Rotjacken im TV-Livespiel in Innsbruck

Zum Abschluss der ersten Woche nach der Ligapause tritt der EC-KAC am Sonntag auswärts beim HC Innsbruck an, Puls24 überträgt live.

Foto: HC Innsbruck/Pauli

 

Die Eckdaten:

Der EC-KAC bestreitet sein zehntes Saisonspiel in der bet-at-home ICE Hockey League am Sonntagnachmittag (Spielbeginn: 16.30 Uhr) auswärts beim HC Innsbruck. Für die Tiroler ist dies ihre erste Partie nach der Ligapause. Puls24 überträgt diese Begegnung im Free-TV sowie im Online-Videostream (ohne Geoblocking via puls24.at/eishockey), wie üblich berichtet außerdem das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten direkt. Der Live-Ticker auf kac.at entfällt aufgrund der freien Verfügbarkeit der TV- bzw. Stream-Übertragung.

 

Die Ausgangssituation:

In den jüngsten sieben Runden wechselten sich beim EC-KAC Siege und Niederlagen stets ab, mit dem 5:0-Heimerfolg über Fehérvár AV19 schoben sich die Klagenfurter jedoch bereits auf den dritten Tabellenplatz nach vor. Die Klagenfurter, deren letztes Auswärtsspiel mehr als einen Monat zurückliegt, bestritten heuer erst drei Partien in der Fremde: Nach Siegen in Dornbirn (3:1) und Székesfehérvár (4:1) mussten sie sich zuletzt am 11. Oktober beim EC Salzburg mit 2:4 geschlagen geben. Innsbruck war für Rot-Weiß in den vergangenen Jahren kein sonderlich guter Boden: Nur bei drei der jüngsten zwölf Auftritte in Tirols Landeshauptstadt konnte der EC-KAC die vollen drei Punkte einfahren, ein weiteres Mal siegte man im Penaltyschießen.

Der HC Innsbruck war in der Meisterschaft seit dem 18. Oktober nicht mehr im Einsatz, damals unterlagen die Tiroler dem EC-KAC in der letzten in der Stadthalle vor Publikum ausgetragenen Partie mit 1:2. Das „Rückspiel“ gegen die Rotjacken nehmen die Haie vom siebten Tabellenplatz aus in Angriff, aus seinen bislang acht Begegnungen holte der HCI zehn Punkte. Der sich daraus ergebende Schnitt von 1,25 Zählern pro Spiel entspricht exakt jenem aus den 17 bisherigen Erstligasaisonen des Klubs. Vor eigenem Publikum traten die Haie heuer bisher vier Mal an, nur in einem Fall (1:6 gegen die Vienna Capitals) wurden sie in regulärer Spielzeit bezwungen. Innsbrucks letzter Heim-Auftritt endete mit einem überzeugenden 4:1-Erfolg über den EC Salzburg.

 

Die Zahlen zum Spiel:

0 – In seinem siebten Ligaspiel für den EC-KAC verbuchte Sebastian Dahm gegen Fehérvár AV19 sein erstes Shutout. Damit führt der Däne den Vergleich aller ICE-Torhüter sowohl hinsichtlich Gegentorschnitt (1,44) als auch Save Percentage (95,31 Prozent) an. 

3,31 – Mit Ausnahme des Salzburger Volksgarten (3,50) hat der EC-KAC in keiner aktuellen Spielstätte der Liga mehr Gegentreffer kassiert als in der Tiroler Wasserkraft Arena: Bei jeder der bislang 54 Auswärtspartien gegen den HC Innsbruck schlug es im Schnitt 3,31 Mal im Rotjacken-Gehäuse ein.

5 – Beim klaren 5:0-Heimerfolg über Fehérvár AV19 verbuchte Nick Petersen zwei Torvorlagen und beendete damit seine Serie von fünf Begegnungen ohne Scorerpunkt in Folge. Zuvor war der Kanadier seit seinem Wechsel zum EC-KAC im Sommer 2018 nie in mehr als drei Partien am Stück zählerlos geblieben.   

7,6 – Die in den vergangenen Wochen in die Kampfmannschaft aufgerückten Verteidiger mischen in der teaminternen Wertung an geblockten Schüssen ganz vorne mit: Thomas Vallant kommt pro 60:00 Minuten Time-on-Ice auf 7,6 Blocks, Kele Steffler auf 5,5, dazwischen platziert sich Marcel Witting mit 6,4.

80,7 – Neben vielen anderen Bereichen überzeugte der EC-KAC im Heimspiel am Donnerstag auch im Powerplay: Die Rotjacken verbrachten 80,7 Prozent ihrer Zeit bei numerischem Vorteil mit Puckbesitz in der Angriffszone (Saisonhöchstwert) und gaben hochgerechnet 2,76 Torschüsse pro 2:00 Minuten Powerplay ab (zweithöchste Notation der Spielzeit).

 

Der Gegner:

Der HC Innsbruck absolviert aktuell seine 18. Saison in der höchsten Spielklasse Österreichs, in den beiden vergangenen (sowie sechs der letzten acht) Spielzeiten verpassten die Tiroler jeweils die Qualifikation für die Play-Offs. In der laufenden Saison fuhren die Haie in acht Begegnungen drei Regulation-Siege (gegen Dornbirn und Salzburg sowie in Villach) ein, einen weiteren Zähler holten sie bei der Shootout-Heimniederlage gegen Bratislava.

Mit der Mannschaft aus dem Vorjahr hat das heurige HCI-Team nur wenig zu tun: Von den elf aktuellen Importspielern war mit Jan Lattner nur ein einziger schon 2019/20 am Inn im Einsatz. Aus der großen Gruppe an neuen Legionären sammelten im bisherigen Saisonverlauf mit Braden Christoffer, Daniel Campini und Max Gerlach gleich drei Cracks einen Scorerpunkt oder mehr pro Partie. In der Abwehr wusste vor allem Colton Saucerman zu überzeugen, der auch im „Hinspiel“ in Klagenfurt für Innsbrucks einzigen Treffer verantwortlich zeichnete. Noch nicht vom Glück verfolgt ist der neue HCI-Goalie Tom McCollum: Nach alarmierenden Zahlen im Oktober (drei Einsätze mit einem Gegentorschnitt von 9,16 und einer Save Percentage von nur 74,58 Prozent) verlor er seine Starterposition zuletzt an den Ex-KAC-Torhüter René Swette.

Auf die Rotjacken traf der HC Innsbruck Zeit seiner Ligazugehörigkeit bislang 110 Mal, die historische Bilanz spricht mit 65:45 Siegen (bei 381:309 Toren) klar für die Klagenfurter. Doch während die Winning Percentage des EC-KAC in Spielen auf eigenem Eis bei starken 76,4 Prozent liegt, konnte man auswärts seit dem Jahr 2000 nur 40,7 Prozent der direkten Duelle für sich entscheiden. Nur bei einem der jüngsten elf Auftritte in Tirol gelangen Rot-Weiß mehr als drei Treffer.

 

Die Personalien:

Die Liste der Ausfälle beim EC-KAC hat sich vor dem Gastspiel beim HC Innsbruck weiter verlängert: Neben David Fischer, David Maier, Steven Strong und Niki Kraus fehlt gegen die Haie auch der angeschlagene Johannes Bischofberger, zudem ist der Einsatz von Dennis Sticha fraglich. Während in der Abwehr Niklas Würschl als zusätzlicher Defender ins Team zurückkehrt, kommt es in zwei der Angriffsformationen zu Adaptierungen: Verteidiger Michael Kernberger ist als Stürmer (neben Manuel Geier und Marcel Witting) vorgesehen, neben Thomas Hundertpfund und Manuel Ganahl spielt Samuel Witting.

 

Der Kommentar:

„Ich denke, der Donnerstag hat gezeigt, dass wir, wenn wir einfach unser Spiel durchziehen und uns an unser System halten, auch erfolgreich sind. Der Zug zum Tor war von allen Blöcken gegeben und das hat sich letztlich auch im Resultat ausgewirkt. Genau daran müssen wir gegen Innsbruck, das aus einer langen Pause kommt, anknüpfen. Mit meiner eigenen Leistung war ich in den vergangenen Wochen recht zufrieden, es gibt immer etwas, das man verbessern kann, aber ich freue mich darüber, dass ich mich in den Dienst der Mannschaft stellen kann.“ (Kele Steffler, Verteidiger EC-KAC)