Vor der Pause noch gegen Fehérvár

Mit einem guten Spiel möchten die Rotjacken am Sonntag auf eigenem Eis ihre erfolgreichste erste Grunddurchgangsphase der Historie bestätigen.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Im 40. und letzten Spiel der ersten Grunddurchgangsphase in der bet-at-home ICE Hockey League genießt der EC-KAC am Sonntagnachmittag Heimrecht. Die Begegnung mit Tabellennachbar Fehérvár AV19 beginnt um 16.30 Uhr und wird vom Klub (mit Sendungsbeginn um 16.15 Uhr) im TV-gerechten Livestream über die Liga-Plattform live.ice.hockey übertragen. Über den Verlauf der Partie informieren zudem der Live-Ticker auf kac.at sowie Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Nach der knappen 3:4-Niederlage bei Tabellenführer HCB Südtirol am Dienstag setzten sich die Rotjacken am Freitagabend auswärts bei den Vienna Capitals trotz zwischenzeitlichem Zwei-Tore-Rückstand mit 3:2 durch. Der EC-KAC fixierte damit seine beste jemals erreichte Platzierung in der Abschlusstabelle der ersten Grunddurchgangsphase seit der erstmaligen Einführung der Zwischenrunde (2007/08), die Klagenfurter sind am finalen Spieltag nicht mehr von Rang zwei zu verdrängen. Auf eigenem Eis sind die Rotjacken aktuell die Nummer drei der Liga, jedes der jüngsten vier und sechs der letzten sieben Heimspiele wurden gewonnen.

Fehérvár AV19 spielte bislang eine sehr starke Saison, gleichzeitig mit dem EC-KAC qualifizierte man sich bereits am 24. Januar vorzeitig für die Pick Round und damit auch das Playoff-Viertelfinale. Im elften Spieljahr im aktuellen Modus schafften die Ungarn zum erst vierten Mal (nach 2011/12, 2014/15 und 2018/19) den Sprung in die obere Gruppe der Zwischenrunde. Das Team von Head Coach Antti Karhula ist mit 3,46 erzielten Treffern pro Begegnung die offensivstärkste Mannschaft der Liga, auch auswärts agierte die Mannschaft bislang sehr erfolgreich: 36 eingefahrene Punkte in fremden Hallen werden in der ICE aktuell nur von den Rotjacken (42) überboten. Auch für Fehérvár AV19 wird das Spiel am Sonntag keine Auswirkungen mehr auf die Tabelle haben, Rang drei und damit ein Bonuspunkt für die Pick Round sind bereits abgesichert.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – Samuel Witting erzielte am Freitag seinen ersten Ligaspiel-Treffer für die Kampfmannschaft des EC-KAC (in seinem 24. Saisonspiel bzw. seinem 16. mit tatsächlicher Eiszeit). Damit unterstrich er seine gute aktuelle Form, trat er doch auch bei sieben seiner letzten acht Farmteam-Einsätze in der Alps Hockey League als Torschütze in Erscheinung.

1,90 – Fehérvár AV19 spielt aktuell die deutlich beste Saison seiner Ligageschichte: Die Ungarn holten bislang 1,90 Punkte pro Partie, in den ersten 13 Jahren ihrer Zugehörigkeit zur EBEL bzw. ICE waren es 1,29.

3 – Gleich fünf Kaderspieler der Rotjacken haben in jedem der bisher drei Saisonduelle mit Fehérvár AV19 gepunktet: Nick Petersen kam auf acht Zähler, Lukas Haudum und Thomas Koch sammelten vier Punkte, Blaž Gregorc und Rok Tičar schrieben drei Mal an. 

8 – Mit Thomas Koch und Matt Fraser können zwei Stürmer des EC-KAC aktuell beeindruckende Scoring Streaks vorweisen, beide punkteten in jedem der letzten acht Spiele. Koch (drei Tore, sechs Assists) sammelte in diesem Zeitraum neun Zähler, Fraser (je fünf Treffer und Vorlagen) gar zehn. 

21,1 – Auch am Freitag in Wien schrieben die Rotjacken bei numerischem Vorteil an, damit erzielten sie in zehn ihrer 13 Spiele seit dem Jahreswechsel zumindest einen Überzahltreffer. Über die gesamte Saison hinweg gesehen ist das Powerplay des EC-KAC das statistisch beste der bet-at-home ICE Hockey League: 32 Tore aus 152 Gelegenheiten ergeben eine Erfolgsquote von 21,1 Prozent.

333 – Sein Secondary Assist beim spielentscheidenden Treffer von Steven Strong am Freitag war der 333. Scorerpunkt von Thomas Hundertpfund in Österreichs höchster Spielklasse. Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 hat nur Thomas Koch (aktuell 611) mehr Zähler für den EC-KAC gesammelt als er.

 

Der Gegner:

Ungarns einziger Vertreter in der bet-at-home ICE Hockey League kann auf eine sehr erfolgreiche bisherige Saison zurückblicken: 63,2 Prozent aller möglichen Punkte wurden eingefahren, womit man aktuell deutlich über dem bisherigen Vereinsrekord aus zuvor 13 Spielzeiten in der Liga (52,8 Prozent in der Saison 2014/15) liegt. Speziell die Offensive Székesfehérvár wusste bislang zu überzeugen, in exakt einem Drittel seiner 39 Begegnungen erzielte man fünf oder mehr Treffer. Die 3,46 Tore pro Partie entsprechen nicht nur dem Bestwert aller elf Teams, sondern bedeuten auch eine veritable Steigerung von 23,8 Prozent gegenüber dem Schnitt von Fehérvár AV19 während seiner gesamten Ligazugehörigkeit.

Diese Produktivität im Angriff wirkt sich auch auf die individuellen Kennzahlen der Kaderspieler aus: Von den ligaweit 24 Spielern, die bislang mehr als 30 Scorerpunkte verbuchen konnten, stehen gleich fünf bei den Ungarn unter Vertrag - Höchstwert aller Teams. Klubinterner Topscorer ist der im Sommer mit einem Mehrjahresvertrag zum Klub zurückgelockte Nationalspieler János Hári, dessen 38 Zähler als Beleg für seine Schlüsselrolle im Offensivspiel der Mannschaft gesehen werden können. Erfolgreichster Torjäger im Team ist ebenfalls ein ungarischer Akteur: Csanád Erdély konnte heuer bereits 18 Mal jubelnd abdrehen, darunter auch in jedem der letzten drei Spiele. In den drei bisherigen Saisonduellen mit den Rotjacken trafen für Székesfehérvár aus dem Spiel heraus ausschließlich einheimische Spieler, lediglich den entscheidenden Shootout-Treffer beim einzigen Sieg über die Klagenfurter erzielte mit Alex Petan der punktebeste Import im Kader.

Das sonntägige Aufeinandertreffen zwischen dem EC-KAC und Fehérvár AV19 ist das 70. der Ligageschichte, mit 37:32 Siegen (bei 224:167 Toren) spricht die historische Bilanz für die Kärntner. Bemerkenswert ist die deutliche Heimtendenz in Duellen dieser beiden Klubs, mehr als zwei Drittel der Spiele - exakt 69,6 Prozent - endeten mit einem Heimsieg. Bei ihrem ersten Auftritt in der Stadthalle in der heurigen Spielzeit unterlagen die Ungarn Mitte November glatt mit 0:5.

 

Die Personalien:

Die Rotjacken werden das für die Tabellensituation bereits bedeutungslose Heimspiel gegen Fehérvár AV19 mit dem stärksten zur Verfügung stehenden Lineup bestreiten. Vorbehaltlich kurzfristiger Ausfälle ist vorgesehen, die gleichen 22 Spieler zum Einsatz zu bringen, die auch beim Auswärtssieg in Wien am Freitag aufgelaufen waren. Daniel Obersteiner sammelt am Samstagabend im AHL-Auswärtsspiel des Farmteams beim HC Pustertal zusätzliche Spielpraxis, er ist am Sonntag als zusätzlicher Stürmer eingeplant. Zwischen den Pfosten wird im letzten Spiel der ersten Grunddurchgangsphase David Madlener stehen.

 

Der Kommentar:

„Mit Fehérvár AV19 wartet ein sehr offensivstarker Gegner auf uns, der meist viele Tore erzielt und dementsprechend schwer zu bespielen ist. Wir haben Rang zwei zwar schon fixiert, werden aber keinesfalls nachlässig agieren, ganz im Gegenteil, wir möchten am Sonntag ein Ausrufezeichen in Richtung Pick Round schicken. Wichtig ist, dass wir defensiv gut stehen, da gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Phasen, in denen wir unsere Struktur verließen und so zu verwundbar wurden.“ (Samuel Witting, Stürmer EC-KAC)