Zum bereits dritten Mal in der laufenden Saison trifft der EC-KAC am Mittwoch auf die Vienna Capitals. Die Wiener befinden sich aktuell im Formhoch, kac.at stellt den Hauptstadt-Klub vor.

Aktuelles:

Nach schwachen Resultaten in den ersten Wochen der Meisterschaft, bedingt durch zahlreiche personelle Veränderungen auch noch nach Saisonstart, avancierten die Vienna Capitals zuletzt zu einer der formstärksten Mannschaften in der Liga. Vier Siege in Folge ließen Wien am Sonntag sogar erstmals in der laufenden Spielzeit in die Top-Sechs klettern. Seit einem 2:3-Verlust beim HC Innsbruck am 9. Oktober haben die Caps in sieben Partien am Stück gepunktet, sechs dieser Begegnungen wurden auch gewonnen. Speziell auf eigenem Eis lieferte das Team von Head Coach Dave Barr heuer bislang meist gute Ergebnisse ab: Aus acht Auftritten in der Erste Bank Arena resultierten sechs Siege und zwei knappe Ein-Tor-Niederlagen gegen die beiden aktuell das Ranking anführenden Teams von Fehérvár AV19 (3:4) und den HK Olimpija Ljubljana (0:1). Waren die Capitals in den ersten Wochen der Saison mit ausgedünntem Lineup noch häufig ihren Gegnern unterlegen, so entfalteten sie in ihren Partien zuletzt immer wieder auch spielerisches Übergewicht: In sechs der jüngsten sieben Spiele brachten sie mehr Schüsse aufs Tor als ihre jeweils direkten Konkurrenten.

Spieler im Fokus:

Den sommerlichen Abgang von Punktegarant Ty Loney nach Salzburg konnten die Wiener bislang in Person von Nicolai Meyer kompensieren: Der flinke Flügelstürmer aus Dänemark ist zwar ein gänzlich anderer Spielertyp als der letztjährige Caps-Topscorer, sammelte bisher jedoch annähernd gleich viele Zähler (1,14 gegenüber 1,19 pro Spiel). Gut in Schuss ist auch sein Linienkollege Brody Sutter, dessen neun Saisontreffer ligaweit aktuell nur von drei Spielern übertroffen werden. Der Kanadier wechselte von der Center- auf die Außenposition, als der Klub in der ersten Hälfte des Monats Oktober den mit umfassender NHL-Erfahrung ausgestatteten James Sheppard verpflichtete. Der großgewachsene Mittelstürmer, zuletzt sechs Jahre in NLA und DEL unterwegs, verfügt unter allen aktuellen ICE-Spielern mit 431 hinter Bratislavas Nikolai Zherdev (436) über die zweitmeisten Karriereeinsätze in der besten Liga der Welt. Gegen den EC-KAC meist ein starker Rückhalt ist Veteran Bernhard Starkbaum, der bei sechs Starts im laufenden Spieljahr bereits zwei Mal zu null spielte, so auch im jüngsten Duell mit den Rotjacken am 1. Oktober in Klagenfurt.

Bilanz gegen den EC-KAC:

Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 hat der EC-KAC nur gegen den EC Salzburg (150 Begegnungen) häufiger gespielt als gegen die Vienna Capitals, insgesamt 141 Duelle mit dem Haupststadtklub stehen zu Buche. Die Mehrheit davon konnten die Rotjacken gewinnen, 75 Siegen sehen in der historischen Bilanz 66 Niederlagen gegenüber, auch hinsichtlich der erzielten Treffer liegen die Klagenfurter knapp voran (436 zu 424). Die letzte direkte Konfrontation gewannen allerdings die Wiener, sie siegten Anfang Oktober in der Stadthalle mit 2:0, sodass die Rotjacken erstmals nach 16 Spielen gegen die Caps in Folge, in denen sie stets punkten konnten, ohne Zähler blieben. In der Bundeshauptstadt ausgetragene Duelle zwischen den beiden Klubs waren in der jüngeren Vergangenheit meist eine sehr knappe Angelegenheit: In acht der letzten neun Partien trennte die Mannschaften am Spielende nur ein einziger Treffer. Jeden der jüngsten drei Auftritte in Kagran konnte der EC-KAC erfolgreich gestalten, zumindest einen Punkt gab es für die Rotjacken bei jedem ihrer letzten sieben Wien-Gastspiele.

Das letzte Duell:

Nach dem dominanten KAC-Heimsieg gegen Wien zum Ligaauftakt (5:0) konnten die Capitals im zweiten, ebenfalls in Klagenfurt ausgetragenen Saisonduell zurückschlagen und mit 2:0 siegen. Die Gelb-Schwarzen beendeten damit am 1. Oktober die stolze Heimserie der Rotjacken, die bis dahin spielzeitübergreifend 13 Bewerbsspiele in der Stadthalle am Stück gewonnen hatten. Die Donaustädter profitierten in dieser Begegnung knapp nach Spielmitte von einem Missverständnis in der rot-weißen Hintermannschaft und fixierten den Auswärtserfolg schließlich mit einem Empty Net-Treffer. Grundsätzlich war die Partie von einem spielerisch deutlich überlegenen EC-KAC bestimmt, wie 72:23 Torschussversuche und 34:12 tatsächliche Shots on Goal dokumentieren. Die Klagenfurter verfügten bei Even Strength über 25:08 Minuten Scheibenbesitz, die Gäste kamen lediglich auf 16:24 Minuten, auch verzeichneten die Capitals nur einen einzigen Torschuss aus dem Slot (gegenüber deren zehn der Rotjacken). Überragend agierte Goalie-Routinier Bernhard Starkbaum, dem es von den KAC-Stürmern allerdings teilweise auch leicht gemacht wurde: 17 der 34 Schüsse landeten zentral im Brust-/Bauchbereich oder am geschlossenen Five-Hole.

 

Spielbericht: „Serie an Heimsiegen endet gegen Wien“ (kac.at, 01.10.2021)