Start ins neue Jahr

Der EC-KAC eröffnet 2021 mit einem Auswärtsspiel bei den Graz 99ers am Neujahrstag, dem zweiten Duell mit den Steirern innerhalb von 48 Stunden.

Foto: Graz 99ers/Krainbucher

 

Die Eckdaten:

Saisonspiel Nummer 27, das erste im neuen Kalenderjahr, führt den EC-KAC in die Steiermark: Am Freitagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) treten die Rotjacken im zweiten Teil des „Back-to-Back“-Duells auswärts bei den Graz 99ers an. Diese Begegnung überträgt Sky Sport Austria live, auch der Live-Ticker auf kac.at sowie (ab 18.04 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten informieren in Echtzeit über den Spielverlauf.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC musste sich im letzten Spiel des Jahres 2020 mit einem Zähler begnügen, die Rotjacken unterlagen den Graz 99ers am Mittwoch auf eigenem Eis mit 1:2 nach Verlängerung. Insgesamt sind die Klagenfurter aber weiterhin klar in Richtung Pick Round unterwegs, sie punkteten in acht ihrer jüngsten zehn Spiele und stehen aktuell auf Position vier in der ICE-Tabelle. Das Auswärtsranking führt der EC-KAC sogar an: In jedem der letzten sechs Spiele in der Fremde wanderten Punkte auf das rot-weiße Konto, fünf Mal davon trug das Team von Petri Matikainen und Juha Vuori auch den Sieg davon. Das erste Saisonduell mit den 99ers auf Grazer Eis konnte Klagenfurt mit 6:3 gewinnen, in dieser Begegnung trugen sich sechs verschiedene Cracks in die Torschützenliste ein, drei der Treffer gelangen im Powerplay.

Die Graz 99ers fuhren in Spiel eins nach dem Trainerwechsel einen OT-Sieg in Klagenfurt ein und schoben sich in der Tabelle damit wieder am HC Innsbruck vorbei auf Rang sieben. In ihrer elften und letzten Partie im Monat Dezember konnten die Steirer am Mittwoch ihren erst zweiten Sieg einfahren. Die Effizienz in der Offensive - jetzt insgesamt drei Treffer in den letzten vier Partien - ließen die 99ers zwar auch in der Stadthalle vermissen, insgesamt brachten sie jedoch eine couragierte und ambitionierte Vorstellung aufs Eis. Den entscheidenden Treffer in der Verlängerung erzielte Graz im Powerplay, zuvor war man in 15 seiner 25 Saisonspiele ohne Überzahltreffer geblieben.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1,73 – Die Rotjacken sammelten im bisherigen Saisonverlauf durchschnittlich 1,73 Zähler pro Ligaspiel, nur in einer ihrer jüngsten sieben Spielzeiten - im Meisterjahr 2018/19 mit 1,87 - lag ihr Punkteschnitt höher.

6 – Johannes Bischofberger traf und punktete bei beiden seiner zwei Einsätze nach seiner Rückkehr in das KAC-Lineup. Insgesamt brachte der Flügelstürmer damit in sechs seiner jüngsten sieben Partien Zähler auf sein individuelles Konto, gemessen an der Time-on-Ice ist er Klagenfurts drittbester Scorer (hinter Thomas Hundertpfund und Nick Petersen).

11 – Seit 2010 werden in Österreichs höchster Spielklasse Begegnungen am Neujahrstag ausgetragen, die Rotjacken agierten dabei nur bedingt erfolgreich: In ihren bislang elf Partien am ersten Tag des Jahres holten sie nur 14 von 33 möglichen Zählern, lediglich vier dieser elf Spiele konnten sie gewinnen.

99 – Das erste Überzahlspiel der Rotjacken im Auswärtsspiel in Graz wird das 100. KAC-Powerplay in der laufenden Saison sein. Von den bisher 99 Sequenzen numerischer Überlegenheit - mit 3,81 pro Spiel der vierthöchste Wert der Liga - nutzten die Klagenfurter 20 zum Torerfolg, ihre Erfolgsquote liegt demnach bei 20,2 Prozent.

209 – Das nunmehrige Merkur Eisstadion in Graz ist die einzige aktuelle ICE-Spielstätte (außer der eigenen), in der der EC-KAC bislang mehr als 200 Treffer erzielt hat. Exakt gelangen den Rotjacken in Liebenau 209 Tore, von 65 Spielen dort gewannen sie 41, woraus sich eine starke Winning Percentage von 63,1 Prozent ergibt.

 

Der Gegner:

Die Graz 99ers holten im bisherigen Saisonverlauf 1,35 Zähler pro Partie und liegen damit ganz exakt im Schnitt aus ihren bisherigen 20 Spielzeiten in Österreichs höchster Spielklasse. Gemessen an den in den vergangenen Jahren gestiegenen Ansprüchen in Liebenau war diese Zwischenbilanz allerdings zu dürftig, sodass es am vergangenen Wochenende zum Wechsel auf der Head Coach-Position kam: Der vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegene Jens Gustafsson konnte sich am Mittwoch beim 2:1-Auswärtssieg nach Verlängerung in Klagenfurt über einen erfolgreichen Einstand freuen. Insgesamt performten die Steirer in den vergangenen Wochen jedoch recht durchwachsen: Seit dem 3:1-Heimerfolg über Linz Ende November, damals noch als Tabellenführer, holte Graz in 13 Runden nur sieben von 39 möglichen Zählern.

Anders als in den beiden ersten Saisonduellen mit dem EC-KAC agierten die Graz 99ers im Duell am Mittwoch mit vier kompletten Angriffsformationen, in Kombination mit dem gut exekutierten Trap in der neutralen Zone gelang so ein weiterer Auswärtserfolg in der Stadthalle. Der teaminterne Topscorer Tony Cameranesi blieb in Klagenfurt zwar ohne Punkt, die im Ranking unmittelbar hinter ihm stehenden Hunter Fejes, Johan Porsberger und Oliver Setzinger konnten jedoch allesamt anschreiben. Toll in Szene gesetzt hat sich auch Goalie Felix Nussbacher: Nach seinem Shutout bei seinem ersten Auftritt im Oktober kassierte er auch im zweiten Gastspiel bei den Rotjacken nur einen Gegentreffer, in beiden Partien kombiniert parierte der 21-Jährige somit 68 von 69 KAC-Schüssen auf sein Gehäuse.

In der ewigen Bilanz aus Duellen mit dem EC-KAC liegen die Graz 99ers deutlich im Hintertreffen (46:88 Siege, 325:475 Tore), speziell auf eigenem Eis hatten die Steirer in der jüngeren Vergangenheit mit den Rotjacken Probleme: Die Kärntner verließen Graz nur bei vier ihrer letzten 18 Auftritte ohne Punkt.

 

Die Personalien:

Dem EC-KAC steht in dieser Begegnung annähernd das gleiche Personal zur Verfügung wie im „Hinspiel“ am Mittwoch: David Fischer, Niki Kraus und Valentin Hammerle fehlen, David Madlener ist hingegen wieder gesund und kehrt somit in das Aufgebot zurück. Vorgesehen ist der Wechsel auf sieben Verteidiger und 13 Stürmer, Marcel Witting rückt somit wieder in das Lineup auf.

 

Der Kommentar:

„Wir hatten im Heimspiel Probleme, uns auf den Gegner einzustellen, Stichwort Trainerwechsel und neue Spielanlage, daher waren unsere ersten zwei Drittel nicht gut. Abschnitt drei hat dann gepasst und daran müssen wir jetzt auswärts anknüpfen. Es geht darum, von Anfang an Druck zu machen, wir dürfen den 99ers erst gar keine Zeit dazu geben, dass sie ihre Trap in der neutralen Zone aufbauen. Wenn wir in Graz schnell spielen und rasch in die Offensivzone gelangen, haben wir gute Chancen, uns zu revanchieren und zu gewinnen.“ (Manuel Geier, Stürmer EC-KAC)