Wiedersehen mit dem HCB Südtirol

Die Rotjacken gastieren am Freitagabend auswärts bei ihrem letztjährigen Play-Off-Viertelfinalgegner, den Füchsen aus Bolzano.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Am Freitagabend (Spielbeginn: 19.45 Uhr) tritt der EC-KAC im Rahmen der Erste Bank Eishockey Liga auswärts gegen den HCB Südtirol an. Diese Begegnung in der PalaOnda zu Bolzano wird nicht im TV übertragen, über den Spielverlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie (ab 20.03 Uhr) das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC nimmt den dritten EBEL-Spieltag vom dritten Tabellenplatz aus in Angriff. Nach einem 5:0-Auftakterfolg gegen Fehérvár AV19 am vergangenen Freitag unterlag der Titelverteidiger am Sonntag beim Vizemeister, den Vienna Capitals, mit 2:3 nach Penaltyschießen. Um ein Haar hätten die Klagenfurter auch aus der Bundeshauptstadt die vollen drei Zähler mitgenommen, glich Wien doch erst 14 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit aus.

Der HCB Südtirol startete mit zwei deutlichen Verlusten, einem 1:5 gegen Salzburg und einem 2:7 in Villach, in die neue Saison. Rückschläge zum Auftakt einer neuen Spielzeit sind für die Füchse jedoch durchaus wiederkehrende Erfahrungen: In drei seiner bislang sechs Jahre in der Erste Bank Eishockey Liga eröffnete der HCB die Saison mit „Back-to-Back“-Niederlagen. Gegen die Rotjacken taten sich die Italiener in der jüngeren Vergangenheit recht schwer: Nur vier der letzten elf Heimspiele gegen den EC-KAC konnten gewonnen werden.

 

Die Zahlen zum Spiel:

9 – In der vergangenen Spielzeit trafen die Rotjacken (in Grunddurchgang, Pick Round und Play-Offs) insgesamt elf Mal auf den HCB Südtirol, neun dieser Begegnungen konnten die Klagenfurter für sich entscheiden. Beide Niederlagen kassierten sie auswärts in der PalaOnda.

9 – Matthew Neal konnte in jedem der sechs Pflichtspiele in der laufenden Saison in Champions Hockey League und Erste Bank Eishockey Liga zumindest einen Scorerpunkt für sich verbuchen. Insgesamt hält der Kanadier bewerbsübergreifend bereits bei neun Zählern (sieben Tore, zwei Assists).

13 – Die Heimstärke des HCB Südtirol erodierte in den vergangenen Spielzeiten zusehends: Die Anzahl der Saisonniederlagen vor eigenem Publikum nahm von 2014/15 (neun) an kontinuierlich zu, nach zehn und zwölf Verlusten in den Folgejahren mussten sich die Italiener in den beiden jüngsten Spieljahren auf heimischem Eis jeweils 13 Mal geschlagen geben.

31,7 – Gegen keinen anderen EBEL-Klub mussten die Rotjacken in der Ligahistorie häufiger Überstunden machen als gegen die Füchse: 13 der bislang 41 direkten Begegnungen, also 31,7 Prozent der Duelle, standen nach regulärer Spielzeit unentschieden und erlebten eine Verlängerung oder ein Shootout.

74,7 – Am Eröffnungswochenende der Erste Bank Eishockey Liga war Thomas Hundertpfund der von seinen Mitspielern am häufigsten adressierte Spieler: Der Mittelstürmer nahm (hochgerechnet auf 60:00 Minuten Time-on-Ice) 74,7 Pässe erfolgreich auf (Schnitt aller eingesetzten Kaderspieler: 53,5).

700 – Thomas Koch bestreitet am Freitag sein 700. Spiel in Österreichs höchster Spielklasse im Trikot des EC-KAC. Seit seinem Debüt (am 10. Dezember 1999 gegen HK Jesenice in der IEL) sammelte der Mittelstürmer für die Rotjacken 552 Scorerpunkte (187 Tore, 365 Assists).

 

Der Gegner:

Der HCB Südtirol zeigte seit dem (in Bolzano traditionell erst vergleichsweise spät abgehaltenen) ersten Eistraining sprichwörtlich zwei Gesichter: Die Füchse gewannen jedes ihrer sechs Testspiele - darunter gegen die DEL-Klubs Ingolstadt und Köln - und kamen in der Pre-Season auf ein starkes Torverhältnis von 29:13. Völlig konträr verlief für den EBEL-Champion von 2014 und 2018 jedoch der Start in die Liga, zu dem es deutliche Verluste gegen Salzburg und in Villach setzte. Den EC-KAC empfangen die Italiener daher als Schlusslicht der freilich noch wenig aussagekräftigen Tabelle.

Weil beim letztjährigen Viertelfinalgegner der Rotjacken aktuell mit Angelo Miceli und Daniel Frank zwei Stürmer verletzungsbedingt passen müssen, verpflichtete der Klub am Dienstag Angreifer Viktor Schweitzer, der bereits in den beiden vergangenen Saisonen insgesamt 121 Mal für die Italiener auf EBEL-Eis stand. Auch ist für die Begegnung mit Klagenfurt das Saisondebüt von Import-Verteidiger Brett Flemming vorgesehen: Der Kanadier, der bereits 2015/16 in der Hauptstadt des Alto Adige auflief, wurde zwar bereits vor zwei Wochen verpflichtet, kam aber erst am Mittwoch in Bolzano an.

Duelle zwischen dem HCB Südtirol und dem EC-KAC waren in den vergangenen Jahren meist eine recht ausgeglichene Angelegenheit: In mehr als der Hälfte (22) der bisherigen Begegnungen (41) trennte die beiden Teams am Ende nur ein einziger Treffer. Dennoch haben die Klagenfurter in der historischen EBEL-Bilanz die Nase mit 24 zu 17 Siegen und 120 zu 101 Toren recht deutlich vorne.

 

Die Personalien:

Die Rotjacken müssen in Bolzano ohne Lukas Haudum (angeschlagen) sowie Niki Kraus und Steven Strong (beide verletzt) auskommen. Zudem sind die Einsätze von Martin Schumnig (angeschlagen) und Topscorer Matthew Neal (krank) fraglich. Ramón Schnetzer rückt unter die Top-6-Verteidiger und Michael Kernberger in das Lineup auf, Johannes Bischofberger kehrt wieder in die vorderen Reihen zurück. Im Tor startet der EC-KAC in Südtirol mit Lars Haugen.

 

Der Kommentar:

„Der HCB Südtirol ist immer ein starker Gegner, speziell wenn er Heimrecht genießt. Wir haben aktuell einige Ausfälle zu beklagen, aber aus diesem Grund sind wir in unserem Kader ja auch breit aufgestellt. Es heißt, noch enger zusammenzurücken, defensiv noch besser zu spielen. Gegenüber der letzten Partie in Wien soll es eine Steigerung unsererseits geben, damit wir die Heimreise aus Südtirol mit drei Punkten im Gepäck antreten können.“ (Patrick Harand, Verteidiger EC-KAC)