Wiederbeginn mit Heimspiel gegen Salzburg

Nach der dritten und letzten Länderspielpause der Saison eröffnet der EC-KAC die Pick Round am Dienstagabend mit der Heimpartie gegen den EC Salzburg.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Am ersten Spieltag der Pick Round der Erste Bank Eishockey Liga trifft der EC-KAC am Dienstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) zu Hause auf den EC Salzburg. Eintrittskarten für diese Begegnung sind noch in sämtlichen Kategorien erhältlich und können durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC, an den bekannten Vorverkaufsstellen oder am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa bezogen werden. Sky Sport Austria überträgt live aus der Stadthalle Klagenfurt, zudem informieren der Ticker auf kac.at sowie (ab 20.03 Uhr) Radio Kärnten im Rahmen des Kärntner Eishockeymagazins über den Spielverlauf.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC hat die nach allen Kennzahlen beste erste Grunddurchgangsphase seit der Einführung des aktuellen EBEL-Spielmodus absolviert, noch nie konnten die Rotjacken in den ersten 44 Runden mehr Punkte holen (83), Siege einfahren (29) oder Tore erzielen (146), auch hinsichtlich der Gegentreffer (96) wurde ein neuer Bestwert erreicht. Die Klagenfurter starten auf Tabellenplatz drei und mit zwei Bonuspunkten in die Pick Round, in den kommenden zehn Begegnungen geht es für sie um viel, werden doch ein weiteres Ticket für die Champions Hockey League 2019/20 sowie das Heim- und Gegnerwahlrecht für die erste Play-Off-Runde ausgespielt.

Der EC Salzburg, der heuer auf internationaler Ebene mit dem Einzug ins CHL-Halbfinale überzeugte, beendete den ersten Saisonabschnitt in der EBEL einen Platz hinter den Rotjacken auf Tabellenrang vier. Weniger Punkte als in der aktuellen Spielzeit fuhren die Bullen in der Phase eins des Grunddurchgangs zuletzt 2012/13 ein. Die beiden jüngsten Konfrontationen mit dem EC-KAC konnte Salzburg (4:2 auswärts, 1:0 zu Hause) für sich entscheiden, die beiden ersten Saisonduelle gingen jedoch (mit 4:2 und 2:1) an die Kärntner.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – Das International Break endete am Samstag mit dem in Klagenfurt ausgetragenen Länderspiel zwischen Österreich und Norwegen, bei dem sich mit Lars Haugen und David Madlener die beiden KAC-Goalies gegenüberstanden. Von den insgesamt 55 Schüssen, mit denen sich die Torhüter konfrontiert sahen, ließen sie nur einen passieren. Beide Schlussmänner wurden nach der Partie als beste Akteure ihrer jeweiligen Mannschaft ausgezeichnet.

6,8 – Wenn Rotjacken und Bullen in der Zwischenrunde auf Klagenfurter Eis aufeinandertreffen, scheinen viele Tore garantiert: In den bislang vier Begegnungen (2008, 2012, 2017 und 2018) fielen nicht weniger als 34 Treffer, durchschnittlich also 6,8 pro Partie.

9 – Seit den beiden Treffern von Adam Comrie im ersten Drittel des ersten Saisonduells konnten die Rotjacken gegen Salzburg nicht mehr bei numerischer Überlegenheit anschreiben. Allerdings kam der EC-KAC seither auch zu nur neun Powerplay-Möglichkeiten mit einer Gesamtdauer von 16:43 Minuten. 

14,0 – In den ersten 44 Runden war Andrew Kozek der schussfreudigste KAC-Stürmer: Der Kanadier gab pro 60:00 Minuten Time-on-Ice durchschnittlich 14,0 Torschüsse (bei 19,7 Shot Attempts) ab. Erst mit Respektabstand folgt dahinter Mitch Wahl (10,3).   

21,7 – Im Verlauf der bisherigen Spielzeit kamen die Angreifer des EC-KAC auf durchschnittlich 17,6 Zone Entries, also Vorstöße ins Offensivdrittel mit Scheibenkontrolle, pro 60:00 Minuten Time-on-Ice. Als aktivster Stürmer der Rotjacken erwies sich dabei Nick Petersen (21,7) vor Mitch Wahl (20,6).

130 – Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 stand der EC-KAC gegen keinen Klub öfter am Eis als gegen den (erst 2004 in die EBEL gekommenen) EC Salzburg: Bislang traf man sich 130 Mal, wobei die Bullen in der historischen Bilanz mit 72 zu 58 Siegen sowie 434 zu 372 Toren recht klar voranliegen.

 

Der Gegner:

Nach drei zweiten und zwei ersten Plätzen hat der EC Salzburg die erste Grunddurchgangsphase der Erste Bank Eishockey Liga heuer erstmals seit fünf Jahren nicht auf einem der beiden vordersten Tabellenplätze abgeschlossen. Dennoch dürfen die Bullen zweifellos zu den spielstärksten Mannschaften im Bewerb gezählt werden, was einerseits ihre herausragenden Erfolge in der Champions Hockey League und andererseits auch ihre bislang 181 Ligatore - deutlicher Höchstwert unter allen zwölf Mannschaften - belegen. Unmittelbar vor der Länderspielpause strauchelten die Mozartstädter allerdings ein wenig, nach zuvor sieben Siegen aus acht Partien beschlossen sie den ersten Abschnitt der Meisterschaft (trotz insgesamt 85:59 Torschüssen) mit Auswärtsniederlagen in Znojmo (2:5) und Székesfehérvár (3:6).

Aktueller Topscorer der Bullen ist (wie in jeder der bisher vier Saisonen seit seinem Wechsel zum Klub) John Hughes mit 15 Toren und 38 Assists. Der Kanadier hat, seitdem er sich im Jahr 2014 dem EC Salzburg anschloss, 365 Scorerpunkte gesammelt, kein anderer Spieler in der Liga kam in diesem Zeitraum auf mehr als 300, ihm am nächsten sein Klub- und meist auch Linienkollege Ryan Duncan (296). Unter den vier punktebesten Spielern im heurigen Team finden sich mit Thomas Raffl und Dominique Heinrich auch zwei Österreicher: Der Wiener, der im letzten Duell mit dem EC-KAC für den einzigen Treffer der Partie verantwortlich zeichnete, ist auf gutem Weg, die nach Punkten beste Saison seiner Karriere aufs Eis zu bringen. Bemerkenswert ist, dass in Salzburgs Kader unter den in der aktuellen EBEL-Spielzeit bislang 28 eingesetzten Cracks nur ein einziger, der erst kürzlich verpflichtete Verteidiger Will O’Neill, über eine negative Plus/Minus-Bilanz verfügt.

Auf Klagenfurter Eis fühlten sich die Bullen in den vergangenen Jahren insbesondere in der Regular Season sehr wohl: Von den jüngsten 14 Salzburger Gastspielen in der Stadthalle endeten gleich elf mit einem Auswärtssieg. Nur ein einziges Mal in diesem Zeitraum - im November 2018 - konnten die Rotjacken alle drei Punkte für sich verbuchen.

 

Die Personalien:

Gegenüber dem letzten Ligaspiel, dem 2:1-Auswärtssieg in Linz, kehrt beim EC-KAC Stürmer Johannes Bischofberger ins Lineup zurück. Nicht dabei sind gegen Salzburg Manuel Geier, Matthew Neal und Adam Comrie: Während der Kapitän den Rotjacken noch länger fehlen wird, zeichnet sich bei den beiden Imports jedoch ein baldiges Comeback ab. Im Tor steht bei den Klagenfurtern Lars Haugen, der bei seinen bislang drei Saisoneinsätzen gegen Salzburg auf einen herausragenden Gegentorschnitt von 1,34 verweisen konnte und bei Even Strength überhaupt nur einen Verlusttreffer hinnehmen musste.

 

Der Kommentar:

„Gegen Salzburg erwartet uns ein temporeiches, hart umkämpftes Spiel mit Play-Off-Charakter. Als Verteidiger hoffe ich darauf, dass die Partie wie schon die letzten gegen die Bullen ein Low-Scoring-Game wird. Wir sind für diese Begegnung und für die Pick Round gut gerüstet, unsere Zielsetzung ist es, uns für die Champions Hockey League zu qualifizieren und uns eine möglichst gute Ausgangsposition für die Play-Offs zu schaffen.“ (Martin Schumnig, Verteidiger EC-KAC)