Rot-Weiß beim Tabellenführer

Zum Abschluss der ersten Hälfte der Pick Round tritt der EC-KAC am Sonntag auswärts beim überlegenen Leader EC Salzburg an.

Foto: GEPA/RedBull/Binder

 

Die Eckdaten:

In seinem vierten Spiel in der Pick Round und damit seinem 44. in der laufenden Saison in der Erste Bank Eishockey Liga gastiert der EC-KAC am Sonntagnachmittag (Spielbeginn: 16.00 Uhr) auswärts beim EC Salzburg. Diese Begegnung wird nicht im TV oder als Online-Videostream übertragen, über den Verlauf des Spiels berichten der Live-Ticker auf kac.at sowie auszugsweise Radio Kärnten. Die von den Fanclubs der Rotjacken organisierte Fanfahrt in die Mozartstadt ist bereits ausgebucht.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC hat seine beiden bisherigen Spiele in der aktuellen Woche verloren: Am Mittwoch setzte es gegen die Graz 99ers eine 3:4-Heimniederlage nach Verlängerung, am Freitag zogen die Klagenfurter beim HCB Südtirol mit 1:3 den Kürzeren. In der Tabelle der Pick Round liegen die Rotjacken damit unverändert gleichauf mit den Vienna Capitals, der Rückstand auf Rang zwei, der aktuell zur Qualifikation für die Champions Hockey League reichen würde, beträgt lediglich einen Zähler. Gegen den Leader aus der Mozartstadt weist der EC-KAC (als einzige Mannschaft in der Liga) eine positive Saisonbilanz auf, neben 10:10 Toren stehen 7:5 gewonnene Punkte zu Buche.

Der EC Salzburg startete nahezu perfekt in die Pick Round und behauptete damit seinen ersten Tabellenrang nach dem vorherigen Meisterschaftsabschnitt eindrucksvoll: Das Team von Matt McIlvane holte in der Zwischenrunde bisher acht von neun möglichen Punkten. Überhaupt befinden sich die Bullen in einer blendenden Verfassung: Im Verlauf der letzten 17 Ligaspiele blieben sie nur ein einziges Mal, beim 2:3 gegen Graz Mitte Januar, ohne Zähler. Insgesamt hat Salzburg in der laufenden Saison 72,1 Prozent seiner Begegnungen gewonnen, was dem dritthöchsten Wert des Klubs in 16 EBEL-Jahren entspricht.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – Von den letzten fünf Auswärtsspielen in Salzburg konnte der EC-KAC gleich drei in regulärer Spielzeit gewinnen. Unmittelbar davor hatte Rot-Weiß für drei Regulation-Siege im Volksgarten ganze 37 Partien gebraucht.

4 – Die Rotjacken haben jedes ihrer jüngsten vier Auswärtsspiele verloren, der letzte Sieg datiert vom 10. Januar (3:0 in Dornbirn). Eine längere Serie an Niederlagen in der Fremde innerhalb einer Spielzeit gab es zuletzt im Oktober/November 2012.

12 – Tabellenführer Salzburg konnte gegen den EC-KAC in der laufenden Saison noch keinen Powerplaytreffer erzielen: In zwölf Überzahlspielen mit einer Gesamtlänge von 20:31 Minuten verbrachten die Bullen zwar 12:35 Minuten mit Puckbesitz in der Angriffszone, kam dabei jedoch nur auf magere neun Torschüsse.

15 – Die Sturmlinie um Thomas Hundertpfund sammelte in den bisherigen vier Saisonduellen mit den Bullen bereits 15 Scorerpunkte: Der Mittelstürmer kam auf fünf Zähler, Johannes Bischofberger sogar auf sechs und Manuel Ganahl steuerte vier Punkte bei.  

18,7 – Hinsichtlich der Controlled Zone Entries, also der Eintritte in die Offensivzone per Scheibenführung oder angekommenem Pass, führt Thomas Hundertpfund die teaminterne Wertung unverändert an, pro 60:00 Minuten Time-on-Ice gelingt ihm ein solcher Vorstoß 18,7 Mal. Auf den Plätzen folgen Nick Petersen (16,3) und Rok Tičar (15,9).

 

Der Gegner:

Der EC Salzburg spielt bislang eine sehr starke EBEL-Saison und hält nach 43 Partien bei bereits 31 Siegen, nur noch vier Erfolge fehlen, um den letztjährigen Wert von 35 (in 67 Begegnungen) zu erreichen. Weil die Bullen seit ihrer Premierensaison in der Liga 2004/05 nicht mehr so wenige Treffer pro Partie erzielten wie heuer, ist der Höhenflug vor allem der guten Defensivarbeit zuzuschreiben: 2,02 Gegentore pro Spiel sind klarer Vereinsrekord (bisheriger Tiefstwert: 2,43 in der Saison 2013/14). Auch Salzburgs Special Teams funktionieren gut, sowohl im Powerplay (hinter Linz) als auch im Penalty Killing (hinter Klagenfurt) belegt man hinsichtlich der Effizienz Platz zwei im Ranking.

Aktueller Topscorer der Mozartstädter ist - wie in jeder der jüngsten fünf Saisonen - der Kanadier John Hughes, der bei 48 Zählern (9 Tore, 39 Assists) hält, in den vier Saisonduellen mit den Rotjacken allerdings erst eine einzige Torvorlage verbuchen konnte. Bester Torschütze ist, obwohl er 17 Partien verpasste und erst am Freitag im Auswärtsspiel in Wien von einer zweimonatigen Verletzungspause in das Lineup zurückkehrte, unverändert Thomas Raffl (20 Saisontreffer). Qualitätsmerkmal Salzburgs ist aber in erster Linie der tief besetzte Kader: Bereits 27 verschiedene Spieler konnten heuer EBEL-Scorerpunkte für die Bullen sammeln, mehr waren es zuletzt im personell recht turbulenten Lockout-Jahr 2012/13.

Mit dem EC-KAC verbindet den EC Salzburg eine sich nun bereits über mehr als eineinhalb Dekaden erstreckende Rivalität, seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 standen die Klagenfurter gegen kein Team öfter am Eis als gegen den aktuellen Tabellenführer. Von den bislang 136 Konfrontationen gingen 74 an die Bullen, 62 Mal vermochte sich Rot-Weiß durchzusetzen. Im Volksgarten gewann der ECS 45 von 68 Begegnungen.

 

Die Personalien:

Die Rotjacken haben am Samstag eine intensive Trainingseinheit absolviert, insgesamt standen dabei 22 Feldspieler am Eis. Der Trainerstab entscheidet erst nach dem Morning Skate am Spieltag über die Besetzung der 20 verfügbaren Skater-Plätze und die Zusammensetzung der Formationen. Thomas Hundertpfund und Marcel Witting mussten das Samstagstraining aufgrund von Blessuren vorzeitig abbrechen, sie sind für das Spiel in Salzburg damit fraglich. Definitiv fehlen werden wie schon zuletzt Lars Haugen (Saisonende), Nick Petersen und Lukas Haudum.

 

Der Kommentar:

„Spiele gegen Salzburg sind stets eine riesige Aufgabe, speziell auf eigenem Eis kommen sie immer sehr hart aus der Kabine und setzen ihren Gegner unter Druck. Wir müssen bereit sein, diesen Kampf von Anfang an anzunehmen, und speziell in den ersten zehn Minuten sehr diszipliniert agieren. Wir brauchen in dieser Partie eine solide Defenisve und möchten unser Spiel dann auf dieser aufbauen.“ (Thomas Koch, Stürmer EC-KAC)