Im Rahmen seines intensiven Feiertagsprogramms bestreitet der EC-KAC (22 Siege, elf Niederlagen) sein fünftes Spiel innerhalb von acht Tagen: Am Samstag, dem 3. Januar 2026, gastieren die Rotjacken beim aktuellen Tabellenschlusslicht der win2day ICE Hockey League, dem HC Innsbruck (acht Siege, 25 Niederlagen). Die Klagenfurter wollen dabei Wiedergutmachung für die bei ihrem letzten Auftritt in Tirol Ende November erlittene Niederlage betreiben. Spielbeginn in der TIWAG Arena ist um 17.30 Uhr, Sporturope.TV überträgt live.
BERICHTERSTATTUNG
Diese Begegnung ist nicht im Free-TV zu sehen, eine Livestream-Übertragung, produziert vom gastgebenden Klub, wird jedoch wieder auf Sporteurope.TV (Pay-per-View) angeboten, Sendungsbeginn ist um 17.15 Uhr. Radio Kärnten (online empfangbar über sound.orf.at) begleitet das Spiel im Kärntner Eishockeymagazin, das um 17.10 Uhr beginnt.
Die Ausgangssituation:
Der EC-KAC hat seine beiden bisherigen Spiele in der laufenden Woche verloren und damit zum dritten Mal in der laufenden Saison zwei Niederlagen am Stück kassiert. Auf einen knappen 2:3-Verlust in Ljubljana am Dienstag folgte am Donnerstag ein 1:2 nach Verlängerung gegen den HCB Südtirol auf eigenem Eis. Trotz der unglücklichen Entstehungsgeschichte des entscheidende Gegentreffers 12,7 Sekunden vor dem Ende der Overtime darf der Punkt gegen die Füchse angesichts von 20:41 Torschüssen, davon 9:18 aus dem Slot, als durchaus glücklich bezeichnet werden. Die Tabelle führt der Rekordmeister unverändert an, im Ranking nach Punkteschnitt wurde Klagenfurt (2,06) aber bereits von den Graz99ers (2,09) überholt. Auswärts sind die Rotjacken mit 35 Zählern aus 17 Partien weiterhin die Nummer eins der Liga, vor der Niederlage bei Olimpija am Dienstag holten sie in der Fremde fünf Regulation-Siege hintereinander. Nach zwischenzeitlichem Hoch wieder absteigende Tendenz zeigt das rot-weiße Powerplay, zum ersten Mal seit dem Übergang vom September zum Oktober blieb der EC-KAC wieder in drei aufeinanderfolgenden Spielen ohne Treffer bei numerischem Vorteil. Gegen Mannschaften, die aktuell außerhalb der Top-Sechs liegen, performte Rot-Weiß im bisherigen Saisonverlauf insgesamt sehr gut, 48 gewonnenen stehen in diesen Duellen lediglich neun abgegebene Zähler gegenüber.
Der HC Innsbruck startete am Donnerstag mit einer 2:6-Niederlage beim EC VSV in das neue Kalenderjahr. Zwar hielten die Haie bis zur 44. Minute ein 2:2, insgesamt war man Villach – 24:47 Torschüsse, 1,88 zu 4,67 Expected Goals – jedoch klar unterlegen. Die Tiroler haben nur zwei ihrer jüngsten 16 Ligaspiele gewonnen, sie liegen auf dem letzten Tabellenplatz der win2day ICE Hockey League und weisen mittlerweile bereits einen Rückstand von sechs Zählern auf die zwölftplatzierten Pioneers Vorarlberg auf. Bei noch 15 ausständigen Partien sind für den HCI wohl auch die Pre-Playoffs nicht mehr zu erreichen, waren seit der Einführung des aktuellen Spielmodus im Schnitt doch 65,2 Punkte nötig, um sich unter den Top-Zehn zu platzieren, die Haie halten aktuell bei deren 22. Damit würden das Viertelfinale im 14. Jahr seit Innsbrucks Rückkehr in den Bewerb zum bereits elften Mal ohne HCI-Beteiligung über die Bühne gehen. Mit 4,36 Gegentreffern aus dem Spiel heraus pro Saisonpartie weisen die Tiroler aktuell den höchsten Schnitt ligaweit auf, hinsichtlich der offensiven Produktivität übertrifft Innsbruck (2,36) mit den Pioneers Vorarlberg und Fehérvár AV19 immerhin zwei Teams. Optimismus schöpfen die Haie für das Spiel am Samstag zweifelsfrei aus dem Gegner, der ihnen gegenübersteht: Die Truppe von Head Coach Ryan Kinasewich hat nur drei ihrer 17 Saisonheimspiele in regulärer Spielzeit gewonnen, in jedem davon stand ihnen ein Klub aus Kärnten gegenüber.
Die Geschichte:
Der 1994 gegründete HC Innsbruck spielt seit dem Jahr 2000 in Österreichs höchster Spielklasse, unterbrochen durch einen dreijährigen Aufenthalt in der Nationalliga zwischen 2009 und 2012. Mit dem EC-KAC duellierten sich die Haie seither 131 Mal, dabei standen 76 Erfolgen der Kärntner deren 55 der Tiroler gegenüber. Insgesamt ist für Begegnungen zwischen diesen beiden Klubs eine deutliche Heimtendenz zu attestieren, in 63,4 Prozent der Fälle setzte sich die gastgebende Mannschaft durch. Obwohl der HC Innsbruck nur zwei der letzten sechs Grunddurchgänge auf einem einstelligen Tabellenplatz abschloss, präsentierte er sich in den vergangenen Jahren als sehr unangenehmer Gegner für die Rotjacken, die von den jüngsten 16 Aufeinandertreffen nur die Minderheit von sieben für sich entscheiden konnten.
Bei Auswärtsspielen in der Tiroler Landeshauptstadt wechselten sich aus rot-weißer Sicht bei den letzten acht Auftritten Siege und Niederlagen jeweils ab, die letzte Partie, ausgetragen am 26. November, war eine sehr denkwürdige: Der EC-KAC führte nach knapp sieben Minuten mit 3:0 und nach dem ersten Abschnitt mit 4:2, musste sich am Ende aber mit 6:9 geschlagen geben. Die Rotjacken kassierten teilweise an Slapstick erinnernde Gegentreffer, vor den beiden Empty Nettern erzielten die Haie sieben Tore aus nur 24 Schüssen. Der HC Innsbruck kam auf einen Expected Goals-Wert von 2,90, traf aber neun Mal und sorgte im 1.503. Spiel des EC-KAC seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 zum erst zweiten Mal für neun rot-weiße Verlusttreffer.
Personelles:
Neben den langzeitverletzten Jordan Murray, Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc sowie dem verletzten Jesper Jensen Aabo muss der EC-KAC auch in Innsbruck auf Maximilian Preiml und David Waschnig (beide seit dem Auswärtsspiel in Wien angeschlagen) verzichten. Neu auf der Liste der Ausfälle ist Oliver Lam, der im Startdrittel der Partie gegen den HCB Südtirol am Donnerstag bei einem Check eine Unterkörperblessur erlitt. Ebenfalls leicht lädiert ist nach einem Hit im Spiel gegen die Füchse Simeon Schwinger, der das Eistraining am Freitag auslassen musste, für das Auswärtsspiel in Tirol aber mit einiger Wahrscheinlichkeit verfügbar sein sollte.
Pre-Game-Kommentar:
„Ich denke, dass wir in dieser Woche trotz der beiden Niederlagen gute Auftritte hingelegt haben. Die Ergebnisse waren nicht ideal, unser Spiel war aber über weite Strecken gut, auf dem können wir im neuen Jahr in jedem Fall aufbauen. Der HCB Südtirol ist eine starke Mannschaft, die ein effektives System spielt, gegen sie ist es immer schwer. Wir müssen gegen solche Teams noch besser darin werden, unser Ding durchzuziehen und unseren Gameplan konsequent umzusetzen. Wenn wir weiterhin alle mit- und füreinander kämpfen, werden auch die Resultate stimmen.“
„Wir wissen alle, was beim letzten Auswärtsspiel in Innsbruck passiert ist. Da schossen wir sehr früh viele Tore, lehnten uns dann aber, wie ich denke, viel zu sehr zurück. Wir kassierten neun Gegentore, das darf uns nicht passieren, schon gar nicht gegen einen Gegner, der sonst meist einen schweren Stand hat. Wir müssen morgen also nicht nur von Anfang an bereit sein, sondern dann im weiteren Verlauf auch am Gaspedal bleiben. Wenn wir das Tempo über die vollen 60 Minuten hinweg hochhalten, wird sich ein Spiel wie das letzte nicht wiederholen.“
„Mit meiner eigenen Entwicklung, die ich hier bei der Kampfmannschaft gemacht habe, bin ich bisher ganz zufrieden. Ich kann mich natürlich überall verbessern, ich arbeite auch an allen Bereichen, aber vordergründig geht es sicher darum, in der Defensivzone noch mehr Ruhe in mein Spiel zu bringen. Die ersten Entscheidungen, die ich treffe, sollen immer richtig und auch noch überlegter sein. In der U20 habe ich viele Scorerpunkte gesammelt, da kann ich auch vieles ausprobieren, hier in der Kampfmannschaft wollen die Trainer, dass mein Fokus in erster Instanz auf der defensiven Seite liegt. Wenn ich hinten fehlerfrei agiere, dann kommen die offensiven Aspekte dran, das passiert mit der Zeit. Jetzt geht es aber um Fehlerminimierung und Stabilität.“
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