Der EC-KAC kehrt am Freitag mit dem Heimspiel gegen Olimpija Ljubljana aus der fast dreiwöchigen Olympiapause in den ICE-Spielbetrieb zurück. Die wichtigsten Details zum Duell der beiden offensivstärksten Teams der Liga fasst kac.at zusammen.

Nach einer 19-tägigen Spielpause aufgrund der Olympischen Winterspiele startet der EC-KAC (30 Siege, 13 Niederlagen) am Freitag, dem 20. Februar 2026, in den Endspurt des Grunddurchgangs der win2day ICE Hockey League. Die Rotjacken empfangen den aktuellen Tabellenvierten, das Team von Olimpija Ljubljana (28 Siege, 16 Niederlagen), in der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausverkauften Heidi Horten-Arena. Die Begegnung beginnt um 19.15 Uhr und wird wie gewohnt im Livestream auf Sporteurope.TV übertragen.

TICKETS

Für dieses Spiel sind Sitzplatz- und VIP-Tickets bereits ausverkauft, die letzten 30 Stehplatzkarten und über den Zweitmarkt angebotene Plätze von Abonnent/innen sind im Online-Ticketshop des EC-KAC erhältlich. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet, sofern zu diesem Zeitpunkt noch Kontingente unverkauft sind, am Spieltag um 17.45 Uhr.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie üblich im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen. Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 19.00 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 20.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC kehrt am Freitag aus der für ihn 19-tägigen Ligapause anlässlich der Olympischen Winterspiele zurück, in der Woche vor dem Break verbuchte Rot-Weiß in den Heimspielen gegen Budapest (5:2) und Linz (4:0) sechs weitestgehend ungefährdete Punkte. Die bereits seit 18. Januar fix für die Playoffs qualifizierten Kärntner können am Freitag einen weiteren Meilenstein im Regular Season-Finish erreichen: Jeder Punktgewinn sichert ihnen das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale. Mit 3,53 aus dem Spiel heraus erzielten Treffern pro Saisonbegegnung verfügt der EC-KAC aktuell über die zweitbeste Offensive der win2day ICE Hockey League. Auf eigenem Eis lief es für die Rotjacken in den vergangenen Wochen und Monaten sehr gut: Sie punkteten in 17 ihrer letzten 18 Heimspiele und gingen in diesem Zeitraum nur gegen Titelverteidiger Salzburg gänzlich leer aus. Vor eigenem Publikum stellten die Klagenfurter die Weichen meist schon früh in eine für sie positive Richtung: In nur drei von 21 Begegnungen in der Heidi Horten-Arena lagen die Hausherren nach dem ersten Abschnitt im Hintertreffen, exakt jene drei Partien brachten auch die einzigen Heimniederlagen in regulärer Spielzeit.

Olimpija Ljubljana kehrte bereits am Mittwochabend aus der Olympiapause zurück, im Heimspiel gegen die Vienna Capitals setzten sich die Slowenen (nach zwischenzeitlicher 5:0-Führung) mit 7:5 durch. Die Grünen Drachen verbuchten gegen Wien gleich drei Doppelschläge innerhalb von 66, 59 und 32 Sekunden und unterstrichen damit einmal mehr ihr enormes Offensivpotenzial: Mit 3,77 Treffern pro Saisonpartie aus dem Spiel heraus verfügt Ljubljana über die deutlich größte Feuerkraft im Angriff ligaweit. Auch im Powerplay hat kein anderes ICE-Team häufiger angeschrieben als Olimpija, allerdings wurden 29 der 38 Überzahltore in Begegnungen mit Kontrahenten erzielt, die aktuell außerhalb der Top-Sechs liegen. Die Truppe von Head Coach Ben Cooper bilanzierte in Heimspielen (Rang zwei) bislang deutlich positiver als auswärts (Rang sechs). Ebenfalls auffällig: Von den 21 in der Fremde ausgetragenen Begegnungen der Slowenen gewann 16 jene Mannschaft, die als erste traf. Nach Klagenfurt kommt Ljubljana als derzeitiger Tabellenvierter, bei noch vier ausständigen Grunddurchgangsspielen ist für Grün-Weiß noch jede Abschlussplatzierung zwischen Rang zwei und sechs möglich.

Die Geschichte:

Mit Olimpija Ljubljana (und seinen Vorgängerklubs) verbindet den EC-KAC eine bis zu den ersten freundschaftlichen Duellen in den 1930er-Jahren zurückreichende Historie. Zwischen 1995 und 2000 (Alpenliga und IEL) sowie zwischen 2007 und 2016 (EBEL) spielten Rotjacken und Grüne Drachen 15 Saisonen lang in der gleichen Liga, dieser Zustand wurde erst mit dem Einstieg des Hauptstadtklubs in seiner heutigen Organisationsform in die win2day ICE Hockey League im Jahr 2021 wiederhergestellt. Seither standen sich Österreichs Rekordmeister und sein slowenisches Pendant in insgesamt 19 Partien gegenüber, die Mehrheit von zwölf konnte Klagenfurt für sich entscheiden. Der EC-KAC ging nur in drei Begegnungen gänzlich leer aus, darunter allerdings auch in der letzten, die am 30. Dezember in der Hala Tivoli ausgetragen wurde. Die damals ohne sechs Stammkräfte angetretenen Rotjacken unterlagen trotz zweimaliger Führung mit 2:3, wodurch eine eindrucksvolle Serie endete, hatten sie in den zehn vorangegangenen Ligaspielen doch 28 von 30 möglichen Punkten eingefahren. Olimpija bog im zweiten Abschnitt auf die Siegerstraße ein, als sich seine deutlich längeren Puckbesitzphasen (58 Prozent der Spielzeit des Mitteldrittels mit Scheibenkontrolle) in 15:7 Torschüssen und 3:1 Treffern niederschlugen. Zwei der Tore gingen auf das Konto von Ljubljanas Erstliniencenter Zach Boychuk, der damit zum prägenden Akteur des Abends avancierte.

Personelles:

Neben den Langzeitausfällen Thomas Hundertpfund (Saisonende) und Luka Gomboc fehlt dem EC-KAC zum Re-Start nach der Olympiapause nur Verteidiger Maximilian Preiml, der das letzte Spiel seiner Sperre absitzt. In das rot-weiße Lineup zurückkehren wird David Maier, der die letzten sieben Begegnungen aufgrund einer Unterkörperverletzung verpasst hatte. Ebenfalls im Aufgebot stehen sollte Dänemarks Kapitän beim Olympischen Eishockeyturnier, Jesper Jensen Aabo. Er kehrt am Donnerstag aus Milano/Mailand nach Klagenfurt zurück und stößt beim Morning Skate am Spieltag wieder zur Mannschaft.

Pre-Game-Kommentar:

„Unser Ziel ist es natürlich, den Grunddurchgang als Tabellenerster zu beenden. Wir haben es in unseren eigenen Händen, haben jetzt aber morgen und am Sonntag zwei große Spiele vor uns. In dieser Saisonphase ist jede Partie von gleich hoher Wichtigkeit. Der Partie gegen Olimpija blicken wir alle mit viel Vorfreude entgegen, endlich können wir wieder Eishockey spielen, endlich können wir wieder vor unseren eigenen Fans auflaufen. Wir wollen die nächsten drei Punkte einfahren.“

„Für uns wird es am Freitag vor allem wichtig sein, gut zu starten, denn der Gegner hat am Mittwoch bereits gespielt, ist nach der Pause also schon wieder im Rhythmus. Olimpija spielt unter seinem heurigen Trainer vom System her sehr ähnlich wie Salzburg, speziell der Forecheck ist sehr aggressiv. Drauf müssen wir vorbereitet sein: Stets wissen, wo man selbst steht und wo die Mitspieler positioniert sind, damit wir sauber aus der eigenen Zone kommen. In der Folge geht es darum, dass wir dann unser eigenes Spiel entfalten können.“

„Ich bin jetzt wieder topfit und habe keine Schmerzen mehr. Es ärgert mich aber natürlich, dass ich heuer schon zwei Mal verletzungsbedingt gefehlt habe und der Mannschaft nicht helfen konnte. Jetzt hoffe ich, dass ich wieder schnell in den Rhythmus komme, denn ich habe in den letzten Wochen gut trainiert, fühle mich wohl und in Form. Was ich jetzt noch brauche, ist das richtige Timing in den einzelnen Spielsituationen, das kommt nur im Spiel selbst zurück. Dann wird das wieder passen.“

„In den letzten Wochen haben wir viele Siege geholt, das ist immer ein gutes Zeichen. Von der Tribüne aus hatte ich den Eindruck, dass wir momentan defensiv sehr stabil stehen und wenig zulassen. Offensiv können wir vielleicht noch etwas besser sein, da haben wir in den vergangenen Partien nicht mehr so viele Tore erzielt wie zuvor. Beitragen wird dazu eine Steigerung im Powerplay, jetzt, mit all den in das Lineup zurückkommenden Spielern, wird das sicher besser funktionieren.“