Vor der fast dreiwöchigen Olympiapause tritt der EC-KAC am Sonntagabend noch einmal zu Hause an, die Rotjacken empfangen die Black Wings Linz in der Heidi Horten-Arena.

Das dritte Heimspiel in Folge bringt dem EC-KAC (29 Siege, 13 Niederlagen) am Sonntag, dem 1. Februar 2026, neuerlich einen Gegner nach Klagenfurt, gegen den die Rotjacken in der laufenden Saison noch über eine weiße Weste verfügen. Im letzten Spiel vor der Olympiapause in der win2day ICE Hockey League sind die Black Wings Linz (20 Siege, 22  Niederlagen) in der Heidi Horten-Arena zu Gast. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr, die Begegnung wird wie gewohnt auf Sporteurope.TV im Livestream übertragen.

TICKETS

Für dieses Spiel sind Sitzplatz- und VIP-Tickets bereits ausverkauft, Stehplatzkarten sind noch rund 130 Stück verfügbar. Diese und über den Zweitmarkt angebotene Plätze von Abonnent/innen sind durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC erhältlich. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet, sofern zu diesem Zeitpunkt noch Kontingente unverkauft sind, am Spieltag um 16.00 Uhr.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie gewohnt im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen. Als Co-Kommentator fungiert bei dieser Produktion Rotjacken-Kapitän Thomas Hundertpfund. Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 17.15 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 18.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC verteidigte seine Tabellenführung am Mittwochabend mit einem weitestgehend ungefährdeten 5:2-Heimsieg gegen den Ferencvárosi TC, gegen den er damit (wie gegen Linz und Wien) in der laufenden Saison bislang noch keinen Zähler abgegeben hat. Mit nunmehr 3,52 erzielten Treffern aus dem Spiel heraus pro Partie verfügen die Klagenfurter weiterhin über die zweitbeste Offensive ligaweit. Die aktuelle Winning Percentage der Rotjacken von 69,0 Prozent ist auch historisch betrachtet herausragend: In nur einem ihrer letzten 24 Grunddurchgänge (2008/09 mit 70,4 Prozent) gewannen sie noch häufiger. Aus den verbleibenden sechs Begegnungen der Regular Season benötigt der Rekordmeister acht Punkte, um sich aus eigener Kraft das Heimrecht im Viertelfinale zu sichern, mit neun Zählern würde sich Rot-Weiß zum dritten Mal in Folge bzw. zum siebten Mal insgesamt für die Champions Hockey League qualifizieren. Im bisherigen Verlauf der Spielzeit hat der EC-KAC alle seine elf Heimspiele gegen Klubs, die aktuell außerhalb der Top-Sechs der ICE-Tabelle liegen, gewonnen und dabei 32 von 33 möglichen Punkten auf sein Konto gebracht.

Die Black Wings Linz waren am Freitag wie der EC-KAC spielfrei, am Mittwoch kamen sie auf eigenem Eis zu einem 6:0-Kantersieg gegen den HCB Südtirol. Ermöglicht wurde dieser auch durch die schier unglaublich niedrige Zielstrebigkeit der Füchse, die von ihren 50 Torschussversuchen in dieser Begegnung lediglich 14 tatsächlich auf den Kasten brachten. Die Oberösterreicher haben damit zum erst zweiten Mal seit dem International Break im November (oder 27 Ligaspielen) in zwei aufeinanderfolgenden Partien voll gepunktet. Nach Klagenfurt reisen die Black Wings als derzeitiger Tabellenachter und mit dem starken Bedürfnis, ihre sehr mäßige Auswärtsbilanz zu verbessern: Linz hat bislang nur 14 seiner 55 Punkte in der Fremde eingefahren, bei keinem anderen Team in der Liga ist die Abhängigkeit von auf eigenem Eis verbuchten Zählern (75,6 Prozent aller Punkte) größer. Ebenfalls überschaubar liest sich das Black Wings-Zwischenfazit aus Saisonduellen mit den Teams aus den derzeitigen Top-Sechs: Von 21 derartigen Begegnungen gingen 15 verloren, von 63 möglichen Punkten wanderten nur 16 tatsächlich auf das Konto der Truppe von Head Coach Philipp Lukas.

Die Geschichte:

Die Black Wings Linz kamen zur Liga-Neugründung im Jahr 2000 in die höchste Spielklasse Österreichs und gehören dieser seither durchgehend an. In diesem Zeitraum sind die Oberösterreicher neben dem EC Salzburg der einzige Klub, gegen den der EC-KAC mehr Niederlagen zu verkraften hatte als er Siege feiern konnte: Von 165 direkten Begegnungen gingen 85 an Linz und 80 an Klagenfurt. Die Rotjacken reduzierten den Rückstand in dieser historischen Bilanz in der jüngeren Vergangenheit jedoch sukzessive: Sie gewannen 14 der letzten 19 Duelle und gingen in diesem Zeitraum überhaupt nur drei Mal (zwei Mal davon in der letztjährigen Halbfinalserie) gänzlich leer aus. Zu Hause stehen für den EC-KAC gegen die Oberösterreicher saisonübergreifend vier Siege am Stück zu Buche, die Black Wings entführten bei nur einem ihrer jüngsten neun Auftritte in der Heidi Horten-Arena die vollen drei Punkte aus der Kärntner Landeshauptstadt.

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen diesen beiden Klubs liegt nur zwei Wochen zurück, am 18. Januar siegten die Rotjacken auswärts an der Unteren Donaulände trotz damals acht fehlenden Stammspielern und einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand mit 5:3. Klagenfurt konvertierte in dieser Begegnung satte 25,0 Prozent seiner Shots on Goal in einen Treffer und hatte in Sebastian Dahm, der 14 Abschlüsse der Oberösterreicher aus dem Slot parierte, einen starken Rückhalt.

Personelles:

Im letzten Spiel vor der langen Olympiapause verkürzt sich bei den Rotjacken die zwischenzeitlich lange, bis zu acht Spieler umfassende Liste an verletzungsbedingten Ausfällen weiter. Mario Kempe, der die letzten drei Partien angeschlagen verpasst hatte, gibt gegen die Black Wings sein Comeback. Zum ersten Mal im Lineup des EC-KAC stehen wird der zu Wochenbeginn verpflichtete Stürmer Nolan Moyle. Geplant ist zudem die Rückkehr von Jordan Murray in das Aufgebot: Der Verteidiger, der sich im ersten Kärntner Derby der Saison Mitte November eine Unterköperverletzung zugezogen und in der Folge 25 Ligaspiele verpasst hat, arbeitete sich in den vergangenen Wochen Stück für Stück an die vollständige Wiedergenesung heran. Er steht am Sonntag als zusätzliche Alternative in der Defensive zur Verfügung. Fehlen wird dort Maximilian Preiml, der für seinen Kniecheck gegen Jussi Tammela im Heimspiel am Mittwoch für zwei Begegnungen gesperrt wurde. Neben ihn auf der Tribüne platznehmen werden der unverändert verletzte David Maier sowie die Langzeitausfälle Thomas Hundertpfund (der am Sonntag als Co-Kommentator in der Livestream-Übertragung einspringt) und Luka Gomboc.

Pre-Game-Kommentar:

„Ich würde sagen, dass unsere bisherige Saisonperformance nicht ganz so gut war, wie es unser aktueller Tabellenplatz ist. Insbesondere in letzter Zeit hätten wir ein wenig besser spielen und unser System noch sauberer umsetzen können. Darum geht’s jetzt in den verbleibenden sechs Grunddurchgangspartien und auch in der langen Olympiapause: Dass wir ganz in unsere Spur kommen, was unser Spielsystem und vor allem die defensive Stabilität betrifft, speziell in Hinblick auf die Playoffs. Wir sind grundsätzlich zufrieden mit unserem Abschneiden, sehen aber gleichzeitig das Verbesserungspotenzial.“

„Linz ist eine sehr kämpferisch veranlagte Mannschaft, die sich in Spiele hineinarbeitet. Da sind viele Zweikämpfe dabei, sie sind vor dem Tor präsent und bringen die Scheibe tief. Damit sind sie einer der schwerer zu bespielenden Gegner in unserer Liga. Dem müssen wir uns entgegenstellen, ich glaube, wir müssen sie mit ihren eigenen Waffen schlagen.“

„Unsere Steigerungsmöglichkeiten sehe ich zum Beispiel in der Defensive, wenn der Gegner aus Kontern heraus rasch in unsere Zone kommt. Wie wir in diesen Situationen in der Rückwärtsbewegung unsere Räume füllen, das kann uns sicher noch besser gelingen. Auch bei der Abstimmung und in der Kommunikation am Eis ist noch Potenzial da, um beispielsweise Doppelungen zu vermeiden. Ich denke, in der Offensive passt es schon ganz gut, defensiv geht sicher noch mehr.“

„Der Wechsel zwischen den Positionen – manchmal spiele ich hinten, manchmal werde ich als Stürmer eingesetzt – fällt mir eigentlich nicht so schwer. Meine gelernte Position in der Abwehr ist mir etwas lieber, aber ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn ich vorne reingeworfen werde, auch das macht viel Spaß. Es hat auch seinen Reiz, als Stürmer mehr Energie in den Forecheck legen zu können oder die gegnerischen Verteidiger zu lesen.“