Rot-Weiß eröffnet das Wochenende in Znojmo

Der EC-KAC trifft in seinem siebten Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga am Freitagabend auswärts auf Orli Znojmo.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In der siebten Runde der Erste Bank Eishockey Liga tritt der EC-KAC zum vierten Mal in der Fremde an: Die Rotjacken gastieren am Freitagabend (Spielbeginn: 18.30 Uhr) bei ihrem Tabellennachbarn Orli Znojmo. Diese Begegnung wird (in Österreich) nicht im TV übertragen, über den Spielverlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC punktete zwar in vier seiner bisher sechs Ligaspiele der laufenden Saison, hält jedoch erst bei acht Zählern. Weniger Punkte hatten die Rotjacken zu diesem Zeitpunkt im Verlauf einer Spielzeit zuletzt 2014/15, als deren sieben zu Buche standen. Ihr letztes Auswärtsspiel haben die Klagenfurter jedoch gewonnen, am vergangenen Freitag gelang ein 1:0-Erfolg beim HC Innsbruck, ehe man am Sonntag beim 2:4 gegen den EHC Linz zum ersten Mal seit 10. März in einem Heimspiel ohne Punktgewinn blieb. Duelle zwischen dem EC-KAC und Orli Znojmo endeten in jedem der jüngsten sechs Fälle mit einem Sieg in regulärer Spielzeit für die jeweils gastgebende Mannschaft.

Orli Znojmo nimmt in der aktuellen Tabelle der Erste Bank Eishockey Liga unmittelbar vor den Rotjacken liegend den fünften Rang ein. Auf eine Heimniederlage gegen Graz zum Saisonauftakt ließen die Adler drei Siege am Stück folgen, am vergangenen Samstag unterlagen sie beim EC Salzburg trotz einer 3:0-Führung nach dem ersten Drittel mit 3:4 nach Penaltyschießen. Bemerkenswert: Das Team aus Südmähren erzielte in jedem seiner bislang fünf Saisonspiele exakt drei Treffer.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – Saisonübergreifend hat der EC-KAC jedes seiner jüngsten drei Auswärtsspiele in Znojmo verloren. Vorangegangen war diesem Cold Streak eine lange Siegesserie von zehn Siegen auf tschechischem Eis hintereinander.

5 – In fünf seiner sechs Ligaspiele, jedem außer der Auswärtspartie in Wien, verfügte der EC-KAC über mehr Scheibenbesitz bei Even Strength als sein jeweiliger Gegner. Insgesamt kamen die Rotjacken in der noch jungen EBEL-Saison auf 56,4 Prozent Puck Possession, in den beiden Begegnungen des vergangenen Wochenendes sogar auf 64,3 (Innsbruck) bzw. 63,7 Prozent (Linz.)

13 – Als besonders effektiv erwies sich in Begegnungen mit Znojmo in den vergangenen Jahren Stürmer Matthew Neal: Seit seinem Wechsel nach Klagenfurt punktete der Kanadier in acht seiner zwölf Einsätze gegen die Tschechen und sammelte dabei starke 13 Zähler. Im Vorjahr standen aus seinen zwei Partien gegen die Adler vier Scorerpunkte zu Buche.

66,7 – In keiner anderen aktuellen EBEL-Spielstätte konnte der EC-KAC mehr Spiele gewinnen als in der Nevoga Aréna in Znojmo. Bisher traten die Rotjacken dort 21 Mal an, in 14 Fällen (oder 66,7 Prozent der Partien) verließen sie das Eis als Sieger.

100 – Mit seinem Treffer bei der 2:4-Heimniederlage gegen Linz am Sonntag sammelte Kapitän David Fischer den 100. Scorerpunkt seiner EBEL-Karriere. Seit der Liganeugründung im Jahr 2000 ist der US-Amerikaner (nach Kirk Furey, Mike Siklenka und Jeff Tory) erst der vierte Import-Verteidiger, der diese Marke im KAC-Trikot erreichte.

 

Der Gegner:

Orli Znojmo bestreitet seine neunte Saison in der Erste Bank Eishockey Liga, in den bisherigen acht Spielzeiten erreichte der Klub sieben Mal die Play-Offs, scheiterte dort jedoch sechs Mal in der ersten Runde. Im Duell mit den Rotjacken streben die Adler ihren 1500. Treffer in der Liga an, aktuell halten sie bei 1498 Toren (in 475 bestrittenen Partien).

Von den zehn Legionären, die Znojmo im Verlauf der vergangenen Saison unter Vertrag genommen hatte, kehrten mit Finnlands Ex-Nationaltorhüter Teemu Lassila und Stürmer Anthony Luciani, der aktuell auch punktebester Crack des Teams ist, nach dem Sommer nur zwei nach Südmähren zurück. Insgesamt stehen heuer nur sieben Importspieler im Aufgebot, fünf davon im Angriff. Der Kader der Tschechen ist klein, aber auch recht jung: Lediglich drei Feldspieler - neben Rückkehrer Antonín Bořuta die beiden durchaus vielversprechenden Neuzugänge Tomáš Svoboda und Matěj Češík - haben ihren 30. Geburtstag bereits hinter sich. Vordergründiges Ziel von Head Coach Miroslav Fryčer muss es sein, die im Vorjahr recht löchrige Defensive (3,68 Gegentore pro Partie, Höchstwert seit dem EBEL-Einstieg) zu stabilisieren.

Gegen die Rotjacken hatte Znojmo in der Vergangenheit immer wieder Probleme, nur zwölf der bislang 41 ausgetragenen Duelle gingen an die Tschechen. Der EC-KAC weist in der ewigen Bilanz gegen keinen anderen Klub in der Liga eine höhere Winning Percentage auf als gegen die Adler (70,7 Prozent). Allerdings lief es für die Klagenfurter in Auswärtsspielen in Znojmo zuletzt nicht mehr so prächtig, nur bei einem seiner jüngsten fünf Auftritte verließ Rot-Weiß die Nevoga Aréna mit den vollen drei Zählern.

 

Die Personalien:

Dem EC-KAC fehlen in Znojmo unverändert Steven Strong und Niki Kraus (beide verletzt), zudem verzichtet der Trainerstab in dieser Begegnung auf Adam Comrie und Nick Petersen. An Stelle der beiden Legionäre rücken wieder Ramón Schnetzer und Daniel Obersteiner in das Lineup auf. Daraus ergeben sich Umstellungen in zwei der drei Abwehrpärchen und ebenso in zwei der vier Sturmformationen. Mit einem Durchschnittsalter von 27,8 Jahren bieten die Rotjacken in Tschechien ihre jüngste Mannschaft der bisherigen EBEL-Saison auf. Auf der Torhüterposition kommt erneut Lars Haugen zum Einsatz.

 

Der Kommentar:

„Wir konnten unser letztes Auswärtsspiel in Innsbruck ohne Gegentreffer beenden, daran wollen wir in Znojmo anknüpfen. Insgesamt müssen wir uns als geschlossenes Team präsentieren, das hat uns im Vorjahr stark gemacht und diesen Status gilt es wiederzuerlangen. Znojmo ist eisläuferisch bekanntlich sehr gut, sie öffnen mit Kontern immer wieder Räume, das müssen wir mit einer kompakten Mannschaftsleistung verhindern. Insgesamt haben wir sicher eine gute Chance, die Partie für uns zu entscheiden, wenn wir die für unser Team charakteristischen Tugenden wieder besser in den Vordergrund stellen.“ (Michael Kernberger, Verteidiger EC-KAC)