Start in die Zwischenrunde gegen Wien

Am ersten Spieltag der Pick Round empfängt der EC-KAC am Sonntagnachmittag die Vienna Capitals in Klagenfurt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

In die am Sonntag beginnende Pick Round der bet-at-home ICE Hockey League startet der EC-KAC mit einem Heimspiel: Die Rotjacken empfangen die Vienna Capitals in der Stadthalle Klagenfurt, Spielbeginn ist bereits um 16.30 Uhr. Live zu sehen ist das fünfte Saisonduell zwischen diesen beiden Klubs ausschließlich im TV-gerecht produzierten Livestream, der nach dem Pay-per-View-Prinzip (€6,90 pro Ticket) über die Liga-Plattform live.ice.hockey ausgestrahlt wird. Sendungsbeginn ist um 16.15 Uhr. Zudem berichten der Live-Ticker auf kac.at und Radio Kärnten in Echtzeit über den Verlauf dieser Begegnung.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC hat die erste Phase des Grunddurchgangs auf Platz zwei und damit so hoch gereiht wie noch nie zuvor seit der Einführung des aktuellen Liga-Modus abgeschlossen. Die Klagenfurter starten mit zwei Bonuspunkten in die Pick Round, in der es bekanntlich um das Heim- und Gegnerwahlrecht in der ersten Playoff-Runde sowie auch um das zweite ICE-Ticket für die Champions Hockey League geht. Gegen die Vienna Capitals konnten die Rotjacken drei von vier bisherigen Saisonduellen gewinnen (1:0 und 3:2 auswärts, 5:3 zu Hause), lediglich Ende November mussten sie sich den Wienern auf eigenem Eis und nach Verlängerung mit 4:5 geschlagen geben. 

Die Vienne Capitals beendeten den ersten Teil der Meisterschaft auf Rang vier, erstmals in der Klubgeschichte starten sie ohne jeden Bonuspunkt in die Zwischenrunde. Einmal mehr stellte der Hauptstadtklub in der laufenden Saison seine Regular Season-Konstanz unter Beweis, Wien schaffte zum neunten Mal in Serie den Sprung in die Pick Round. Allerdings stotterte der Caps-Motor in den vergangenen Wochen nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Verletzungen ein wenig: Von allen elf Klubs hat im Verlauf seiner letzten zehn Ligaspiele nur Villach (neun) weniger Punkte gesammelt als Wien (13).

 

Die Zahlen zum Spiel:

0 – Seit der erstmaligen Einführung der Zwischenrunde (2007/08) verzeichneten die Klubs der EBEL bzw. ICE insgesamt 127 Teilnahmen an diesem zweiten Meisterschaftsabschnitt. Nur ein einziges Mal behielt ein Team in der Pick oder Qualification Round eine gänzlich weiße Weste: Die Vienna Capitals, späterer Vizemeister, verloren 2018/19 kein einziges ihrer zehn Spiele.

3 – Thomas Hundertpfund (drei Spiele), Paul Postma (zwei) und Johannes Bischofberger (eines) punkteten bei jedem ihrer bisherigen Saisoneinsätze gegen die Vienna Capitals. Der Mittelstürmer zeichnete bei den beiden Auswärtssiegen in Wien (1:0 und 3:2) auch jeweils für das Game Winning Assist verantwortlich.

4,2 – In der Kategorie Shot Blocking führt die teaminterne Wertung beim EC-KAC unverändert Paul Postma an, der pro 60:00 Minuten Time-on-Ice im Schnitt 4,2 Schüsse des Gegners stoppt. Auf den Plätzen folgen Kele Steffler (3,6), Blaž Gregorc (3,4) und Stefan Geier (3,2).

9 – Matt Fraser und Thomas Koch prolongierten ihren Point Scoring Streak auch im letzten Ligaspiel gegen Fehérvár AV19: Die beiden Stürmer haben jeweils in jeder der jüngsten neun Partien gepunktet. Letztmals gingen sie im Heimspiel gegen den HCB Südtirol am 12. Januar leer aus. 

13 – Die Rotjacken punkteten in jeder der letzten 13 direkten Begegnungen mit den Vienna Capitals. In diesem Zeitraum (beginnend mit dem 20. April 2019) verbuchten die Klagenfurter in Partien gegen Wien 32:7 Punkte und 39:25 Tore. 

56,2 – In jedem der vier bisherigen Saisonduelle mit den Vienna Capitals gewannen die Rotjacken mehr als die Hälfte der Faceoffs, insgesamt liegt ihre Erfolgsquote am Anspielpunkt gegen Wien heuer bei 56,2 Prozent. Sehr wesentlichen Anteil daran hatte Thomas Koch, der 57 seiner 78 Duelle - oder famose 73,1 Prozent - für sich entschied.

 

Der Gegner:

Die Vienna Capitals absolvierten die bisherige Saison durchwegs solide: Ein guter Saisonstart mit Punkten in acht der ersten neun Spiele sowie eine Serie von fünf Siegen am Stück rund um den Jahreswechsel legten den Grundstein dafür, dass die neunte Pick Round-Qualifikation hintereinander nie wirklich in Gefahr war. Zu diesem positiven Zwischenfazit gelangte der Hauptstadtklub mit einem stark rot-weiß-rot geprägten Aufgebot: 72,9 Prozent aller Plätze in den Caps-Lineups in der laufenden Spielzeit gingen an österreichische Cracks, ligaweit lag dieser Anteil nur beim EC-KAC (77,2 Prozent) höher.

In der teaminternen Topscorer-Wertung Wiens belegen allerdings dennoch Importspieler fünf der ersten sechs Plätze, durchbrochen wird diese Phalanx nur von Ali Wukovits (elf Tore, 24 Vorlagen), dem aktuell zweitbesten österreichischen Punktesammler in der Liga hinter Brian Lebler. Der Mittelstürmer führt eine Riege starker einheimischer Cracks im Capitals-Kader an, der auch der wiedergenesene Rafael Rotter, der im Sommer vom EC-KAC zum Klub geholte Marco Richter und Kapitän Mario Fischer angehören. Sie alle wurden wie auch Stammtorhüter Bernhard Starkbaum und sein im letzten Duell mit Klagenfurt groß aufspielender Backup Sebastian Wraneschitz in Wien geboren.

Zum Start in die Pick Round dürften sich im sprichwörtlichen „Lazarett“ der Capitals die Reihen wieder etwas lichten, das Team von Head Coach Dave Cameron hatte im bisherigen Saisonverlauf mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen, nur vier Kaderspieler konnten in sämtlichen 40 Partien mitwirken. Die Zwischenrunde liegt den Wienern: Seitdem in der EBEL bzw. ICE in diesem Modus gespielt wird (im Spieljahr 2007/08 und jedem seit 2011/12), haben im zweiten Meisterschaftsabschnitt nur Znojmo (1,83) und Salzburg (1,77) mehr Punkte pro Pick oder Qualification Round-Partie gesammelt als die Capitals.

In Begegnungen mit den Rotjacken hatten die Donaustädter zuletzt allerdings einen schweren Stand, elf der jüngsten 15 direkten Duelle gingen an den EC-KAC. Der konnte seinen Vorsprung in der ewigen Bilanz aus Konfrontationen zwischen diesen beiden Klubs damit auf 73:64 Siege ausbauen. Die Stadthalle verließen die Capitals bei ihren letzten acht Auftritten sieben Mal als Verlierer und nie mit einem „Dreier“, Wiens letzter Sieg auf Klagenfurter Eis in regulärer Spielzeit datiert vom 5. März 2019.

 

Die Personalien:

Mit Ausnahme der Langzeitverletzten David Fischer und Niki Kraus stehen dem EC-KAC zum Pick Round-Auftakt sämtliche Kaderspieler zur Verfügung. In den intensiven Trainingseinheiten der vergangenen beiden Tage zeichnete sich ab, dass Daniel Obersteiner wieder an seine angestammte Position in der Sturmformation mit Thomas Hundertpfund und Johannes Bischofberger zurückkehren wird, in den anderen Blöcken sind keine Änderungen hinsichtlich der personellen Konstellation zu erwarten.

 

Der Kommentar:

„Wir haben in dieser Woche dank einiger freier Tage gut regeneriert, die Akkus sind wieder aufgeladen. Jetzt startet mit der Pick Round ein wichtiger Acht-Spiele-Zyklus, in dem wir uns weiter verbessern möchten. Wir haben in den beiden vergangenen Tagen hart trainiert und auch ausführlich analysiert, in welchen Bereichen wir uns wie steigern können und sollen, insofern sind wir bereit. Spiele gegen Wien sind eigentlich immer gute, intensiv geführte Partien, darauf freuen wir uns. Unsere Zielsetzung sind natürlich drei Punkte.“ (Rok Tičar, Stürmer EC-KAC)