Zum Start in die intensive letzte Woche des Grunddurchgangs empfängt der EC-KAC am Mittwochabend den HC Innsbruck in Klagenfurt und hat dabei die Chance, sich die neuerliche Teilnahme an der Champions Hockey League zu sichern.

Im ersten von drei Spielen innerhalb von fünf Tagen, mit denen die Regular Season in der win2day ICE Hockey League beschlossen wird, tritt der EC-KAC (31 Siege, 14 Niederlagen) am Mittwoch, dem 25. Februar 2026, zu Hause gegen den HC Innsbruck (neun Siege, 36 Niederlagen) an. Das Duell zwischen dem Ersten und dem Letzten der aktuellen Ligatabelle beginnt um 19.15 Uhr und ist live bei Sporteurope.TV zu sehen.

TICKETS

Für das Heimspiel der Rotjacken gegen den HC Innsbruck sind VIP-Tickets bereits vergriffen, auch Sitzplatzkarten sind nur noch rund zehn Stück verfügbar. Die letzten circa 220 Stehplatzkarten und über den Zweitmarkt angebotene Plätze von Abonnent/innen sind im Online-Ticketshop des EC-KAC erhältlich. Die Abendkassa am Haupteingang der Heidi Horten-Arena öffnet am Spieltag um 17.45 Uhr.

BERICHTERSTATTUNG

Die Begegnung wird nicht im TV, wohl aber wie üblich im vom EC-KAC produzierten und über die Plattform des Streaming-Partners der win2day ICE Hockey League, Sporteurope.TV, ausgestrahlten Livestream übertragen. Sendungsbeginn ist mit den Vorberichten um 19.00 Uhr. Über den Spielverlauf informiert außerdem Radio Kärnten (online konsumierbar via sound.orf.at) im Kärntner Eishockeymagazin (ab 20.04 Uhr).

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC musste sich am Sonntagabend im Spitzenspiel bei seinem ersten Verfolger in der Tabelle, den Graz99ers, mit 2:4 geschlagen geben. Die Rotjacken kassierten dabei alle vier Gegentore im Schlussdrittel, nachdem sie zuvor spielübergreifend knapp 184 Minuten ohne Verlusttreffer geblieben waren. Trotz der Niederlage fixierte der Rekordmeister am Sonntag sein Pickrecht für das Playoff-Viertelfinale, im schlechtesten Fall wird er den Grunddurchgang auf Rang drei beschließen. Im Heimspiel gegen Schlusslicht Innsbruck kann Klagenfurt seine dritte Teilnahme an der Champions Hockey League hintereinander, die siebte insgesamt, fixieren. Dies gelingt, wenn der EC-KAC gegen die Haie maximal einen Punkt weniger einfährt als der HCB Südtirol in seinem parallel ausgetragenen Auswärtsspiel bei Olimpija Ljubljana. Nimmt man den bisherigen Saisonverlauf zum Maßstab, stehen die diesbezüglichen Chancen gut: In ihren in der Heidi Horten-Arena ausgetragenen Begegnungen gegen Mannschaften, die außerhalb der Top-Sechs des Rankings liegen, haben die Kärntner 2025/26 stets gewonnen und dabei 35 von 36 möglichen Punkten auf ihr Konto gebracht.

Der HC Innsbruck blickt auf eine enttäuschende Saison zurück, im zweiten Jahr in Folge und zum bereits fünften Mal in der Klubgeschichte (23 Spielzeiten in Österreichs höchster Liga) werden die Haie den Grunddurchgang auf dem letzten Tabellenplatz beenden. Für die Tiroler gilt es, in den verbleibenden drei Partien das schwächste Abschneiden ihrer Historie zu verhindern: Sowohl hinsichtlich der Winning Percentage (20,0 Prozent) als auch des Punkteschnitts (0,58) liegen sie nur noch hauchdünn vor ihrem Horrorspieljahr 2012/12 (18,5 Prozent und 0,56 Zähler). In der Fremde hat der HCI seit dem Overtime-Erfolg in Ljubljana am 1. November nicht mehr gewonnen, danach setzte es 14 Auswärtsniederlagen hintereinander, nur eine davon brachte zumindest einen Punktgewinn in Form eines Verlusts nach Verlängerung. Ausgerechnet Klagenfurt war für den Klub aus der Olympiastadt in der jüngeren Vergangenheit allerdings kein ganz schlechter Boden, bei nur sechs seiner letzten 17 Auftritte in der nunmehrigen Heidi Horten-Arena blieb Innsbruck ohne Zähler. Die aktuelle Formkurve der Haie ist jedoch wenig erbaulich, seit dem überraschenden Heimsieg gegen Graz Mitte Januar kassierten sie sieben Niederlagen in Folge.

Die Geschichte:

Der HC Innsbruck kam zur Liga-Neugründung im Jahr 2000 aus der dritten Leistungsstufe in Österreichs höchste Liga, der er seither mit Ausnahme einer dreijährigen Unterbrechung (von 2009 bis 2012) angehört. Mit dem EC-KAC duellierten sich die Tiroler bislang 132 Mal, dabei standen 77 Erfolgen der Rotjacken deren 55 der Haie gegenüber. In Begegnungen, die in der Kärntner Landeshauptstadt ausgetragen wurden, lautet die historische Bilanz auf 47 zu 19 Siege für den Rekordmeister. In der laufenden Saison setzte sich Rot-Weiß Ende Oktober (5:1) und Anfang Januar (4:1) recht ungefährdet durch, in dunkler Erinnerung ist jedoch die slapstickartig zu Stande gekommene 6:9-Auswärtsniederlage Ende November. Bemerkenswert ist, dass gleich elf Kaderspieler der Rotjacken – davon fünf Verteidiger – in jedem von ihnen bestrittenen Saisonduell mit Innsbruck gepunktet haben.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs datiert vom 3. Januar, als der EC-KAC erleichtert durch einen Doppelschlag von Filip Simovic und Fabian Hochegger zu Beginn des zweiten Durchgangs einen 4:1-Auswärtssieg in Tirol verbuchte. Innsbruck brachte dabei über weite Strecken der Partie nur drei Linien zum Einsatz und kam trotz guter Erfolgsquoten am Faceoff-Punkt (56,4 Prozent) und in Zweikämpfen (54,8 Prozent) nur zu fünf Torschüssen aus dem Slot.

Personelles:

Neben den Langzeitverletzten Thomas Hundertpfund und Luka Gomboc muss der EC-KAC im Heimspiel gegen den HCI Innsbruck auch auf Jesper Jensen Aabo verzichten. Der Verteidiger zog sich im Auswärtsspiel in Graz am Sonntag in seinem fünften Shift nach einem regelkonformen Check eine Unterkörperverletzung zu, die nach aktuellem Diagnosestand aber keinen langfristigen Ausfall nach sich ziehen dürfte. Eine Rückkehr des Dänen in das Eistraining im weiteren Verlauf der aktuellen Woche ist nicht ausgeschlossen. Finn van Ee musste das Mannschaftstraining am Dienstag aufgrund einer leichten Blessur vorzeitig beenden, seine Mitwirkung im Spiel am Mittwoch sollte aber nicht in Gefahr sein.

Pre-Game-Kommentar:

„Wir sind zu nahe an den Playoffs, um ein Spiel gegen ein Spitzenteam wie Graz einfach nur mit Grantigkeit und über die Emotion zu gewinnen, das reicht um diese Jahreszeit nicht mehr. Die Analyse der Fehler ist schon abgeschlossen, wir waren hinten nicht konsequent genug. In den ersten beiden Abschnitten ließen wir viele Schüsse zu, aber nicht viele Chancen, im dritten Drittel wurden wir dann zu schlampig. Fehlte die Konzentration, war eine gewisse Müdigkeit da, das schauen wir uns an und dann merzen wir das aus. Sonst war die Partie gut, sie hatte auch die nötige Härte.“

„Das Spiel am Mittwoch ist eine ganz schwierige Aufgabe, weil uns Innsbruck über die letzten Jahre einige Punkte gekostet hat. Unser Mindset darf es nicht sein, dass wir gegen den Tabellenletzten spielen, stattdessen müssen wir hart und konsequent sein, auch simpel agieren. Wir hatten gegen die Tiroler schon zu viele Hoppalas, um mit der Einstellung in das Spiel zu gehen, dass es gegen einen Nachzügler schon funktionieren wird und man selbst viele Scorerpunkte sammeln kann. Übergeordnet kann man sagen, dass wir am Mittwoch jenes Eishockey zeigen müssen, mit dem wir diese Saison beenden wollen. Wenn wir das machen, sollte es gut für uns ausschauen.“

„Ich hoffe natürlich, dass mein Punktestreak gegen Innsbruck weitergeht, aber ich werde einfach versuchen, gleich zu spielen, wie in den letzten Partien. So, wie ich eigentlich immer auftreten will: Puck zum Tor, ich zum Tor und dann schauen, was passiert.“

„Natürlich spielt es eine Rolle, dass wir uns am Mittwoch das CHL-Ticket sichern können, weil wir alle gerne in der Champions Hockey League spielen. Allerdings denke ich, dass es für uns aktuell wichtiger ist, Platz eins zu fixieren. Das erste Pickrecht zu haben und vor Graz zu bleiben, gegen die wir eben verloren haben, wäre ein gutes Zeichen. Darauf sind wir aktuell fokussiert, wenngleich die CHL-Teilnahme auch in jedem Jahr etwas Spezielles ist.“