Rotjacken wollen Play-Off-Ticket buchen

Im Heimspiel gegen Vizemeister Wien strebt der EC-KAC den endgültigen Sprung in die Pick Round an, der zudem die vorzeitige Play-Off-Qualifikation bedeuten würde.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In seinem letzten Heimspiel in der ersten Phase des Grunddurchgangs in der Erste Bank Eishockey Liga empfängt der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) die Vienna Capitals zur Neuauflage der letztjährigen Finalserie in der Stadthalle Klagenfurt. Sitzplätze für diese Begegnung sind bereits seit der vergangenen Woche restlos ausverkauft, an den Vorverkaufsstellen sowie durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC und am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa sind noch rund 700 Stehplatzkarten verfügbar. Das Spiel wird nicht im TV oder als Online-Videostream übertragen, über den Verlauf der Partie informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie (ab 20.04 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC musste sich am vergangenen Sonntag bei Tabellenführer Salzburg mit 1:4 geschlagen geben und blieb damit zum bereits dritten Mal im Verlauf der vergangenen sechs Runden ohne Punktezuwachs. Die Klagenfurter liegen unverändert auf Tabellenplatz drei der Erste Bank Eishockey Liga, benötigen aus ihren beiden Begegnungen am kommenden Wochenende aber noch einen Punkt, um sich aus eigener Kraft für die Pick Round und damit auch vorzeitig für die Play-Offs 2020 zu qualifizieren. Holt der amtierende Meister vier Zähler, geht er mit einem Bonuspunkt in die obere Gruppe der Zwischenrunde.

Die Vienna Capitals liegen aktuell auf Tabellenrang zwei und können von diesem in der ersten Grunddurchgangsphase auch nicht mehr verdrängt werden. Allerdings müsste der Hauptstadtklub in den beiden verbleibenden Partien gleich fünf Zähler mehr einfahren als Leader Salzburg, um die Bullen noch von Platz eins zu verdrängen und sich damit das erste der drei EBEL-Tickets für die Champions Hockey League zu sichern. Nach Klagenfurt kommen die Wiener in guter Form: In zehn der elf seit Weihnachten ausgetragenen Begegnungen wurde gepunktet. Allerdings fuhren die Caps in ihren jüngsten vier Auswärtsspielen nur einen „Dreier“ ein und verloren bei ihrem ersten Auftritt im laufenden Spieljahr in Klagenfurt deutlich mit 3:8.

 

Die Zahlen zum Spiel:

0 – In den bisherigen drei Saisonbegegnungen mit den Capitals konvertierte Klagenfurt drei seiner zwölf Powerplays in einen Treffer. Wien hingegen schrieb in 16 Überzahlsituationen mit einer Gesamtdauer von 26:41 Minuten noch kein einziges Mal an.

4 – Nur vier KAC-Spieler - Goalie David Madlener, Verteidiger David Fischer und die Stürmer Thomas Koch und Thomas Hundertpfund - standen in jedem der bislang 38 Saisonspiele im rot-weißen Lineup. Bei den Vienna Capitals bestritten gleich elf Akteure sämtlichen Partien.

4 – Der EC-KAC gewann saisonübergreifend jedes der letzten vier Heimspiele gegen die Vienna Capitals. Eine längere Siegesserie - fünf Erfolge am Stück - hatten die Rotjacken gegen Wien zuletzt am Übergang zwischen den Spielzeiten 2003/04 und 2004/05 vorzuweisen.

14 – Nach einer Verletzungspause von 14 Spielen bestreitet Nick Petersen am Freitag sein erstes  Ligaspiel seit dem 8. Dezember. In Begegnungen mit dem Kanadier im Lineup holten die Rotjacken heuer 66,7 Prozent aller möglichen Punkte, ohne ihn lediglich 42,2 Prozent.

36 – Der EC-KAC verfügte in 36 seiner 38 Ligaspiele heuer über mehr Even Strength-Puckbesitz als sein jeweiliger Gegner (im Schnitt 59,0 Prozent). Die einzigen Ausnahmen bildeten zwei der drei Saisonduelle mit den Vienna Capitals (Saisonschnitt gegen Wien: 49,4 Prozent).

 

Der Gegner:

Die Vienna Capitals vermochten im Verlauf der bisherigen Spielzeit an ihre starken Saisonen der jüngeren Vergangenheit anzuknüpfen: Im vierten Jahr in Folge weist man (mit 63,2 Prozent) eine Winning Percentace deutlich oberhalb der 60-Prozent-Marke auf. Wien belegt in der Heim-Tabelle der EBEL den ersten sowie im Auswärts-Ranking den zweiten Rang, vor allem überzeugte man heuer bislang in der Defensive: 2,16 Verlusttreffer pro Begegnung entsprechen dem bislang niedrigsten Wert in 19 Erstligajahren für den Klub. Die erste Phase des Grunddurchgangs werden die Caps zum vierten Mal in Serie auf einem der ersten beiden Plätze beenden.

Bedingt durch die Abgänge zahlreicher überdurchschnittlicher österreichischer Spieler im Sommer wird Wiens Team heuer stärker als im Vorjahr von Imports getragen. Diesbezüglich bewies der Hauptstadt-Klub ein gutes Händchen: Der im Vorjahr bereits in Graz groß aufspielende Ty Loney konnte seinen Punkteschnitt pro Partie im Caps-Trikot noch einmal um knapp 39 Prozent steigern, der ebenfalls neu verpflichtete (aktuell aber verletzte) Brenden Kichton ist der punktebeste Verteidiger der Liga in der bisherigen Saison. Auf der Torhüterposition vermochte Ryan Zapolski die von J.-P. Lamoureux hinterlassene Lücke weitestgehend zu füllen, in nur drei seiner 27 Einsätze kassierte der US-Amerikaner mehr als drei Gegentore.

Dem EC-KAC standen die Vienna Capitals seit ihrem Liga-Einstieg im Jahr 2001 bislang 130 Mal gegenüber, mit 68 zu 62 Siegen und 405 zu 401 Toren spricht die historische Bilanz knapp für die Kärntner. Auf Klagenfurter Eis holte Wien zwischen Oktober 2013 und Oktober 2017 bei zwölf Auftritten zehn Siege, seither kehrte sich dieser Trend aber wieder deutlich um, sieben der jüngsten neun Heimspiele gegen die Donaustädter konnte Rot-Weiß gewinnen.

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC verkürzte sich vor dem Heimspiel gegen die Vienna Capitals die Verletztenliste: Während die Rotjacken unverändert auf Lars Haugen, Lukas Haudum und Marcel Witting (alle verletzt) verzichten müssen, ist Clemens Unterweger wieder fit und kehrt in das rot-weiße Lineup zurück. Außerdem wird der zuletzt lange angeschlagene Nick Petersen sein Comeback für die Klagenfurter geben, nachdem er in dieser Woche erstmals wieder vollumfänglich an den Trainingseinheiten der Mannschaft teilnehmen konnte. Letzte offene Entscheidungen das Aufgebot für dieses Spiel betreffend wird der Trainerstab nach dem Morning Skate am Freitag fällen.

 

Der Kommentar:

„Ich freue mich sehr, dass ich endlich zurück im Lineup bin und der Mannschaft wieder helfen kann. So schwer die Pause auch fiel, so sinnvoll war sie hinsichtlich der Risikominimierung. Gegen Wien gibt’s ein echtes Schlagerspiel, die Capitals sind gut in Form, uns verbindet spätestens seit der letztjährigen Finalserie eine Rivalität und wir brauchen unbedingt Punkte, um uns vorzeitig für die Play-Offs zu qualifizieren. Uns erwartet eine besondere Nacht vor großer Kulisse, ich bin positiv aufgeregt.“ (Nick Petersen, Stürmer EC-KAC)