Nach zehntägiger Spielpause bestreitet der EC-KAC (17 Siege, neun Niederlagen) in der laufenden Woche wieder drei Begegnungen in der win2day ICE Hockey League. Die erste davon am Mittwoch, dem 17. Dezember 2025, auswärts bei Fehérvár AV19 (zwölf Siege, 14 Niederlagen) in Ungarn. Spielbeginn in der MET Aréna von Székesfehérvár ist um 19.15 Uhr, Sporturope.TV überträgt live.
BERICHTERSTATTUNG
Diese Begegnung ist nicht im Free-TV zu sehen, eine Livestream-Übertragung, produziert vom gastgebenden Klub, wird jedoch wieder auf Sporteurope.TV angeboten, Sendungsbeginn ist um 19.00 Uhr. Beim Streaming-Partner der win2day ICE Hockey League ist aktuell im Rahmen einer Weihnachtsaktion ein vergünstigter „12-Months Pass“ (zum Preis von €19,90 statt €24,90 monatlich) erhältlich. Radio Kärnten (online empfangbar über sound.orf.at) begleitet das Spiel im Kärntner Eishockeymagazin, das um 20.04 Uhr beginnt.
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC präsentierte sich zuletzt gut in Schuss: Seit dem International Break im November punkteten die Klagenfurter bei neun ihrer elf Auftritte, nach in Summe 26 absolvierten Saisonspielen stehen für sie damit 52 Zähler zu Buche. Die Rotjacken liegen aktuell punktegleich mit Leader Graz auf Tabellenplatz zwei der win2day ICE Hockey League, den Steirern war man im letzten Spiel vor der Dezember-Ligapause nach späten Gegentoren mit 2:3 nach Verlängerung unterlegen. Österreichs Rekordmeister nimmt derzeit sowohl im Heim- als auch im Auswärtsranking der Liga die zweite Position ein, in heimatlichen wie in fremden Gefilden wurden jeweils 26 Zähler aus 13 Partien eingefahren. Die Mannschaft des EC-KAC wird in der laufenden Woche viele Stunden in ihrem Bus verbringen: Vor und nach dem Heimspiel gegen die Pioneers Vorarlberg am Freitag gastieren die Rotjacken am Mittwoch und am Sonntag jeweils in Ungarn, die Reisen nach Székesfehérvár und Budapest beinhalten gemeinsam 1.850 Straßenkilometer. Mit der erwarteten Rückkehr von Nick Petersen erhofft sich Klagenfurt auch wieder eine Steigerung seines offensiven Outputs: In jedem ihrer letzten vier Ligaspiele (und damit gleich oft wie in den ersten 22 Saisonspielen) verbuchten die Kärntner weniger Shot Attempts als ihr jeweiliger Gegner.
Fehérvár AV19 belegt aktuell den neunten Tabellenrang in der win2day ICE Hockey League, wobei die Magyaren nach Punkten näher bei Platz sechs, der die vorzeitige Playoff-Qualifikation bedeuten würde, als bei Position elf, der dem Saisonende vor den Pre-Playoffs entsprechen würde, liegen. Im bisherigen Verlauf der Spielzeit stotterte bei Székesfehérvár insbesondere der Offensivmotor: 2,19 aus dem Spiel heraus erzielte Treffer pro Partie entsprechen im ligaweiten Vergleich dem zweitniedrigsten Wert, in nur sechs der 26 Begegnungen gelangen mehr als drei Tore. Seit dem letzten Duell mit dem EC-KAC Ende Oktober haben die Ungarn auch ihren Head Coach gewechselt: Der Kanadier Ted Dent ersetzte Dávid Kiss, der unter den 13 Cheftrainern, die der Klub seit seinem Einstieg in die damalige EBEL (2007) engagiert hatte, die deutlich höchste Winning Percentage (55,6 Prozent) aufwies. Unter dem neuen Coach setzte ein Aufwärtstrend ein, der sich in sechs Siegen aus zehn Partien manifestierte, zu Hause hat Fehérvár AV19 vier seiner letzten fünf Spiele gewonnen. Ausgewirkt hat sich der Trainerwechsel auch auf das Powerplay, dessen Erfolgsquote sich von 13,5 Prozent unter Kiss auf 25,8 Prozent unter Dent nahezu verdoppelt hat.
Die Geschichte:
Fehérvár AV19 ist jener internationale Klub, der am längsten Teil der nunmehrigen win2day ICE Hockey League ist, die Ungarn kamen im Jahr 2007 in die Liga und sind seither durchgehend Gegner des EC-KAC. In den Playoffs standen sich die beiden Vereine noch nie gegenüber, in den bislang 19 Grunddurchgängen kam es jedoch schon zu in Summe 90 direkten Begegnungen. Die Mehrheit dieser Duelle – 51 gegenüber 39 – konnten die Rotjacken für sich entscheiden, wobei diese Bilanz sehr deutlich vom überragenden Fazit aus Heimspielen getragen wird, wo sich Klagenfurt in 33 von 45 Partien durchsetzen konnte. Székesfehérvár war für den österreichischen Rekordmeister hingegen über lange Jahre kein guter Boden, nur bei neun seiner 39 Auftritte dort zwischen 2007 und 2022 konnte Rot-Weiß die vollen drei Punkte einfahren. Gewandelt hat sich dieser Trend in der jüngeren Vergangenheit: Der EC-KAC gewann fünf seiner letzten sechs Gastspiele bei den Roten Teufeln und ließ dabei in Summe nur neun Gegentreffer zu. Auch vom Austragungsort unabhängig vermochten die Kärntner gegen die Magyaren in den weniger weit zurückliegenden Konfrontationen meist zu reüssieren: In zwei der letzten neun Duelle blieben die Rotjacken ohne Torerfolg, die übrigen sieben konnten sie allesamt gewinnen. Zuletzt konnte sich der EC-KAC gegen Fehérvár AV19 meist auf seine Special Teams verlassen: Aus den vergangenen zehn Partien stehen Erfolgsquoten von 28,6 Prozent im Powerplay und 91,2 Prozent im Penalty Killing zu Buche.
Personelles:
Neben Jordan Murray steht beim EC-KAC seit dem letzten Spiel vor der Ligapause gegen Graz auch Thomas Hundertpfund auf der Liste der Langzeitausfälle: Der Kapitän zog sich in seinem dritten Shift eine schwere Unterkörperverletzung zu, muss sich in der laufenden Woche einer Operation unterziehen und wird in der Saison 2025/26 nicht mehr auf das Eis zurückkehren. Sein Comeback nach 13 verletzungsbedingt verpassten Ligaspielen wird in Székesfehérvár Nick Petersen geben. Auch Jan Muršak ist von seiner Ende November erlittenen Unterkörperverletzung wieder genesen, der Slowene erkrankte allerdings in der Nacht zum Dienstag und wird die Mannschaft daher nicht nach Ungarn begleiten. Ebenfalls nicht im Mannschaftsbus sitzen wird Luka Gomboc, der sich in der vergangenen Woche abseits des Trainingsbetriebs verletzte und langfristig fehlen wird. Gegenüber dem letzten Ligaspiel in das rot-weiße Lineup zurückkehren werden Maximilian Preiml (damals erkrankt) und David Waschnig (U20-Weltmeisterschaft).
Pre-Game-Kommentar:
„Die letzten Wochen waren voll mit Reha, außerdem gilt es, Ruhe zu bewahren und nichts zu überstürzen, wenn man verletzt ist. Das Positive ist, dass unsere Mannschaft zwischenzeitlich einen guten Job gemacht hat, wir sind in einer erfreulichen Lage. Ich brenne jetzt darauf, dass ich dem Team wieder helfen kann, besser und besser zu werden, je länger die Saison dauert.“
„Ich denke, die Richtung, in die sich unsere Mannschaft entwickelt, ist die richtige. Natürlich haben uns Verletzungen beeinflusst, Spieler kamen in neue Rollen, in der Defensive bekamen wir mit Josh Teves zusätzliche Hilfe. Es gab aufgrund der Verletzungen personelle Veränderungen, manchmal lief es dadurch nicht optimal, aber ich sehe, wie sich unsere Gruppe an die Gegebenheiten anpasst. Insgesamt haben wir das bisher gut gemacht.“
„Als wir zuletzt auswärts gegen Székesfehérvár spielten, kamen sie sehr druckvoll aus der Kabine. Auch insgesamt waren sie in den letzten Jahren auf eigenem Eis meist sehr stark. Für uns wird diese Partie eine Herausforderung, speziell weil Fehérvár nach der Ligapause mit vollen Akkus in dieses Spiel gehen kann. Wir haben eine lange Reise vor uns, aber wir werden uns der Aufgabe in Ungarn stellen und versuchen, bestmöglich abzuschneiden.“
„Punktemäßig lief es für mich heuer bislang recht gut, darüber denke ich aber wenig nach. Vielmehr ist mir wichtig, Energie in unser Team zu bringen. Ich habe es herbeigesehnt, in das Lineup zurückzukehren, jetzt ist es soweit und ich hoffe, dass wir am Mittwoch den Funken für eine insgesamt wichtige Woche mit wichtigen Spielen entzünden können.“
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