Rotjacken empfangen den Leader

In Klagenfurt kommt es am Freitagabend neuerlich zum Duell zwischen dem amtierenden Meister und dem aktuellen Tabellenführer der EBEL.

Foto: KAC/Handler

 

Die Eckdaten:

Am 23. Spieltag der Erste Bank Eishockey Liga kommt es am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) in der Stadthalle Klagenfurt zum Spitzenspiel zwischen dem zweitplatzierten EC-KAC und dem Tabellenführer EC Salzburg. Für diese Begegnung sind aktuell nur noch 20 Sitzplätze sowie rund 840 Stehplätze verfügbar, bezogen werden können diese über tickets.kac.at, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa. Bereits ab 17.00 Uhr gibt es am Vorplatz der Stadthalle eine große Tombola und einen Getränkeausschank zu Gunsten der Nachwuchsabteilung des EC-KAC. Die Partie selbst, die weder im TV noch als Online-Videostream übertragen wird, werden die Rotjacken in speziell designten Weihnachtstrikots bestreiten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC gewann jedes seiner letzten vier Ligaspiele und kassierte dabei in 240 absolvierten Minuten nur einen einzigen Gegentreffer. Die Rotjacken, moralisch vom 1:0-Auswärtserfolg in Wien am Dienstag weiter gestärkt, gehen als defensivstärkstes Team im Bewerb in die Begegnung mit dem Spitzenreiter, in 22 Saisonspielen mussten die Klagenfurter erst 40 Gegentreffer aus dem Spiel heraus hinnehmen. Auch führt der amtierende EBEL-Champion die Heim-Tabelle an, lediglich Lokalrivale Villach sammelte vor eigenem Publikum gleich viele Zähler wie der EC-KAC (jeweils 25). Bei ihren beiden jüngsten Auftritten auf heimischem Eis siegten die Rotjacken sogar jeweils ohne Verlusttreffer.

Wie schon Ende September kommt der EC Salzburg auch bei seinem zweiten Stadthallen-Auftritt als Tabellenführer nach Klagenfurt. Allerdings verringerte sich der Punktevorsprung der Roten Bullen auf ihre Verfolger in den letzten Tagen doch erheblich: In den vergangenen drei Runden wurde Salzburg zwei Mal (3:1 vom EC-KAC, 4:1 von Orli Znojmo) in regulärer Spielzeit besiegt – gleich oft, wie an den ersten 19 Spieltagen insgesamt. Auffällig ist beim Spitzenreiter auch der massive Unterschied hinsichtlich der zu Hause und auswärts geholten Zähler: Salzburg hat in der Fremde (elf Spiele, elf Siege) mit 31 mehr als doppelt so viele Punkte geholt wie auf eigenem Eis (14).

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – Die Rotjacken kassierten in den vergangenen vier Partien nur einen einzigen Gegentreffer. Eine derartige Serie konnte der EC-KAC seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 noch nie vorweisen. Sowohl 2012/13 als auch 2017/18 konnten die Klagenfurter auf einen Vier-Spiele-Streak mit zwei Verlusttoren verweisen.

12 – Thomas Hundertpfund ist aktuell der punktebeste Spieler im Kader des EC-KAC, er konnte in jeder der letzten vier Partien anschreiben. Außerdem hält der Mittelstürmer bei einer weiteren bemerkenswerten Serie: In jeder der jüngsten zwölf Partien galt ein Grundsatz: Punktet Hundertpfund, gewinnen die Rotjacken (acht Siege, vier Niederlagen). 

13 – Die Rotjacken gewannen zuletzt vier Spiele hintereinander und kassierten dabei - in 13 Unterzahlsituationen, die sich über mehr als 22 Minuten erstreckten - keinen einzigen Treffer bei numerischer Unterlegenheit. Insgesamt ist das Penalty Killing der Klagenfurter mit einer Erfolgsquote von 85,7 Prozent mittlerweile das beste in der gesamten Liga.

16,8 – Nick Petersen, am Dienstag Goldtorschütze des EC-KAC beim 1:0-Sieg in Wien, ist unverändert Klagenfurts erfolgreichster Spieler beim Überschreiten der offensiven blauen Linie: Pro 60:00 Minuten Time-on-Ice schafft der Kanadier 16,8 kontrollierte Zoneneintritte mit der Scheibe. Ihm am nächsten kommt Johannes Bischofberger (16,5).

91 – Salzburgs Paradesturm, bestehend aus Kapitän Thomas Raffl, Ex-KACler Raphael Herburger und Dauerbrenner John Hughes, hält nach 22 absolvierten Saisonspielen bereits bei herausragenden 91 Scorerpunkten (35 Tore, 56 Assists). Die drei Angreifer finden sich allesamt unter den vier Topscorern der Erste Bank Eishockey Liga.

132:49 – Sowohl gegen den HCB Südtirol (3:0) als auch den Dornbirner EC (4:0) blieb der EC-KAC zuletzt ohne Gegentreffer, auf eigenem Eis hält die rot-weiße Torsperre damit schon seit 132:49 Spielminuten.

 

Der Gegner:

Der EC Salzburg führt derzeit die Tabelle der Erste Bank Eishockey Liga an, in 22 Runden konnte der Leader bislang 45 Zähler einfahren. Der aktuelle Punkteschnitt von 2,05 pro Spiel ist für die in ihrer 16. Saison in der Liga stehenden Bullen der historisch dritthöchste (nach 2,21 und 2,19 in 2014/15 bzw. 2006/07). Allerdings zeigte die Formkurve der Mannschaft von Head Coach Matt McIlvane zuletzt leicht nach unten: In den sieben Runden seit der Länderspielpause im November fuhr man nur drei „Dreier“ ein, speziell vor eigenem Publikum - zwar ein Overtime-Sieg gegen Wien, aber Regulation-Niederlagen gegen Dornbirn, Klagenfurt und Znojmo - lief es seither nicht nach Wunsch.

Allerdings brillieren die Mozartstädter in der heurigen Spielzeit in der Fremde: In bislang elf Auswärtsspielen gaben sie lediglich bei Shootout-Siegen in Klagenfurt und Linz jeweils einen Zähler ab, letztlich wurden aber alle elf Begegnungen gewonnen. Die 100-prozentige Erfolgsquote entspricht einer massiven Steigerung gegenüber der jüngeren Vergangenheit, über die letzten drei Saisonen hinweg lag dieser Wert bei nur 52,9 Prozent. Ebenfalls ein deutlicher Unterschied zu den letzten Jahren ist das steile Gefälle innerhalb der Mannschaft hinsichtlich des Scorings: Neben der überragenden Linie Raffl-Herburger-Hughes verfügt Salzburg aktuell mit Chad Kolarik über nur einen weiteren Stürmer, der mehr als 0,5 Scorerpunkte pro Saisonspiel für sich verbuchen konnte.

Der EC Salzburg und der EC-KAC treffen am Freitag zum bereits 135. Mal in der Ligageschichte aufeinander, keinem Gegner standen die Rotjacken seit der Liga-Neugründung (2000) öfter gegenüber. Die historische Bilanz spricht mit 73 zu 61 Siegen für die Roten Bullen, den Klagenfurtern gelang es jedoch, in jedem der jüngsten vier Duelle zu punkten (drei Siege, eine Niederlage im Penaltyschießen).

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC fehlen unverändert Marcel Witting (verletzt) sowie die bereits wieder im leichten Eistraining stehenden Stürmer Niki Kraus und Philipp Kreuzer. Gegenüber dem Auswärtsspiel in Wien am Dienstag steht überdies Verteidiger Michael Kernberger nicht zur Verfügung, der für sein in dieser Partie begangenes Foul vom Department of Player Safety der Erste Bank Eishockey Liga für sieben Spiele gesperrt wurde. Damit rückt Steven Strong wieder in das Rotjacken-Lineup auf. Es bleibt dies die einzige Änderung in der KAC-Aufstellung gegenüber der letzten Partie, im Tor steht gegen Salzburg wieder Lars Haugen.

 

Der Kommentar:

„Die Partie gegen den Tabellenführer wird sicherlich eine schwierige. Salzburg ist sehr auswärtsstark, und hat heuer jede Partie in der Fremde gewonnen, da kommt also ein richtiges Kaliber nach Klagenfurt. Für uns steht wieder die Systemtreue im Vordergrund, gerade die letzten Wochen haben gezeigt, dass wir sehr gut abschneiden, wenn wir unsere taktischen Prinzipien präzise und genau aufs Eis bringen. Unser Spiel ist auf einer stabilen Defensive aufgebaut, es geht darum, Salzburgs starker Offensivabteilung die Räume zur Entfaltung zu nehmen. Gelingt uns das, wird am Ende ein gutes Resultat für uns herausschauen.“ (Clemens Unterweger, Verteidiger EC-KAC)