Zweiter gegen Erster in der Stadthalle

Als dessen erster Verfolger empfängt der EC-KAC am Sonntagabend Spitzenreiter HCB Südtirol in Klagenfurt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Am vierten Spieltag der Pick Round in der bet-at-home ICE Hockey League empfängt der EC-KAC am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) den HCB Südtirol in der Stadthalle Klagenfurt. Das Spitzenspiel Tabellenzweiter gegen -erster wird im TV-gerecht produzierten Livestream über die Liga-Plattform live.ice.hockey ausgestrahlt, Sendungsbeginn mit Vorberichten und Analysen ist um 17.15 Uhr. Über den Verlauf der Begegnung informieren zudem der Live-Ticker auf kac.at und das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC, der mit zwei Niederlagen, einem 1:2 nach Verlängerung gegen die Vienna Capitals und einem 3:5 bei Fehérvár AV19, in die Zwischenrunde gestartet war, konnte am Freitagabend auswärts beim EC Salzburg seinen ersten Sieg in der Pick Round einfahren: Die Rotjacken, die nach 40 Minuten noch mit 1:2 im Rückstand gelegen waren, siegten nach starkem Schlussdrittel mit 5:2 und kehrten damit wieder auf den zweiten Tabellenrang zurück. Klagenfurt prolongierte im Volksgarten eine starke Serie: Noch nie in den bislang 43 Saisonspielen war man in zwei aufeinanderfolgenden Partien ohne Punkt geblieben.

Der HCB Südtirol, der Dominator der bisherigen ICE-Saison, der sich bereits in der ersten Grunddurchgangsphase das Ticket für die nächstjährige Champions Hockey League gesichert hatte, startete mit zwei Erfolgen in die Pick Round: Die Füchse waren am Freitag spielfrei, besiegten zuvor aber am Sonntag zu Hause den EC Salzburg (4:2) und am Dienstag auswärts die Vienna Capitals (4:3 nach Verlängerung). Insgesamt brachten die Italiener damit in 34 ihrer bislang 42 Saisonspiele Zähler auf ihr Konto. Von den vier bisherigen Konfrontationen mit dem EC-KAC in der laufenden Spielzeit gewann der HCB zwei in regulärer Spielzeit, zwei Mal musste er sich den Klagenfurtern in der Verlängerung geschlagen geben.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – In jedem der bisher vier Saisonduelle trennte den EC-KAC und den HCB Südtirol am Ende der Begegnung nur ein einziger Treffer. Seit dem Liga-Einstieg der Füchse waren mehr als die Hälfte der Begegnungen dieser beiden Klubs - 28 von 51 - sogenannte One-Goal-Games.

5 – Manuel Geier stieg am Freitag zum besten Saisontorschützen der Rotjacken bei numerischem Vorteil auf, er erzielte in Salzburg seinen bereits fünften Powerplay-Treffer 2020/21. Nur Thomas Koch kam ebenfalls auf fünf Tore bei Überzahl, vier Mal schrieben Lukas Haudum, Rok Tičar, Nick Petersen und Matt Fraser an.

10 – Von den zehn Gegnern in der bet-at-home ICE Hockey League ist der HCB Südtirol der einzige, gegen den der EC-KAC eine negative Saisonbilanz vorzuweisen hat. Zwar gewannen beide Teams jeweils zwei direkte Duelle, die Klagenfurter setzten sich aber jeweils erst in der Verlängerung durch.

64,3 – Im bisherigen Saisonverlauf haben die Rotjacken 64,3 Prozent aller möglichen Punkte - 83 von 129 Zähler - gesammelt. Höher lag dieser Wert zuletzt vor zehn Saisonen: 2010/11 wanderten 65,3 Prozent der potenziellen Punkte auf das KAC-Konto.

68 – Der „Doppelpack“ von Thomas Hundertpfund am Freitag in Salzburg war der erste des Mittelstürmers seit saisonübergreifend 68 Spielen. Zuletzt hatte er am 29. November 2019 zwei Tore in einer Partie erzielt, auch damals gelang ihm dies auswärts gegen die Bullen.

 

Der Gegner:

Der HCB Südtirol spielte bislang eine richtiggehende Bilderbuchsaison, noch nie in ihrer Ligageschichte gewannen die Italiener mehr Begegnungen, ihre aktuelle Winning Percentage liegt bei 69,0 Prozent. Auch die gegenwärtigen Schnitte an pro Spiel erzielten (3,24) und kassierten (1,98) Treffern sind Rekordmarken des Klubs seit seinem Einstieg in den Bewerb im Jahr 2013. In der Fremde kamen die Füchse zuletzt aber nicht mehr ganz so einfach zu Erfolgen, seit dem 3:2-Sieg in Klagenfurt am 12. Januar blieb der HCB in sieben aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen ohne „Dreier“, wenngleich drei dieser Partien, zuletzt jene in Wien am Dienstag, nach Verlängerung gewonnen werden konnten.

Teaminterner Topscorer des Tabellenführers ist unverändert Dustin Gazley mit 41 Punkten. Der vor wenigen Wochen eingebürgerte US-Amerikaner hatte mit zwei Treffern und zwei Vorlagen auch maßgeblichen Anteil am 4:3-Erfolg des HCB Südtirol im letzten Aufeinandertreffen mit den Rotjacken. Blendend harmoniert er mit seinem Sturmpartner Brett Findlay, der in der HCB-Scorerwertung mit 38 Zählern auf Rang zwei liegt und dessen Plus/Minus-Bilanz von +28 ligaweit nur von Wiens Ty Loney übertroffen wird. Abgesehen von diesem herausragenden Erstlinienduo verfügen die Italiener aber auch über enorme Tiefe im Kader, jeder der Top-Zwölf-Stürmer verbuchte im bisherigen Saisonverlauf bereits eine zweistellige Anzahl an Scorerpunkten. Auch defensiv agiert das Team sehr kompakt, zumal mit Leland Irving einer der stärksten Torhüter der Liga für den nötigen Rückhalt sorgt. Head Coach Greg Ireland hat der Mannschaft ein sehr effektives taktisches Konzept angedeihen lassen, unter der Führung des Kanadiers siegte Bolzano bislang in 44 von 61 Ligaspielen (Winning Percentage: 72,1 Prozent).

Dem EC-KAC stand der HCB Südtirol seit seinem Einstieg in die Liga bislang 51 Mal gegenüber, die historische Bilanz spricht mit 28:23 Siegen und 137:119 Toren knapp für die Klagenfurter. Allerdings holten die Rotjacken in keinem der letzten saisonübergreifend sieben Duellen einen Sieg nach regulärer Spielzeit, zwei Overtime-Erfolgen standen in diesem Zeitraum fünf Regulation-Niederlagen gegenüber. Zudem waren diese sieben Begegnungen von Torarmut auf beiden Seiten geprägt, insgesamt fielen nur 26 Treffer oder 3,71 pro Spiel.

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC sind keine personellen Änderungen gegenüber dem Auswärtsspiel in Salzburg zu erwarten, unverändert stehen David Fischer, Paul Postma, Dennis Sticha und Niki Kraus nicht zur Verfügung. Die am Freitag als zusätzliche Akteure aufgebotenen Cracks, Michael Kernberger und Alexander Cijan, kommen am Samstagabend im AHL-Team (auswärts gegen Gherdëina) zum Einsatz, um im Rhythmus zu bleiben.

 

Der Kommentar:

„Bolzano ist eine starke Mannschaft, die nicht zufällig über weite Strecken der Saison und nun schon kontinuierlich seit Wochen auf Tabellenplatz eins lag. Für uns ist jedes Spiel bis zu den Playoffs ein guter Test, in der Pick Round gehört jeder Gegner zu den besten Teams der Liga. Der HCB ist tief besetzt, macht die Räume eng und bringt viel Physis ins Spiel, ich denke, man kann sich erneut ein sehr enges Spiel erwarten, in dem es für uns darauf ankommt, von Beginn an präsent und präzise in der Umsetzung unseres Systems zu sein.“ (Nick Petersen, Stürmer EC-KAC)