Start in die letzte Woche der Regular Season

Im ersten seiner drei verbleibenden Spiele im Grunddurchgang 2020/21 tritt der EC-KAC am Dienstagabend bei der Nummer eins der Liga, dem HCB Südtirol, an.

Foto: HCB Südtirol/Antonello

 

Die Eckdaten:

In seinem 46. Saisonspiel in der bet-at-home ICE Hockey League trifft der EC-KAC am Dienstagabend (Spielbeginn: 19.45 Uhr) auswärts auf den bereits als Sieger des Grunddurchgangs feststehenden HCB Südtirol. In der PalaOnda kommt es damit zum Duell zwischen dem aktuellen Tabellenersten und -zweiten der Pick Round. Diese Begegnung wird in Österreich nicht im TV übertragen, der Gastgeber bietet jedoch wie heuer üblich einen Livestream über die Liga-Plattform live.ice.hockey an. Über den Spielverlauf berichten in Echtzeit zudem der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC war in zwei der jüngsten drei Runden spielfrei und verlor dazwischen am vergangenen Freitag auf eigenem Eis gegen den EC Salzburg mit 3:5. Dennoch liegen die Klagenfurter unverändert auf dem zweiten Tabellenplatz, den sie in dieser Woche in den Auswärtsspielen in Bolzano und Wien sowie zu Hause gegen Székesfehérvár verteidigen wollen, um sich für die Champions Hockey League zu qualifizieren und sich eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs zu sichern. Dem HCB Südtirol, dem Dominator der bisherigen ICE-Spielzeit, begegneten die Rotjacken heuer meist auf Augenhöhe: Drei der fünf direkten Duelle gingen an den EC-KAC, nach Punkten hat mit 8:7 der Grunddurchgangssieger die Nase knapp vorne.

Der HCB Südtirol setzte seinen bemerkenswerten Lauf aus der ersten Phase der Regular Season auch in der Pick Round fort: Aus den ersten sechs Begegnungen resultierten fünf Siege, nur dem EC-KAC gelang es, die Füchse in der Zwischenrunde zu bezwingen (4:2 in Klagenfurt am 21. Februar). Am Sonntag siegten die Italiener beim EC Salzburg mit 4:0, wodurch sie nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen sind. Wie in der vergangenen Spielzeit geht der HCB also als Klassenprimus in die Playoffs, die beiden noch ausständigen Heimspiele in dieser Woche gegen Klagenfurt und Wien können daran nichts mehr ändern. Die Rotjacken empfingen die Italiener im laufenden Spieljahr bislang zwei Mal in der PalaOnda, Mitte Dezember setzte sich der EC-KAC mit 3:2 nach Verlängerung durch, Anfang Februar siegte Bolzano mit 4:3.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – Während der EC-KAC am Sonntag spielfrei war, setzte sich der HCB Südtirol auswärts beim EC Salzburg mit 4:0 durch. Die Italiener sind damit in der Pick Round nicht mehr von Tabellenplatz eins zu verdrängen, sie werden am Sonntag als erstes Team ihren Viertelfinalgegner wählen. Fix ist damit auch, dass sich jener Klub, der am Ende der laufenden Woche auf Rang zwei liegt, für die Champions Hockey League qualifiziert.

5 – Stürmer Nick Petersen hat in jedem der fünf Pick Round-Spiele gepunktet und ist in diesem zweiten Meisterschaftsabschnitt mit sechs Zählern auch der Führende in der teaminternen Scorerwertung. Hinter ihm liegen Clemens Unterweger und Manuel Ganahl mit jeweils fünf sowie Samuel Witting und Thomas Koch mit jeweils vier Punkten.

5:01 – Das Penalty Killing der Rotjacken ist unverändert das effizienteste der gesamten Liga, zeigte sich zuletzt aber recht anfällig: In jedem der fünf Pick Round-Spiele kassierten die Klagenfurter zumindest einen Verlusttreffer mit einem Mann weniger am Eis. Benötigte das gegnerische Powerplay in Grunddurchgangsphase eins noch durchschnittlich 14:23 Minuten Überzahl, um zu einem Torerfolg zu gelangen, so lag dieser Wert in der Pick Round bei nur 5:01 Minuten.

54 – In der heimischen PalaOnda war der HCB Südtirol in der laufenden Spielzeit kaum zu schlagen, nur Fehérvár AV19 und der EC Salzburg - beide innerhalb von weniger als 24 Stunden am 9. und 10. Januar 2021 - konnten Bolzano mit drei Punkten im Gepäck verlassen. Insgesamt holten die Füchse auf eigenem Eis bislang 54 von 66 möglichen Zählern, nur fünf der zehn ICE-Gegner konnten heuer jemals Punkte aus Italien entführen. 

68,2 – Die Rotjacken sind unverändert die erfolgreichste Mannschaft der Liga in Auswärtsspielen. Aus 22 Partien stehen starke 45 Zähler bei einem Torverhältnis von 71:41 zu Buche. 15 Mal konnte der EC-KAC heuer in der Fremde bereits siegen, die sich ergebende Witting Percentage von 68,2 Prozent ist die höchste der Klagenfurter in Auswärtsspielen seit der Saison 2000/01.

 

Der Gegner:

Der HCB Südtirol spielte bislang eine herausragende Saison, die Füchse fuhren pro Ligaspiel im Schnitt 2,09 Punkte ein - ein Wert, der in den vergangenen 13 Spielzeiten nur zwei Mal (2014/15 vom EC Salzburg und 2016/17 von den Vienna Capitals) überboten wurde. Speziell auf eigenem Eis waren die Italiener kaum zu bezwingen, in 22 Heimspielen blieben sie lediglich zwei Mal ohne Punkt. Insgesamt gewann das Team von Head Coach Greg Ireland 69,6 Prozent seiner Saisonpartien. Zum Vergleich: In seinen ersten sieben Jahren im Bewerb, die mit zwei Meistertiteln bekanntlich alles andere als erfolglos waren, siegte der Klub im Schnitt in 53,8 Prozent seiner Begegnungen.

Aktueller Topscorer der Füchse ist Dustin Gazley (17 Tore, 27 Assists), der sich zuletzt auch in prächtiger Form präsentierte: Zum 4:0-Erfolg in Salzburg am Sonntag steuerte er zwei Treffer bei, beim letzten Sieg gegen die Rotjacken Anfang Februar (4:3) war er an allen vier HCB-Toren als Schütze oder Vorlagengeber beteiligt. Unmittelbar hinter ihm in der teaminternen Punktewertung liegt mit Brett Findlay (41 Zähler) sein kongenialer Linienkollege, dann folgt mit Dennis Robertson bereits der erste Verteidiger. Der Kanadier steigerte nach einer soliden Premierensaison beim Klub im laufenden Spieljahr seine offensive Kontribution weiter, seine bisher neun Tore werden heuer ligaweit von keinem anderen Abwehrspieler übertroffen. Als Klagenfurt zuletzt in der PalaOnda gastierte und im zweiten Drittel bereits mit 3:1 führte, drehten die Füchse das Score und letztlich war es Robertson, der den entscheidenden Treffer zum 4:3-Endstand erzielen konnte.

Die historische Bilanz aus Begegnungen zwischen dem HCB Südtirol und dem EC-KAC in Bewerbsspielen ist nahezu ausgeglichen. Insgesamt 73 Duelle aus Europacup, Alpenliga, Europäischem Ligacup, EBEL und ICE stehen zu Buche: 37 Mal siegte Klagenfurt, 34 Mal Bolzano, zwei Konfrontationen endeten ohne Verlängerung unentschieden. Auch bei den erzielten Toren liegen die Rotjacken mit 211:200 knapp voran. Von den jüngsten neun Begegnungen in Italien gewannen die Klagenfurter zwar vier, jedoch nur eine einzige nach regulärer Spielzeit.

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC kehrt gegen den HCB Südtirol der zuletzt gesperrte Manuel Geier zurück in das Aufgebot, er nimmt wieder seine Mittelstürmerposition zwischen Zwillingsbruder Stefan und Daniel Obersteiner ein. Ansonsten sind gegenüber der jüngsten Heimniederlage gegen Salzburg keine Änderungen im Lineup vorgesehen, Michael Kernberger in der Abwehr und Alexander Cijan im Angriff sind als zusätzliche Kräfte mit dabei. Die Rotjacken werden also exakt mit jenen 22 Akteuren antreten, die schon beim Heimsieg gegen Bolzano vor zehn Tagen zum Einsatz gekommen waren.

 

Der Kommentar:

„Wir haben im Verlauf der letzten Wochen nun schon einige Male mit Bolzano die Schläger gekreuzt, wissen also sehr genau, was uns erwartet. Sie schalten schnell um, sind kompakt und stehen in der Tabelle nicht zufällig ganz oben. Unser Fokus richtet sich aber weniger auf den Gegner, sondern in erster Linie auf uns selbst, gerade nach einem weniger guten Spiel wie dem letzten. Wir haben es uns selbst und dem HCB heuer schon mehrfach bewiesen, dass wir sie schlagen können. Die Zielsetzung für den Dienstag ist es, so aufzutreten, dass uns das wieder gelingt.“ (Matt Fraser, Stürmer EC-KAC)