub liefert jedoch wieder eine TV-gerechte Produktion, die als Online-Videostream über die Liga-Plattform live.ice.hockey ausgestrahlt wird. Streaming-Tickets kosten 6,90 Euro, ab Sendungsbeginn um 19.00 Uhr stimmen die beiden Kommentatoren Joschi Peharz und Marc Brabant im Studio mit den Vorberichten auf das Spiel ein. Über den Spielverlauf informieren zudem der Live-Ticker auf kac.at sowie (ab 20.04 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC musste am Dienstag einen Rückschlag hinnehmen: Nach vier Siegen in ebenso vielen Spielen im neuen Kalenderjahr unterlagen die Rotjacken auf eigenem Eis dem Tabellenführer HCB Südtirol nach durchwachsenem Auftaktdrittel mit 2:3. Die Klagenfurter blieben damit erstmals seit 20. Dezember in einem Ligaspiel ohne Punktgewinn und wurden im Ranking wieder von den Vienna Capitals überholt. Gegen den EC Salzburg konnte Rot-Weiß sein erstes Heimspiel in der heurigen Saison Ende November mit 4:1 gewinnen, insgesamt wechselten sich in den vergangenen acht in der Stadthalle ausgetragenen Duellen mit den Bullen Siege und Niederlagen jeweils ab.

Die Formkurve des EC Salzburg gestaltete sich in den vergangenen Wochen fast ident zu jener des EC-KAC: Auch das Team von Head Coach Matt McIlvane musste am Dienstag (beim 1:4 gegen die Vienna Capitals) eine Heimniederlage einstecken, nachdem man zuvor sieben Mal in Folge gepunktet und sechs dieser sieben Partien auch gewonnen hatte. Die Bullen haben in der ersten Grunddurchgangsphase zwar mit zwölf noch mehr Partien auszutragen als jeder andere Klub, befinden sich aber bereits stabil und souverän auf Kurs in Richtung Pick Round: Berechnet nach den pro Saisonspiel eingefahrenen Zählern liegt Salzburg (1,86) hauchdünn vor Wien und Klagenfurt (jeweils 1,84) auf Tabellenposition drei.

 

Die Zahlen zum Spiel:

2,85 –Johannes Bischofberger präsentiert sich weiterhin in prächtiger Form, der Flügelstürmer punktete bei neun seiner jüngsten elf Einsätze. In Relation zur Time-on-Ice gesetzt ist er aktuell auch der punktebeste Österreicher im KAC-Kader: Pro 60:00 Minuten am Eis sammelt er 2,85 Zähler.

3,18 – Der EC Salzburg ist hinter Fehérvár AV19 (3,44) und dem HC Innsbruck (3,23) die Mannschaft mit den drittmeisten erzielten Treffern pro bisher absolviertem Saisonspiel. Der ligaweit betrachtet gute Wert der Bullen (3,18 Tore pro Partie) reiht sich in Relation zu ihrer eigenen Klubgeschichte jedoch weit hinten ein: Nur in ihrer Debütsaison in der höchsten Spielklasse (2004/05) trafen die Mozartstädter seltener. 

10 – Die Halbfinalserie 2017 hatte nicht nur ihren Turning Point (4:2-Sieg für den EC-KAC nach 0:2-Rückstand), sie stellte auch selbst einen solchen dar: Konnten die Rotjacken bis dahin von 15 Heimspielen gegen Salzburg in Folge in nur einem einzigen einen „Dreier“ einfahren, so drehte sich auch dieser Trend: In den jüngsten zwölf Stadthalle-Duellen mit den Bullen punktete Klagenfurt satte zehn Mal. 

17,2 – Unverändert ist Nick Petersen der effektivste KAC-Crack, wenn es darum geht, den Puck kontrolliert über die offensive blaue Linie zu bringen: Dem Kanadier gelingen pro 60:00 Minuten Time-on-Ice 17,2 Zone Entries mittels Pass oder Lauf, ihm folgen Thomas Hundertpfund (16,4) und Rok Tičar (15,8).

140 – Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 trat der EC-KAC gegen keinen anderen Gegner öfter an als gegen den EC Salzburg, obwohl dieser erst im Herbst 2004 in den Bewerb kam. Bisher begegneten sich die beiden Klubs 140 Mal: 84 Duelle gab es im Grunddurchgang, zwölf in der Zwischenrunde und bereits 44 Konfrontationen waren in den Play-Offs zu zählen.

622:36 – Eigenbauspieler Martin Schumnig ist mittlerweile unter allen Kaderspielern des EC-KAC jener, der in der laufenden Saison in absoluten Zahlen die meiste Time-on-Ice verbuchen konnte: Der Verteidiger absolvierte alle 31 Saisonpartien und stand dabei insgesamt 622:36 Minuten lang am Eis. Hinter ihm folgen Blaž Gregorc (588:13), Nick Petersen (585:22) und Thomas Koch (578:34).

 

Der Gegner:

Der EC Salzburg rangiert aktuell zwar nur auf Tabellenplatz fünf der bet-at-home ICE Hockey League, spielt bislang aber eine gute Saison: 1,86 Zähler pro Spiel markieren einen Wert, der über dem Schnitt der Bullen aus ihren ersten 16 (sehr erfolgreichen) Jahren der Ligazugehörigkeit (1,81) liegt. Die Mozartstädter konnten ihre im Vorjahr eher bescheidene Erfolgsquote auf eigenem Eis - nur 57,7 Prozent der Begegnungen wurden gewonnen - wieder deutlich steigern (aktuell 69,2 Prozent), auch in der Fremde beendeten sie 2020/21 mehr Partien siegreich denn als Verlierer.

Die bisherige Spielzeit war beim Ligakrösus von personeller Fluktuation – teils bedingt durch Verletzungen, teils aufgrund des strikten Covid-19-Protokolls und seinen Auswirkungen – geprägt: Der jüngst verpflichtete US-Stürmer Austin Ortega wird der bereits 32. Feldspieler sein, den Salzburg heuer einsetzt. Mehr Skater liefen zuletzt in der NHL-Lockout-Saison 2012/13 für die Roten Bullen auf. Nur sechs Kaderspieler konnten sämtliche 28 Begegnungen im aktuellen Spieljahr bestreiten, einer von ihnen ist John Hughes, der mit 31 Zählern (davon 25 Assists - Ligahöchstwert) einmal mehr die teaminterne Scorerwertung anführt.  Mindestens ebenso viel offensive Gefahr geht aber von Rick Scofield aus, der sich in sieben Jahren in der EBEL bzw. ICE von einem zuverlässigen Allround-Stürmer zu einem Spitzenimport mit Scoring Touch entwickelt hat. Der Kanadier ist zudem der ligaweit erfolgreichste Crack am Faceoff-Punkt, er entschied heuer 65,4 Prozent der Scheibenaufwürfe, denen er sich stellte, für sich.

Mit dem EC-KAC duellierte sich der EC Salzburg bislang 140 Mal, die Bullen haben in der historischen Bilanz die Nase mit 77:63 Siegen (bei 458:405 Toren) voran. In den beiden bisherigen Saisonduellen setzte sich jeweils die gastgebende Mannschaft (4:2 in Salzburg, 4:1 in Klagenfurt) durch, insgesamt haben die Mozartstädter aber vier der letzten fünf Begegnungen mit dem Rekordmeister für sich entschieden. Allerdings punkteten die Rotjacken in drei Viertel ihrer letzten 16 Heimspiele gegen Salzburg (seit Beginn der Saison 2016/17).

 

Die Personalien:

Die Personalsituation beim EC-KAC hat sich im Wochenverlauf nicht verändert, gegen den EC Salzburg wird das Lineup aus den gleichen 21 Akteuren bestehen wie zuletzt im Duell mit dem HCB Südtirol. Nicht dabei sind David Fischer und Blaž Gregorc (beide verletzt). Alle Ergänzungsspieler sind ebenfalls fit, sie erhalten am Donnerstagabend in der AHL-Auswärtspartie in Cortina Einsätze und große Spielanteile.

 

Der Kommentar:

„Wenn Klagenfurt gegen Salzburg am Eis steht, treffen zwei sehr starke Mannschaften aufeinander. Nachdem wir zuvor einige Partien gegen Teams aus den hinteren Tabellenregionen gespielt hatten, konnte man am Dienstag gegen Bolzano sehen, dass das Tempo gegen die Spitzenklubs noch einmal ein höheres ist. Das wird auch sicher gegen die Roten Bullen so sein. Die Lektion vom Dienstag war, dass wir auch gegen Top-Gegner zwei Drittel lang den Speed und die Charakteristik eines Spiels bestimmen können, das muss uns über 60 Minuten hinweg gelingen, dann haben wir auch gegen Salzburg gute Chancen auf den angestrebten Sieg.“ (Daniel Obersteiner, Stürmer EC-KAC)