Start in das zweite Grunddurchgangsviertel

Der EHC Linz ist am Sonntagabend der erste Gegner, gegen den der EC-KAC in der laufenden EBEL-Saison zum bereits zweiten Mal antritt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Am elften Spieltag der Erste Bank Eishockey Liga trifft der EC-KAC auswärts auf den EHC Linz an. Diese am Sonntagabend ausgetragene Begegnung beginnt aufgrund einer Eislaufveranstaltung in der Keine Sorgen EisArena erst um 18.00 Uhr. Die Partie wird weder im TV noch als Online-Videostream übertragen, direkt aus Oberösterreich berichten das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten (ab 18.03 Uhr) sowie der Live-Ticker auf kac.at.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC verbesserte sich in den vergangenen Wochen in der Tabelle der Erste Bank Eishockey Liga kontinuierlich, die Rotjacken siegten (in Znojmo und Dornbirn sowie gegen Graz und Villach) zuletzt vier Mal in Folge und liegen mittlerweile mit nur noch drei Zählern Rückstand auf Leader Salzburg auf Rang drei. Am Freitagabend gelang es den Klagenfurtern trotz großer Reisestrapazen in den Tagen zuvor, ein intensiv geführtes Kärntner Derby gegen den EC VSV mit 1:0 für sich zu entscheiden. In den jüngsten knapp 220 Minuten in Ligaspielen kassierte Rot-Weiß nur zwei Gegentreffer.

Der EHC Linz liegt in der Tabelle aktuell auf Rang acht, hat mit acht aber auch die wenigsten Saisonspiele aller Teams bestritten. Am Freitagabend blieben die Oberösterreicher auswärts gegen Graz zum bereits zweiten Mal heuer ohne erzielten Treffer, sie unterlagen in der Murstadt mit 0:4. Für die Black Wings ist die Begegnung mit dem EC-KAC aufgrund der Umbauarbeiten an seiner Spielstätte das erst dritte Heimspiel in der laufenden Saison, dem HCB Südtirol unterlag man vor eigenem Publikum mit 2:5, gegen Fehérvár AV19 gelang ein 4:0-Shutout-Sieg. Linz ist eine von zwei Mannschaften in der Liga, gegen die Rot-Weiß heuer noch nicht punkten konnte: Die Stahlstädter siegten beim ersten Saisonduell in Klagenfurt mit 4:2.

 

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Die Rotjacken haben das erste Viertel der ersten Grunddurchgangsphase bereits hinter sich und damit gegen alle zehn Konkurrenten in der Liga jeweils ein Mal gespielt. Gegen alle bis auf zwei - den HCB Südtirol und den EHC Linz - konnten die Klagenfurter auch punkten.

2 – Goalie David Madlener kassierte bei seinen bislang vier Liga-Einsätzen heuer nur zwei Verlusttreffer. Aktuell kommt er damit auf eine Save Percentage von 97,56 Prozent und einen Gegentorschnitt von 0,56. Das Shutout im Kärntner Derby war sein bereits 13. als KAC-Goalie, seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 spielten bei den Rotjacken nur Andrew Verner, René Swette (jeweils 17 Mal) und Michael Suttnig (15 Mal) öfter zu null.

8 – Die interne Scorerwertung der Rotjacken führen derzeit drei Cracks an, die jeweils auf acht Zähler kommen: Andrew Kozek (5 Tore, 3 Assists), Matthew Neal und Thomas Koch (beide 4 Tore, 4 Assists). 

18 – Der EC-KAC ist aktuell das defensivstärkste Team der Erste Bank Eishockey Liga: Aus dem Spiel heraus haben die Klagenfurter bislang erst 18 Gegentreffer kassiert (1,80 pro Spiel). Dahinter folgen die Vienna Capitals (2,00) und der EC Salzburg (2,30), am Ende des Rankings der HC Innsbruck (4,30).

27 – In den ersten zehn EBEL-Runden sahen sich die Rotjacken mit 27 Unterzahlsituationen konfrontiert, 24 davon (also 88,9 Prozent) überstanden sie unbeschadet. Von den drei bei numerischer Unterlegenheit kassieren Gegentreffer in dieser Saison erzielte der EHC Linz im ersten Saisonduell gleich zwei.

 

Der Gegner:

Der EHC Linz musste in der vergangenen Saison erstmals in der Klubgeschichte den „Umweg“ über die Qualifikationsrunde in die Play-Offs nehmen, in der KO-Phase scheiterten die Oberösterreicher dann gleich in Runde eins an den Graz 99ers. Auch der Start in die neue Spielzeit verlief nicht ganz optimal, was aber in erster Linie der geringen Anzahl an Heimspielen geschuldet ist: Aufgrund der Umbauarbeiten an der Keine Sorgen EisArena trat der EHC bislang erst drei Mal vor eigenem Publikum an. Das erste Saisonduell mit dem EC-KAC entschieden die Black Wings Ende September in Klagenfurt mit 4:2 für sich, obwohl die Rotjacken sowohl hinsichtlich des Scheibenbesitzes (29:37 resp. 16:51 Minuten) als auch bei den Toschüssen (46 resp. 26) ein massives Übergewicht aufwiesen.

Aktueller Topscorer des EHC Linz ist einmal mehr Brian Lebler, der bereits bei neun Zählern hält, die Partie am Freitag in Graz (0:4) aber verletzungsbedingt verpasste und auch für das Spiel gegen Klagenfurt fraglich ist. Gut in das Team eingefügt haben sich auch die beiden sommerlichen Neuzugänge Marek Kalus (drei Saisontreffer inklusive dem Game Winning Goal in der Partie in Klagenfurt) und der als Vorlagengeber glänzende Mark McNeill. Die beiden führen das Korps von insgesamt sechs neuen Import-Verpflichtungen für 2019/20 an.

Dem EC-KAC standen die Black Wings seit ihrem „Aufstieg“ in die höchste Spielklasse im Jahr 2000 bislang 129 Mal gegenüber, die Mehrheit der ausgetragenen Partien - 70 gegenüber 59 - konnten sie auch für sich entscheiden. Den Rotjacken fällt es an der Donaulände traditionell eher schwer, zu Torerfolgen zu kommen: Von allen aktuellen EBEL-Arenen erzielte der Rekordmeister seit der Liga-Neugründung (2000) nur in Salzburg (2,33 pro Spiel) noch weniger Treffer als in Linz (2,40).

 

Die Personalien:

Der EC-KAC wird das Auswärtsspiel in Linz mit dem exakt gleichen Aufgebot bestreiten, das auch am Freitagabend beim Heimsieg gegen Villach zum Einsatz kam. Es fehlen unverändert Steven Strong, Marcel Witting und Niki Kraus, alle übrigen Kaderspieler stehen zur Verfügung. Auch im Lineup stehen wieder Michael Kernberger und Daniel Obersteiner, die beide am Samstagabend zum Zwecke des Formerhalts auch im Farmteam in der Alps Hockey League auflaufen werden.

 

Der Kommentar:

„Wie immer gilt unser primärer Fokus dem Versuch, unser Spiel und unser System über 60 Minuten durchzuziehen. Im Heimspiel gegen Linz hatten wir Probleme, unsere zahlreichen Chancen in Treffer umzumünzen, da wollen wir uns verbessern. Aufzupassen gilt es auch auf das Powerplay der Black Wings, das gegen uns zuletzt zwei Mal anschreiben konnte. Wir müssen also eisläuferisch auf der Höhe sein, um nicht in Versuchung zu geraten, zu viele unnötige Strafen zu nehmen. Aber grundsätzlich gilt: Egal, gegen wen und wo wir spielen, wenn wir diszipliniert unser System umsetzen, haben wir immer eine gute Chance, drei Punkte einzufahren.“ (Manuel Geier, Stürmer EC-KAC)