Rotjacken jagen nächsten Auswärtssieg

Nach Siegen bei seinen beiden jüngsten Auftritten in der Fremde tritt der EC-KAC am Sonntagabend beim aktuellen EBEL-Schlusslicht Dornbirn an.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Der neunte Spieltag in der Erste Bank Eishockey Liga bringt für den EC-KAC ein Auswärtsspiel: Die Rotjacken gastieren am Sonntag (Spielbeginn: 17.30 Uhr) beim Dornbirner EC in Vorarlberg. Diese Begegnung wird nicht im TV oder als Online-Videostream übertragen, über den Spielverlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC (4 Siege, 4 Niederlagen) nimmt das Auswärtsspiel in Dornbirn von Tabellenplatz sechs aus in Angriff. Die Klagenfurter konnten am vergangenen Wochenende in Znojmo (4:3 nach Penaltyschießen) und gegen Graz (5:1) zwei Erfolge einfahren, mussten sich unter der Woche in der Champions Hockey League allerdings dem EHC Biel-Bienne mit 3:6 geschlagen geben. In der Fremde traten die Rotjacken zuletzt durchaus solide auf, sowohl in Innsbruck (1:0) als auch Znojmo gelangen nach dominanten Auftritten knappe Siege. 

Der Dornbirner EC (1 Sieg, 8 Niederlagen) empfängt den amtierenden EBEL-Champion als Tabellenschlusslicht: Die Bulldogs eröffneten das Spieljahr mit einem Overtime-Sieg in Innsbruck, mussten seither jedoch acht Niederlagen am Stück hinnehmen. Erst am Freitagabend unterlag der DEC beim HCB Südtirol mit 2:5. Auf eigenem Eis punkteten die Vorarlberger heuer überhaupt noch nicht: Nach vier Begegnungen lautet die Bilanz 0:12 Zähler und 7:19 Tore. Den Rotjacken unterlag Dornbirn im Vorjahr in jedem der vier Saisonduelle, allerdings gestaltete sich mit Ausnahme der ersten Konfrontation im September jede Begegnung spielerisch recht ausgeglichen.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – Torhüter David Madlener stand in der bisherigen EBEL-Spielzeit 95:46 Minuten lang im Kasten des EC-KAC und kassierte dabei nur einen Gegentreffer. Seine GAA liegt damit aktuell bei 0,63, seine Save Percentage bei 97,37 Prozent.

3,56 – In keiner aktuellen Spielstätte der Erste Bank Eishockey Liga (ausgenommen der eigenen) haben die Rotjacken bislang mehr Treffer pro Partie erzielt als im Messestadion Dornbirn, seit dem „Aufstieg“ der Bulldogs im Jahr 2012 konnten die Klagenfurter durchschnittlich 3,56 Tore pro Vorarlberg-Auftritt bejubeln.

20,2 – Nick Petersen ist der schussfreudigste KAC-Stürmer der bisherigen EBEL-Saison: Pro 60:00 Minuten Time-On-Ice gab er 20,2 Shot Attempts ab, ihm folgen Lukas Haudum (18,2) und Andrew Kozek (16,3).

79,0 – Nach seiner Verletzungspause legte Lukas Haudum einen verspäteten, jedoch sehr überzeugenden Saisonstart hin: Mit 79,0 kompletten Pässen pro 60:00 Minuten ist er der aktivste Angreifer im Kader, sein Wert übertrifft den Durchschnitt aller anderen KAC-Stürmer um 60,5 Prozent.

299 – Mit seinem Treffer zum 5:1-Endstand im Heimspiel gegen Graz am vergangenen Sonntag verbuchte Andrew Kozek den 299. Scorerpunkt in seiner Karriere in der Erste Bank Eishockey Liga. Der Kanadier könnte an seiner ehemaligen Wirkungsstätte Dornbirn also zu seinem 300er-Jubiläum kommen.

 

Der Gegner:

In seiner achten Saison in der Erste Bank Eishockey Liga steht der Dornbirner EC vor großen sportlichen Herausforderungen, trifft die Vorarlberger die Limitierung der Kaderpunkte für Importspieler doch stärker als den Großteil der übrigen Teams. Zeit ihrer Ligazugehörigkeit wechselten sich bei den Bulldogs Saisonen mit Play-Off-Teilnahmen (gerade Jahre) und Spielzeiten ohne Post-Season (ungerade Jahre) ab, im Vorjahr beendete der DEC die Qualifikationsrunde und somit den Grunddurchgang sogar nur auf dem elften und letzten Platz.

Daraus resultierte ein weitreichender Kaderumbau, mit dem noch langfristig gebundenen Torhüter Rasmus Rinne und Kapitän Olivier Magnan, der schon seit dem EBEL-Einstieg 2012 beim Klub spielt, verblieben lediglich zwei Legionäre beim Verein. Unter den neuen Gesichtern im Messestadion findet sich eine ganze Reihe interessanter Spieler: Ex-Capitals-Stürmer Emil Romig legte mit sieben Scorerpunkten in neun Spielen einen guten Saisonstart hin, Evan Trupp, der sich bei DEL-Klub Augsburg als konstanter Scorer erwies, nimmt die Rolle als neuer Erstliniencenter ein. In der Abwehr wurde neben dem KAC-Meistercrack Robin Gartner kurz vor Saisonbeginn auch Jordan Subban, Rechtsschuss-Verteidiger mit bekanntem Namen, verpflichtet. Hinter den Erwartungen blieben bisher hingegen Dänemarks Nationalspieler Mathias Bau Hansen und der Schwede Olle Liss, die nach neun Runden gemeinsam bei erst drei Scorerpunkten halten.

Mit dem EC-KAC duellierte sich der Dornbirner EC bislang 32 Mal, mit 19 zu 13 Siegen und 105 zu 84 Toren spricht die historische Bilanz für die Klagenfurter. Die Rotjacken gaben bei Auftritten in Vorarlberg meist eine gute Figur ab: Nur in einer der bisherigen 16 Auswärtspartien gegen den DEC verlor man mit mehr als einem Treffer Differenz (1:3 im September 2016).

 

Die Personalien:

Der EC-KAC reist bereits am Samstag nach Vorarlberg und verbleibt nach dem Spiel auch in Dornbirn, da bereits am Dienstag das finale Champions Hockey League-Gruppenspiel beim EHC Biel-Bienne in der Schweiz ansteht. Diesen Roadtrip nicht mitmachen werden die Langzeitverletzten Steven Strong, Niki Kraus und Marcel Witting, der Letztgenannte muss sich am Dienstag einer Operation unterziehen und fällt für mehrere Monate aus. Ebenfalls nicht im Mannschaftsbus platznehmen wird der erkrankte Torhüter Lars Haugen, zwischen den Pfosten steht im Duell mit seinem Ex-Klub David Madlener. In das Lineup zurück kehrt der zuletzt geschonte Manuel Ganahl, der eine Sturmformation mit Thomas Hundertpfund und Johannes Bischofberger bilden wird, Manuel Geier rückt in den Block mit seinem Zwillingsbruder Stefan und Siim Liivik. Fraglich ist in Dornbirn der Einsatz des angeschlagenen Clemens Unterweger.

 

Der Kommentar:

„Wir haben in unserem letzten Ligaspiel - zu Hause gegen Graz - eine sehr solide und geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert, an diese gilt es nun in Dornbirn anzuschließen. Wir fokussieren uns zu diesem Zeitpunkt im Saisonverlauf nicht auf den Gegner, sondern primär auf unser eigenes Spiel. Es geht darum, dass wir unser taktisches System weiter festigen und der Partie unseren Stempel aufdrücken sowie unsere Chancenauswertung wieder verbessern.“ (Johannes Bischofberger, Stürmer EC-KAC)