Off-Season Tagebuch

Der epidemiologisch bedingte, vorzeitige Abbruch der Saison 2019/20 und der aktuell noch völlig offene Starttermin für die kommende Spielzeit bescheren dem Eishockeysport die längste sommerliche Spielpause seit Jahrzehnten. Weil hinter den Kulissen aber sowohl organisatorisch als auch sportlich gearbeitet wird und es dem EC-KAC ein Anliegen ist, seine Sponsoren, Partner und Anhänger über aktuelle Entwicklungen zu informieren, führt Vereinssprecher Hannes Biedermann in dieser Rubrik von kac.at in den kommenden Wochen und Monaten ein "Off-Season Tagebuch", gefüllt mit Geschichten rund um das gegenwärtige Geschehen im Klub.

 

Donnerstag, 18. Juni

Im Mai hatten wir hier im „Off-Season Tagebuch“ angeboten, Fragen von allgemeinem Interesse an uns zu richten, die wir dann an dieser Stelle beantworten. Heute behandeln wir den ersten Schwung an Zusendungen, weitere Fragen für eine zweite Antwortrunde können gerne an hannes.biedermann@kac.at gerichtet werden.

Wie sieht die aktuelle Planung der Saison 2020/21 aus, welche Termine stehen bereits fest? (Daniel A., Schiefling)
Aktuell sind noch keine Rahmentermine fixiert. Für den Profispielbetrieb des EC-KAC entscheidend sind die Vorgaben der österreichischen Bundesregierung bezüglich Indoor-Großveranstaltungen und diese betreffen in ihrer aktuellen Version nur einen Zeitraum, der vor dem ursprünglich angepeilten Termin für den Saisonstart Mitte September endet. Die Liga plant aktuell mehrgleisig und ist auf verschiedene Szenarien vorbereitet. Sobald es rechtliche Klarheit bezüglich der Durchführung von Veranstaltungen in der Größenordnung von Eishockeyspielen gibt, wird der Termin des Saisonstarts festgelegt, wenn auch die Anzahl der an der Liga teilnehmenden Klubs fixiert ist, folgt der Spielplan. 

In den vergangenen Jahren wurde die Verlängerung von Abonnements meist in den Monaten Juni und Juli abgewickelt, wann werde ich meine Dauerkarte heuer verlängern können? (Stefanie G., Klagenfurt)
Die Verlängerungsphase für Abonnements wird sich heuer deutlich nach hinten verschieben. Sobald die Rahmenbedingungen für die kommende Spielzeit, insbesondere Saisonstart und Meisterschaftsmodus, feststehen, wird der EC-KAC die verschiedene Abo-Pakete zusammenstellen und Informationen darüber veröffentlichen. Der Klub plant, eine „Corona-Klausel“ in die Kaufverträge für Dauerkarten 2020/21 einzubauen: Sollte es zu einem späteren Zeitpunkt im Saisonverlauf zu pandemiebedingten Einschränkungen wie beispielsweise behördlich verordneten Kapazitätsbeschränkungen kommen, wird der EC-KAC darauf vorbereitet sein, seinen Abonnent/innen sollen keine Nachteile entstehen.

Wie wird die KAC-Mannschaft in der kommenden Saison aussehen? (André B., Viktring)
Neben den bestehenden Verträgen mit Steven Strong, Lukas Haudum, Rok Tičar und Marcel Witting hat der EC-KAC im Februar die Kooperationen mit Johannes Bischofberger, Thomas Hundertpfund, Clemens Unterweger, Daniel Obersteiner und David Madlener verlängert. Diese neun Akteure bilden den Grundstock des zukünftigen Rotjacken-Aufgebots. Seit dem vorzeitigen Saisonende im März gilt ligaweit eine Vertragssperre, Vereinen ist es nicht erlaubt, neue Verträge mit Spielern abzuschließen, was sowohl Verlängerungen von Kontrakten als auch die Verpflichtung von Neuzugängen betrifft. Die entsprechende Vereinbarung erstreckt sich aktuell bis zum Ende des Monats Juni. Das Bestreben des Klubs ist es, den überwiegenden Großteil seiner österreichischen Akteure auch weiter an den Verein zu binden. Details zur Personalplanung folgen ab dem Ende der ligaweiten Vertragssperre, bereits abschätzen lässt sich, dass der EC-KAC, der in den vergangenen Spielzeiten innerhalb der Liga auf den größten Anteil an österreichischen Kaderspielern verweisen konnte, diese Position weiter ausbauen wird. 

Mein Sohn wird heuer in der U9 des EC-KAC spielen und wir fragen uns, wann das Eistraining wieder beginnen wird? (Johann K.)
Die Nachwuchsteams von der U13 aufwärts absolvieren im Verein aktuell bereits das Sommer- bzw. Trockentraining, das jedoch noch pandemiebedingten Einschränkungen unterliegt. Insbesondere die Einhaltung der Abstandsregeln stellt im Zuge sportlicher Betätigung eine große Herausforderung dar, darum wurden Juniorenspieler/innen aus niedrigeren Altersklassen dazu animiert, sich aus Eigenantrieb sportlich zu betätigen, bis eine Lockerung der behördlichen Vorgaben in Kraft tritt. In den Monaten April und Mai, als noch auf individueller Basis trainiert wurde, stand den Nachwuchsspieler/innen der in Meisterschaften aktiven Teams eine Online-Trainingsdatenbank mit einer Vielzahl an Videos zu Übungen in den Bereichen Athletik und Stickhandling zur Verfügung. Der EC-KAC strebt an, so rasch wie möglich wieder möglichst alle Junior/innen in den vereinsgesteuerten Trainingsbetrieb zu integrieren. Der Beginn des Eistrainings hängt von der Gestaltung des Spielbetriebs in der kommenden Saison ab, die wiederum eine Ableitung aus den entsprechenden gesetzlichen Regelungen darstellt. Aktuell erscheint es realistisch, dass die Eisaufbereitung im Eissportzentrum Klagenfurt im Verlauf der ersten Hälfte des Monats August erfolgen kann.

Kann man sich seine Abo-Plätze für die kommende Saison schon vorreservieren? (Johann K.)
Insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie den aktuellen freut sich der EC-KAC über die ungebrochen hohe Nachfrage nach Dauerkarten, gemessen an den entsprechenden Anfragen würde eine Warteliste für neue Abonnements wohl eine dreistellige Anzahl an Namen umfassen. Wie schon in der Vergangenheit üblich, wird am Beginn des Verkaufszyklus auch heuer die Phase der Abo-Verlängerung stehen, in der bestehende Abonnent/innen die Möglichkeit haben, ihr Saisonticket zu erneuern. Abhängig von den dann noch verfügbaren Kapazitäten soll daran eine Verkaufsphase für Abo-Neukunden anschließen, auf die wiederum der Start des Einzelkartenverkaufs erfolgt. Wie in der Fragebeantwortung weiter oben ausgeführt, wird sich dieser gesamte Prozess heuer terminlich nach hinten verschieben, da zunächst Klarheit betreffend den Rahmenbedingungen wie Saisonstart-Termin und Spielmodus/-plan gegeben sein muss. 

Wann hat der Fanshop in der Stadthalle geöffnet? (Michaela V., Klagenfurt)
Der Fanstore in der Stadthalle bleibt vorerst noch geschlossen, er wird seine Tore erst zu einem dem Saisonbeginn näheren Zeitpunkt wieder öffnen. Bis dahin steht jedoch der Online-Fanshop des EC-KAC durchgehend und uneingeschränkt zur Verfügung. Die Mitarbeiter/innen im Bereich Merchandising konzentrieren sich aktuell auf den Online-Verkauf und die Zusammenstellung der neuen Herbst-Kollektion. 

 

 

Dienstag, 9. Juni

Nach dem Rückblick auf 17 EBEL-Spielzeiten auf Klubebene (siehe Beitrag vom 20. Mai weiter unten) blicken wir heute auf die individuellen Statistiken der von den Rotjacken im Rahmen der Erste Bank Eishockey Liga eingesetzten Spieler. 

Insgesamt liefen zwischen 2003 und 2020 exakt 167 Feldspieler für den EC-KAC auf: Sechs davon trugen das rot-weiße Trikot in nur einem Ligaspiel, bei 23 weiteren blieb die Anzahl der Einsätze im einstelligen Bereich. Die meisten Partien absolvierte Stefan Geier mit 670, knapp dahinter folgen Thomas Hundertpfund (660) und Manuel Geier (652). Dem „500er-Klub“ gehören zehn Akteure an, bei sieben davon handelt es sich um Eigenbauspieler, die übrigen drei kamen im Alter von 20 bzw. 21 Jahren nach Klagenfurt. Aus dem Kreis der Importspieler kamen Kirk Furey (488), Jamie Lundmark (335) und Mike Siklenka (301) auf die meisten Ligaspiele.

Bester Torschütze der Rotjacken in diesen 17 Spielzeiten war Thomas Koch, der mit seinen nunmehr 149 Treffern in der abgelaufenen Saison Jamie Lundmark (140) überholt hat. Den höchsten Schnitt an Treffern pro Spiel erreichte Ralph Intranuovo (0,63), der während seines Kurzgastspiels 2006/07 in 24 Partien 15 Mal traf. Nahe kommt ihm Anthony Iob, dessen 0,61 Tore pro EBEL-Spiel für Rot-Weiß wesentlich aussagekräftiger sind, bestritt er doch 189 Begegnungen. Insgesamt traten 126 KAC-Cracks als Torschützen in Erscheinung, 15 davon trafen nur ein Mal, sieben hingegen über 100 Mal (Thomas Koch, Jamie Lundmark, Anthony Iob, Thomas Hundertpfund, Mike Craig, Manuel Geier und Gregor Hager). 

Auch bei den Torvorlagen wird die Wertung von Thomas Koch angeführt, der insgesamt 301 Assists lieferte. Auf Rang zwei folgt hier mit Kirk Furey (209) bereits ein Verteidiger. 

Folgerichtig ist Thomas Koch auch die klare Nummer eins unter den KAC-Scorern der knapp zwei EBEL-Jahrzehnte: Seinen 450 Zählern kommt mit Thomas Hundertpfund (308) ein weiterer im Klub ausgebildeter Crack am nächsten. Ihm folgen Jamie Lundmark (301), Kirk Furey (261) und David Schuller (260). Einen Schnitt von mehr als einem Scorerpunkt pro Partie schafften sechs der insgesamt 167 eingesetzten Spieler, darunter mit Nick Petersen auch ein aktueller Rotjacken-Stürmer. Von den insgesamt 20 hinsichtlich der Points-per-Game führenden Akteure wurden gleich 15 - darunter die ersten Acht - in Kanada geboren, die besten Österreicher in dieser Kategorie sind Oliver Setzinger (0,88), Daniel Welser (0,79) und wiederum Thomas Koch (0,77).

Zwischen den Pfosten kamen beim EC-KAC im Verlauf der EBEL-Geschichte 16 verschiedene Torhüter zum Einsatz, zwei davon nur in jeweils einer Begegnung. Die meisten Partien bestritt René Swette (227), der daher mit insgesamt 12.966 Minuten auch auf die längste Time-on-Ice kam. Die höchste Save Percentage erreichte Travis Scott (93,47%), den niedrigsten Gegentorschnitt Lars Haugen (1,81), am häufigsten ohne Verlusttreffer blieb David Madlener (18 Mal). Den höchsten Prozentsatz ihrer Partien gewonnen haben Travis Scott (74,2%), Daniel Cloutier (69,6%) und Lars Haugen (68,7%). Unter den einheimischen Schlussmännern am erfolgreichsten war Bernd Brückler, der eine Winning Percentage von 57,7% erreichte.

Im Online-Archiv von kac.at finden sich die gesammelten individuellen Statistiken aller vom EC-KAC in den 17 EBEL-Jahren eingesetzten Spieler (Direktlink zum PDF).

 

Samstag, 6. Juni

Nach dem Ende der 17-jährigen EBEL-Ära (2003 bis 2020) rief die Liga in den vergangenen Wochen auf ihren Social Media-Kanälen Fans dazu auf, ihre All-Star-Teams der jeweiligen Klubs zu nominieren. Am Donnerstag wurde die Auswertung der Stimmen der KAC-Anhänger präsentiert. Weil es in diesen knapp zwei Jahrzehnten jedoch so viele große Rotjacken-Cracks gab, soll der heutige Eintrag ins „Off-Season Tagebuch“ auch Alternativen aufzeigen.

Torhüter: Lars Haugen
Der Meistergoalie von 2019 ist in einem rot-weißen All-Star-Team der EBEL-Ära natürlich gesetzt: Im Trikot des EC-KAC (69 Ligaspiele) kassierte er nur 1,81 Gegentore pro Partie - absoluter Bestwert aller 16 in dieser Epoche eingesetzten Klagenfurter Torhüter.  Mögliche Alternativen wären René Swette (mit 227 Spielen die meisten aller Schlussmänner in diesen 17 Jahren) oder Andrew Verner gewesen, dem jedoch der Makel anhaftet, als einzige Nummer eins der gesamten Vereinsgeschichte zwei Mal die Play-Offs verpasst zu haben. Die ungebrochene Popularität „Magics“ in der Landeshauptstadt speist sich vornehmlich aus seiner guten Bilanz in Heimspielen, denn auswärts kassierten im EBEL-Zeitalter insgesamt nur zwei KAC-Goalies mehr Gegentreffer pro Begegnung als Verner. Dritter Alternativkandidat wäre Travis Scott, der eine unerreichte Winning Percentage von 74,2 Prozent vorweisen kann (23 Siege bei 31 Einsätzen), allerdings nicht einmal eine volle Saison in Rot-Weiß spielte.

Verteidiger: David Fischer, Mike Siklenka
Mit David Fischer, dem stabilsten Import-Verteidiger der jüngeren Vergangenheit, der die Rotjacken als Kapitän zum jüngsten Meistertitel 2019 führte, liegt eine Nominierung auf der Hand, er verbucht auch die beste Plus/Minus-Bilanz aller KAC-Defender zwischen 2003 und 2020. Im Rennen um den zweiten zu besetzenden Platz hatte im Voting der Fans Mike Siklenka die Nase knapp vorne. Mit 960 Strafminuten kassierte er die meisten aller 167 in der EBEL-Ära vom EC-KAC eingesetzten Skater. Vermutlich besser auf diese Position gepasst hätte Kirk Furey: Seine 488 Ligaspiele bilden den Höchstwert für einen Legionär in der gesamten Vereinsgeschichte, in den 17 EBEL-Jahren lieferte von allen KAC-Recken nur ein Spieler mehr Torvorlagen als der Kanadier (209). Außerdem auf der erweiterten Kandidatenliste: Die vier Eigenbau-Abwehrspieler Martin Schumnig (649), Johannes Reichel (635), Herbert Ratz (530) und Johannes Kirisits (501), die im Zeitalter der Erste Bank Eishockey Liga allesamt mehr als 500 Partien für die Rotjacken bestritten haben und jeweils Teil von drei Meistermannschaften waren.

Stürmer: Jamie Lundmark, Thomas Koch, Christoph Brandner
Thomas Koch, der bereits zum ligaweiten Most Valuable Player der 17 EBEL-Saisonen gewählt wurde, ist natürlich auch im rot-weißen All-Star-Team gesetzt, kein anderer KAC-Spieler erzielte in diesem Zeitraum mehr Tore (149), lieferte mehr Assists (301) und sammelte mehr Scorerpunkte (450) als er. Als einer von insgesamt elf Rotjacken-Cracks (acht Eigenbauspieler und drei aus der Steiermark stammende Akteure) war der Mittelstürmer auch bei drei der vier rot-weißen Meistertitel zwischen 2003 und 2020 dabei. Ebenfalls in die Mannschaft gewählt wurde von den Fans Jamie Lundmark, der sechs Spielzeiten lang das KAC-Trikot trug und dessen 140 Ligaspieltreffer den Höchstwert eines Importspielers in der gesamten Klubgeschichte darstellen. Dritter im Bunde ist Christoph Brandner, Österreichs erster NHL-Torschütze, der für das All-Star-Team nominiert wurde, obwohl er fast 60 Prozent seiner 184 Ligaspieltreffer für Rot-Weiß außerhalb des EBEL-Zeitalters, nämlich im Rahmen seines ersten KAC-Engagements zwischen 1996 und 2001, erzielte. Alternativen für die Besetzung der Sturmpositionen gibt es viele, allen voran Thomas Hundertpfund, der mit 660 Einsätzen die meisten aller Eigenbauspieler verbuchte und unter allen 167 eingesetzten Feldspielern dieser Periode die zweitmeisten Scorerpunkte (308) sammeln sowie die beste Plus/Minus-Bilanz (+93) vorweisen konnte. Auch drei in jungen Jahren aus der Steiermark nach Klagenfurt Gewechselte, spätere rot-weiße „Dauerbrenner“, hätten sich angeboten: David Schuller sowie Manuel und Stefan Geier gewannen mit dem EC-KAC jeweils drei EBEL-Championate und absolvierten allesamt deutlich über 500 Ligapartien. Stefan Geier verbuchte mit 670 Einsätzen sogar die meisten aller im Zeitalter der Erste Bank Eishockey Liga von den Rotjacken aufgebotenen Akteure.

 

Freitag, 5. Juni

Am heutigen Freitag jährt sich das völlig überraschende und tragische Ableben von ORF Kärnten-Sportreporter Gustav Rainer zum dritten Mal. Mit ihm verlor das österreichische Eishockey einen seiner herausragendsten Berichterstatter: Insbesondere in Form des legendären, seit vier Jahrzehnten ausgestrahlten „Kärntner Eishockeymagazin“ leistete Rainer (wie seine Kollegen) enorm wertvolle Arbeit hinsichtlich der nachhaltigen Verankerung des Eishockeysports in der Gesellschaft im Bundesland. Dem EC-KAC war und ist das ORF-Landesstudio über all diese Jahre ein geschätzter und wichtiger Partner - sowohl hinsichtlich der durch die öffentlich-rechtlichen Kanäle erzielten Reichweiten als auch aufgrund der stets unvoreingenommenen und faktenbasierten Form der Berichterstattung.

In Gustav Rainer, gebürtiger Villacher, schlug stets ein blau-weißes Herz. Ihn und seine Arbeit charakterisierte es aber ganz besonders, dass sich dieser Umstand nie auf die Qualität seiner Berichterstattung über die Rotjacken auswirkte. Bei Spielern, Trainern und Funktionären des EC-KAC war er gleichermaßen beliebt, weil er einen professionellen Zugang wählte - amikal, aber stets mit der gebotenen persönlichen und emotionalen Distanz.

Als für Medienangelegenheiten zuständiger KAC-Angestellter durfte ich drei Jahre lang mit Gustav Rainer „zusammenarbeiten“, ein Zeitraum, in dem er eine locker dreistellige Anzahl an TV- und Radiobeiträgen (von Liveübertragungen im Eishockeymagazin über Spielzusammenfassungen in „Kärnten Heute“ bis hin zu Pre- und Post-Game-Interviews für die aktuellen Sportsendungen) produziert hat. Jede dieser Publikationen war von seinen hohen Professionalitätsstandards gekennzeichnet. Daher lag es für uns trotz seiner VSV-Nähe auf der Hand, ihn auch als Moderator für mehrere KAC-Veranstaltungen wie die Mannnschaftspräsentation oder das Offene Training zu buchen.

Zwei Anekdoten aus dieser Zeit werden mir noch lange in Erinnerung bleiben, weil sie den Menschen Gustav Rainer exemplarisch charakterisieren. In der Saison 2015/16 spielte der EC-KAC auswärts in Innsbruck, wie häufig in der Trainerära von Doug Mason erfolgte die Anreise zum Spiel bereits am Tag zuvor. Vor der Abreise hatte ein Rotjacken-Crack einem seiner Mitspieler einen Streich gespielt, dessen Schlittschuhe aus der Reisetasche entwendet und versteckt, sodass dieser einige Stunden später beim Einräumen der Kabine in Tirol ohne sein Arbeitsgerät dastand. Gustav Rainer, der über diese Partie im Radio berichten sollte und erst am Spieltag anreiste, brachte die vermissten Schlittschuhe ohne großes Aufsehen mit nach Innsbruck und verlor über diesen für den betreffenden Spieler peinlichen Zwischenfall nie ein Wort.

Einige Monate später, die KAC-Mannschaft war über den Sommer personell weitreichend umgebaut worden, lud der Klub zu einer Präsentation der zahlreichen Neuzugänge ins Frankie’s, als Moderator engagierten wir Gustav Rainer. Wie bei derartigen Veranstaltungen üblich, wird dem Conférencier dazu vom Verein ein Leitfaden und ein Skript mit entsprechenden Wordings zur Verfügung gestellt. Letzteres umfasste knapp fünf Seiten, die er souverän, locker und bis ins letzte Detail in seine Moderation einfließen ließ. Mit einer winzigen Ausnahme: Bei der Vorstellung des vom EC VSV verpflichteten Žiga Pance ließ Gustav Rainer die vorgegebene Formulierung „…jetzt wechselt er zum richtigen Klub in Kärnten“ gekonnt und unauffällig unter den sprichwörtlichen Teppich fallen. Auch hier blieb er seinem Herzensklub gegenüber loyal - ohne dadurch seine professionelle Moderation im Auftrag des Lokalrivalen zu beschädigen.

 

Donnerstag, 4. Juni

Am letzten Donnerstag startete via shop.kac.at der Verkauf der „Game Worn“-Jerseys der vergangenen Saison, der Großteil der Trikots ging bereits in den ersten Stunden nach Start über den virtuellen Ladentisch. Noch verfügbar sind von den original getragenen „Pre-Season Jerseys“ (€100,00 pro Stück) jene von Lukas Haudum, Stefan Geier, Steven Strong, Johannes Bischofberger, Matthew Neal, Niki Kraus, Marco Richter und Daniel Obersteiner. Von den „Game Worn Jerseys“ aus der Liga (Heimtrikots in Rot, €149,00 pro Stück) können noch jene von Steven Strong, David Madlener, Dennis Sticha, Christoph Duller, Jakob Holzer, Niklas Würschl, Niki Kraus, Marco Richter, Ramón Schnetzer und Philipp Kreuzer erworben werden. Direktlinks: Pre-Season und Game Worn Jerseys

Im „Off-Season Tagebuch“ hier gab es in den vergangenen Tagen urlaubsbedingt nur sporadische Einträge, das ändert sich nun wieder. Wir möchten dieses Format auch dazu nutzen, konkrete Fragen der Fans an den Verein, die von allgemeinem Interesse für den Anhang sind, zu beantworten. Schicken könnt Ihr Eure Fragen gerne an hannes.biedermann@kac.at, ich sammle diese dann und die jeweils zuständigen Mitarbeiter im Klub werden über die kommenden Wochen verteilt gebündelt hier im „Off-Season Tagebuch“ antworten. Wir freuen uns auf Eure Fragen und auf regen Austausch!

 

Donnerstag, 28. Mai

Mehr als zwei Jahre nach der ersten entsprechenden Anfrage an ihn ist es uns im Sommer 2019 gelungen, Joschi Peharz für die Position des Hallensprechers des EC-KAC und damit des Gastgebers bei Rotjacken-Heimspielen in der Stadthalle zu gewinnen. Gemeinsam erarbeiteten wir in Workshops einen neuen Heimspielablauf, geleitet von der Zielsetzung, dem Publikum trotz der beschränkten infrastrukturellen Möglichkeiten in der Spielstätte „mehr“ bieten zu können - vor allem ein „Mehr“ an Information und Unterhaltung.

So entstand #Rotjacken-TV, dessen Elemente heute die Ankerpunkte im Ablaufplan eines Heimspielabends bilden. Ganz allgemein gesprochen folgt die Struktur jener einer TV-Übertragung: Vor Spielbeginn stimmt das Studiogespräch mit einem prominenten Gast auf die bevorstehende Partie ein, in der ersten Drittelpause ist der gleiche Gast zur Analyse geladen, im zweiten Break steht meist einer der Eishockeyexperten aus dem ORF-Landesstudio zur Verfügung, um das bis dahin Geschehene einzuordnen und zu kommentieren. Ebenfalls in einer der beiden Pausen kommen die KAC-Anhänger zu Wort, die in der Rubrik „Die Meinung der Fans“ zu aktuellen Geschehnissen rund um den Klub befragt werden. Fixer Bestandteil jedes Heimspielabends sind außerdem „Kamote Bilder“, ein knapp einminütiger Zusammenschnitt von Eindrücken aus den ersten 45 Spielminuten in Zeitlupe, der im ersten Commercial Break im Schlussdrittel ausgestrahlt wird.

Gezeigt wird das Material - moderiert von Joschi Peharz, aufgenommen und arrangiert von einem der beiden Kameramänner Patrick Sommeregger-Baurecht oder Patric Fohnen - stets am Videowürfel der Stadthalle, der Großteil der Clips ist zudem ab Spielende via tv.kac.at on-demand abrufbar, um auch die Anhänger, die der Partie nicht beiwohnten, zu bedienen. Exklusiv nur zur Online-Verwertung produziert wird ein zweiter, längerer Teil des Studiogesprächs mit dem jeweiligen prominenten Gast. 

Nach den entsprechenden Vorarbeiten und Ablaufoptimierungen wurde die erste Ausgabe von #Rotjacken-TV beim Heimspiel gegen Znojmo am 25. Oktober 2019 gesendet. Mit Stadtwerke Klagenfurt, einem der in der Zusammenarbeit innovativsten und kreativsten Partner des EC-KAC, konnte ein Presenting Sponsor für das neue Format gewonnen werden.

Die 21 im Verlauf der Saison 2019/20 produzierten Episoden wurden von den Anhängern - ob live in der Halle oder im Rahmen der On-Demand-Bereitstellung auf der Website des Klubs - sehr gut angenommen: Die rund 120 Clips wurden in der Stadthalle von 81.833 Fans gesehen, 99 Elemente wurden in der Folge online zweitverwertet und erreichten bis 30. April plattformübergreifend eine siebenstellige Anzahl an Nutzern (exakt 1,150.129 Abspielungen). Dieser Wert inkludiert auch die sogenannten „30-Sekunden-Highlights“: Bei nicht im TV übertragenen Heimspielen ist es dem EC-KAC seitens der Halter der Bewegtbildrechte gestattet, eine Stunde nach Spielende einen halbminütigen Clip mit Spielszenen zu veröffentlichen.

Der große Publikumserfolg von #Rotjacken-TV bestärkt uns, das Format auch in Zukunft zu produzieren und es noch weiter auszubauen. An den entsprechenden Ideen zur Erweiterung wird bereits getüftelt. 

Jeder aufgenommene Inhalt schafft es freilich nicht in die letztlich ausgestrahlten Clips, also beschließen wir die #Rotjacken-TV-Saison 2019/20 hier mit einigen Outtakes zum Schmunzeln.

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Montag, 25. Mai

Seit der Saison 2008/09 wurde in der Erste Bank Eishockey Liga jährlich der wertvollste Spieler ausgezeichnet, gewählt wurde dieser Most Valuable Player stets von den über Eishockey berichtenden Journalisten des Landes. Ab 2009 erhielten die Gewinner die Ron Kennedy-Trophy, benannt nach dem einstiegen Innsbruck-Stürmer (neun Bundesliga-Tore gegen den KAC) und späteren Villach-, Innsbruck- und Nationalteamtrainer, der im Alter von nur 56 Jahren in Klagenfurt verstorben war.

Über die Jahre kamen so zwölf Preisträger zusammen, welche die Ligaverwaltung im Verlauf der vergangenen Wochen auf ihrem Facebook- und Instagram-Kanal „gegeneinander“ antreten ließ, um sozusagen den MVP der EBEL-Ära nach Meinung der Fans zu küren. Nach sechs KO-Runden waren nur noch zwei Spieler übrig, das „Finale“ wurde quasi zur Klagenfurter Angelegenheit zwischen den eng befreundeten Jamie Lundmark (MVP 2012/13) und Thomas Koch (2008/09, damals noch in Diensten des EC Salzburg). Letztlich hatte im Voting der Fans der Mittelstürmer die Nase vorne, sodass eine weitere Auszeichnung in die illustre und hochkarätige Titelsammlung von Thomas Koch wanderte. Am Weg zu seiner Prämierung hatte sich sogar sein prominenter Erstrundengegner Derek Ryan - einst Scoringmaschine von Fehérvár AV19 und dem EC VSV, heute gestandener NHL-Stürmer in Diensten der Calgary Flames - mit wertschätzenden Worten für den Klagenfurter ausgesprochen. Am Instagram-Account des EC-KAC hat sich der Sieger per Sprachnachricht bei allen Fans bedankt, die für ihn abgestimmt haben.

Ein zweites Thema, das die Liga auf ihren Kanälen am vergangenen Wochenende aufgriff, war eine Wertung jener zehn Spieler, die im EBEL-Zeitalter (2003 bis 2020) die meisten Scorerpunkte im Verlauf einer Saison gesammelt hatten. Auffällig: Mit Ausnahme von Thomas Koch 2006/07 beim EC Salzburg hat kein einziger dieser Cracks in der entsprechenden Spielzeit mit seiner Mannschaft auch die Meisterschaft gewonnen. Dies als kleiner Denkanstoß für Sportfreunde, die an Stammtischen und in sozialen Netzwerken von Verpflichtungen von „Snipern“ (ein im österreichischen Eishockeydiskurs ähnlich falsch interpretierter Begriff wie jener des „Scouts“) schwärmen. There’s no „I“ in „Team“.

 

Freitag, 22. Mai

Heute Mittag gaben Liga und HC Orli Znojmo bekannt, dass die Tschechen aufgrund der unsicheren Planungssituation und massiver finanzieller Einbußen im Bereich Sponsoring für die kommende Saison in das tschechische Ligensystem zurückwechseln. Auch wenn eine Wiederkehr der Adler in den Bewerb zur Spielzeit 2021/22 nicht ausgeschlossen ist, nutze ich den heutigen Eintrag ins „Off-Season Tagebuch“, um ein paar Schlaglichter auf die Duelle zwischen Znojmo und Klagenfurt in den vergangenen neun Jahren zu werfen.

Insgesamt standen sich die Südmähren und die Rotjacken seit 2011 ganze 45 Mal gegenüber, gleich 32 dieser Duelle gingen an den EC-KAC, der gegen keinen aktuellen Ligateilnehmer eine höhere Winning Percentage (71,1 Prozent) aufweist. Auch zwei lange rot-weiße Siegesserien prägten das Verhältnis: Zwischen März 2015 und November 2017 gewannen die Klagenfurter zehn Auswärtsspiele in Tschechien am Stück. In der jüngeren Vergangenheit überzeugten sie auf eigenem Eis: Jedes der jüngsten acht Heimspiele gegen die Adler (seit Februar 2017) gewann der Rekordmeister.

Fünf Begegnungen haben die Geschichte der Duelle besonders geprägt, sie möchte ich an dieser Stelle noch einmal kurz in Erinnerung rufen.

30. Oktober 2011 (in Znojmo)
Gleich das erste Auswärtsspiel des EC-KAC in Znojmo nach dem Liga-Einstieg der Tschechen wird vorzeitig abgebrochen. Die frühe 2:0-Führung der Hausherren konnten die Rotjacken bis zur ersten Drittelpause ausgleichen, dann folgte aufgrund eines Loches im Eis, das trotz fast 90-minütiger Bemühungen nicht geschlossen werden konnte, das vorzeitige Ende. Die Begegnung wurde knapp zwei Monate später, am 28. Dezember, gänzlich neu ausgetragen, wobei die Teams nur jene Akteure einsetzen durften, die auch beim ersten Termin im Lineup standen. Das führte dazu, dass der EC-KAC (neben vier Verletzten) auf Andy Chiodo, Tyler Scofield, Mike Siklenka, Jordan Morrison und Joey Tenute verzichten musste und daher mit lediglich zwei Importspielern (Kirk Furey, John Lammers) antrat. Dennoch konnten die Rotjacken die Neuaustragung für sich entscheiden, ein „Doppelpack“ von Markus Pirman fixierte den 2:1-Auswärtserfolg.

15. März 2015 (in Znojmo)
Nach einem hervorragenden Grunddurchgang, den sie auf Rang drei beendeten, wählten die Tschechen den EC-KAC zu ihrem Viertelfinalgegner in der Saison 2014/15. Die Rotjacken hatten sich erst im letzten Drittel des finalen Qualifikationsrundenspiels das Play-Off-Ticket gesichert, dementsprechend nahm Znojmo in diesem Duell klar die Favoritenrolle ein. Dieser Umstand beeindruckte die Klagenfurter allerdings nur mäßig: Nach vier Begegnungen hielten sie bei drei Siegen und reisten somit am Tag vor Spiel fünf mit drei „Matchpucks“ im Gepäck nach Südmähren, noch am Abend wurde in der Halle die Kabine bezogen. Als die Mannschaft am Spieltag zum Morning Skate in ihre (versperrten) Räumlichkeiten zurückkehrte, war alles fein säuberlich geordnet und aufgeräumt. Doch am Tisch in der Kabine lag eine tote Maus: Entweder ging es mit dem sprichwörtlichen Teufel zu und das Nagetier schaffte es, über die völlig glatten Beine oder Außenwände auf die Platte zu klettern, um dann ausgerechnet dort einen Herzinfarkt zu erleiden, oder aber das leblose Tier wurde ganz bewusst dort platziert, um Ekel zu erregen oder ein Gesprächsthema im Team zu schaffen, das die Fokussierung auf das Spiel untergräbt. Glück gebracht hat die Maus aber letztlich nur den Rotjacken: Thomas Koch bei doppelter numerischer Überlegenheit in Minute 50 und Oliver Setzinger in der siebten Minute der Verlängerung sorgten für einen 2:1-Erfolg und den Aufstieg ins Halbfinale, auch bei seinen folgenden sieben Auftritten in Znojmo siegte Rot-Weiß.

30. Oktober 2015 (in Znojmo)
Das trefferreichste der 45 Spiele zwischen Orli Znojmo und dem EC-KAC ging im Oktober 2015 über die Bühne: Auf Tabellenplatz fünf liegend kamen die Rotjacken zum hervorragend in das Spieljahr gestarteten Tabellenzweiten nach Südmähren. Die Adler, die später in der Saison gar bis ins Finale vordringen sollten, gingen im ersten Abschnitt mit 2:0 in Führung, ehe Manuel Geier verkürzte. In Durchgang zwei trafen Manuel Ganahl und Mark Popovic innerhalb von nur 18 Sekunden zum erstmaligen KAC-Vorsprung. Auf diesen reagierte Znojmo ebenfalls mit einem Doppelschlag, zwei Treffer innerhalb von nur 44 Sekunden drehten das Score wieder. Thomas Pöck glich knapp nach Spielhälfte aus, zwei Tore von Oliver Setzinger vor und unmittelbar nach der zweiten Pause brachten eine 6:4-Führung für Rot-Weiß. Auch dieser Bonus sollte nicht reichen, die Adler egalisierten in den finalen Minuten zum 6:6, in der fälligen Overtime sicherte Jason DeSantis doch noch den Klagenfurter Sieg.

5. März 2017 (in Znojmo)
Im Verlauf der Saison 2016/17 kamen die Rotjacken immer besser in Fahrt, mit sechs Siegen am Stück am Ende der Platzierungsrunde holten sie sich Rang drei und somit das Gegnerwahlrecht für das Viertelfinale. Zwischen den Kandidaten Bolzano und Znojmo fiel die rot-weiße Entscheidung klar auf die Tschechen, damals immerhin amtierender Vizemeister. Die KAC-Maschine lief in dieser ersten Play-Off-Runde noch nicht gänzlich rund, dennoch setzten sich die Klagenfurter letztlich in jedem der ersten drei Duelle mit den Adlern durch, sodass sie bereits in Spiel vier in Znojmo den Aufstieg in das Halbfinale fixieren konnten. In dieser Partie blieb der erste Abschnitt torlos, weil die Schiedsrichter einem mit dem Schlittschuh erzielten Treffer von Manuel Ganahl die Anerkennung verweigerten. Kurz nach Wiederbeginn hatten die rund 300 nach Tschechien mitgereisten KAC-Fans dann aber Grund zu jubeln: Energisch aus der Ecke kommend sorgte Stefan Geier für die Führung. Diese wechselte bis zur 48. Minute zurück zu den Gastgebern, gut sieben Minuten vor dem Ende schnürte Stefan Geier aber per Rebound seinen „Doppelpack“, nach regulärer Spielzeit stand es 2:2. Die Verlängerung verlief dramatisch, aber so lange ohne Treffer, dass die Teams zu einer dritten Pause in die Kabinen geschickt wurden. Im fünften Spielabschnitt, es lief die 83. Minute, verlängerte Thomas Koch schließlich ein Manuel Geier-Zuspiel in die Maschen, der „Sweep“ der Rotjacken gegen Znojmo war perfekt.

27. Januar 2019 (in Klagenfurt)
Am Weg zum 31. Meistertitel der Vereinsgeschichte war es ein Heimspiel des EC-KAC gegen Orli Znojmo, in dem sich die Rotjacken mit einem Sieg überhaupt erst für die Play-Offs qualifizierten. Dieser fiel mit 5:0 (bei 38:19 Torschüssen) sehr deutlich aus, trat jedoch in den Hintergrund, da sich Klagenfurt an diesem Abend von Jamie Lundmark verabschiedete. Der Kanadier, mit 140 Ligaspieltreffern erfolgreichster Importspieler der KAC-Historie, hatte ein halbes Jahr zuvor seine Karriere beendet, kam an diesem Sonntagabend im Januar aber noch einmal mit seiner gesamten Familie nach Klagenfurt zurück, um sich von seinen Mitspielern, dem Verein, den Fans und der Stadt zu verabschieden. Über 4.000 Fans in der Stadthalle erlebten vor Spielbeginn eine emotionale Zeremonie zu Ehren Lundmarks, eine Nachlese dazu gibt es unter diesem Link, das Video findet sich hier

 

Mittwoch, 20. Mai

Mit der Spielzeit 2019/20 endete auch die Ära der Erste Bank Eishockey Liga: 17 Jahre lang firmierte Österreichs höchste Spielklasse, die seit 14 Saisonen durch die Beteiligung internationaler Klubs aufgewertet wird, unter diesem Titel, der zweifellos als Synonym für die stabilste Phase in der Geschichte des rot-weiß-roten Ligensystems steht. 

Im Verlauf dieser 17 Spielzeiten nahmen insgesamt 15 verschiedene Klubs an der Liga teil, fünf davon - neben dem EC-KAC auch der EC VSV, der EHC Linz, die Graz 99ers und die Vienna Capitals - waren in sämtlichen Saisonen am Start. In diesem Zeitraum kamen in der EBEL exakt 5.076 Spiele in die Wertung, wobei der EC Salzburg (1.034, knapp vor Klagenfurt und Wien mit je 1.033) die meisten Partien bestritt. In ziemlich genau einem Fünftel der Begegnungen (993 Spiele oder 19,6 Prozent) folgte auf eine unentschiedene reguläre Spielzeit eine Verlängerung.

In einer (nach der aktuellen Drei-Punkte-Regel berechneten) Gesamttabelle über diese Zeitspanne nimmt der EC Salzburg (1.874 Zähler) den ersten Rang ein, es folgen die Vienna Capitals (1.808) und der EC-KAC (1.705). In dieser Reihenfolge führt das Trio (mit 61,1, 58,7 und 55,8 Prozent) auch das Feld der Teams mit dem höchsten Prozentsatz gewonnener Spiele an, drei weitere Klubs siegten in ihrer EBEL-Historie ebenfalls öfter als sie verloren: Der EHC Linz (55,5), der HCB Südtirol (53,8) und der EC VSV (50,8).

In jeder der 5.076 Partien der Ligageschichte erzielte jede Mannschaft im Schnitt 3,06 Treffer, am erfolgreichsten agierten auch hier die Bullen (3,59 Tore pro Spiel). In dieser Kategorie folgen die Rotjacken (mit 3,11) erst auf Rang fünf hinter Wien (3,33), Linz (3,24) und Znojmo (3,14). Bei den kassierten Treffern pro Begegnung klassiert sich der EC-KAC (2,79) unter den 15 Mannschaften auf Platz vier, weniger Gegentore ließen der nur eine Saison lang im Bewerb vertretene EC Feldkirch (2,77), die Vienna Capitals (2,75) und der in dieser Wertung führende HCB Südtirol (2,72) zu.

Im Verlauf der 17 Erste Bank Eishockey Liga-Saisonen wurden 3.032 Spiele (oder 59,6 Prozent) von der jeweils gastgebenden Mannschaft gewonnen, mit Ausnahme von Olimpija Ljubljana (45,7) feierte jeder Klub vor eigenem Publikum mehr Siege als er Niederlagen hinnehmen musste. In der heimischen Spielstätte am erfolgreichsten agierte der EC Salzburg (Winning Percentage: 69,8 Prozent), hinter Wien (66,6) und Linz (64,7) folgt Rot-Weiß (64,5) in der Heimbilanz auf Rang vier. Auswärts siegten lediglich die Bullen (52,3) und die Capitals (50,6) öfter als sie unterlagen, direkt anschließend platziert sich der EC-KAC (46,9).

Abgerechnet wird bekanntlich auch im Eishockey am Ende der Saison, in den insgesamt 16 komplettierten Spielzeiten gab es in der EBEL sechs verschiedene Meister: Der EC Salzburg holte sechs, der EC-KAC vier Titel, je zwei Mal kürten sich die Vienna Capitals und der HCB Südtirol zum Champion, je ein Mal wanderte der Pokal nach Villach und Linz. Über Finalteilnahmen konnten sich von den 15 teilnehmenden Klubs acht Teams freuen: Salzburg (10 Mal), Klagenfurt (8), Wien (5), Villach (3), Linz und Bolzano (je 2) sowie Ljubljana und Znojmo (je 1). 

Link: Die ewige Tabelle der EBEL (*.pdf, 2003/04 bis 2019/20)

 

Dienstag, 19. Mai

Noch ist es völlig offen, wann die Rotjacken wieder ein Heimspiel in der Stadthalle Klagenfurt bestreiten können. Bereits paktiert ist allerdings eine Änderung, die ab der nächsten Partie, wann auch immer sie stattfindet, in Kraft treten wird: Im Zeichen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit wird der Hallengastronom, Kärnten Aktiv Catering von Mag. Martin Widrich, zukünftig an Stelle der bisher eingesetzten Einwegbecher auf ein Pfandbecher-System wechseln. Getränke werden in der Spielstätte dann nur noch in Hartplastik-Bechern ausgeschenkt, die in Absprache mit dem EC-KAC durchgehend im Rotjacken-Design gehalten sind. Der bei Heimspielen im Verlauf einer Saison produzierte Müllberg wird damit um zigtausende Einweg-Plastikbecher verkleinert.

Zu Beginn der Spielzeit 2020/21 kommen zunächst fünf verschiedene Motive in Umlauf. Neben einem KAC-Standarddesign werden Becher in vier unterschiedlichen Gestaltungsformen aufgelegt: Auf zwei Sujets sind aktuelle Spieler abgebildet, auf zwei weiteren Akteure aus der langen und erfolgreichen Vereinsgeschichte. So wird in der ersten Edition ein Design die erste Eishockeymannschaft der Rotjacken aus dem Jahr 1927 zeigen, das andere mit Karl Pregl, Rudolf König, Herbert Pöck und Josef Puschnig vier KAC-Legenden (siehe Entwurf des Rundumdrucks). Neben dem ökologischen Gedanken, der hinter dieser Neuerung steht, dürften sich die neuen Becher unter den Anhängern der Rotjacken auch als beliebtes Sammlerstück erweisen.

 

Montag, 18. Mai

Im ersten Eintrag ins „Off-Season Tagebuch“ für diese Woche möchte ich drei ganz unterschiedliche Themen kurz anschneiden.

Seit heute steht der Termin für den Verkaufsstart der „Game Worn“- und der Pre-Season-Trikots 2019/20 fest: Am Donnerstag, dem 28. Mai, um 11.00 Uhr beginnt der Online-Verkauf über shop.kac.at. Wir bieten heuer also sowohl die (roten und) original getragenen Heimtrikots aus dem Liga-Spielbetrieb (€149 pro Stück) als auch die (ebenfalls roten und) in den vier Testspielen vor Saisonbeginn verwendeten Trikots, die bekanntlich völlig frei von Sponsorenaufdrucken sind, an (€100 pro Stück).

Auf der Facebook-Seite der Liga können KAC-Fans aktuell ihr „Starting Six“-Allstar-Team der Rotjacken aus den 17 Jahren der EBEL-Ära (also 2003/04 bis 2019/20) nominieren. Welche waren in diesen knapp zwei Dekaden Eure Favoriten im Rotjacken-Trikot? Hier könnt Ihr Eure Nominierungen abgeben.

Am heutigen Montag feiert - wie auf kac.at berichtet - der Ehrenpräsident des EC-KAC und aktuelle Liga-Präsident Dr. Karl Safron seinen 70. Geburtstag. An einem 18. Mai, jenem des Jahres 1944, erblickte aber auch ein anderer verdienter KACler das Licht der Welt: Gerhard Felfernig wäre heute 76 Jahre alt geworden, leider verstarb er aber bereits im August 1999. Der beinharte Verteidiger war nach Johann Stertin, der einen der beiden Endspieltreffer zum ersten rot-weißen Meistertitel 1934 erzielte, der zweite aus Villach stammende Spieler, der in Klagenfurt zur Legende wurde. Im Alter von 19 Jahren wechselte er 1963 zu den Rotjacken, sein Debüt für den KAC gab er beim renommierten Spengler Cup im gleichen Winter. Insgesamt blieb er 15 Saisonen lang beim Verein, unglaubliche zwölf österreichische Meistertitel konnte er in diesem Zeitraum feiern. Neben seinem Körperspiel war „Flury“ auch für seinen scharfen und präzisen Schuss gefürchtet: Obwohl stets als Verteidiger aufgeboten, erzielte er nicht weniger als 107 Tore in Bewerbsspielen (Bundesliga, Europacup, Alpenpokal, Karawankencup) für Rot-Weiß. Doch der robuste Abwehrspieler (zu sehen in diesem eindrucksvollen Portraitbild) ließ zwischendurch auch seine technische Finesse aufblitzen: Im ersten Penaltyschießen der KAC-Geschichte (im vierten und letzten Viertelfinalspiel im Europacup 1967 gegen Cortina d’Ampezzo) erzielte er den entscheidenden Treffer. Während seiner Zeit in Klagenfurt war "Flury" auch Stammkraft im österreichischen Nationalteam: Zwischen 1965 und 1974 stand er zehn Jahre hintereinander im WM- bzw. Olympia-Kader (1968) des Team Austria. Seine Laufbahn ließ Felfernig 1978/79 mit einer Saison in seiner Heimatstadt ausklingen, ein Jahr zuvor war der EC VSV bekanntlich wieder in die höchste Spielklasse aufgestiegen.

 

Freitag, 15. Mai

Rund um die Weihnachtsfeiertage der Meistersaison 2018/19 stellten sich die Frauen und Freundinnen der KAC-Cracks in den Dienst der guten Sache und sammelten im Rahmen ihrer zweiteiligen Charity-Aktion stolze 5.500 Euro. Diese Summe setzten sie seither zur finanziellen Unterstützung von in Not geratenen Menschen ein: Neben einer schwer erkrankten Klagenfurterin spendeten die Ladies auch an eine Familie aus Finkenstein, die von einem Brand ihrer wirtschaftlichen Grundlage beraubt wurde.

Ein Restbetrag von 1.000 Euro verblieb am eigens für die Charity angelegten Sparbuch, nun, während der „Corona-Krise“, fanden die Frauen und Freundinnen der Rotjacken-Spieler einen würdigen Empfänger für diese finanzielle Unterstützung: Die Summe ging an eine junge Familie mit zwei Kindern, in der beide Elternteile selbstständig erwerbstätig sind und krisenbedingt entsprechend schwere Einkommensverluste hinnehmen mussten. Als während der Heimquarantäne der zehnjährige Sohn mit schweren grippeähnlichen Symptomen hospitalisiert und in der Folge auf die Intensivstation verlegt werden musste, ergaben Untersuchungen, dass einige seiner inneren Organe von einer äußerst seltenen Tumorart befallen waren. Die Familie musste ihre Wohnung aufgeben, um mit dem Sohn nach Innsbruck zu siedeln, wo er nun an einer Spezialklinik therapiert wird. Die Frauen und Freundinnen der KAC-Spieler unterstützten die Familie, deren Leben sich innerhalb weniger Wochen völlig auf den Kopf gestellt hatte, mit den noch verbleibenden 1.000 Euro aus der Charity 2018/19.  

 

Donnerstag, 14. Mai

Mit dem vorzeitigen Abbruch der Meisterschaft im März endete nicht nur die Saison 2019/20, sondern auch das „EBEL-Zeitalter“ im österreichischen Eishockey. Für den EC-KAC wurde damit ein sehr erfolgreiches Kapitel geschlossen, konnten sich die Rotjacken doch sowohl im ersten (2003/04) als auch im letzten vollständigen (2018/19) Spieljahr unter diesem Bewerbsnamen den Titel holen. In den 16 komplettierten Saisonen der „Ära EBEL“ erreichte Klagenfurt insgesamt acht Mal die Finalserie, vier Mal wanderte das Championat an den Wörthersee (siehe Übersicht).

In Österreichs höchster Spielklasse, die seit der Saison 2006/07 mit der Aufnahme des damaligen HK Jesenice aus Slowenien auch eine internationale ist, brechen neue Zeiten an. Der Sommer 2020 bringt für den Bewerb weitreichende Veränderungen auf vielen Ebenen. Damit ging die Organisationsstruktur der Liga hervorragend um, sodass die in den vergangenen Jahren in Boulevardmedien und an Fanstammtischen geäußerte Kritik an der EBEL einmal mehr als weitestgehend unqualifiziert und substanzlos entlarvt wurde.

Die Erste Bank Eishockey Liga war am 10. März die erste Profi-Eishockeyliga in Europa, welche die Tragweite der sich anbahnenden epidemiologischen Situation erkannt, darauf reagiert und den Spielbetrieb eingestellt hat. Hinter den Kulissen gingen die Arbeiten am zukünftigen Produkt angesichts der großen Herausforderungen - Stichwort: Vertragsende mit sowohl dem Hauptsponsor als auch dem Free-TV-Partner - freilich weiter.

So konnte am 21. April mit Wettanbieter bet-at-home ein neuer Titelsponsor vorgestellt werden, der den bisherigen Bewerb zumindest über die kommenden drei Spielzeiten hinweg präsentieren wird. Nur drei Tage später votierten die elf Klubs einstimmig für die Ergänzung des Starterfelds durch einen zwölften Verein, die Bratislava Capitals. Per 5. Mai hatte der Neuling sämtliche zur Aufnahme nötigen Rahmenbedingungen erfüllt, sodass er endgültig als zukünftiges Mitglied bestätigt wurde. Schon zwei Tage zuvor, am 3. Mai, stellte die Liga ihren neuen Broadcaster vor: An Stelle des langjährigen Partners ServusTV wird zukünftig Puls24 die frei empfangbaren Fernsehbilder liefern. Auch wenn noch an Details gefeilt wird, so steht bereits fest, dass die Anzahl der von Puls24 ausgestrahlten Livespiele in etwa jener entsprechen wird, die aus den vergangenen Jahren von ServusTV bekannt war. Mit dem Unterschied, dass die Begegnungen zukünftig sowohl im TV als auch im Online-Videostream zu sehen sein werden. Der Vertrag zwischen Liga und Puls24 läuft vorerst bis 2021, Grund dafür ist die dann ebenfalls endende Vereinbarung mit Sky Sport Austria, dem Pay-TV-Partner der Liga. Somit kann im kommenden Sommer erstmals seit 2010 wieder über die Rechtevergabe im gesamten Bewegtbildbereich verhandelt werden. 

Nach Titelsponsor, zwölftem Teilnehmer und TV-Partner sind damit drei der vier großen Neuerungen fixiert, der finale Schritt erfolgt in der zweiten Hälfte des Monats Juni, wenn der neue Name und mit ihm die neue Corporate Identity und das neue Logo der Liga präsentiert werden. Alle Vorzeichen deuten darauf hin, dass die Liga endlich ein Acronym - also eine adäquate Abkürzung - erhält, die sich dann auch im Logo wiederspiegelt. Vorbei scheinen die Zeiten der sogenannten „Four-Letter-League“.

 

Mittwoch, 13. Mai

Die aktuelle epidemiologische Situation hat den Eishockeybetrieb weltweit zum Erliegen gebracht, so auch in der Canadian Hockey League (CHL), dem stärksten Nachwuchsbewerb im globalen Vergleich. Unter dem CHL-Schirm versammeln sich bekanntlich die drei führenden Juniorenligen Kanadas, von Ost nach West die Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL), die Ontario Hockey League (OHL) und die Western Hockey League (WHL).

In der abgelaufenen Saison 2019/20 in der CHL aktiv waren insgesamt sechs österreichische Prospects, drei davon stammen aus Klagenfurt und vom EC-KAC: Die Verteidiger David Maier und Thimo Nickl sowie Stürmer Fabian Hochegger bilden die Hälfte des rot-weiß-roten Kontingents, dem außerdem OHL-Topscorer Marco Rossi, der im Vorjahr eingebürgerte Senna Peeters und Devin Steffler, der jüngere Bruder des Rotjacken-Verteidigers Kele Steffler, angehören.

Aktuell befinden sich die drei „Klagenfurter Jungs“ in ihrer Heimatstadt, wo sie sich auf ihre kommenden sportlichen Herausforderungen vorbereiten (am Instagram-Kanal des EC-KAC findet sich ein aktuelles Gruppenbild des Trios). Abwehrspieler David Maier (20) repräsentierte in der vergangenen Spielzeit die Peterborough Petes, für die er 44 Saisonpiele (mit 21 Torvorlagen) bestritt. Nach drei Jahren im Nachwuchs von Södertälje (Schweden) spielte Maier heuer bereits seine zweite Saison in der OHL. Erfolgreich agierte er zuletzt auch im Trikot des Team Austria: Nach seinem Debüt im A-Nationalteam mit sechs Länderspieleinsätzen im Frühjahr 2019 war der Verteidiger im vergangenen Dezember einer der Schlüsselakteure des U20-Nationalteams, das bei der Weltmeisterschaft der Division 1A sensationell den Aufstieg in die Weltgruppe der zehn stärksten Nationen weltweit schaffte.

Bei diesem internationalen Triumph in Minsk (Belarus) an seiner Seite agierte Thimo Nickl (18), der sein bereits drittes U20-WM-Turnier bestritt und aufgrund seines Geburtsjahrgangs (2001) auch im kommenden Jahr noch spielberechtigt sein wird, wenn Österreich zum vierten Mal in der Eishockeygeschichte (nach 1980/81, 2003/04 und 2009/10) an World Juniors teilnehmen wird. Der Verteidiger hat seine erste Saison in Übersee hinter sich, bei den Drummondville Voltigeurs in der QMJHL präsentierte er sich (mit 39 Scorerpunkten in 58 Einsätzen) umgehend als zentrale Figur in der Abwehr. Bereits als 16-Jähriger, damals im Rahmen der Saisonvorbereitung der KAC-Kampfmannschaft in Zvolen (Slowakei), war er erstmals zart in das Blickfeld einzelner NHL-Scouts gerückt, die in der abgelaufenen Spielzeit nun die Möglichkeit hatten, ihn in Kanada umfangreicher und intensiver zu beobachten. Den Talentspähern schien das, was sie zu sahen, zu gefallen, für den bevorstehenden (nach der Absage der Ursprungsveranstaltung noch nicht final terminisierten) Draft darf sich Nickl gute Chancen ausrechnen, als erster beim EC-KAC ausgebildeter Spieler überhaupt ausgewählt zu werden.

Sein langjähriger Mannschaftskollege - zunächst in Klagenfurt und in der vergangenen Spielzeit bei Drummondville in der QMJHL - Fabian Hochegger (19) kann sich aller Voraussicht nach ebenfalls auf eine weitere Saison in Kanada einstellen. Vorgesehen ist, dass er weiterhin die Voltiegeurs repräsentiert, für die er 2019/20 in 56 Ligaspielen 19 Scorerpunkte gesammelt hat. Eine Verletzung unmittelbar vor dem Turnier kostete ihn eine Teilnahme an der U20-WM im Dezember, doch auch er ist im kommenden Jahr noch spielberechtigt und darf sich darauf freuen, seine Kollegen vom Team Austria bei den World Juniors in seiner neuen Wahlheimat Kanada empfangen zu können. Spielorte des weltweit hochwertigsten Juniorenturniers werden Red Deer und Edmonton sein und schon in der Vorrunde darf sich Österreich auf vier Leckerbissen freuen, heißen die Gruppengegner doch Russland, Schweden, USA und Tschechien.

 

Dienstag, 12. Mai

Nach dem dreiwöchigen Individualtraining und den abschließenden sportmedizinischen und leistungsdiagnostischen Testungen am vergangenen Freitag und Samstag starteten die Rotjacken gestern Montag in das Kleingruppentraining. Der entsprechende Antrag an das Bundesministerium für Kunst, Kultur, Öffentlicher Dienst und Sport wurde bereits am Montag der Vorwoche bewilligt, die Profispieler können nun wieder in den Trainingsräumen im Kabinentrakt der Stadthalle arbeiten.

Teil der Kleingruppen, die ihre Einheiten alternierend abspulen, sind neben den neun aktuell für kommende Spielzeit an den EC-KAC gebundenen Spielern weitere 16 Cracks: Dabei handelt es sich um Spieler aus dem letztjährigen Kader, deren Arbeitsverträge noch bis zum 31. Mai 2020 laufen und die daher die sich bietende Möglichkeit des gemeinsamen Off-Ice-Trainings nutzen. Der Trainingskader arbeitet entsprechend der aktuell gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen gesplittet in Kleingruppen zu maximal sechs Spielern.

Basis für die Trainingssteuerung im gestern gestarteten zweiten Abschnitt des Sommertrainings sind die Ergebnisse der Testungen, mit denen in der Vorwoche die „Intro-Phase“ beendet wurden. Diese Statusüberprüfungen waren sowohl sportmedizinischer als auch leistungsdiagnostischer Natur, sie werden beim EC-KAC im Verlauf eines Jahres mehrfach durchgeführt, um die individuelle körperliche Entwicklung der einzelnen Athleten zu dokumentieren und die jeweils folgenden Trainingsphasen daraufhin abzustimmen.

Geleitet wird das Off-Ice-Training der Kampfmannschaft in Zukunft von einem neuen Coach: Unter der Führung von Robert Mager, dem CEO und Performance Director von Allout, der als solcher bereits seit 2016 mit dem EC-KAC verknüpft ist, nahm in der Vorwoche mit Leo Kraus ein neuer Performance Coordinator seine Tätigkeit bei den Rotjacken auf. Er ersetzt in dieser Position Lion Hennig, dem der Verein für seine in der vergangenen Spielzeit geleistete Arbeit herzlich dankt und für die persönliche wie private Zukunft viel Erfolg wünscht. Leo Kraus ist 26 Jahre alt, der gebürtige Deutsche arbeitete zuletzt für die Banff Hockey Academy im kanadischen Provinz Alberta.

 

Montag, 11. Mai

Zahlreiche Anfragen erreichten das Vereinsbüro in den vergangenen Wochen hinsichtlich des Merchandisings, sodass ich den heutigen Eintrag ins „Off-Season Tagebuch“ dazu nützen möchte, die wichtigsten davon zu beantworten.

Nahezu alle Angestellten des EC-KAC bzw. der EC-KAC Betriebs GmbH wurden zur Kurzarbeit angemeldet, dies betrifft auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Merchandising-Bereich. Daher ist der KAC-Fanstore in der Stadthalle aktuell geschlossen. Die Bestellung von Fanartikeln ist daher aktuell nur über den Online-Fanshop (shop.kac.at) möglich, wobei der Versand nicht täglich, sondern pro Woche in zwei Tranchen erfolgt. Eine persönliche Abholung von Bestellungen ist nur nach vorangegangener und bestätigter Terminvereinbarung möglich (Kontaktdaten KAC-Fanstore).

Aufgrund der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen derzeit sehr stark nachgefragt ist der Mund-Nasen-Schutz im KAC-Design. Dieser Artikel wurde Mitte April ausschließlich aufgrund der zahlreichen entsprechenden Anfragen von Anhängern in das Sortiment aufgenommen. Der Verein hat sich im Sinne der Unterstützung der lokalen Wirtschaft dazu entschieden, nicht den billigsten Anbieter, sondern ein Klagenfurter Unternehmen mit der Produktion zu beauftragen. Zudem gehen sämtliche mit diesem Artikel generierten Einnahmen direkt in die Kassa der Nachwuchsabteilung.

Nach dem abrupten Ende der Spielzeit 2019/20 nach hinten verschoben wurde der alljährliche Verkauf der Game Worn Jerseys der Rotjacken. Dieser wird mit großer Wahrscheinlichkeit in der zweiten Hälfte des Monats Mai stattfinden, der genaue Zeitpunkt für den Verkaufsstart wird noch über kac.at sowie die Social Media-Kanäle des Klubs bekanntgegeben. Verfügbar sein werden auch heuer die (roten) Heim-Trikots sämtlicher im Saisonverlauf in Ligaspielen eingesetzten Cracks. Die von den jeweiligen Spielern bei ihren Einsätzen getragenen Jerseys wurden gewaschen und signiert, sie werden wie üblich mit einem entsprechenden Echtheitszertifikat ausgeliefert.

 

Freitag, 8. Mai

Ich lese derzeit Egyd Gstättners heuer erschienenes Buch „Klagenfurt“. In diesem beschwingten Text, einem auf knapp 190 Seiten ausgedehnten Reiseführer durch die Landeshauptstadt, kommt der Autor natürlich auch an den Rotjacken nicht vorbei, gleich an mehreren Stellen referenziert er auf das sportliche Aushängeschild Klagenfurts. Besonders schön mutet jene Stelle an, in der Gstättner die Bedeutung des EC-KAC für die Stadt skizziert: „(…) Die lange, ungebrochene Tradition der Rotjacken, die große Faszination, die sie ausüben, lassen sich vielleicht am ehesten so erklären, dass Eishockey in Klagenfurt kein Monopol der Eishockeyfanatiker und Sportfreunde, nicht einmal der Männer ist. Hier in der Stadthalle treffen sich die Bevölkerungsschichten, die Generationen und die Geschlechter.

Diese treffende Einschätzung beschreibt eines der wichtigen Assets des Vereins. Seitens des Managements wurden in den vergangenen Jahren bewusst Maßnahmen gesetzt, die gesellschaftliche Durchmischung des Heimspielpublikums zu bewahren und weiter auszubauen. Insbesondere war und ist es dem EC-KAC ein Anliegen, den Anteil an Familien unter den Zusehern zu erhöhen. Dementsprechend wurden im Bereich Ticketing neue Modelle etabliert, die gemessen am Zuspruch in Form von Kartenkäufen der Anhänger auch sehr positiv aufgenommen wurden: So haben sich sowohl die Einführung von Familientagen mit speziellen Ticketpaketen für Familien als auch die Schaffung der Kartenkategorie Kindersitzplatz bewährt.

In der vorzeitig abgebrochenen Spielzeit 2019/20 lagen die Verkaufszahlen von Sitzplatzkarten im Einzelticketverkauf an jedem der drei Familientage (allesamt an Sonntagnachmittagen ausgetragene Heimspiele gegen Klubs aus der unteren Tabellenhälfte, Anm.) höher als bei den beiden in Klagenfurt ausgespielten Kärntner Derbys dieser Spielzeit. 
Ebenso erfolgreich verlief die Ausweitung der Ticketangebote für Kinder: Im Vergleich zur Saison 2014/15, der ersten nach dem Managementwechsel, konnte die Anzahl der pro Grunddurchgangsbegegnung verkauften Kinder-Karten um 322,1 Prozent gesteigert werden. Mittlerweile entfallen mehr als 10,2 Prozent der an der Abendkassa und online gelösten Einzelspieltickets auf Kinder, ein Wert, der noch vor sechs Jahren zwischen drei und vier Prozent pendelte. 

Das von Egyd Gstättner beschriebene „Treffen der Generationen“ in der Stadthalle stellt sich heute also wesentlich ausgewogener dar, nunmehr sind 72 Prozent des Heimspielpublikums jünger als 50 Jahre. Auch hinsichtlich des „Treffens der Geschlechter“ zeigt sich ein positiver Trend: Seit der ersten breit angelegten Zuseherbefragung des Vereins im März 2016 ist der Anteil an weiblichen Besuchern bei KAC-Heimspielen von 24 auf 31 Prozent gestiegen.

Die Professionalisierung des Eishockeysports und gesetzliche Vorgaben sorgen dafür, dass der Spielbetrieb im Profibereich heute innerhalb einer Kapitalgesellschaft abgewickelt wird und dass dem Handeln des Klubs vordergründig unternehmerische Überlegungen zu Grunde liegen. Dem EC-KAC ist es allerdings ein großes Anliegen, dass die Stadthalle wie schon über die vergangenen Jahrzehnte hinweg ein Treffpunkt für alle Klagenfurterinnen und Klagenfurter bleibt, die „ihre Rotjacken“ spielen sehen möchten.

(Das 2020 im Picus Verlag erschienene Buch „Klagenfurt“ von Egyd Gstättner ist im gut sortierten Buchhandel erhältlich, beispielsweise beim traditionsreichen Klagenfurter Unternehmen Heyn)

 

Donnerstag, 7. Mai

Hinsichtlich Transfers und Vertragsverlängerungen tut sich bei den Rotjacken aktuell bekanntlich recht wenig, so lange die Rahmenbedingungen für die kommende Saison nicht feststehen, wäre es fahrlässig, personelle Entscheidungen zu treffen. Im Hintergrund gibt es seitens des Klubs sehr klare Vorstellungen, wie – abhängig von den verschiedenen möglichen Szenarien den Spielbetrieb betreffend – die zukünftige KAC-Mannschaft aussehen soll. Die einzigen Personalia, die in den vergangenen Wochen veröffentlicht wurden, betrafen fixierte Abgänge, wobei jener von „Meistergoalie“ Lars Haugen besonders wehmütig stimmte.

Der Norweger hat sich dazu entschieden, seine Laufbahn in seiner Heimat fortzusetzen. Er schloss sich im Rahmen eines Langzeitvertrags seinem Ausbildungsverein Manglerud an, dessen Heimstätte nur 400 Meter von jenem Haus entfernt liegt, das Lars mit seiner Frau Mariann und seinem Sohn Magnus jüngst bezogen hat. Auf den Umstand angesprochen, dass sich sein neuer Klub in den vergangenen zwei Dekaden kein einziges Mal in der oberen Tabellenhälfte der höchsten Spielklasse des Landes platzieren konnte, antwortete er in unserem letzten Interview, das wir am Montag dieser Woche führten: „Ich sehe es als Homecoming in mehreren Dimensionen: Zurück zu meiner Familie, wortwörtlich zurück in unser Zuhause und auch zurück zu meinem Jugendverein. Unser Team wird in der kommenden Saison stärker sein als in den letzten Jahren, aber ich komme zu Manglerud, um meine Erfahrungen aus neun Spielzeiten im Ausland an die folgenden Generationen weiterzugeben.“

Die Hauptmotivation des Goalies ist also nicht das Auffüllen der Pokalvitrine: „Ich bin 2018 nach Klagenfurt gekommen, um in meiner Karriere endlich einen Titel zu holen, das ist dank der großartigen Mannschaft, deren Teil ich sein durfte, gelungen.“. Als wir Anekdoten über dieses Championat austauschen, gibt er offen zu: „Hannes, ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn wir darüber sprechen. Das waren zahllose Momente, die ich in meinem Leben nicht mehr vergessen werde, Emotionen, die mir im Gedächtnis bleiben werden.“

Lars verhehlt es freilich nicht, dass er sich noch einen weiteren Titel mit dem EC-KAC gewünscht hätte, doch lief in seinem zweiten Jahr bei den Rotjacken vieles gegen den Norweger. Das Pendeln zwischen Klagenfurt und Oslo, wohin Frau und Sohn im Frühjahr 2019 aus beruflichen Gründen zurückgekehrt waren, war nicht immer einfach, dazu kam Mitte Dezember eine Verletzung, die zunächst keine klare Symptomatik aufwies und sich dann gefühlt ewig lange hinzog. Am Tag vor dem Heimspiel gegen Znojmo im Januar gab Lars Haugen den Medienvertretern bereits Pre-Game-Interviews zum fix eingeplanten Comeback, am Spieltag selbst folgte ein weiterer Rückschlag, der die Wiederkehr in den Spielbetrieb weiter verzögerte. Als sich an seinem Status auch einen Monat später wenig geändert hatte, der Transferschluss aber näher rückte, musste sich der Klub auf der Torhüterposition hinsichtlich der Play-Offs absichern, Jhonas Enroth wurde verpflichtet.

Lars Haugen blieb damit aus gesundheitlichen Gründen ein stilvoller, seiner Bedeutung für den Klub und dessen Meistertitel 2019 entsprechender Abschied verwehrt. Nicht nur darum plant der Norweger bereits seine Rückkehr an den Wörthersee: „Ich hatte schon Flugtickets für Mitte März, um der Mannschaft von der Tribüne aus die Daumen zu drücken, doch dann wurden Spielbetrieb und Luftverkehr eingestellt. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit werde ich aber in das Flugzeug springen, um mich in und von Klagenfurt anständig verabschieden zu können.“

Über Lars Haugens famose statistische Kennzahlen im rot-weißen Trikot wurde schon vielerorts geschrieben, zwei zuvor unveröffentlichte Werte möchte ich an dieser Stelle ergänzend anführen: In 53 seiner 73 Bewerbsspiele für den EC-KAC in Liga und CHL, das sind knapp 73 Prozent seiner Einsätze, kassierte er zwei oder weniger Gegentreffer. Ebenso imposant gestaltete sich seine Winning Percentage von 69,0 Prozent (49 Siege, 22 Niederlagen): Der letzte KAC-Schlussmann, der zumindest eine volle Saison bei den Rotjacken absolvierte und relativ betrachtet mehr Spiele gewann, war der langjährige Backup Johann Schaunig, der seine letzte Ligapartie im Dezember 1986 bestritt. Rechnet man nur dezidierte „Starter“-Goalies, muss man bis Karl Pregl (Karriereende 1978) zurückgehen, um eine höhere Erfolgsquote zu finden.

Auch der Mann, der ab Mitte Februar Lars Haugens Kaderplatz beim EC-KAC einnahm, wird, wie in dieser Woche auch offiziell bekannt wurde, den Verein verlassen. Bereits vor seinem Wechsel nach Klagenfurt hatte Jhonas Enroth einen ab Sommer laufenden Langzeitvertrag in seiner Heimat unterschrieben. Erst dadurch wurde der Schwede für die Rotjacken überhaupt erschwinglich, erst dadurch ergab sich die Möglichkeit der von beiden Seiten so gewünschten „Kurzzeitbeziehung“. Dass diese in der Folge eher unglücklich verlief und Enroth in der öffentlichen Beurteilung seiner Leistungen viel zu schlecht wegkam, ist bitter, aber im Eishockeygeschäft auch nichts Außergewöhnliches. Nach starken Vorstellungen in den drei verbleibenden Grunddurchgangsspielen – je zwei Gegentreffern in Graz und Wien sowie gegen Bolzano, einer Save-Percentage jenseits der 93er-Grenze, unterm Strich also „Haugen-Werten“ – fand der Schlussmann bei seinen beiden Viertelfinaleinsätzen kein Rezept gegen die unglaubliche Effizienz, mit der Linz dem EC-KAC schon über die gesamte Saison hinweg begegnet war: Bereits in der Regular Season benötigten die Oberösterreicher nur 6,5 Schüsse, um gegen Rot-Weiß zum Torerfolg zu gelangen, alle übrigen neun Teams lagen deutlich über diesem Wert (und im Schnitt bei 14,1). Jhonas Enroth, der passionierte Radfahrer, blieb nach dem abrupten Saisonende noch für einige Tage in Klagenfurt und spulte kreuz und quer durch Kärnten noch viele Kilometer auf seinem Bike ab, dann führte ihn sein Weg zurück nach Schweden, genauer gesagt zu seinem neuen Klub in Örebro.

 

Mittwoch, 6. Mai

Während die Rahmenbedingungen und der Terminplan für die kommende Saison weiterhin (und wohl noch für längere Zeit) unklar sind, bereiten sich die Cracks des EC-KAC natürlich bereits auf die nächste Spielzeit vor. Auch wenn nicht mit einem programmgemäßen Saisonstart – also Liga-Beginn Mitte September und damit Auftakt des Eistrainings Anfang August – gerechnet werden kann, so ist die aktuelle Trainingsplanung dennoch auf diese Termine hin ausgerichtet, damit die Mannschaft zum frühestmöglichen Zeitpunkt, so unwahrscheinlich dieser auch erscheinen mag, einsatzfähig ist. Eine Adaptierung des Sommertrainings erfolgt erst, wenn auf Basis der behördlichen Vorgaben zuverlässige terminliche Rahmenbedingungen zur kommenden Saison fixiert sind.

Für die Trainingssteuerung bei den Rotjacken zeichnet auch 2020/21 wieder das deutsche Unternehmen Allout Performance verantwortlich, mit dem der EC-KAC bereits seit 2016 sehr erfolgreich und progressiv zusammenarbeitet. 
Die Spieler der Kampfmannschaft sind nach Ostern wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen, aktuell haben sie die ersten zwei der insgesamt drei Wochen der „Intro-Phase“ des Sommertrainings hinter sich gebracht. Am Programm stand dabei Einzeltraining den individuell für die Athleten zusammengestellten Trainingsplänen folgend. Hier erzählen Thomas Hundertpfund und Clemens Unterweger über ihre vergangenen Wochen.

In der aktuellen Woche stehen für die Cracks nun die Testungen am Programm: Bis zum Samstag durchläuft jeder Spieler sowohl die sportmedizinischen Überprüfungen bei Altis Humanomed als auch das sogenannte Profiling, die motorischen und leistungsdiagnostischen Tests, bei Allout Performance. 

Darüber, wie genau diese Prozesse aussehen, wozu diese Erhebungen dienen und welche Erkenntnisse daraus gezogen werden, werde ich in der kommenden Woche im „Off-Season Tagebuch“ in Form eines Gesprächs mit Robert Mager, dem Head of Performance bei Allout, berichten.