Rotjacken in Ungarn zu Gast

Der Kampf des EC-KAC um den letzten noch zu vergebenen Play-Off-Platz in der Erste Bank Eishockey Liga setzt sich am Dienstag in Székesfehérvár fort.

Rotjacken in Ungarn zu Gast

 

Die Eckdaten:

Am drittletzten Spieltag der Qualifikationsrunde gastiert der EC-KAC am Dienstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) auswärts bei Fehérvár AV19. Liveberichte von dieser Partie liefert Radio Kärnten ab 20.03 Uhr, über die Zwischenstände informiert der EC-KAC auf Twitter.

 

Die Ausgangssituation:

Nach fünf Siegen in den bisherigen sieben Begegnungen der Zwischenrunde liegt der EC-KAC mit 18 Zählern auf Tabellenrang zwei, einem Platz, der am Ende auch die Qualifikation für die Play-Offs bedeuten würde. Die Rotjacken halten ihr Schicksal damit in eigenen Händen, mit fünf Punkten aus den verbleibenden drei Runden wäre ihnen die Viertelfinalteilnahme nicht mehr zu nehmen. Allerdings könnte der Rekordmeister sein Ticket für die KO-Phase bereits am Dienstag buchen, sofern er in Székesfehérvár in regulärer Spielzeit gewinnt und die Graz 99ers gleichzeitig vor eigenem Publikum dem EC VSV unterliegen.
Für die Ungarn geht es nach einer weitestgehend enttäuschenden Qualifikationsrunde nur noch um wenig, die Mannschaft von Hannu Järvenpää hat rechnerisch keine Chance mehr, den Sprung in die Play-Offs zu schaffen.

 

Die Zahlen zum Spiel:

6 – Stürmer Oliver Setzinger hat in jedem der letzten sechs Spiele gepunktet. Der Wiener hält damit bereits den drittlängsten Scoring Streak eines KAC-Cracks in dieser Saison. Über größere Zeiträume erstreckten sich (bisher) nur die Serien von Jamie Lundmark (sieben Partien) und Manuel Ganahl (elf).

11,6 – In den Saisonbegegnungen mit Fehérvár AV19 war der EC-KAC spielerisch meist überlegen, durchschnittlich erarbeitete er sich pro Spiel ein Plus von 11,6 im Verhältnis von abgegebenen zu kassierten Torschüssen.

21 – Fünf Mal trafen die Rotjacken und die Roten Teufel in der laufenden Spielzeit aufeinander, jede der beiden Mannschaften kam dabei zu insgesamt 21 Überzahlspielen, aus denen allerdings nur jeweils zwei Treffer resultierten. Mit einer Erfolgsquote von 90,5 Prozent dominierten in den bisherigen Duellen also die Penalty Killing-Einheiten beider Teams.

28 – Auch in der Zwischenrunde zählt der EC-KAC zu den offensivstärksten Teams der EBEL, insgesamt gelangen den Klagenfurtern bereits 28 Treffer. Ein Wert, der lediglich von Meister Salzburg (29) überboten wird.

308 – Insgesamt 308 EBEL-Spiele bestritt István Sofron für seinen Stammverein, am Dienstag kommt der ungarische Nationalspieler erstmals als Gegner nach Székesfehérvár. Zusätzliche Brisanz verleiht dem Auftritt der Umstand, dass der 27-jährige vor seinem Wechsel nach Klagenfurt ein Angebot der Roten Teufel abgelehnt hat.

 

Der Gegner:

Fehérvár AV19 wird heuer zum ersten Mal seit 2013 die Teilnahme an den Play-Offs der Erste Bank Eishockey Liga verpassen. Die Ungarn starteten mit Siegen gegen Graz (3:2 nach Verlängerung) und in Ljubljana (4:0) in die untere Gruppe der Zwischenrunde, mussten seither jedoch fünf Niederlagen am Stück hinnehmen. Rechnerisch haben sie daher drei Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs keine Chance mehr auf einen Platz unter den ersten Acht. Damit endet auch für Head Coach Hannu Järvenpää eine starke Serie, hatte er sein jeweiliges Team (Ljubljana bzw. Villach) doch in jeder der letzten fünf Saisonen in die Play-Offs geführt.
Nach der insgesamt eher misslungenen Saison 2015/16 plant Fehérvár AV19 für den kommenden Sommer einige gravierende Änderungen bei der Zusammenstellung der Mannschaft. So dürfte Frank Banham seine Schuhe an den viel zitierten Nagel hängen. Mit dem 40-jährigen verliert die EBEL eine ihrer schillerndsten Persönlichkeiten der letzten Dekade, der Kanadier, der mittlerweile auch für das ungarische Nationalteam spielberechtigt ist, erzielte in 524 Ligaspielen nicht weniger als 235 Tore. Die Roten Teufel können beim bevorstehenden personellen Umbruch jedoch auf einen großen Pool an beim Klub ausgebildeten Talenten zurückgreifen, keinem Klub in der Liga gelang es in den letzten Jahren besser, Nachwuchscracks aus dem eigenen Unterbau in die Profimannschaft zu integrieren.

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken sind alle Nationalspieler verletzungsfrei von ihren Einsätzen für ihr jeweiliges Heimatland zurückgekehrt. Damit steht dem Trainerteam fast der gesamte Kader zur Verfügung, nur der rekonvaleszente Luke Walker fehlt weiterhin. Markus Pöck und Thomas Vallant rücken für das Duell mit Fehérvár wieder ins Aufgebot. Bei den Sturmlinien sind gegenüber dem letzten Spiel keine Umstellungen vorgesehen, in der Abwehr steht ein Fragezeichen hinter Mark Popovic, der die Reise nach Ungarn aus persönlichen Gründen verpassen könnte. Im Tor startet wie zuletzt Bernd Brückler.

 

Der Kommentar:

"Die erste Partie nach der Länderspielpause ist eine sehr wichtige für uns, wir streben drei Punkte an, um uns eine gute Ausgangsposition für den Sprung in die Play-Offs zu verschaffen. Für uns wird es wichtig sein, unser zuletzt stetig verbessertes Transitionsspiel weiter konsequent und erfolgreich umzusetzen. Im letzten Duell mit Fehérvár brachte uns ein starker Start früh auf die Siegerstraße, das wollen wir wiederholen. In dieser Begegnung hat sich aber auch gezeigt, dass die Ungarn nie aufgeben und stets ihre Chance suchen. Vor ihrem eigenen, sehr lautstarken Publikum gelingt ihnen dies meist noch besser, darauf sind wir vorbereitet." (Kirk Furey, Assistant Coach EC-KAC)