Pick Round-Auftritt in Ungarn

In seinem ersten Auswärtsspiel im Rahmen der Zwischenrunde tritt der EC-KAC am Dienstagabend bei Fehérvár AV19 an.

Foto: Fehérvár AV19/Soós

 

Die Eckdaten:

In seinem 42. Saisonspiel in der bet-at-home ICE Hockey League muss der EC-KAC erstmals in der am Sonntag gestarteten Pick Round auswärts antreten: Die Rotjacken gastieren am Dienstag (Spielbeginn: 19.15 Uhr) bei Fehérvár AV19. Der ungarische Klub bietet einen Livestream dieser Partie über die Liga-Plattform live.ice.hockey an, zudem berichten auch der Ticker auf kac.at und das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten über diese Begegnung.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC verpatzte am Sonntag seinen Start in die Zwischenrunde: Zwar punkteten die Rotjacken in ihrem 15. Spiel im Kalenderjahr 2021 zum bereits 13. Mal, sie unterlagen den Vienna Capitals zu Hause jedoch mit 1:2 nach Verlängerung. Damit halten die Klagenfurter bei fünf „One Goal Games“ in Serie, insgesamt trennte in 20 der 41 Saisonspiele mit KAC-Beteiligung am Ende nur ein Treffer die beiden jeweiligen Mannschaften. Auf das nach der ersten Grunddurchgangsphase auf dem hervorragenden dritten Rang platzierte Team von Fehérvár AV19 trafen die Rotjacken im Verlauf der aktuellen Spielzeit bislang vier Mal, in drei Fällen setzten sich die Kärntner durch: Die Saisonbilanz steht bei 9:3 Punkten und 15:7 Toren, wobei die offensivstarken Ungarn fünf ihrer sieben Treffer in nur einem der vier Spiele erzielten.

Fehérvár AV19 war am Sonntag spielfrei, eröffnet also erst am Dienstag mit dem Heimspiel gegen Klagenfurt seine Pick Round-Kampagne. Aktuell halten die Roten Teufel bei einem Bonuspunkt, ein Sieg in regulärer Spielzeit würde sie vom momentanen vierten auf den zweiten Rang nach vorne bringen. Die Ungarn befinden sich in prächtiger Form: Zwar mussten sie zuletzt Overtime-Niederlagen in Dornbirn (3:4) und Klagenfurt (1:2) hinnehmen, insgesamt punkteten sie aber in acht ihrer jüngsten neun Partien. Auf heimischem Eis holte in der ICE-Saison 2020/21 nur Leader HCB Südtirol (51) mehr Zähler als Fehérvár AV19 (38), das zu Hause zuletzt hintereinander Innsbruck, Bolzano und Villach besiegen konnte.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – Seit seinem Einstieg in die Liga im Jahr 2007 trat Fehérvár AV19 bislang 35 Mal zu Hause gegen den EC-KAC an. In mehr als zwei Drittel dieser Begegnungen, exakt in 24 Spielen, trennte die beiden Teams am Ende nur ein Treffer. Meist hatten in diesen „One-Goal-Games“ die Ungarn das bessere Ende für sich (18 AVS- und sechs KAC-Siege). 

7 – Stürmer Matt Fraser hat seit seinem Wechsel zum EC-KAC sieben Auswärtsspiele für die Rotjacken bestritten und in jedem davon gepunktet (vier Tore, fünf Assists). Insgesamt erfolgreichster Punktesammler des EC-KAC in der Fremde ist Nick Petersen (27), dahinter folgen Rok Tičar und Thomas Koch (je 18).

10 – Sowohl Fehérvár AV19 als auch der EC-KAC blieben in der laufenden Saison in der bet-at-home ICE Hockey League in nur zehn ihrer Spiele ohne Punktgewinn. Die Ungarn absolvierten bislang 40 Partien, die Klagenfurter deren 41.

25,6 – Das insgesamt gute Powerplay der Rotjacken weist eine deutliche Heim/Auswärts-Diskrepanz auf: Auf eigenem Eis trafen die Rotjacken (bei 77 Möglichkeiten) bei numerischem Vorteil nur elf Mal ins Tor, in der Fremde aber 21 Mal (bei 82 Gelegenheiten). Daraus ergeben sich Powerplay-Erfolgsquoten von 14,3 in Heim- und 25,6 in Auswärtsspielen.

78 – In den bisherigen vier Saisonduellen mit Fehérvár AV19 dominierte der EC-KAC das Spielgeschehen im Slot: Die Klagenfurter kamen in jeder Begegnung auf mehr Torschüsse aus dieser gefährlichsten Zone als ihr Gegner, insgesamt stehen 78 zu 50 Slot Shots on Goal zu Buche.

133 – Kein Team in der Liga hat in der laufenden Saison mehr Treffer erzielt als Fehérvár AV19, die Ungarn schrieben aus dem Spiel heraus 133 Mal an. Während pro Partie gegen die übrigen neun Gegner im Schnitt 3,53 Tore gelangen, lag dieser Wert in Duellen mit dem EC-KAC bei nur 1,50 - und damit um satte 57,5 Prozent niedriger.

 

Der Gegner:

Fehérvár AV19 holte in seinen ersten 13 Spielzeiten in der Liga im Schnitt 1,29 Punkte pro Begegnung, im laufenden Spieljahr hält man bei 1,88 Zählern, was einer veritablen Steigerung von 45 Prozent gegenüber dem langjährigen Durchschnitt entspricht. Die Ungarn qualifizierten sich damit zum vierten Mal für die Pick Round und stehen vor ihrer sechsten Playoff-Teilnahme in der EBEL bzw. ICE. Im Verlauf des Spieljahres 2020/21 erwies sich das Team von Head Coach Antti Karhula insbesondere als offensiv sehr gefährliche Mannschaft, durchschnittlich 3,40 erzielte Treffer pro Begegnung entsprechend dem Höchstwert aller elf Klubs in der Liga. In 29 ihrer 40 Partien gelangen der Mannschaft drei oder mehr Treffer.

Aktueller Topscorer Székesfehérvárs ist Spielmacher János Hári (elf Tore, 27 Vorlagen), aber auch seine Landsmänner Csanád Erdély (35) und István Bartalis (32) sowie die beiden Imports Alex Petan (36) und Colton Hargrove (33) übersprangen die 30-Punkte-Marke bereits, mit Anže Kuralt (29) steht ein weiterer Angreifer kurz vor diesem Schritt. In den Special Team-Wertungen liegen die Ungarn im Ligamittelfeld, sowohl im Powerplay als auch im Penalty Killing rangiert man auf Position fünf. Im Tor kann Fehérvár AV19 auf den formstarken Slowaken Jaroslav Janus bauen, der bei zehn seiner jüngsten 13 Starts Siege eingefahren hat. Im letzten Aufeinandertreffen mit dem EC-KAC vor zehn Tagen in Klagenfurt teilten sich noch die Backups Dániel Kornakker und Dávid Gyenes diesen Job, beide vermochten in selbem Maße zu überzeugen und ließen bei der Overtime-Niederlage gemeinsam bei 38 Schüssen nur zwei Gegentreffer zu.

Insgesamt duellierte sich Székesfehérvár seit seinem Liga-Einstieg im Jahr 2007 bisher 70 Mal mit den Rotjacken, die in der historischen Bilanz mit 38:32 Siegen und 226:168 Toren voranliegen. Allerdings tat sich Klagenfurt bei Auswärtsspielen in Ungarn häufig sehr schwer: Aus 35 Auftritten resultierten lediglich neun Siege in regulärer Spielzeit und drei weitere nach Verlängerung bzw. Penaltyschießen.

 

Die Personalien:

Dem EC-KAC fehlen unverändert die beiden Langzeitverletzten David Fischer und Niki Kraus, zudem wird aus privaten Gründen auch Torhüter Sebastian Dahm nicht mit der Mannschaft nach Ungarn reisen. David Madlener erhält in Székesfehérvár seinen zehnten Start im laufenden Spieljahr, Jakob Holzer fungiert als sein Backup. Bei den Feldspielern ist der Einsatz von Lukas Haudum ungewiss, der Stürmer ist leicht angeschlagen und brach das Montagstraining vorzeitig ab, ob er spielen kann, entscheidet sich am Spieltag. Ein Fragezeichen steht zudem hinter der Mitwirkung von Dennis Sticha.

 

Der Kommentar:

„Wir haben erst vor kurzem gegen Fehérvár gespielt und wissen, dass sie ein sehr schwieriger Gegner sind. Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass sie in der Offensive über viel Qualität verfügen, auch haben sie in ihrer Halle einen echten Heimvorteil. Wir sind aber sehr optimistisch, denn unser Pick Round-Auftakt war - abgesehen von der zu geringen Trefferausbeute - spielerisch durchaus in Ordnung. Die Partie gegen Wien hat uns vor Augen geführt, wo wir uns steigern können und müssen, in Székesfehérvár wollen wir das auch gleich umsetzen. Uns erwartet eine schnell geführte, intensive Begegnung.“ (Matt Fraser, Stürmer EC-KAC)