Am Sonntagabend kommt es in der Heidi Horten-Arena zum vierten Saisonduell zwischen dem aktuellen Tabellenführer aus Klagenfurt und dem amtierenden Meister aus Salzburg. Die wichtigsten Informationen zum Spitzenspiel liefert kac.at.

Nach drei Auswärtsspielen am Stück innerhalb von sechs Tagen kehrt der EC-KAC (28 Siege, zwölf Niederlagen) am Sonntag, dem 25. Januar 2026, in heimische Gefilde zurück: Die Rotjacken empfangen den amtierenden Meister und neuen Tabellenzweiten EC Salzburg (27 Siege, 14 Niederlagen) in der ausverkaufen Heidi Horten-Arena. Vor dem vierten Saisonduell der beiden win2day ICE Hockey League-Finalisten der Jahre 2024 und 2025 dürfte sich die personelle Lage bei den Kärntnern etwas entspannen. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr, wie gewohnt wird auf Sporteurope.TV eine Livestream-Übertragung angeboten.

TICKETS

Für dieses Spiel sind Sitzplatz- und VIP-Tickets ebenso restlos ausverkauft wie Stehplatzkarten. Mögliche noch bis zum Sonntagnachmittag von Abonnent/innen via Zweitmarkt zurückgelegte Plätze können im Online-Ticketshop des EC-KAC bezogen werden. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet um 16.00 Uhr, dient aber nur als Abholort für hinterlegte Eintrittskarten.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie gewohnt im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen (Kommentator: Marco Tscharnig, Experte: Marc Brabant, Moderator: Joschi Peharz). Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 17.15 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 18.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC hat sich am Freitag für die knappe 2:3-Niederlage beim HC Pustertal vom Mittwoch, mit der eine Serie von fünf Siegen am Stück geendet hatte, rehabilitiert: Trotz acht Ausfällen und einem Rückstand nach dem zweiten Drittel setzten sich die Rotjacken bei den Pioneers Vorarlberg mit 5:4 durch. Der Auftritt in Feldkirch war das letzte Auswärtsspiel des Rekordmeisters für knapp einen Monat, überhaupt bestreiten die Kärntner sechs ihrer verbleibenden acht Partien im Grunddurchgang auf eigenem Eis, wo sie seit 26. September in 15 Begegnungen in Folge gepunktet haben. In der Tabelle liegt der EC-KAC aktuell sieben Zähler vor den ersten Verfolgern aus Salzburg (ein Spiel mehr ausgetragen) und Graz (eine Partie weniger absolviert), sein derzeitiger Punkteschnitt von 2,13 war am Ende von keiner der letzten 24 Regular Seasons höher. Auch in der gegenwärtigen Phase der personellen Herausforderungen aufgrund von Verletzungen liegt Klagenfurts Stärke im Kollektiv und dessen Ausgeglichenheit: Seit Jan Muršak im Kärntner Derby am 27. Dezember hat (in zehn Spielen und bei 31 erzielten Treffern) kein KAC-Akteur mehr einen Doppelpack verbucht. Im gleichen Zeitraum sammelten hingegen gleich 19 verschiedene Kaderspieler Scorerpunkte.

Nach einer für seine Verhältnisse eher durchwachsenen ersten Grunddurchgangshälfte präsentierte sich der EC Salzburg in den vergangenen Wochen wieder in altbekannter Stärke und erfolgreich: Seit der 1:2-Heimniederlage gegen den EC-KAC am 5. Dezember haben die Roten Bullen 15 ihrer 17 Ligaspiele gewonnen, Ausrutscher gab es in diesem Zeitraum lediglich in Brunico/Bruneck und Budapest. Am Freitagabend entschied der Titelverteidiger das im gleichen Maße hart geführte wie umkämpfte Auswärtsspiel bei den Graz99ers mit 4:2 für sich und schob sich damit auf Tabellenplatz zwei nach vorne. Im aufgrund der unterschiedlichen Anzahl an ausgetragenen Partien aussagekräftigeren Ranking nach Punkteschnitt liegt Salzburg (1,90) allerdings unverändert nur auf Position vier. Die enorme spielerische Qualität der Red Bulls dokumentiert ihre ligaweite Dominanz in Even Strength-Phasen: Hier stehen sowohl die meisten erzielten (2,76 pro Spiel) als auch die wenigsten kassierten Treffer (1,29) zu Buche. Bei gleicher Spieleranzahl am Eis bilanziert der amtierende Meister derzeit mit +60, kein anderes Team im Bewerb besser als mit +36. Im Umkehrschluss ist die Performance in den Special Teams noch ausbaufähig, hier liegt man nur auf Rang elf (Powerplay) bzw. zehn (Penalty Killing) im ligaweiten Vergleich.

Die Geschichte:

Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 trat der EC-KAC gegen keinen Klub häufiger an als gegen den EC Salzburg, obwohl dieser erst vier Jahre später in die höchste Spielklasse kam. Von den bislang 184 ausgetragenen Duellen – jeweils 92 in beiden Städten – entschieden die Roten Bullen 102 für sich, 82 Mal gewannen die Rotjacken. Eine positive Bilanz hat der Rekordmeister hingegen auf heimischem Eis vorzuweisen, wo 50 Siegen 42 Niederlagen gegenüberstehen. Allerdings machte Salzburg in dieser Gegenüberstellung in der jüngeren Vergangenheit einigen Boden gut: Seit dem rot-weißen Halbfinalsieg 2021 gastieren die Mozartstädter zu 17 Duellen am Wörthersee und setzten sich dabei elf Mal durch. KAC-Heimsiege nach regulärer Spielzeit gab es in diesem Zeitraum überhaupt nur vier, die letzten drei Partien in der Heidi Horten-Arena gingen allesamt an die Gäste.

Auch beim letzten Aufeinandertreffen hatte die Auswärtsmannschaft das bessere Ende für sich, damals allerdings der EC-KAC im Volksgarten: Am 5. Dezember siegten die Klagenfurter in Salzburg mit 2:1 und erklommen damit die Tabellenspitze, an der sie seither fast durchgängig rangieren. Florian Baltram brachte die Red Bulls aus ihrer ersten konkreten Torchance heraus in Führung, Mario Kempe glich im ersten Überzahlspiel der Kärntner aus. Der Siegestreffer ging auf das Konto von Matt Fraser, der aus einem Konter heraus in Minute 36 bereits den Endstand fixierte. Salzburg verbrachte in dieser Partie (bei Even Strength) fast doppelt so viel Zeit mit Puckbesitz in der Angriffszone (14:00 Minuten) wie Klagenfurt (7:27), wurde aber meist auf den Außenbahnen gehalten, sodass nur sieben Torschüsse aus dem Slot zu Buche standen. Gestützt auf einen starken Sebastian Dahm im Kasten (31 Saves) agierte die rot-weiße Abwehr sehr stabil, trotz 4,45 Expected Goals der Hausherren ließen die Kärntner nur einen tatsächlichen Gegentreffer zu.

Personelles:

Die prekäre personelle Lage beim EC-KAC wird sich vor dem vierten Saisonduell mit dem Finalgegner der beiden vergangenen Saisonen etwas entspannen. Nachdem die Rotjacken seit der ersten Drittelpause im Spiel in Villach am 9. Januar in der Defensive neben Clemens Unterweger ausschließlich im eigenen Nachwuchs ausgebildete Spieler zum Einsatz gebracht haben, kehren gegen Salzburg zwei Stammkräfte in das Lineup zurück: Jesper Jensen Aabo, der aufgrund einer Unterkörperverletzung elf Partien verpasst hat, steht ebenso wieder zur Verfügung wie Josh Teves, der wegen einer Oberkörperverletzung drei Mal zuschauen musste. Kein Thema sind für die Partie am Sonntag die Einsätze von David Maier, Jordan Murray, Oliver Lam, Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc. Als „Game Day Decision“ ist nach aktuellem Stand Mario Kempe (nach dem Startdrittel im Spiel beim HC Pustertal am Mittwoch verletzt ausgeschieden) zu bewerten. Der Schwede ließ das optionale Eistraining am Samstag aus, eine Entscheidung über seinen Einsatz gegen die Red Bulls fällt nach dem Morning Skate am Spieltag.

Pre-Game-Kommentar:

„Die Mannschaft hat während meiner Abwesenheit großartig gespielt, insbesondere die jungen Spieler, die aus dem U20-Team hochgezogen wurden, haben ihren Job eindrucksvoll erfüllt. Es war cool, diese Entwicklung von der Tribüne aus mitzuverfolgen, weil es die Stärke unserer Truppe und der Kultur, die wir hier in Klagenfurt aufgebaut haben, demonstriert. Wir sind voll dabei, ganz egal, wer im Lineup steht. Das zeigt eine Gewinnermentalität und genau diese wollen wir auch verkörpern.“

„Wir haben uns in den letzten Jahren viele Duelle mit Salzburg geliefert, sie sind für uns der Gradmesser, die Mannschaft, die wir besiegen wollen. Wir wissen, dass, wenn wir es hoffentlich wieder in die Finalserie schaffen, sie uns dort mit einiger Wahrscheinlichkeit neuerlich gegenüberstehen werden. Salzburg spielt physisch stark, intensiv und schnell, sie spielen solides Eishockey und haben verinnerlicht, wie man gewinnt. Außerdem sind die Playoffs nicht mehr weit, wir wollen am Sonntag also auch ein sportliches Statement abgeben. Es wird hart, aber das sind die Spiele, die Spaß machen.“

„Als ich mich im Training verletzte, habe ich mir große Sorgen gemacht, auch am Weg ins Krankenhaus hoffte ich ganz stark, dass es nicht allzu schlimm ist. Die Diagnosen waren dann recht positiv, das war eine Erleichterung. Ich bin jetzt auch schon wieder seit geraumer Zeit am Eis, ich bin also völlig bereit, habe frische Beine und freue mich sehr, gegen Salzburg wieder mit dabei zu sein.“

„Die Flagge seines Heimatlandes bei der Eröffnung von Olympischen Spielen in ein Stadion zu tragen, ist eines der größten Dinge, das man als Sportler erreichen kann. Ich repräsentiere da nicht nur mich oder unser Eishockey-Nationalteam, sondern unsere ganze Delegation und unsere gesamte dänische Nation. Das wird ein sehr stolzer Moment für mich, dem ich demütig entgegenfiebere, hoffentlich bleibe ich bis dahin gesund.“