Mit neuerlich stark ausgedünntem Lineup will der EC-KAC am Freitagabend in der Heidi Horten-Arena auch das vierte Saisonduell mit Fehérvár AV19 für sich entscheiden. Die Vorschau auf diese Partie liefert wie gewohnt kac.at.

Nach einer einwöchigen Spielpause kehrt der EC-KAC (25 Siege, elf Niederlagen) in den Spielbetrieb der win2day ICE Hockey League zurück: Am Freitag, dem 16. Januar 2026, empfangen die Rotjacken Fehérvár AV19 (17 Siege, 20 Niederlagen) in der Heidi Horten-Arena. Es kommt dabei zum vierten und bereits letzten Duell dieser beiden Klubs im Grunddurchgang, die ersten drei konnten die Klagenfurter für sich entscheiden. Die Begegnung zwischen dem Ersten und dem Siebten der aktuellen Tabelle beginnt um 19.15 Uhr, Sporteurope.TV überträgt live.

TICKETS

Sitzplatzkarten sind für dieses Spiel bereits ausverkauft, noch verfügbar sind zehn VIP- und rund 270 Stehplatzkarten. Diese können durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC oder am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena bezogen werden. Über die gleichen Kanäle sind auch potenziell noch bis Spielbeginn dem Zweitmarkt zugeführte Abo-Plätze erhältlich.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie gewohnt im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen (Pay-per-View). Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 19.00 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 20.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC punktete in 14 seiner letzten 15 Ligaspiele (zwölf Siege) und liegt damit an der Tabellenspitze der win2day ICE Hockey League. Weder die 77 absoluten Zähler noch der rot-weiße Schnitt von 2,14 Punkten pro Partie werden aktuell von einem anderen Team übertroffen. Vor ihrer einwöchigen Spielpause fuhren die Rotjacken einen im Schlussabschnitt fixierten 3:2-Auswärtssieg im Kärntner Derby beim EC VSV ein. Nun kehren die Klagenfurter auf heimatliches Eis zurück, wo sie im Verlauf der bisherigen Saison nur bei zwei von 17 Auftritten (und bei keinem der letzten 14) gänzlich leer ausgingen. Der Rekordmeister ist mit 2,69 Treffern pro Partie unverändert das offensivstärkste Team der Liga bei Even Strength, zuletzt in Villach schrieben sie nach fünf Begegnungen ohne Powerplay-Tor auch erstmals wieder bei numerischem Vorteil an. Wichtigster Grundpfeiler des bisherigen Erfolgs war aber die defensive Stabilität: In jedem der jüngsten 15 Ligaspiele lag die Anzahl der tatsächlich kassierten Gegentore unter jener der Expected Goals Against, in Summe stehen für diesen Zeitraum bei 51,8 erwartbaren Verlusttreffern nur 25 reale gegenüber.

Fehérvár AV19 kommt als derzeitiger – sowohl nach absoluten (52) als auch relativen (1,41) Punkten – Tabellensiebter nach Klagenfurt und liegt damit aktuell auf Kurs zur dritten Pre-Playoff-Teilnahme in vier Jahren. Auf einen Zwischenspurt zum Start in das neue Kalenderjahr mit drei Regulation-Siegen am Stück folgten für die Ungarn zuletzt zwei Heimniederlagen hintereinander, am Samstag unterlagen sie den Pioneers Vorarlberg mit 2:3 nach Penaltyschießen, am Mittwoch zogen sie gegen den HCB Südtirol durch ein Gegentor in der letzten Spielminute mit 3:4 den Kürzeren. In Auswärtsspielen fand Székesfehérvár heuer bislang nie richtig in Tritt, zwei Drittel der Partien in der Fremde gingen verloren. Ihre letzte Begegnung auf fremdem Eis (am 3. Januar) konnten die Magyaren im Derby beim Ferencvárosi TC zwar erfolgreich gestalten (6:3), davor kassierten sie auswärts allerdings bei 3:20 Toren und 0:12 Punkten vier klare Niederlagen in Folge. Während die Special Teams der Roten Teufel recht passabel performen, klaffen im Spiel bei Even Strength einige Lücken: Hier stehen die ligaweit drittschwächste Tordifferenz (-24) und die zweitwenigsten erzielten Treffer (1,78 pro Spiel) zu Buche.

Die Geschichte:

Der EC-KAC und Fehérvár AV19 spielen seit der Saison 2027/08 in der gleichen Liga, trafen aber noch nie in den Playoffs aufeinander. Bislang kam es zu 91 direkten Duellen im Grunddurchgang, von denen die Mehrheit von 52 (gegenüber 39) von den Rotjacken gewonnen wurden. Fast zwei Drittel aller Begegnungen – exakt 65,9 Prozent – konnte die jeweils gastgebende Mannschaft für sich entscheiden, in der jüngeren Vergangenheit schlug das Pendel jedoch unabhängig vom Austragungsort vermehrt auf die rot-weiße Seite aus: Von zwei Shutout-Niederlagen innerhalb von 28 Tagen im Herbst 2024 abgesehen, holte der EC-KAC aus den letzten zwölf direkten Konfrontationen zehn Siege, jedes der jüngsten fünf Duelle ging (bei 14:1 Punkten und 23:7 Toren) an die Kärntner.

Zuletzt kreuzten die beiden Vereine am 17. Dezember in Székesfehérvár die Schläger, dabei setzten sich die Rotjacken mit 6:3 durch. Nachdem Fehérvárs Langzeit-Import Anže Kuralt in Spielminute 21 seinen persönlichen Doppelpack geschnürt und auf 3:2 gestellt hatte, folgten vier unbeantwortete Treffer Klagenfurts. Der EC-KAC konvertierte in dieser Begegnung 16,7 Prozent seiner Shots on Goal in einen Torerfolg, was der vierthöchsten Quote der laufenden Saison entsprach. Gleich sechs Cracks der Kärntner verbuchten ein Multiple Point Game, entscheidend war aber auch das effektive Spiel der Rotjacken in der neutralen Zone: Fehérvár AV19 verbrachte satte 22,6 Prozent seiner Zeit mit Puckbesitz im Mitteldrittel – zweithöchster Wert eines KAC-Gegners im aktuellen Spieljahr.

Personelles:

Die bereits zuvor angespannte Personalsituation beim EC-KAC hat sich in den vergangenen Tagen weiter zugespitzt: Das Kärntner Derby in Villach am letzten Freitag musste Josh Teves aufgrund einer in der Schlussphase des Startdrittels erlittenen Oberkörperverletzung vorzeitig abbrechen, wie lange er ausfallen wird, ist aktuell nicht seriös prognostizierbar. Für mehrere Wochen fehlen wird David Maier, der sich eine Unterkörperverletzung zugezogen hat. Beim Großteil der Trainings in der laufenden Woche nicht dabei waren Fabian Hochegger und Nachrücker Lennart Leitner (beide erkrankt) sowie Filip Simovic und Simeon Schwinger (beide aufgrund von Todesfällen in ihren Familien abwesend). Von den schon in den vergangenen Wochen fehlenden Akteuren – Jordan Murray, Jesper Jensen Aabo, Oliver Lam, Thomas Hundertpfund, Luka Gomboc – kehrt keiner in den Spielbetrieb zurück, wobei es von den beiden Import-Verteidigern gute Nachrichten zu vermelden gibt: Jesper Jensen Aabo absolvierte am Mittwoch wieder sein erstes leichtes Eistraining, bei Jordan Murray ist vorgesehen, dass er diesen Schritt beim Morning Skate am Freitag macht. Bei fortgesetzt positivem Heilungsprozess ist für beide ein Comeback im Verlauf der gut zwei Wochen bis zur langen Länderspiel- und Olympia-Pause im Februar im Bereich des Möglichen.

Pre-Game-Kommentar:

„Ich denke, unsere Saison bisher war ziemlich gut, wir stehen auf Tabellenplatz eins, also dort, wo wir stehen wollen. Wichtiger als das Ranking im Januar ist aber, dass wir in den vergangenen Wochen und Monaten sehr viel Charakter bewiesen haben. Auch wenn es spielerisch nicht immer herausragend lief, ist es uns gelungen, Wege zum Erfolg zu finden und viele Punkte einzufahren. Das Zwischenfazit ist also unbedingt positiv und ich hoffe, wir machen so weiter.“

„In unserer Linie haben wir eine gute Chemie gefunden. Wir alle drei arbeiten hart, laufen viel Eis und kombinieren gerne. David Waschnig macht seinen Job vor dem Tor sehr gut, er agiert geradlinig, so schafft er Räume für Mathias From und mich, in denen wir uns offensiv entfalten können. Unterm Strich ist das eine sehr gute Kombination.“

„Ich war selbst einmal ein junger Spieler, der sich seine ersten Sporen verdient hat, so wie es heuer einige der Jungs in unserem Team tun. Dementsprechend kann ich mich in sie hineinversetzen und möchte sie in ihrer Entwicklung unterstützen. Ihnen beibringen, entspannt und locker zu bleiben, nicht verkrampft oder nervös zu agieren. Diese jungen Spieler sind mir wichtig, ich versuche, sie zu unterstützen, denn sie sind die Zukunft unseres Vereins.“

„Fehérvár AV19 ist eine gute Mannschaft, die sehr vielseitig besetzt ist: Da gibt es Spieler, die technisch sehr begabt sind, andere, die hart checken, wieder andere, die viel Detailarbeit verrichten. In Summe ist das ein unangenehmer Gegner, gegen den wir unser bestes Eishockey zeigen müssen, um erfolgreich zu sein. In den drei bisherigen Saisonduellen ist uns das gelungen, ich erwarte mir, dass wir das auch am Freitag schaffen.“